<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809</id><updated>2011-09-17T13:53:01.424+02:00</updated><title type='text'>Juvanis</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>33</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-2321382626655903425</id><published>2010-03-22T17:29:00.001+01:00</published><updated>2010-03-22T17:31:04.242+01:00</updated><title type='text'>Der ewige Kreis</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wenige Stunden später brechen wir auf gen Tamra. Die verwirrten Materier haben wir, wie versprochen, durch das Portal mit genauen Anweisungen in ihre Heimat entlassen. Vielleicht nehmen sie doch die ein oder andere Weisheit aus ihren Erfahrungen hier mit; dass ihnen noch einmal ein derartiges Abenteuer widerfährt, ist schließlich äußerst unwahrscheinlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne sie sind wir jedenfalls deutlich schneller unterwegs. Schon einen halben Tag später langen wir am Ufer des „hellblauen Auges“ an. Wie beim letzten Besuch verschleiern wir unsere Anwesenheit hinter einem Unsichtbarkeitszauber und brausen im Tiefflug über den See Richtung Stadtmauer. Sicherheitshalber kontaktiert Ig'nea Chronos und informiert ihn über unser Kommen; noch einmal beschossen werden muß ja nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Tamra ist erstaunlicherweise noch immer einiges übrig, was nach den anhaltenden Kämpfen nicht zu erwarten gewesen war. Ein paar mehr Brand- und Rußflecken vielleicht, verätzte Krater und Trümmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auf dem Steg vor der Stadt erwartet uns eine ganz andere Überraschung: Draka!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen alle Vorsicht und Vezauberung augenblicklich fallen und begrüßen unsere langvermisste Schwester gebührend. Am liebsten würde ich sie sofort ausfragen, wo sie bloß so lange gesteckt hat ohne sich zu melden, doch in ihrer typisch ruhigen, bestimmten Art meint sie nur, sie habe viel studiert und uns dann lange gesucht.&lt;br /&gt;Selbst das Kind scheint sich an sie zu erinnern und klettert zutraulich auf ihre schuppige Schulter. Ein bißchen stolz sind wir in dem Moment schon, dass wir es geschafft haben, den Kleinen zurückzuholen. Draka hätte uns sonst die Ohren langgezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als ob sie hier vollkommen vertraut wäre, führt uns Draka in das Hauptquartier der Drachkin. Durch den abfallenden Gang, die Falltür, die leuchtenden Bodenfliesen, vorbei an vielen bekutteten Drachen, bis hin zum Plateau im Herzen der Maschine.&lt;br /&gt;Eine auffällige Veränderung gibt es  jedoch: von der Decke baumeln, säuberlich in Ketten gelegt, zwei Gestalten. Jarvis!, denke ich sofort, doch keine der beiden traurigen Figuren hat auch nur annähernd Ähnlichkeit mit meinem herrlichen Elfen. Der eine ist ein zu kurz geratener Zwerg (muß ein Halbling sein), der andere ein Hühne in schwerer Rüstung. Dem martialischen Aussehen nach gehört er dem Harmonium an, einem der Bünde Sigils, wie es auch die Sinnsaten sind. Sie sehen sich als Hüter der Gesetze, und tatsächlich bestätigt Ig'neas prüfender Blick diese Annahme: der Halbling ist ein recht bekannter Langfinger namens Flinkefuß, der in Sigil in den falschen Taschen stibitzt und sich eine Menge Ärger eingehandelt hatte. Das Harmonium ist ihm deswegen schon lange auf den Fersen. Nun haben sie ihn offenbar geschnappt, doch wohl nicht ganz so, wie sie sich das vorgestellt hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Drache gesellt sich zu uns, und erst als er spricht, erkennen wir an seiner Stimme, wer hier vor uns steht: Aldred! Es ist schön, ein bekanntest Gesicht zu sehen. Naja, auch wenn das Gesicht selbst neu ist.&lt;br /&gt;Als er unsere neugierigen Blicke bemerkt, erklärt er, die beiden Gefangenen seien Spione, die man tags zuvor in den Ruinen hatte herumschleichen sehen. Ig'nea kann diesen Irrtum glücklicherweise aufklären, doch nun haben wir einen dankbaren Offizier des Harmoniums und einen irgendwie eingeschüchterten Halbling am Rockzipfel hängen - denn hierbleiben, das macht Aldred sofort unmißverständlich klar, können sie auf keinen Fall. Man rüstet sich bereits für den letzten Marsch gegen die Insel, da ist für Gäste kein Platz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marsch auf die Insel? Ich horche auf. Das klingt sehr endgültig und schwer nach Gewalt. Furgas' Augen leuchten auch schon wieder bedenklich.&lt;br /&gt;„Lieber zerstören wir die Insel, als dass sie den Teufeln in die Hände fällt.“ meint Aldred im Brustton der Überzeugung. „Sobald Chronos mit den anderen zurück ist, brechen wir auf. Wir werden sie zurückschlagen, ein für allemal. Wenn sogar schon Grubenfürsten wie Mephistoteles hier ungeniert herumlaufen, ist es an der Zeit, sie endlich in die Schranken zu weisen. Wußtet ihr denn nicht, dass er einer der Dunklen Acht ist? Er herrscht über Mephista.“&lt;br /&gt;Nun ist es an uns, ziemlich kleinlaut dreinzuschauen. Einer der Dunklen Acht. Das verheißt nichts Gutes. „Da habt ihr euch ja gleich mit den großen Jungs angelegt“, lacht Aldred. „Ein Grund mehr, sie in die Grube zurückzutreten, aus der sie gekommen sind.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Zeit nagt etwas an meinem Geist, eine Erinnerung, doch es dauert eine ganze Weile bis sich unter all den wirren Ereignissen der jüngeren Vergangenheit ein klares Bild herauskristallisiert: Wir sitzen in Ychts vezaubertem Märchengarten. Essen von seinem Brot... und reden über Abenteurerkram!&lt;br /&gt;„Das geht nicht!“, platzt es aus mir heraus. „Ycht hat gesagt, dass er die Insel schon sechs Mal hat untergehen sehen. Sie kommt also immerwieder, es gibt keine endgültige Lösung, der Kreislauf beginnt von vorn.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle schweigen. Erinnern sie sich denn nicht?&lt;br /&gt;Aldred mustert mich lange. Dann bittet er mich, zu wiederholen was ich gerade gesagt habe. Höre ich Zweifel in seiner Stimme? Ycht scheint er zumindest zu kennen.&lt;br /&gt;„Wir müssen seinen Rat einholen.“, entscheidet Aldred schließlich. „Sobald die anderen zurück sind.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten zwei Tage sind von einer seltsam bedrückten Ruhe erfüllt. Fast bereue ich schon, ihnen die Worte Ychts gesagt zu haben. Doch wäre es besser gewesen, sie voller Aktionismus in einen Kampf rennen und darin sterben zu lassen, der nicht das hält, was sie sich von ihm versprechen?&lt;br /&gt;Luzija kümmert dergleichen wenig. Sie hat sich Flinkefuß buchstäblich unter den Nagel gerissen und ... ich will es gar nicht genauer wissen. Nach ein wenig herumgetanze erwähnt sie zumindest, dass der Zodar mit dem Schwert nun in Minauros sei; einer weiteren, unangenehmen Unterebene Baators. Er steigt also immer tiefer hinab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den wenigen Stunden, in denen wir uns nicht an den Scharmützeln in der Stadt beteiligen (nur um in Form zu bleiben, wie Furgas sagt) oder ich meiner ganz persönlichen Nemesis, die mich auch hier wiedergefunden hat, nachjage, grübele ich über das Kind nach. Den Schlüssel zur Insel. Wäre es sicherer, ihn in unser Dorf zu bringen? Oder nach Ryleh? Doch selbst wenn, ich wüßte ja nicht einmal wie ich das bewerkstelligen sollte. Der Kleine ist immernoch unergründlich. Einmal hätte er beinahe wie ein unbedarftes Kind Dorn angefaßt. Einer der Drachen konnte ihm gerade noch die Hand wegschlagen, wer weiß was sonst passiert wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich trifft Chronos ein. Seine massige, güldene Gestalt ist auch nicht zu übersehen. Die Drachkin berichten sich in ihrer eigenartigen, gutturalen Sprache die neuesten Ereignisse und kurze Zeit später brechen wir in Begleitung von Aldred, Chronos und dem dürren Gevatter auf. Die drei gehen den konventionellen Weg und schleichen durch die Stadt, doch Luzija bietet uns mittels Teleport eine Abkürzung.&lt;br /&gt;Im Nachhinein kommt es mir noch immer ein wenig verdächtig vor, dass nur Aldred und Chronos die Stadt lebend verlassen haben. Goin, der nicht mit uns teleportiert war, meinte später nur, Gevatter habe beschlossen irgendeine „nächste Stufe“ zu erreichen und sei tot. Ich weiß bis heute nicht, ob ich ihm das glauben soll oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir treffen uns an der Grenze zu Ychts Reich wieder und wandern eine Woche vorsichtig durch das üppig grünende Feenreich des alten Drachen, bis wir an seiner Hütte anlangen. Es ist merkwürdig, plötzlich einen strahlend blauen Himmel zu sehen, wo uns vorher das immerwährend fahlgelbe Leuchten der Außenländer überspannte. Elidan ist so freundlich, die stille Reisegruppe mit herbeigezauberten Leckereien zu versorgen; einfach etwas aus Ychts reichem Naturgarten zu pflücken käme uns nicht in den Sinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Vergleich zu unserem letzten Besuch erscheint Ycht nicht sehr begeistet, als er uns erblickt. Er drückt uns ein paar Holzbohlen mit Brotlaiben darauf in die Hand (die Drachenversion einer Vesper) und besteht darauf, mit den Drachen aus Kront allein zu reden. Ein wenig enttäuscht bin ich schon, es hätte mich doch sehr interessiert, was Ycht ihnen zu der Insel zu erzählen hat. Uns gegenüber war er ja sehr verschlossen und hatte alles als „Abenteurerkram“ abgetan und weiter nichts gesagt. Nicht einmal das leckere Brot täuscht über diesen Affront hinweg, und das obwohl der Sinnsat in mir jubelt, so gut schmeckt es nach Anis und fremdartigen Gewürzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea scheint nicht hungrig zu sein, jedenfalls hat sie sich in gewohnter Manier irgendwo abseits ins Gras gesetzt, an den Stamm einer mächtigen Eiche gelehnt, und ist mit ihren Gedanken woanders. Luzija lauscht anfangs an der Tür, doch wenn die nur halb so dick ist wie unsere Essenbrettchen, hat sie keine Chance.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenig später tritt Ycht aus seinem Haus, allein. Ernst redet er auf uns ein, dass die Drachkin ob der neuen Erkenntnisse wohl den Kampf um Tamra aufgeben würden, da ein finaler Sieg unerreichbar scheint. Und dass er dies im Grunde sehr bedauert, denn für eine Überzeugung zu kämpfen könne durchaus sinnvoll sein, auch wenn der gewünschte Erfolg dabei ausbleiben kann. Er selbst kann und wird sich in die Belange um die Insel nicht einmischen; dafür steht auch für ihn zu viel auf dem Spiel, denn er ist nicht nur ein Drache, sondern auch der Schöpfer dieser Taschendimension, für die er nun verantwortlich ist.&lt;br /&gt;Würde er sich einmischen, so würden sich „die anderen“ ebenfalls zusammentun und ihm das Leben hier zur Hölle machen. Deshalb gibt er weder Informationen noch greift er in solchen Kämpfen ein, sondern bleibt hier in seinem Reich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das einzige, was er bereit ist zu verraten, ist, dass es sich bei der Insel um einen der vielen Schauplätze des Blutkrieges handelt, der auf den Unteren Ebenen tobt und seine Auswüchse bis hier in die Außenländer getrieben hat. Auch hier werden vereinzelte Gebiete umkämpft, erobert, zurückerobert, vernichtet, wiedergeboren. Dunkel erinnere ich mich an seine Worte damals über die Triade, die drei Städte, die das Gebiet stabilisiert hatten: Tamra, Ipkunis und Man's End. Der Krieg müsse immer weiter gehen, dürfe niemals final enden, und die Götter seien im Grunde nur Zuschauer in diesem Spektakel.&lt;br /&gt;Vielleicht ist es gerade an der Zeit, dass das Gefüge wieder kippt und die Insel in neue Hände fällt - nur um irgendwann zurückerobert und erneut stabilisiert zu werden, im ewigen Kreislauf des Blutkrieges.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Worten läßt Ycht uns zurück und zieht sich wieder in seine Hütte zurück. Ig'nea erwacht aus ihrer Trance, läßt sich die Neuigkeiten berichten und erzählt dann, was sie gesehen hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brenell war vor etwa zehn oder zwölf Jahren hier, kurz nach dem Besuch einiger Drachkin.&lt;br /&gt;Dann wir bei unserem ersten Besuch, weitere Drachen, eine ganze Gruppe die eine Art Rat abgehalten hat.&lt;br /&gt;Brenell erneut, er schlägt nach Ycht jedoch scheint er dies ohne rechten Willen zu tun, beinahe spielerisch. Wieder eine seiner haarspalterischen Täuschungen, wenn er etwas im Namen seiner Herren ausführen soll, was er nicht will?&lt;br /&gt;Zuletzt ein Flammenwesen, dass einige Bäume und Sträucher abfackelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumindest hat Ycht wohl nicht gelogen: er ist zwar sehr mächtig, aber nicht allmächtig. Wenn er sich zu weit aus dem Fenster lehnt, hat auch er mit den Konsequenzen zu leben. Und ich kann ihm gut nachempfinden wie es ist etwas zu verlieren, an dem man so sehr hängt wie Ycht an seinem Garten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneut stellen wir uns nun die Frage: was tun?&lt;br /&gt;Wenn die Drachen den Kampf um Tamra aufgeben, ist das ein großer Sieg für die Neun Höllen und das Ende der Triade. Doch da sind ja immernoch unsere chaotischen Orkuntertanen im ehemaligen Ipkunis, und Man's End. Hoffen wir, dass zumindest die gerechte Lady Eladrin die Stellung noch eine Weile halten kann. Vielleicht ist ein Duett ja immernoch stark genug? Doch mein Wissen über die Funktion der Ebenen reicht nicht aus, um in solchen Maßstäben Vorhersagen zu treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea macht einen ungewöhnlichen Vorschlag: wir sollten versuchen, noch einmal Kontakt mit Brenell aufzunehmen, allerdings an einem Ort, an dem wir vor unerwünschten Lauschern geschützt sind und er offen sein kann - wenn er will.&lt;br /&gt;Verdutzt schauen wir unseren hitzigen Genasi an. Wo will sie so einen Ort finden? „Träume sind Schäume.“, grinst sie, und erläutert uns das nächste Reiseziel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Traumwelt!&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-2321382626655903425?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/2321382626655903425/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=2321382626655903425' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/2321382626655903425'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/2321382626655903425'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2010/03/der-ewige-kreis.html' title='Der ewige Kreis'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-3518723119134744600</id><published>2010-03-22T17:23:00.001+01:00</published><updated>2010-03-22T17:29:17.877+01:00</updated><title type='text'>Mephistopheles</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Vier Tage sind wir nun schon unterwegs nach Irkbaz. Die großen, verfallenden Ruinen schieben sich nur langsam, fast widerwillig, näher. Wir reden nicht viel, der Weg (der keiner ist) ist auch so schon beschwerlich genug. Mit den drei Materiern und ihrem Esel im Schlepptau sind wir auf schnödes Laufen beschränkt; einzig die Elfe scheint eine gute Ausdauer zu besitzen und den Marsch gut zu verkraften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es sich die anderen abends um das Feuer gemütlich machen, mache ich mich auf den Weg und frische unser Proviant mit dem üppigen Wild auf, das hier durch die Wälder streift. Im übrigen hat es den Charme, dass ich mich dabei ungestört mit Jarvis treffen kann. Sonja ist mir zwar einmal neugierig nachgeschlichen, aber wer mich beschatten will, muß früher aufstehen. Ich bin nur froh, dass mein blondes Lieblingselfchen nicht in Ribcage von einem Rhinozeros zertrampelt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am achten Abend jedoch unterbricht ein Schrei meinen nächtlichen Streifzug durch die Wälder. Ig'nea? Nein, nicht ihre Art. Goin? Nicht melodisch genug. Auch ganz sicher nicht Detritor oder Furgas. Eine der beiden Frauen also.&lt;br /&gt;Als ich atemlos ins Lager stürme, hängen die beiden Frauen an Detritor und versuchen mit vereinten Kräften, ihm die Kleider vom Leib zu reißen. Hab ich irgendwas verpasst? Aber Detritor macht keinen allzu begeisterten Eindruck. Kein Wunder, denn was uns die aufgeregten Materier erzählen, ist mehr als merkwürdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle drei, Sonja, Garm und Farisa, hatten denselben Traum: sie sehen Detritor, frisch und gesund wie er einst war, bei seiner ersten Begegnung mit Brenell hier in den Ruinen von Irkbaz, nur schon einige Jahre her. Die Landschaft um Brenell wirkt in seinem Umkreis verdreht und verzerrt, als er von einer Heuschrecke angesprungen wird, verendet sie sofort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie schweißgebadet erwachten, wollten sie Detritor zur Rede stellen. Daher also der Lärm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich ist auch unsere Neugierde geweckt. Über diesen wunden Punkt seiner Vergangenheit hat sich Detritor bislang hartnäckig ausgeschwiegen, und wir hatten ihn gelassen. Doch nun lassen wir uns nicht abbringen. Gemeinsam versuchen wir, ihn aus seiner Rüstung zu schälen, ihm gut zuzureden, ihm zu drohen, und lassen sogar zu, dass Ig'nea ihre Manipulationen einsetzt. Schließlich gibt er entnervt der Übermacht nach und enthüllt ein paar Details:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheinbar hatte Detritor nach dem Treffen mit Brennel eine Art Wahn ergriffen. Er fügte sich das grausige Totenkopftattoo während eines archaischen Rituals am Lagerfeuer mit brennenden Holzscheiten selbst zu, weil er damit eine Verbindung zum Dorf herstellen wollte. Oder besser, zu den „Ahnen“, die ihm zugeflüstert hatten. Sie lockten ihn mit dem Versprechen von Macht - aber gegen einen Preis: er müsse den Totenkopf mit den Schädeln seiner erschlagenen Feinde füttern, um an Macht zu gewinnen.&lt;br /&gt;Nicht dass ich etwas gegen das Prinzip von fressen und gefressen werden hätte. Aber diese Art der Fütterung möchte ich mir auf gar keinen Fall vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Betretenes Schweigen.&lt;br /&gt;Allein Goin scheint nicht sehr geschockt von dieser Offenbarung zu sein.&lt;br /&gt;Da wir nichts an der Vergangenheit ändern können, beschließen die anderen aber am Ende trotzdem, noch ein paar Stunden dringend benötigten Schlaf zu bekommen, während ich am Feuer Wache halte. Ein wenig mulmig ist uns schon; ich kann nur hoffen, dass diese Ahnen Detritor nicht eines Tages einflüstern, unsere Köpfe an das Tattoo zu verfüttern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten sechs Tage verlaufen im Vergleich dazu ereignislos. Wir erreichen erst die Ausläufer der Ruinenstadt, dann endlich den Goldenen Tempel im Zentrum Irkbaz'. In all den zehn Tagen haben wir immer wieder Spuren der beiden Gejagten gefunden, doch nicht sie selbst. Verdammte Langsamkeit.&lt;br /&gt;Da der Tempel noch immer auf der abgeschiedenen Insel im Zentrum der ehemals wassergefüllten Kanäle liegt, müssen wir uns aufteilen, um die drei Materier samt Esel hinüberzufliegen. Doch wir sind auf ihre Hilfe angewiesen: die massiven Goldportale sind so schwer, dass wir selbst mit vereinten Kräften eine Viertelstunde brauchen,  um sie aufzudrücken. Drinnen erwartet uns ein gewaltig großer Innenraum, völlig leer bis auf einen massiven Steinaltar. Durch die Öffnung in der Decke ergießt sich ein heller Lichtstrahl darauf, feine Staubpartikel reflektieren wie Silber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Spurensuche endet hier, doch Ig'neas Spürsinn verrät uns, dass die beiden tatsächlich hier gewesen sind, und zwar erst gestern! Die Frau, eine etwa 40jährige dürre Menschenfrau, wirkte erschöpft, und nachdem das Kind etwas Langwieriges am Altar gezaubert hatte, verließen sie den Tempel Hand in Hand wieder. Die Geste schien vertraut, aber nicht mütterlich.&lt;br /&gt;Elidan, der sich eine Weile in Versenkung begeben hatte, verkündet, dass hier eine Planare Bindung gezaubert wurde. Er führt das auch weiter aus, doch schon nach den ersten paar Worten verliere ich den Zusammenhang. Irgendetwas magisches eben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die beiden Verfolgten vor so kurzer Zeit erst hier waren, gibt uns neuen Mut. Vielleicht können wir sie noch einholen, erschöpft wie sie sind! Augenblicklich brechen wir auf, und so schnell wir können folgen wir dem Weg, den Ig'nea sie hat gehen sehen. Hier sind die Spuren im Gras auch noch ganz frisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können unser Glück kaum fassen, als wir nach zwei Stunden zwei Gestalten vor uns erkennen: die Frau mit dem Kind! Doch gleichzeitig bemerken wir auch diesen magisch-göttlichen Verdrehungseffekt - nun wissen wir ganz sicher, dass hier enorme Mächte am Werk sind. Dennoch haben wir keine Wahl.&lt;br /&gt;Ig'nea wagt sich, heißblütig wie immer, als erste vor. Sie nimmt mentalen Kontakt zu dem Kleinen auf und er sagt ihr ganz zutraulich, er wäre auf dem Weg nach Hause, nach Mephista. Diesen Namen sollten wir uns gut merken! Als sie die vermeintliche Hebamme befragt, antwortete diese mit einer äußerst unweiblichen, teuflisch grollenden Stimme. Ig'nea verrät uns nicht, was genau „sie“ gesagt hat, doch sicher waren es keine Komplimente.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das jedoch genügt unserem strahlenden Helden Thorms: Furgas stürmt vor, will Dorn zücken - und hält inne. Wir sind überrascht, hat er ausnahmsweise eine göttliche Eingebung und sieht vom selbstmörderischen Angriff ab? Doch da dreht er sich auch schon um und stellt sich schützend vor die Frau und das Kind! Was soll das plötzlich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben mir wächst Ig'nea zu einem beachtlich furchteinflößenden Balor heran, Farisa macht eine ebenso eigentümliche Veränderung in eine große Fledermaus durch. Da ich mit solchen Verschönerungen nicht dienen kann, begnüge ich mich damit, meinen Bogen mit den besten Pfeilen zu spannen, die ich im Köcher finde. Auch die anderen zücken ihre Waffen. Doch was ist bloß mit Furgas los?&lt;br /&gt;Plötzlich verliert auch die verhärmte Frau ihr Äußeres, ihre Konturen beginnen zu zerfließen und gleichzeitig zu wachsen. Erst schwelt um uns herum das Gras, dann fängt es Feuer, der Gestank von Schwefel und Asche tränkt die Luft. Der Himmel über uns verdunkelt sich. Inmitten des brennenden Infernos, wo eben noch die Menschenfrau stand, erhebt sich nun ein pechschwarzer Grubenfürst.&lt;br /&gt;Und vor ihm - steht Furgas und mimt den Beschützer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht plötzlich alles rasend schnell.&lt;br /&gt;Goin stimmt ein ermutigendes Lied an, Detritor und Ig'nea stürmen mit markerschütterndem Gebrüll vor und zusammen mit Luzija und Elidan erhebe ich mich zum Angriff in die Lüfte. Doch meine Pfeile kratzen das Ungetüm kaum! Den anderen ergeht es wenig besser, und da plötzlich begreife ich, was unserem Paladin widerfahren ist: er wurde bezaubert!&lt;br /&gt;Ich unterbreche meinen nutzlosen Pfeilhagel und spreche einen Schutzzauber über Furgas, der ihn hoffentlich aus seiner Illusion holt. Der Grubenfürst ist ebenfalls nicht untätig und deckt unsere Gefährten mit Schlägen ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich wirkt mein Bann, und Furgas erkennt die angebliche Jungfrau in Not als das, was sie ist: der Feind! Nun kann der Zauber des Lords ihn nicht mehr davon abhalten, Dorn aus seinem Klingenhandschuh fahren zu lassen, was dieser wohlweislich getan hatte. Furgas macht auf dem Absatz kehrt und stürtzt sich auf ihn, ich kann Dorn förmlich frohlocken hören. Diese Schläge prallen nicht so harmlos an der dicken, schuppigen Haut ab.&lt;br /&gt;Während ich erneut mit dem Bogen anlege, nutzt Ig'nea die Gelegenheit, pflückt das Kind vom Boden auf und macht sich damit auf und davon. Vergeblich versucht der Fürst, nach ihr zu schnappen, ich bewundere ihre Gewandtheit trotz der massigen Balorgestalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir kommt diese Ablenkung gerade zu Paß: ich ziele, sammle alle Lichtenergie die ich aufbringen kann und feuere dem Fürsten zwei Pfeile in die Halsgrube. Grelles Licht ergießt sich über sein häßliches Gesicht und blendet ihn für einen Moment, doch das stachelt seinen Zorn nur noch mehr an und er drischt umso heftiger um sich.&lt;br /&gt;Furgas sackt unter einem besonders harten Treffer in die Knie, sofort ist Elidan auf schnellen Flugschuhen bei ihm und teleportiert sich mitsamt dem Schwerverletzten außer Reichweite.&lt;br /&gt;Detritor prescht in die entstandene Lücke und hackt ohne Rücksicht auf Leib und Leben auf das Monstrum ein, an dem sich endlich erste Wunden erkennen lassen.&lt;br /&gt;Ich stecke den Bogen weg, greife zum Schwert und versuche im Vorbeiflug einen Treffer zu landen, doch das sollte ich besser sein lassen - in seiner Rage entgehe ich nur knapp einem Treffer, der beinahe meinen linken Flügel abgetrennt hätte. Goin hat aufgehört zu singen und feuert nun statt dessen Salven aus seiner Harfe. Was dieses Wunderinstrument so alles kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch all unseren Bemühungen zum Trotz ist die Schlacht aussichtslos. Für jeden Kratzer den der Grubenlord einsteckt, teilt er verheerende Wunden an uns aus. Mein einer magerer Heilspruch ist längst erschöpft. Elidan hat Furgas offenbar in Sicherheit gebracht und entfesselt nun arkane Gewalten aus sicherer Distanz, doch auch er kann das Blatt nicht wenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich taucht Ig'nea hinter dem Koloss auf, in ihrer normalen Gestalt, ohne das Kind. Sie fixiert den Lord mit stechenden Augen.&lt;br /&gt;Dann geschieht etwas Unglaubliches: von unten herauf beginnt sich der schwarze Körper in ein durchscheinendes, festes Gebilde zu verwandeln! Ein feines, prickelndes Knacken ist dabei zu hören, als ob Eis im Zeitraffer einen See zufrieren würde. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die kristalline Umwandlung bis zum Haupt des Teufels vollzogen, und das Monster steht als unbewegliche Diamantstatue vor uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Steht nicht da und glotzt, das hält nicht ewig! Zerstört den Kristall!“, schreit uns Ig'nea an, als wir maulaffenfeil das kleine Wunder begaffen.&lt;br /&gt;Jeder reißt sich aus seiner Lethargie und wirft in die Waagschale, was noch an Kraft verblieben ist. Zum Glück ist die Kristallform viel anfälliger für unsere Attacken als der schuppige Panzer des Grubenlords. Klirrende Klingen, donnernde Schalleruptionen, die unsere Ohren klingeln und Knochen im Leib vibrieren lassen - alles hagelt auf die gläserne Form ein und übersäht sie mit unzähligen feinen Rissen.&lt;br /&gt;Fragmente splittern aus dem Koloss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonja reißt ihr Schwert über den Kopf und läßt die kurze, gedrungene Stahlklinge voller Wucht auf den kristallenen Klauenfuß niedersausen. Die Waffe prallt zurück, die Erschütterung schmettert sie ihr beinahe aus der Hand. Ein Riß entsteht, pflanzt sich in Windeseile knirschend durch die gesamte Struktur, verästelt in tausend weitere Risse.&lt;br /&gt;Unter gewaltigem Getöse explodiert der Kristallteufel vor unseren Augen. Ein Schauer kristalliner Scherben prasselt auf uns herab und bringt meine Rüstung zum Klingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich bebt die Erde unter uns, fettige schwarze Wolken quellen aus dem Boden und hüllen die Überreste ein. Noch einmal tut es einen lauten Knall, dann sind die Fragmente verschwunden und an ihre Stelle eine Schar übel fluchender Staubmephits getreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kleinen Biester beschimpfen und verspotten uns wüst, greifen uns sogar an. Doch zu unserem Glück ist das einzig wirklich Mächtige an ihnen ihr übermenschlich großer Wortschatz an Schimpfworten und Beleidigungen. Mit ein paar gezielten Hieben schaffen wir sie uns vom Leib.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, da keine direkte Gefahr mehr droht, sehe ich mich um. Detritor tropft Schweiß und Blut vom halbnackten Oberkörper, aus Furgas goldener Rüstung sickert Blut. Elidan wetzt umher und kümmert sich um die Schwerverletzten, die drei Materier finden ebenfalls wieder zueinander und wirken recht verstört. Ig'nea kehrt zurück, das Kind an der Hand.&lt;br /&gt;Mir fällt ein Stein vom Herzen. Endlich haben wir unser Ziel erreicht und das Kind zurück! Groß ist es geworden, aber es hat nichts von seiner merkwürdigen Aura verloren. Wir sollten es schleunigst in Sicherheit bringen, damit es uns nicht wieder so leicht entwendet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goin hat die Harfe immernoch in der Hand und zupft scheinbar zufällig ein paar Töne. Er wirkt abwesend. Plötzlich verändert sich die Musik, er singt - und augenblicklich habe ich wieder dasselbe Gefühl wie damals auf der Insel, als ob sich mein Verstand in Fetzen auflöst und mitsamt der Welt um mich herum in einem Strudel des Wahnsinns davongerissen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst Stunden später kann ich wieder einen klaren Gedanken fassen. Elidan, der offenbar als einziger dem verwirrenden Effekt von Goins Gesang widerstanden hat, kümmert sich noch immer um uns sabbernde Idioten.&lt;br /&gt;Vermutlich ahnt Goin bereits, dass er uns mehr als nur ein paar Erklärungen schuldig ist. Mehr als einmal bin ich nahe daran, ein paar meiner weniger charmanten Fähigkeiten an ihm auszuprobieren - und ich bin nicht die einzige. Furgas kocht förmlich unter seinem Drachenhelm. Was soll das bloß? Dieses verdammte Lied vom Paradoxon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich weiß gar nicht was ihr alle habt,“ beschwichtigt der Goldbart mit unschuldigem Grinsen. „Kann ich doch nichts dafür, wenn ihr alle kein Ohr für gute Musik habt. Immerhin hab ich was rausgefunden.“&lt;br /&gt;Also schön, ein wenig neugierig bin ich schon. Und bislang sind keine bleibenden Schäden dieser Musik geblieben; trotzdem sollte er uns demnächst vorher warnen, damit wir uns die Ohren zuhalten können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Und was soll das sein?“, fragt Ig'nea scharf. Sie sieht immernoch aus, als ob sie Goin jeden Moment in ein Häufchen Asche verwandeln wollte.&lt;br /&gt;„Ich weiß, wen wir da gerade getötet haben.“&lt;br /&gt;Nun sind alle Augen auf ihn gerichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Er hat sich zwar ein wenig gesträubt, aber ich konnte ihn dann doch überzeugen.“ meint er harmlos. „Erklärt auch die Staubmephits, da ist jemand wohl ein bißchen ungehalten über diese kleine Unannehmlichkeit.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für eine Unannehmlichkeit? In tausend Scherben gehauen zu werden trifft das wohl kaum. Andererseits, so klärt uns Luzija auf, haben wir den Grubenfürsten mit unserer Tat wohl nur für eine Weile von dieser Ebene verbannt; aber bei weitem nicht endgültig vernichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Jedenfalls heißt - oder hieß - der gute Mann Mephistopheles.“, schließt Goin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein neuer Feind auf unserer langen Liste. Immerhin einer, dessen Gesicht wir kennen. Doch was hatte einer wie Mephistopheles mit dem Kind vor?&lt;br /&gt;Oder handelte er nur im Auftrag eines noch höher gestellten Teufels?&lt;br /&gt;Was sollten all die seltsamen Rituale, zu denen er es geführt hatte? Und waren sie abgeschlossen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All diese Fragen warten auf Antworten. Doch hier, in den verfallenden Ruinen von Irkbaz, ist nicht der richtige Ort dafür. Es ist an der Zeit, die Materier wie versprochen auf die Heimreise durch das Portal hier zu schicken und dann weiterzuziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Tamra.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-3518723119134744600?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/3518723119134744600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=3518723119134744600' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3518723119134744600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3518723119134744600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2010/03/mephistopheles.html' title='Mephistopheles'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-8602693621890307998</id><published>2009-11-04T10:42:00.000+01:00</published><updated>2009-11-04T10:43:01.186+01:00</updated><title type='text'>Alte und neue Bekannte</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fährmann bringt den Rest von uns sicher ans Ufer der Lebenden in Avernus zurück. Die Spur des Zodar haben wir nach den Vorkommnissen auf der Insel verloren: er hat sich einfach in die Wasser des Styx geworfen und ist davongeschwommen - ein Trick, den wir besser nicht nachahmen.&lt;br /&gt;Ein kleines Fläschchen mit Styxwasser wage ich aber dennoch abzufüllen - man weiß ja nie wozu man so etwas noch gebrauchen kann. Als ich mich vorsichtig am schlammigen Ufer über die blutroten, sirupzähen Fluten beuge, glaube ich im Augenwinkel zu erkennen, wie Ig'nea von dem Fährmann eine Sanduhr gezeigt bekommt. Doch ich muß mich darauf konzentrieren, nicht versehentlich die gefährliche Brühe zu berühren und kann leider nicht verfolgen, was genau sie da treibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin haben wir wieder etwas mehr über die kaltgeschmiedeten Adamantwaffen gelernt: durch das kalte Schmieden hat die Essenz der lebendigen Erde in ihnen nicht nur die Eigenschaft beibehalten, Wesen der Unteren Ebenen zu verletzen, sie sind durch das Inselritual auch nahezu unzerstörbar gemacht worden.&lt;br /&gt;Nun erklärt sich auch, wie Dorn die allesvernichtende Explosion des zerbrochenen Zauberstabs überstehen konnte, wo doch alles andere zu Pulver zermahlen wurde. Uns und ein Teil der Ebene eingeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brenell hat bei diesen Waffen wahrlich keine Mühen gescheut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem staubigen Weg zurück zum Portal nach Ribcage treffen wir auf einen Seelenhirten, doch weder wollen wir eine versklavte Seele von dem äußerst zuvorkommenden Scheusal kaufen, noch unsere eigenen für ein paar Münzen verscherbeln.&lt;br /&gt;Die Wachen am Tor sind nicht ganz so freundlich und offen für freien Handel (wobei ich mir nicht sicher bin, ob es wirklich Torwachen sind, oder nur ein paar Teufel die hier zufällig rumlungern) und verlangen von uns, uns „aus Sicherheitsgründen“ völlig auszuziehen. Was für eine unglaubliche Dreistigkeit! Wenn sie wenigstens den Anstand hätten, ihr zahnbewehrtes Grinsen dabei zu unterdrücken.&lt;br /&gt;Zum Glück kann Ig'nea mittels Psi die furchteinflößenden Abishai kurzzeitig von Schlimmerem abhalten, und so hasten wir eilig durch den rotglühenden Bogen. Ohne anzuhalten durchqueren wir die knochenüberspannten Straßen von Ribcage, vorbei an einer großen Arena, in der ein blonder Elf gerade, von der johlenden Menge angefeuert, gegen ein riesiges Rhinozeros kämpft. Ob es Jarvis war? In der Eile konnte ich es nicht erkennen. Furgas hatte nur kurz erwähnt, sie seien ihm hier begegnet und er habe sie aus einer Menge Ärger retten können. Mehr war er jedoch nicht bereit gewesen zu verraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst als uns die immerwährende leichte Brise der Außenländer umweht, verlangsamen wir unsere Schritte. Endlich haben wir die drückende Hitze von Avernus hinter uns gelassen. Doch wohin sollen wir uns nun wenden?&lt;br /&gt;Werden wir Drakas Schützling jemals wiederfinden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir sinnend einen kleinen Bachlauf entlangschlendern, kommt uns ein Fremder entgegen. Er trägt Arbeitskleidung und einen Strohhut, eigentlich wie ein unauffälliger Landarbeiter, doch irgend etwas an ihm - macht mir Angst. Vielleicht sind es seine fast schwarzen Augen. Oder es ist die Aura dunkler, magischer Macht, die von ihm ausstrahlt wie eine finstere Sonne, als wir ihn magisch beschauen. Dem durch Illusion verborgenen Beutel, den versteckten Gegenständen an Unterarmen und Rücken. Sein Gesicht kommt mir irgendwie bekannt vor...&lt;br /&gt;Als der Fremde uns passiert, grüßt er und geht seiner Wege, doch Goin folgt ihm und kehrt kurz darauf mit einer Phiole und einem eigenartigen Kontaktröhrchen zu uns zurück. Falls er mal wen aus dem Weg haben wolle, habe der Fremde gesagt, und dass sein Name Onyx sei, Auftragsmörder. Ein wenig freut es mich ja, dass Goin nur durch freundliche Worte so viele Informationen aus dem Fremden herausbekommen hat, wo doch Ig'nea es wie üblich mit mentaler Spionage versuchte und kläglich an seiner starken Verteidigung gescheitert ist. Sie sollte endlich lernen, Leute erst zu fragen, bevor sie in deren Köpfen herumpfuscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da plötzlich erinnere ich mich wieder an das Gesicht, oder besser gesagt, an den Strohhut: das war doch der Kerl, der uns vor langer Zeit auf Vellums Baumweg begegnet ist! Wir hatten ihn damals bloß für einen einfältigen, einfachen Bauern gehalten. Das war wohl ein Irrtum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das ein Wink des Schicksals?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob nun dies oder der ratlose Mangel an Alternativen - wir beschließen, dem Champion des Corellon Larethían einen Besuch abzustatten.&lt;br /&gt;Wenige Stunden später hat uns der schnelle Baumweg vor Vellums Tür gebracht. Alles sieht genauso aus, wie wir es in Erinnerung hatten: ein malerisches Haus inmitten eines verwunschenen Wildgartens, die hohen Stämme welche den Baumweg stützen, bunte Blumen verströmen ihren betörenden Duft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf unser Klopfen hin öffnet uns Vellum höchstpersönlich. Gutaussehend und galant wie immer bittet er uns prompt auf ein köstlichen Mahl herein.&lt;br /&gt;„Onyx? Sicher kenne ich ihn,“ lächelt er und wirft seine blonde Mähne zurück. „Er ist der Gärtner.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja natürlich. Unkraut hat sicher keine Chance gegen ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Diesen Dunkelelfen, von dem ihr mir erzählt habt; er ist uns leider entwischt.“ Selbst zerknirscht sieht er noch unverschämt gut aus. Er gießt uns Wein nach und erzählt wie beiläufig, dass er vor zwei Tagen schon einmal Besuch hatte: eine rothaarige Frau und ein etwa zehnjähriges Kind mit spitzen Ohren.&lt;br /&gt;„Egal was ich dem Kleinen vorsetzte, er wollte einfach nichts essen.“, seufzt Vellum. „Alles was sie wollten, war das Spiegelportal zu nutzen. Selbstverständlich habe ich es ihnen erlaubt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann das etwa Drakas Schützling sein? Bei ihr hat er ja auch oft nichts gegessen (außer beinahe Furgas' Finger) und war sehr außergewöhnlich. Einen Versuch ist es uns jedenfalls wert, also reiße ich mich von dem blonden Beau los und wir verabschieden uns, jeder mit einem hübschen Strauß Blumen in der Hand, durch das flammenumrahmte Spiegelportal.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite empfängt uns die schlichte aber gepflegte Holzhütte von Vellums Freundin, welche im Grenzgebiet der Tag- und Nachtebene in den Beastlands erbaut ist. Ig'nea gibt sich zwar redlich Mühe, doch in diesem Terrain sind meine Fährtenlesefähigkeiten deutlich besser zur Spurensuche geeignet als ihre mentalen Mittel. Direkt vor der Hütte entdecke ich auch schon die leichten Fußabdrücke einer zierlichen Frau und eines weiteren, kleinen Wesens, das für seine geringe Größe allerdings ungewöhnlich weite Schritte macht. Sie wandern genau entlang der Dämmerungslinie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Nase dicht über dem Boden folge ich den verblassenden Spuren, gefolgt von Ig'nea, Goin, Detritor und Furgas. Niemand von uns achtet groß auf unsere Umgebung, und als ich plötzlich ein Knacken im Gebüsch der nächtlich dunklen Seite Karasutras höre, zaubere ich daher reflexartig Licht herbei.&lt;br /&gt;Sofort wird es taghell. Dass wir dadurch geblendet werden hatte ich leider nicht bedacht. Doch nicht nur wir, sondern auch die merkwürdige Reisegesellschaft, die wir dadurch unerwartet ins Rampenlicht gerückt haben: ein verdutzter Halbork mit einem großen Esel, ein paar Meter dahinter zwei junge Frauen, Mensch und Elfe. Kaum dass der Halbork die beiden Damen erblickt, stürzt er sich mit einem wilden Schrei auf die beiden! Was ist denn hier bloß los?&lt;br /&gt;Bevor ein Unheil geschieht, besinne ich mich flugs auf eine weitere magische Fähigkeit und lasse Gräser die Streithähne fest umschlingen, bevor sie aufeinander einschlagen können. Goin hatte wohl eine ähnliche Idee, denn er entlockt seiner Harfe ganz bezaubernde Töne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich gelingt es uns, einen Kampf zu verhindern und sogar einige Informationen zu erheischen: Sonja, die Menschenfrau, spricht zwergisch und erzählt Goin, sie und ihre Begleiterin Farisa hätten diesen Halbork gejagt, weil sein Stamm immer wieder ihre Siedlungen verwüstete. Ganz eindeutig: bei den Dreien handelt es sich um Materier, die aus Versehen bei ihrer Verfolgungsjagd durch ein Portal gestolpert sind.&lt;br /&gt;„Planlose,“ grinst Goin.&lt;br /&gt;Da sie wirklich keine Ahnung haben, wo sie sind und warum hier so merkwürdige Wesen herumlaufen, bieten wir ihnen an, sie zum nächsten Portal zu begleiten. Vielleicht finden sie ja in Sigil eines, das sie in ihre Heimat zurückbringt. Sie hierzulassen wäre ihr Tod, und irgendwie mag ich den goldigen Esel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir nun also um drei Weggefährten reicher den Spuren weiter folgen, versuche ich zu erklären, wohin es sie verschlagen hat. Doch ich fürchte, das alles ist ihnen zu fremd. Falls sie es je wieder nach Hause schaffen, werden sie sich sicher irgendwann einreden, es sei alles nur ein böser Traum gewesen. Engel, Dämoninnen und kleine Feuergenasie, die sich munter unter einen Zwerg und zwei Menschen mischen - nein, völlig unmöglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir einige Stunden später das Nachtlager aufschlagen, sehen wir in der Ferne die große Ruinenstadt Irkbaz auftauchen. Wenn wir weiter gut vorankommen, müßten wir die Ausläufer in etwa zehn Tagen erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-8602693621890307998?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/8602693621890307998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=8602693621890307998' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/8602693621890307998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/8602693621890307998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2009/11/alte-und-neue-bekannte.html' title='Alte und neue Bekannte'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-6376191020532358219</id><published>2009-11-04T10:00:00.002+01:00</published><updated>2009-11-04T10:04:31.295+01:00</updated><title type='text'>Stimmen</title><content type='html'>Ich hätte es mir eigentlich denken können. Kaum ist man mal ein, zwei Tage in der freien Natur unterwegs, machen sich die anderen ohne einen aus dem Staub. Dabei war es in Luzijas enger Hütte wirklich nicht mehr auszuhalten.&lt;br /&gt;Ob sie dem Zodar gefolgt sind? Das lärmende Hämmern aus der Schmiede ist jedenfalls verstummt. Doch in welche Richtung?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich noch so am Grübeln bin, höre ich plötzlich eine altbekannte Stimme in meinem Kopf: es ist Ig'nea! „Wir sind Zordai gefolgt, über Yggdrasil und Ribcage nach Avernus, die erste Ebene Baators. Wir warten auf einer Insel im Styx auf dich.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich überlege gerade, ob es Jarvis gelingen könnte, mich ohne großen Federverlust nach Ribcage zu schmuggeln, da macht es neben mir plötzlich dumpf „Plopp“ und Luzija wirbelt tanzend und kreischend einmal um mich herum, packt mich unsanft am Flügel und mit einem weiteren, sehr lauten Plopp, verschwindet Arkadien vor meinen Augen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fort sind die gepflegten Gärten und der blaue Himmel, ersetzt durch ein blutrotes Firmament, welches ein gewaltiges, verbranntes Ödland überspannt. Flammenkugeln ziehen in glühenden Bahnen über uns und tauchen alles in ein unheimliches, flackerndes Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Da lang,“ meint Luzija fröhlich und deutet auf das naheliegende Ufer eines träge dahinfließenden Stroms, wo ein Fährmann reglos in seinem Nachen wartet. „Ist das etwa...“, beginne ich zögerlich, doch Luzija ist ganz unbekümmert. „Jaja, das ist so ein Marraenoloth, der bringt die Toten rüber. Er kann uns gegen Bares aber auch zu der Insel im Fluß bringen. Die anderen sind schon dort. Toller Ort übrigens, der Zodar hat einem Celest, der da am Baum hängt, das Schwert in den Bauch gesteckt.“&lt;br /&gt;Ich werfe ihr einen vorwurfsvollen Blick zu.&lt;br /&gt;„Was denn?“, meint sie gespielt gekränkt. „Der macht lauter so komische Sachen mit seinem Schmiedestück. Hat ein Stück von Yggdrasils Rinde um das Heft gewickelt und all sowas. Warum es also nicht einem Engel in den... oh, da sind wir schon.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so ist es, der wortkarge Fährmann hat uns zu einem völlig von dichten Nebelschwaden verhangenen Fleck mitten im Styx gerudert. Vorsichtig, ohne versehentlich in die Wasser des Vergessens zu tapsen, springen wir an Land. Man sieht die Hand vor Augen nicht.&lt;br /&gt;Also schließe ich die Augen, konzentriere mich auf meine Umgebung und erkunde sie magisch, wo kein Nebel die Sicht versperrt. Ein großer, auffälliger Baum zieht meine Neugier auf sich, und so stolpern wir in diese Richtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort endlich treffen wir auf die anderen. Ig'nea ist gerade in Trance, also klettern unser  naturverbundener Elf Elidan und ich den Baum hinauf, wo Goin den Celest erspürt haben will.&lt;br /&gt;Seit wann spürt Goin Lebewesen und ihre Gedanken? Färben Ig'neas Psikräfte etwa ab? Er behauptet jedenfalls, der Celest habe sich vor ewigen Zeiten in einen astralen Riss geworfen, um einen jungen Echsenmann zu retten und sei dabei gestorben und auch wieder nicht gestorben. Ich versuche gar nicht erst, dieses Paradoxon zu verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea bestätigte jedoch, dass der Celest seitdem da oben hängt und immer wieder von Zordai gemartet wurde, acht Mal insgesamt, immer mit verschiedenen Waffen. Beim neunten Mal sah sie ihn zappelnd von seinen Fesseln freikommen, voller Glück, doch sofort kamen Bekuttete und hängten ihn wieder in die Krone, wo ihn weitere Marter erwartete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich finden Elidan und ich den Ärmsten hoch oben, halb angekettet in den Ästen! Gerade will ich ihm zu Hilfe kommen, da  flüstert eine leise Stimme, ich solle einhalten und ihn wieder ordentlich an den Baum fesseln. Erst bin ich ein wenig überrascht, aber wenn das eben sein Wille ist - also binde ich ihn wieder fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenblicklich hören wir alle eine weibliche Stimme, die uns grüßt. Sie scheint aus dem Nichts zu kommen! Sie behauptet, der Aufgehängte sei verrückt, er würde ihnen von „anderen Sinnen“ erzählen, die es aber gar nicht gibt: vom Hören, Sehen und solcherlei Irrglauben. Deshalb hätten sie ihn zum Schweigen verbannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre der vermaledeite Nebel nicht so dicht, dass ich Elidan direkt neben mir nur erahnen kann, wir hätten uns sicher mit den verständnislosesten Blicken bedacht, derer wir fähig sind. Was sind das denn für verrückte Wesen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich empört sich Luzi lautstark über jemanden, der ihr auf den Fuß getreten ist. Sie verpaßt dem Übeltäter eine schallende Ohrfeige, und sogleich klagt eine andere Stimme über „Stimmweh“. Nanu?&lt;br /&gt;Geistesgegenwärtig verwandelt sich Ig'nea in einen mächtig großen Grey Render und stapft über die kleine Insel - dabei trifft sie, wortwörtlich, immer wieder auf die bekutteten Gestalten aus ihrer Vision! SIE sind es also, die hier mit uns sprechen. Doch warum glauben sie, sie seien bloß Stimmen?&lt;br /&gt;Hat der Nebel sie so blind gemacht, dass sie im Laufe der Zeit alle anderen Sinne schlicht vergessen haben? Oder sind sie einmal zu oft in den Styx gefallen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Musik reißt mich aus meinen Gedanken. Woher kenne ich nur ... nein! Es ist eine Melodie wie Sams Gesang aus Ipkunis! Die Stimmen haben plötzlich zu singen begonnen, irgenwer muß sie wohl dazu animiert haben. Warum ausgerechnet dieses Lied, bei allen Ebenen.&lt;br /&gt;Doch noch bevor wir eine Wirkung verspüren, gebietet Goin den Stimmen einhalt - nicht ohne uns stolz zu verkünden, dass er sich die Weise eingeprägt hat. Er nennt es das „Lied vom Paradoxon“. Kein Barde der etwas auf sich hält sollte meiner Meinung nach solche Musik lernen, aber so ist Goin eben.&lt;br /&gt;Manchmal macht er mir fast Angst. Er entwickelt eigenartige Fähigkeiten, und seine Taten sind - nun, seit er das Buch des Wahnsinns gelesen hat ist er einfach nicht mehr der Alte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Goin aus dem aufgehängten Celest keine ihm genehmen Informationen herausschmeicheln kann, greift er auf mentale Folter zurück. Wie er das tut, kann ich in dem Nebel nicht erkennen, aber deutlich hören. Der Ärmste schreit und winselt, und ich bin drauf und dran den Baum hinab zu klettern um Goin gehörig an seinem geliebten Goldbart zu ziehen, da lenkt der Gemarterte ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Geschichte ist höchst aufschlußreich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch er war nur eine Stimme, so wie die anderen. Doch durch Meditation erkannte er, wie er sich in andere Sinnesebenen erweitern konnte. Er wollte die anderen bekehren, doch sie verstanden ihn nicht, erklärten ihn für verrückt und hängten ihn hier oben auf.&lt;br /&gt;Über den Zodar und sein Folterritual weiß er nur zu sagen, dass es wohl eine Art Test sei und der Unzerstörbarkeit der Waffe dient. Ob das mit dem Paradoxon des Sterbens und doch nicht Sterbens zu tun hat? Dorn hat dieses Ritual jedenfalls auch erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als er meint, es sei recht spaßig die Stimmen aufzufordern dahin zu gehen, wo die Stimmen leiser werden, meine ich das diabolische Glitzern in Goins Augen trotz des Nebels förmlich sehen zu können und wechsle schnell das Thema. Entgegen der Proteste der anderen Stimmen hole ich den Celesten vom Baum herunter und wir öffnen ihm buchstäblich die Augen für eine Welt jenseits der reinen Klangwelt: er ist sichtlich bewegt von diesem Erlebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie beeindruckend muß es sein, einen neuen Sinn zum ersten Mal bewußt zu erleben! Ein wenig, nein sogar sehr, beneide ich ihn um diese Erfahrung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am liebsten würde er natürlich einen erneuten Versuch starten, die anderen Stimmen zu erleuchten, doch davon können wir ihn abbringen. Sie würden ihn ja doch nur wieder in die Baumkrone nageln.  Luzi schlägt spontan vor, ihn mit von der Insel zu nehmen, um ihm die Welt zu zeigen. Welch hervorragende Idee!&lt;br /&gt;Doch der Fährmann bleibt eisern: er darf nicht mit an Bord. Kein Bitten, kein Bestechen läßt ihn seine Meinung ändern. Wenn er ihn von der Insel fortbringt, dann nur auf die Totenseite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweren Herzens lasse ich also zu, dass Goin den Celesten so lange beschwatzt, bis dieser die Freiheit des Todes der Gefangenschaft seiner Sinne vorzieht und dem Marraenoloth ans jenseitige Ufer folgt.&lt;br /&gt;Wenigstens ist er nun, da er den natürlichen Kreislauf des Lebens vollendet hat, frei vom ewigen Martyrium; Brenell wird sich eine neue Möglichkeit suchen müssen, um seine Waffen unzerstörbar zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits, wenn unser Vorhaben gelingt - braucht er das nie wieder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-6376191020532358219?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/6376191020532358219/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=6376191020532358219' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/6376191020532358219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/6376191020532358219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2009/11/stimmen.html' title='Stimmen'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-3219503020592079026</id><published>2008-01-18T22:28:00.000+01:00</published><updated>2008-01-18T22:29:16.820+01:00</updated><title type='text'>Et in Arcadia ego</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie friedlich es doch sein kann, unter blauem Himmel auf einer Blumenwiese im Schatten eines Apfelbaums zu sitzen und genussvoll einen süßen, rotbackigen Apfel zu verspeisen. Vögel zwitschern, ein laues Lüftchen weht mir hin und wieder durch die Schwingen und fordert mich zu einem Tanz auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann das Gezeter.&lt;br /&gt;Luzijas nervtötender Sopran zerschneidet die idyllische Ruhe und lässt jeden Gedanken an Frieden zerplatzen wie eine Seifenblase. Die empörte Stimme der rüstigen alten Oma mischt sich hinzu und Draka, die faul neben mir im Gras liegt, blickt mich seufzend an. Warum kann Luzija nicht einmal für ein paar Äpfel zahlen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten gerade erst das Portal an der vierstufigen Treppe in Sigil durchschritten, da standen wir auch schon mitten in diesem wunderschönen Garten. Hinter uns spannte ein sich ein großer Bogen, über und über mit weißen und gelben Rosen bewachsen, durch den wir Arkadien soeben betreten hatten. Ein fein säuberlich geharkter Weg führte an Streuobstwiesen vorbei in Richtung Gebirge, und aus dem Schornstein einer kleinen Hütte stieg feiner Rauch auf.&lt;br /&gt;Draka und ich statteten der Hütte einen Besuch ab und erstanden von der Eigentümerin, einer älteren Dame, einen kleinen Korb frischer Äpfel, doch Luzija glaubte sich wohl selbst bedienen zu können - was in jenem Gezeter endete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir nun also auch Luzijas Schulden beglichen haben, setzen wir unseren Weg lieber gleich fort in Richtung Gebirge. Der sonnige Tag läd förmlich zum Fliegen ein, und schon rauscht die Landschaft unter uns dahin. Nach einer Weile sehen wir unter uns einen langen Zaun, und wie es uns die alte Dame gesagt hat, folgen wir ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich sehen wir etwas auf uns zukommen, sehr schnell und ziemlich laut. Es ist ein Gnom, der auf einem mechanischen Vogel sitzt. Das Gefährt zischt, knattert und quietscht, aber es fliegt und er ist offenkundig sehr stolz auf diese Leistung. Als wir ihm erzählen, dass wir Gond und seinen Schmied besuchen wollen, lacht er nur und meint, man warte jahrelang auf eine Audienz bei ihm. Doch den Schmied mit dem runden Amboss kennt er, und er ist auch so freundlich uns zu ihm zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgeregt und neugierig stehen wir also vor der Tür der Schmiede. Ig’nea hat sie gleich aus ihrer Vision wiedererkannt! Ein Zwerg öffnet uns, doch kaum dass er die Adamantwaffen erblickt, schlägt er uns die Tür vor der Nase wieder zu.&lt;br /&gt;Jetzt bin ich doch ein wenig entrüstet, auch Elidan klopft noch einmal energisch und vielleicht sogar ein wenig magisch, woraufhin die Tür ihm einen ordentlichen Stoß verpasst, der ihn auf den Hosenboden wirft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zumindest tut sich jetzt drinnen etwas. Ein anderer Zwerg öffnet die Tür, und Ig’nea lässt uns wissen dass dies der Zwergenschmied aus ihrer Vision ist. Er ist nicht gerade erfreut uns zu sehen, doch Goin vermag ihn mit schönen Worten und großem Lob über dessen einmalige Zwergenschmiedekunst zu umgarnen.&lt;br /&gt;So verrät er uns schließlich, dass er des Goldes wegen schon eine Menge Waffen für Brenell hat fertigen lassen, unter anderem die Säge vor etwa 200 Jahren. Die älteste dieser Waffe sei jedoch ein Krummsäbel. Diese Waffen seien deshalb so besonders, weil durch das kalte Schmieden die Essenz der lebendigen Erde nicht zerstört würde und man nur mit lebendigen Waffen die Wesen der Unteren Ebenen verletzen könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam dämmert mir, warum ein Planetar wie der in Dorn sich freiwillig in solch eine Waffe stecken lassen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um jedoch Adamant kalt zu schmieden, fährt der Zwerg fort, bräuchte es erstens eine besondere Schmiede und zweitens einen unmenschlich starken Schmied. Beides, so verkündet er stolz, habe er bewerkstelligt.&lt;br /&gt;Er führt uns zu einer Schleuse in einem hohen Gebäude, durch sie gelangen wir an eine fein zisilierte Goldtür mit vielen Schlössern. Obwohl sie massiv ist, dringen bereits rhythmische, ohrenbetäubende Schläge vom jenseitigen Raum zu uns heraus. Der Zwerg hantiert mit ein paar filigranen Schlüsseln herum, dann schwingt die schwere Tür langsam auf und gibt den Blick auf die seltsamste Schmiede frei, die ich je sah:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Mitte des Raumes ruht ein kugelrunder Amboss, von dem unzählige Verstrebungen zu dessen Verstärkung über den Boden und die Wand entlang laufen. Vor dem Amboss steht eine mannshohe, schwarze Rüstung, die in der einen Hand ein Schmiedestück hält, in der anderen Hand eine Art gläsernen Hammer, der an den Enden spitz zuläuft. Wie ein Berserker hämmert der Hüne mit roher Gewalt auf das Metallstück ein. Der Lärm, der bei jedem Schlag entsteht, geht durch Mark und Bein selbst wenn ich mir mit aller Kraft die Ohren zuhalte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Rüstung uns bemerkt, hält sie mit dem Schmieden inne und der Zwerg sagt, ihr Name sei Zordai, und Brenell habe sie damals gesandt. Als er den Namen Zordai ausspricht, fällt mir endlich wieder ein, worüber ich die ganze Zeit bei all dem Lärm vergeblich nachgedacht  hatte: ich weiß, was das für ein Wesen ist.&lt;br /&gt;Es ist ein Zodar. Ein Konstrukt, anders als dieser mechanische Vogel da draußen, doch hat er mit dem beinahe mehr gemeinsam als mit uns. Während meiner Nachforschungen über die Konstrukte in Mechanus war ich in einem Querverweis über die Zodar gestolpert. Die schwarze Rüstung war eine Art natürlicher Panzer, in ihrem Innern bestanden sie gänzlich aus Muskeln. Ein an reiner Muskelkraft stärkeres Wesen zu finden dürfte schwer sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija wagt sich als erste nach vorn und beginnt vorsichtig eine Unterhaltung mit dem Kraftprotz, der jetzt völlig unbeweglich und ungerührt da steht. Noch immer klingeln meine Ohren, daher bekomme ich von der Unterhaltung nichts mit, doch schon nach kurzer Zeit hebt er wieder den Hammer und - zu meiner großen Erleichterung - drischt er nicht auf Luzija, sondern weiter auf das Metallstück ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eilig verlassen wir diese Stätte des tödlichen Lärms, und draußen berichtet Luzija dass Zordai zwar nicht viel gesagt hätte, das was er zu sagen hatte sei jedoch sehr aufschlussreich gewesen: Er habe vor längerer Zeit etwas für eine Frau geschmiedet, sie sei jetzt „unten“. Gerade schmiede er an einem Langschwert für ein Kind, verrät jedoch nicht, ob und wann es abgeholt werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir pflichten Luzija bei dass es sich bei der Frau bestimmt um Brenells geliebte Prinzessin aus Orth und bei dem Kind um Drakas entführten Schützling handelt, und schnell ist der Plan gefasst, das Schwert auf seinem Weg von hier weg zu begleiten, um so an das Kind heranzukommen. Also heißt es warten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier Tage verbringen wir in Luzijas magischer Hütte, und langsam werden mir selbst diese gewohnten vier Wände zu eng. Tagsüber streife ich in Abellio umher und versuche Alceron abzuhängen, wenn er glaubt mir geschickte Waldläuferfallen stellen zu können, nachts halten die mit den guten Augen abwechselnd Wache über die Schmiede.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am vierten Abend bekommen wir plötzlich Besuch in unserer Hütte - Jarvis!! Überglücklich, meinen blonden Lieblingselfen endlich wiederzusehen, ziehe ich ihn, entgegen leiser Proteste gewisser Freunde es sei auch so schon eng genug hier, neben mich ans Feuer. Eng genug? Pah!&lt;br /&gt;Doch Jarvis ist nicht nur zu seinem Vergnügen hier. Er warnt uns eindringlich davor, dem Zodar zu folgen, denn der hätte den Befehl, jeden Verfolger zu töten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, wir werden uns vorsehen müssen und ihm nicht einfach offen hinterher spazieren. Doch wie ich unsere Magier kenne, finden die schon einen Weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn nicht, so hinterlässt auch ein Zodar mit einem halben Tag Vorsprung noch gut sichtbare Spuren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht vor Morgen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-3219503020592079026?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/3219503020592079026/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=3219503020592079026' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3219503020592079026'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3219503020592079026'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2008/01/et-in-arcadia-ego.html' title='Et in Arcadia ego'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-2892928623566328342</id><published>2008-01-18T20:36:00.000+01:00</published><updated>2008-01-18T20:37:27.835+01:00</updated><title type='text'>Nym</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goin erinnert uns daran, dass man uns in der Gilde der Schwertmeister des Ersten Tages erwartet, also verlassen wir Ipkunis und reisen über Blautann nach Sigil, ins Zentrum der Ebenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Page, der uns die Tür zum Fachwerkhaus der Gilde öffnet, sieht so müde und gelangweilt aus wie sich die meisten der Gildenmitglieder innerlich zu fühlen scheinen; doch äußerlich gibt man sich wild und ausgelassen: Die Party ist in vollem Gange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem der Tische wird ein abartiges Spiel gespielt, bei dem sich zwei Scheusale gegenseitig rundenweise auffressen müssen - der Gewinner darf gehen, wenn er noch kann. Wie krank und dekadent müssen die sein, die um das grausige Schauspiel herumstehen und darüber lachen als sähen sie einem Kind beim Ballspielen zu!&lt;br /&gt;Angewidert wende ich den Blick ab und sehe die weiße Statue namens Serath bei der hübschen Elfe stehen, von der Goin sagte sie sei ein goldener Drache. Ich sprechen den Weißen an und bitte um eine Audienz mit Nym, denn ich erinnere mich an Aldreds Worte damals vor langer Zeit in Irkbatz: Nym sei ein Engel in dieser Gilde, kein Freund von Dilus denn sie gehen verschiedene Wege, und einer der Vernünftigeren, Gemäßigten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Erwähnung dieses Namens nimmt Serath mich beiseite und geht mit mir in ein etwas abseits gelegenes Zimmer. Zuerst fürchte ich, einen Fehler begangen zu haben, doch dann geschieht etwas Bezauberndes: vor meinen Augen beginnt sich der statuenhafte Körper von Serath zu verändern, ihm wachsen plötzlich enorme Schwingen, sein Gesicht nimmt lebendigere Züge an - vor mir steht Nym höchstpersönlich!&lt;br /&gt;Ich brauche einen Moment um diese Überraschung zu begreifen, und einen Moment lang fühle ich den Drang, vor einem so mächtigen und alten Celest auf die Knie zu fallen. Doch er stellt sich als ruhiger und angenehmer Zeitgenosse heraus, ohne den Fehler der Eitelkeit, wie ich es erhofft hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nym erzählt mir, dass er den Planetaren, der in Dorn verkörpert ist, kennt. Den Namen will er zwar nicht verraten, aber er nennt ihn den Kompromisslosesten von allen - einer, der gegen alle Widerstände und um jeden Preis sein Ziel durchzusetzen versucht und wenig Hemmungen auch beim Einsatz von Gewalt hat. Ich muß an meine Begegnung mit Dorn zurückdenken und kann Nym insgeheim nur zustimmen. Einen so mächtigen Celesten gegen seinen Willen in ein Schwert zu binden hätte wohl selbst ein Brenell nicht vermocht - also spricht alles dafür, dass der Planetar es freiwillig tat.&lt;br /&gt;Über Brenell ist Nym im übrigen nicht bereit zu sprechen, jener ist zu gefährlich. Zwei Mitglieder der Gilde sind schon auf sein Konto gegangen. Auch über das Baby weiß er nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch über unsere Heimat kann er mir etwas berichten. Er sagt, unsere Heimat seien die Hinterlande, ein nahezu unbekanntes Gebiet jenseits der Außenländer, noch hinter den Torstädten zu den Ebenen. Und gleichzeitig wäre meine Heimat aber auch mitten in der Säule. Früher hätte ich so jemanden für verrückt gehalten, doch irgendwie machen seine Worte jetzt Sinn für mich. Ich werde das bei den Sinnsaten vertiefen, die Hinterlande klingen nach einem ganzen Universum voller Eindrücke, die es zu erfahren gilt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Tatendrang verlasse ich den Raum, Nym folgt mir, nun wieder in der Gestalt des Serath. Dieses, sein Geheimnis, ist eines das ich den anderen nicht mitteilen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen hat das gräßliche Freßspiel endlich ein Ende gefunden, doch wie ich erfahre war es Ig’nea, die einen der Abishai gegen Sex ausgelöst hat. Immerhin eine gute Tat in diesem Fall.&lt;br /&gt;Goin tritt an Serath heran und bittet ihn, nun wie versprochen mehr über die Fernen Reiche zu erzählen. Und das tut er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Serath sagt, die Fernen Reiche sind die Gegenrealität zu unserer, und eine Verbindung gäbe es nur dort, wo beide Welten einen gemeinsamen Punkt berührten - da gibt es das Traumherz und den Tiefen Schatten. Vom Traumherz haben wir bereits gehört, der Tiefe Schatten ist die tiefste, am schwersten zugängliche Unterebene der Schattenebene.&lt;br /&gt;Manchmal würden ein paar Wahnsinnige von hier auch Wesen von dort magisch herbeirufen; diese würden dann Tunnel graben und sie mit ihrem eigenen Kot auskleiden, um sich so für eine Weile gegen die tödlichen Einflüsse dieser Welt abzuschirmen. Doch lange überleben sie hier nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für eine verrückte Geschichte. Ich bin mir nicht sicher, ob Serath sich am Ende nicht doch noch einen Scherz auf unsere Kosten erlaubt hat, doch was ist schon unmöglich. Während ich noch grübele, beginnt Goin ein Lied zu singen und plötzlich ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... als ich wieder einen klaren Gedanken fassen kann fühle ich mich, als wäre ich gerade ohnmächtig gewesen. Die anderen schauen ebenso verdattert, nur Goin singt nicht mehr und ich kann mich einfach nicht erinnern was da gerade geschehen ist. Etwas in Goins Worten.. doch dann verabschiedet sich mein Verstand wieder. Er behauptet jedenfalls gar nichts getan zu haben. Sehr merkwürdig. Ich werde wohl zwei Augen auf ihn haben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich nehmen wir unseren Abschied von der Feier der Gilde. Ig’nea übernimmt den verstümmelten Abishai und ich frage mich schon, was sie wohl mit ihm vorhat, doch da überrascht uns die halbtote Kreatur: kaum dass wir vor die Tür getreten sind, eröffnet uns das Scheusal dass ein älterer Vertrag ihn bindet und er nur hier sei um uns mitzuteilen, dass zwei tätowierte Mönche ihr letztes Hemd für zwei Stäbe des Magisters hergegeben hätten. Nun erfordere es sein Vertrag, zu sterben. Noch bevor ich eingreifen kann, öffnet Ig’nea wieder die Tür, schubst den Abishai hinein und ruft etwas von „Rückgaberecht“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal frage ich mich, ob sie noch zu retten ist. Wenn Brenell ihn geschickt hatte, hätten wir ihn noch weiter befragen können!&lt;br /&gt;Nun haben wir schon zwei Probleme: zwei fanatische Selbstmörder mit derartigen Waffen sind schlechte Neuigkeiten. Doch als wäre das noch nicht genug hat Ig’nea, von all den Vorkommnissen der letzten Minuten entnervt, endgültig ihr bisschen Geduld verloren. Sie fragt Goin noch einmal, was vorhin auf der Feier geschehen ist, und als er sich wieder weigert zu reden, tritt ein mir wohlbekannter Ausdruck auf ihr Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sofort wird Goin steif wie ein Stock, und kurz darauf erhält er von ihr einen Tritt in den Hintern. Dann erzählt sie uns, dass Goin das Buch des Wahnsinns gelesen hat, doch es stand etwas anderes darin als bei Luzija, nämlich wie man Kontakt zu den Leuten in den Fernen Reichen bekommt. Den stellte Goin auch her, und sie flüsterten ihm Dinge ein, die ihn veränderten.&lt;br /&gt;Der beeindruckende Zwerg, dem wir am See vor Tamra begegnet waren, war ein Avatar des Zwergengottes Moradin gewesen, der ihn ein letztes Mal vor den Konsequenzen warnen sollte: dem Verlust seiner Seele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goin ist zwar ein wenig beleidigt als er wieder aus der Starre erwacht, aber er regt sich nicht weiter darüber auf. Bei Ig’neas momentanen Laune wäre das auch sicher keine gute Idee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir schlendern durch Sigils Straßen ohne ein rechtes Ziel und ich will gerade Ig’nea fragen, ob sie mit mir im Stock eine Schädelratte zähmen geht, da kommen plötzlich zwei große Gestalten auf uns zu: unsere geflügelte Dämonin Luzija mit einem breiten Grinsen im Gesicht, denn im Schlepptau hat sie - Draka!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Freude ist groß. Endlich sehen wir Draka, wohlbehalten und gesund, wieder! Wir umarmen uns, Luzija tanzt und kreischt herum, und erst als wie aus dem Nichts ein stattliches Herrenhaus neben uns in der Gasse erscheint erkenne ich, dass es ein Zauber war und nicht ein reiner Ausdruck ihrer Freude über Drakas Rückkehr.&lt;br /&gt;Im Innern des geräumigen Palasts können wir ungestört bei einem guten Mahl erzählen, was wir auch die halbe Nacht lang tun. So viel Zeit ist vergangen, viel ist passiert, und wir alle sind neugierig, was Draka so lange getrieben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch außer dass sie nach dem Kind gesucht hat erzählt sie nichts, was mich ein wenig traurig stimmt. Ich hatte auf spannende Geschichten aus fernen, exotischen Ebenen gehofft, auf abenteuerliche Reisen ins Innere von feuerspeienden Bergen in denen Drachen lebten und von Kämpfen gegen riesige Panzerkäfer. Oder irgendetwas in der Art.&lt;br /&gt;Einzig die Begegnung zwischen Draka und Dorn bleibt mir ewig im Gedächtnis: Draka hebt die Klinge auf, schwingt sie ein paar Mal leicht durch die Luft und scheint eine angenehme Unterhaltung mit ihr zu führen; dann legt sie sie einfach weg. Sprachlos und ein wenig neidisch blicke ich sie an, doch dann tröste ich mich damit, dass ich definitiv das aufregendere Erlebnis hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich entscheiden wir uns dafür, der Spur des Schmieds zu folgen, der auch für Dorns Existenz verantwortlich ist: laut Dilus lebt und wirkt er im Hause Gonds auf Abellio, der ersten Unterebene Arkadiens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anderntags begebe ich mich mit Ig’nea zu den Sinnsaten, um dort nützliche Informationen über unser neues Reiseziel zu sammeln, damit wir gegebenenfalls noch Vorbereitungen treffen können.&lt;br /&gt;Der Gedanke, bald viele Meilen zwischen uns und die beiden irren Mönche mit ihren todbringenden Stäben bringen zu können, ist sehr tröstlich.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-2892928623566328342?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/2892928623566328342/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=2892928623566328342' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/2892928623566328342'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/2892928623566328342'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2008/01/nym.html' title='Nym'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-6740933212573739214</id><published>2008-01-18T19:22:00.001+01:00</published><updated>2008-01-18T19:22:48.267+01:00</updated><title type='text'>Spiegelwelt, Scherbenwelt</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite angekommen befinden wir uns in einem Labyrinth aus Spiegeln. Die Wände, der Boden, die Decke - alles besteht aus polierten Spiegeln. Vorsichtshalber markiert Luzija den Ausgang, damit wir uns nicht verlaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da erscheint wieder der Nerra in der schwarz-roten Robe. Er behauptet, unsere Sachen seien im Besitz der Blaulandsippe und macht deutlich, dass ihn ihr Tod nicht sonderlich schmerzen würde. Auch würde er uns den Spiegel, den wir in Crassis Kabinett repariert haben, gutschreiben, blieben also nur noch vier weitere. Dann mahnt er uns, an diesem Ort leise zu sein. Merkwürdig.&lt;br /&gt;Furgas fängt plötzlich an, über Schatten zu sprechen - manchmal frage ich mich, was in seinem Kopf vor geht - obwohl wir gelesen haben, dass die Nerra die Schatten fürchten, und hört auch nicht auf damit, als unser Gegenüber ungehalten wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einmal beginnt Furgas, in dem flüssig gewordenen Spiegel unter ihm zu versinken, und nur mit Mühe und einigen Scherben schaffen wir es, unseren Paladin wieder herauszuziehen. Der Nerra ist verschwunden, ohne eine Wegbeschreibung zu hinterlassen, also versuche ich mein bestes, den rechten Pfad zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile bemerken wir, dass sich die Umgebung bläulich verfärbt. Ob das ein gutes Zeichen ist? Der Nerra sprach schließlich von der Blaulandsippe. Einer Eingebung folgend krame ich die Scherbe aus meiner Tasche hervor und betrachte mir die Gegend durch sie. Da sehe ich ein rotes X!&lt;br /&gt;Wir folgen dem Zeichen, und nach zwei Stunden schweigendem Fußmarsch stehen wir vor einem großen Spiegeldom. Die mächtigen Spiegeltüren sind drehbar, Luzija wirft einen Blick hinein und beginnt zu jubeln, in diesem Dom befinden sich unsere Sachen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beginnen schnell alles einzusammeln, doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn plötzlich taucht links von uns ein gläserner Hüne auf. Als er uns sieht, zieht er ein großes Schwert und stürmt auf uns zu. Luzija knurrt infernalische Worte und eine Wolke der Dunkelheit umfängt den Streiter, eilig spreche ich einen Segen über uns. Warum, warum nur - so kurz vor dem Ziel mussten wir entdeckt werden!&lt;br /&gt;Zwei weitere Giganten rennen mit gezückten Waffen von der rechten Seite auf uns zu, sie sind einfach so zwei Spiegeln entsprungen. Luzija, die hinter ihnen steht, stößt einen der Spiegel um und er zerschellt unter großem Getöse auf dem Boden - sofort birst auch einer der Glasriesen in tausend Splitter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das also ist ihre Schwäche. Nach und nach zerschmettern wir alle Spiegel und vernichten etwa 60 der Kreaturen auf diese Art. Schließlich stehen wir schwer atmend und überall mit feinen Schnittwunden übersät auf einem Scherbenhaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor uns noch weiteres Unbill überraschen kann, raffen wir schnell unsere verbliebenen Habseligkeiten an uns, dann vollzieht Luzija ihren wahnsinnigen Veitstanz und bringt uns nach Ipkunis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan und Furgas verschwinden sofort und gehen ihren Verpflichtungen in der Stadt nach, Goin macht es sich mit Luzija im Folterkeller bequem - also gehe auch ich meiner Pflicht nach, indem ich einen schönen langen Spaziergang durch meine Parks mache. Nach wie vor glaube ich, ich habe die schönste Aufgabe hier abbekommen. Außerdem kann ich Ig’nea, die im Weißen Turm auf uns gewartet hat, bei der Gelegenheit über die vergangenen Ereignisse berichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie staunt nicht schlecht über meinen Bericht, und freut sich umso mehr über unseren Erfolg was die Wiederbeschaffung unseres Besitzes angeht. Auch über die Sache mit den vier Spiegeln denkt sie ähnlich mulmig wie ich; wer weiß, was die Nerra im Schilde führen. Hoffentlich kann das, was sie in ihrer Welt so bedroht, nicht auch zu uns heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach fünf Tagen kommt Luzija wieder aus ihrem Keller heraus und präsentiert uns einen neuen, veränderten Goin Goldbart. Er sieht anders aus, irgendwie markiger, wenn auch die Veränderung nicht so groß ist wie es die Wandlung unseres singenden Tollpatsches Furgas in den schwertschwingenden Tollpatsch Furgas war. Auf Ig’neas neugierige Fragen hin erzählt uns Goin, dass er sich für den Weg des Totenkopfkriegers entschieden habe, den er im Gegensatz zu Detritor allerdings auch zu gehen gänzlich bereit sei.&lt;br /&gt;Was aber auch bedeutet, dass er das Tattoo auf seiner Brust mit den Schädeln geschlagener Feinde füttern will. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diesen Teil für keine gute Idee halte, aber davon mal abgesehen scheint unser Freund noch immer der gutgelaunte Zwerg zu sein, als den wir ihn kennen gelernt haben. Ich werde ihn im Auge behalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist Goin also auch offiziell einer von uns. Zumindest kennt er uns lange genug um zu wissen, welchen Ärger und welche Feinde er sich damit eingehandelt hat; aber er ist nun auch nicht mehr so leicht auffindbar für sie.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-6740933212573739214?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/6740933212573739214/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=6740933212573739214' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/6740933212573739214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/6740933212573739214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2008/01/spiegelwelt-scherbenwelt.html' title='Spiegelwelt, Scherbenwelt'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-7196408420873303303</id><published>2008-01-18T18:23:00.000+01:00</published><updated>2008-01-18T18:24:44.131+01:00</updated><title type='text'>Ein Riß im Raum</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst als der gute alte Hans die schwere Tür von Arturs Haus hinter uns schließt wagen wir es, tief durchzuatmen. Auch Furgas’ Anspannung weicht sichtlich, und bei einem kargen aber guten Mahl erzählt er uns, wie es ihm gelungen ist, uns aus dem Totenreich zu retten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die magische Explosion hatte uns und einen Teil der Beastlands pulverisiert, einzig Dorn war es zu verdanken, dass Furgas mit dem Leben davonkam. Er begab sich also nach Sigil (wie er das nackt geschafft hat verschweigt er bis heute hartnäckig), bat Artur um Hilfe, und jener kannte diesen Abishai in der Grauen Einöde. Da der jedoch seine Arbeit versilbert sehen wollte und auch das Erweckungsritual selbst eine kostspielige Angelegenheit war, sah sich Furgas gezwungen, in Ipkunis zu Clara Herzblatt zu gehen. Für die Zusage einer lebenslangen Steuerfreiheit erhielt er das benötigte Gold und so konnte er uns ins Leben zurückholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich loben wir ihn gebührend für diesen guten Einfall; außer Goin, der tatsächlich den verlorenen Einnahmen nachtrauert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Problem ist jedoch die Tatsache, dass all unser Hab und Gut verloren ist, das schmerzt jeden von uns. Die andern trauern um Zeit, Gold und Mühe, doch ich muß den Verlust meiner tierischen Gefährten verarbeiten: Mein treuer Adler, das süße kleine Limlim, und mein stolzes Ur’Epona - alle im Himmel der Tiere. Vielleicht sollte ich mir ein neues Limlim kaufen, das wäre schön.&lt;br /&gt;Furgas überreicht Luzija zu ihrer Überraschung den magischen Stab, mit dem wir damals in Ipkunis die Maschine gefüttert haben. Der habe die Explosion ebenfalls überlebt und auf dem Boden des Kraters gelegen, meint Furgas. Scheint ein wirklich mächtiger Stab zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von diesem kleinen Erfolg ermuntert schlägt Luzija vor, auf die Suche nach unseren Habseligkeiten zu gehen, vielleicht gibt es ja noch eine Chance. Da eine Zeitreise nicht in Frage kommt (wie sich zeigt wäre das zwar theoretisch möglich, meint Elidan nach einem endlosen unverständlichen Monolog, aber viel zu gefährlich - und teuer), bitten wir wieder einmal Artur um Rat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er empfiehlt uns, es in Mechanus zu versuchen. Wenn jemand etwas über eine derart große Veränderung im Gefüge der Ebenen wüsste, dann die ordnungsfanatischen Modronen, die über die Integrität der Welten wachen. Dunkel erinnere ich mich an den unglückseligen Quarut, der in Ipkunis nach dem „Fehler“ für dessen Absturz in den Abyss suchte und zerfetzt wurde, als er ihn fand.&lt;br /&gt;Ja, Mechanus klingt nach einer sehr guten Adresse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell wird uns jedoch klar, dass die meisten von uns keine große Chance hätten, dort lange zu überleben. Ig’nea ärgert es zwar, dass ausgerechnet sie da am wenigsten verloren hat, aber sie sieht es schließlich ein, und so verlässt uns Furgas anderntags mit dem Auftrag, herauszufinden, was aus dem entschwundenen Teil der Beastlands geworden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wird uns später erzählen, wie schwer es wirklich ist, in Mechanus die zahllosen Regeln und Vorschriften nicht zu verletzen - von der Benutzung der richtigen Straßenseite über das Ausfüllen dutzender Anträge und Formulare bis hin zum korrekten Lauftempo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derweil haben wir anderen die Zeit in Sigil für unsere eigenen Unternehmungen genutzt. Alceron verdingt sich als Kopfgeldjäger um seine Kasse aufzubessern, ich begebe mich mit Jarvis auf eine Materierwelt und wir fangen drei Ur'eponas, die wir zur Zucht nach Ipkunis bringen.&lt;br /&gt;Als wir nach vier Tagen zurückkehren, berichtet uns Luzija, dass sie mit Goin und Ig'nea die Gilde der Schwertmeister vom ersten Tag besucht hat! Was sie über diesen Besuch erzählt, erstaunt mich doch sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheinbar feiern diese unglaublich mächtigen Wesen aus lauter Langeweile eine Party nach der anderen. Die sind ja schlimmer als die Sinnsaten! Und auf diesen Feiern vergnügen sie sich mit allerlei seltsamen Spielen, offenbar ganz nach Ig'neas und Luzis Geschmack, wenn ich ihr Grinsen richtig deute.&lt;br /&gt;Luzija hat es also endlich geschafft, Dilus aufzuspüren; hoffentlich haben die Sehnsuchtsausbrüche, mit denen sie uns seit ihrer Begegnung im Grasland immer wieder überfiel, damit ein Ende. Während die beiden sich absetzten tat Goin, was er am besten kann: plaudern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem einer weißen Statue ähnelnden Typen namens Serath hat er sich eine ganze Weile über alles Mögliche unterhalten: Die Mitgliedschaft in dieser Gilde, welche an schier unglaubliche Bedingungen geknüpft ist (wie zum Beispiel auf mindestens einer Welt als Gott verehrt zu werden oder tausend Jahre alt zu sein), die Sterblichkeit der Götter, die Fernen Reiche.&lt;br /&gt;Letztere weckten natürlich Goins besonderes Interesse. Serath meint, diese Reiche seinen giftig für diese Seite der Realität, so eine Art Nichtexistenz. Doch wenn er mehr erfahren will, soll er in einer Woche wiederkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn es mich erstaunt, selbst Luzija hat nicht nur an ihren eigenen Vorteil gedacht: Dilus hat ihr verraten, wo wir den Schmied finden können, der diese eigenartigen Waffen herstellt, von denen wir bereits zwei besitzen. Er sei bei Gond im Haus des Wissens, welches sich in Abellio befindet - der ersten Ebene Arkadiens. Auf die Reise zu dieser Ebene freue ich mich schon jetzt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das muß noch warten, denn endlich kehrt Furgas aus Mechanus zurück. Er berichtet von dem langen umständlichen Weg, der ihn nach Regulus führte, wo er erfuhr, dass das Ereignis in den Beastlands gespiegelt wurde. Wie er sich daraufhin zur Spiegelhalbebene der Nerra aufmachen wollte, jedoch am Portal von einem Modronen daran gehindert wurde, da man das Portal aus Sicherheitsgründen versiegelt hatte. Angeblich hätten die Nerra versucht, die Macht an sich zu reißen und aus ihrer Halbebene in unsere Welt zu fliehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stellen Nachforschungen bei den Sinnsaten an und erfahren so, dass es tatsächlich eine Welt zwischen den Spiegeln gibt. Die dort lebenden Nerra können jeden Spiegel wie ein Fenster zu uns nutzen, was sie zu ausgezeichneten Spionen macht. Allein der Gedanke, durch Spiegel zu schreiten wie durch eine Tür! Ich muß an den seltsamen Spiegel in Vellums Hütte denken. Ob das auch so einer war?&lt;br /&gt;Gelehrte munkeln allerdings, es einen triftigeren Grund als Machtgier dafür gibt, dass die Nerra ihre Welt verlassen wollen. Was das wohl heißen mag? Welche Gefahren lauern hinter der polierten Oberfläche?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurzerhand postiert sich Luzija vor einem Spiegel in Arturs Haus und beginnt mit ihm zu reden. Erst denke ich sie hat nicht mehr alle Ebenen im Großen Rad, doch plötzlich klirrt eine kleine Glasscherbe zu Boden, auf der in Spiegelschrift geschrieben steht: „geh schlafen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie legt sich auch schlafen, sorgt jedoch vorher dafür, dass das Kätzchen, der unsichtbare Rakshasafürst, in ihrem Zimmer Wache schiebt. Keine schlechte Idee, denn in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages steht plötzlich ein Nerra in schwarz-roter Robe im Raum! Ein Mensch, dessen Haut aussieht als bestünde sie aus Spiegelglas, ohne Augen, der alles um ihn herum zurückwirft wie eine verzerrte Verkehrung.&lt;br /&gt;Der Nerra ist zwar nicht erfreut über diesen Empfang, doch er verrät Luzija, dass unsere Habseligkeiten tatsächlich in der Ebene zwischen den Spiegeln gelandet sind, bei einem verfeindeten Nerraclan. Er will uns jedoch nur mit Informationen versorgen, wenn wir als Gegenleistung fünf Spiegel an Orten seiner Wahl aufstellen und Luzija ihm einen ihrer teuren Gegenstände überlässt. Sollten wir das akzeptieren erwartet er uns kurz vor Sonnenaufgang in Crassis Spiegelkabinett am Jahrmarkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entscheidung ist schnell getroffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im schummrigen Dunkel der Nacht verabschieden wir uns von Artur. Ein wenig nachdenklich sieht er aus, murmelt noch etwas davon dass wir langsam aufsteigen würden, doch wahrscheinlich meint er damit nur dass wir uns immer mehr Ärger einhandeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eilig gehen wir durch Sigils Straßen, die selbst um diese Zeit nicht menschenleer sind. Wieder führt uns der Weg in den Stock, wo der „Jahrmarkt“ seine Heimat hat. Den habe ich mir anders vorgestellt, eher wie ein Fest der Sinnsaten, doch hier ist das ins Gegenteil verkehrt: heute wirkt der Stock düsterer und bedrohlicher als sonst, die Gegend ist noch übelriechender als die bei der Pranke. Wieder fällt mir der Vergleich ein, dass wir uns hier unten durch Sigils stinkende Innereien winden. An diesem Ort nur mit einer Robe bekleidet zu sein trägt nicht gerade zum Wohlbefinden bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir langen schließlich an der verfallenen Bruchbude an, über deren fehlender Tür die Reste einer morschen Holztafel verkünden: „Crassis Spiegelkabinett“.&lt;br /&gt;Vorsichtig treten wir ein. Leere Wände, der Boden verdreckt und von Scherben übersät. Unsichtbare Ratten fiepen und scharren unter den Bohlen. Elidan bückt sich und dreht sinnend eine der Scherben in den Händen, dann murmelt er ein paar Worte und wie durch Zauberei fügen sich die Splitter zu einem intakten Spiegel zusammen. Furgas malt mit dem Finger ein C darauf, und plötzlich beginnt der ganze Spiegel zu summen! Er macht einen beherzten Schritt auf ihn zu - und verschwindet darin.&lt;br /&gt;Eilig stecke ich mir eine der übrigen Scherben ein, dann folge ich den anderen durch den Spiegel.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-7196408420873303303?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/7196408420873303303/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=7196408420873303303' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/7196408420873303303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/7196408420873303303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2008/01/ein-ri-im-raum.html' title='Ein Riß im Raum'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-5414382617843897220</id><published>2007-09-20T14:03:00.000+02:00</published><updated>2007-09-20T14:22:06.352+02:00</updated><title type='text'>Tod und Auferstehung</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Als Furgas nach Stunden mit klingelnden Ohren erwacht, liegt er allein und nackt auf kaltem Fels. Dorn hält er noch immer umklammert, doch die einst strahlende Klinge ist matt und wirkt ... angelaufen. Sie spricht nur wenig, unter großen Schmerzen, er solle das bloß nie wieder tun.&lt;br /&gt;Um ihn herum ist ein gigantischer Krater entstanden auf dessen Boden er hockt, als ob ein Riese mit seiner Pranke ein Stück aus einer Sahnetorte gegriffen hätte; nur dass die Torte eine Ebene war, von der jetzt ein beträchtlicher Teil fehlt. Etwas ratlos macht sich Furgas auf den Weg nach Sigil zu Artur. Nackt und ohne einen roten Heller dürfte das eine interessante Reise werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derweil hat es uns an einen Ort verschlagen. Furgas hätte ihn beschreiben können, denn er war als einziger von uns schon einmal hier gewesen. Es ist der Ort, an den diejenigen kommen, die sonst niemand nach ihrem Tod haben will. Nicht einmal die Unteren Ebenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Körper ist durchscheinend geworden und fühlt sich völlig schwerelos an, beinahe wie in der Elementarebene der Luft. Nein, nicht ganz. Dort spürte ich noch, dass ich einen Körper habe, auch wenn es keine eindeutige Schwerkraft gab. Hier ist das anders. Es gibt einfach keinen Körper mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im ersten Moment bin ich völlig orientierungslos, ein fast vergessenes und ungutes Gefühl. Eben standen wir doch noch vor einer Berghöhle in den Beastlands. Die fliehenden Mönche, Trik’ten, der Stab, die unglaubliche Explosion.&lt;br /&gt;Jetzt ist alles anders. Um mich herum sehe ich meine Freunde, alle außer Furgas und Alceron, sie schauen sich ebenso verwundert um wie ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich geht ein Ruck durch unsere Wesen und eine unsichtbare Kraft zieht uns vorwärts, wie ein steuerloses Schiff in der Strömung werden wir unaufhaltsam weitergetragen. Angezogen auf ein schemenhaftes Etwas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Mauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch nicht aus Stein und Mörtel, sondern aus unzähligen, sich windenden Leibern! Grässlich verzerrte Gesichter, die uns aus gepeinigten, leeren Augen anstarren. Näher, immer näher. Verzweifelt versuche ich gegen den Sog anzukämpfen, doch mein geisterhafter Körper will mir nicht gehorchen. Schon strecken sich fahle Arme nach mir aus, tasten klamme Finger suchend durch die Luft.&lt;br /&gt;Ich pralle gegen ein Hindernis. Doch es ist nicht die Mauer aus Leibern, aus der sich mir noch immer erwartungsvolle Hände entgegenrecken. Wenige Zentimeter trennen uns, doch es ist vorbei. Der Sog hat uns freigegeben und wir entfernen uns schleunigst von dieser makabren Klagemauer. Was hat uns gerettet? Keiner von uns hat eine Antwort darauf, wir können nur vermuten, dass es eine der vielen Merkwürdigkeiten sein muß, die uns so vom Rest der Ebenen unterscheidet.&lt;br /&gt;Diesmal bin ich jedoch sehr dankbar dafür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumindest kann Elidan uns erklären, wie wir hierhergekommen sind: Trik’ten, dieser durchtriebene Wahnsinnige, hat als letzte gute Tat in seinem irregeleiteten Leben seinen Zauberstab zerbrochen und damit auf einen Schlag die gesamte darin gespeicherte Magie freigesetzt, was zu dieser gewaltigen Explosion führte.&lt;br /&gt;Wir sind also tot. Ein eigenartiges Gefühl. Bis auf den Mangel an Körpergefühl bemerke ich gar keinen Unterschied, auch die anderen sehen aus und geben sich wie immer. Nur die Welt um uns herum hat sich verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beginnen, in dieser Fremde umherzuwandeln, doch so recht kommen wir nicht vom Fleck. Eigenartig.&lt;br /&gt;Was wohl aus Furgas geworden ist? Vielleicht hat er ja wie durch ein Wunder überlebt und kümmert sich bereits um unsere Wiedererweckung. Dass so etwas möglich ist, haben wir an seinem Beispiel in Tamra erleben dürfen. Ob er wohl auch an diesem seltsamen Ort hier war?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Gedanken werden jäh unterbrochen, als ich eine mir wohlbekannte Gestalt erblicke: Jarvis! Natürlich kann er mich nicht sehen, er weilt ja unter den Lebenden, dennoch spüre ich den Drang, zu ihm zu gehen und ihn zu berühren. Wie merkwürdig doch das Dasein eines Geists ist; die Lebenden zu sehen, doch für sie unsichtbar zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er entrollt ein Pergament und liest daraus vor, und plötzlich habe ich wieder das Gefühl, dass mich etwas davonzieht und ich noch durchsichtiger werde. Doch dann hört es auf, Jarvis schleudert zornig die Rolle zu Boden, die sich noch im Flug auflöst. Hat er versucht meinen Geist zu beschwören?&lt;br /&gt;Einen Moment lang scheint er zu überlegen, dann zieht er zu meiner Verwunderung sein Schwert. Erst als er es mit dem Heft voran im Boden eingräbt, erkenne ich plötzlich seine Absicht und mit einem Aufschrei stürze ich nach vorn; in dem Moment habe ich völlig vergessen, dass ich als körperloser Geist machtlos bin. Hilflos muß ich mit ansehen, wie er sich ohne zu zögern durch meine ausgestreckten Arme hindurch in sein eigenes Schwert fallen läßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fassungslos stehe ich da und weiß noch gar nicht recht, wie mir geschieht, da erscheint plötzlich Jarvis’ geisterhafte Gestalt neben mir, zwinkert mir lächelnd zu, als wäre es das normalste der Welt, sich mal eben umzubringen - und wird dann auf die Mauer zugerissen. Doch meine Sorge stellt sich als unberechtigt heraus: wie wir zuvor kann auch er der grauenhaften Wand entkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir fallen Luzijas Worte ein, dass wir anders sind, weil wir Kinder des Dorfes sind. Hat Jarvis mich was seine Herkunft betrifft etwa angelogen? Oder hat er wie Goin das Buch des Wahnsinns gelesen und somit den Frevel begangen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist auch den anderen seine Ankunft nicht verborgen geblieben. Neugierig, aber weniger skeptisch als früher, bestürmen sie ihn mit Fragen, die er auch geduldig beantwortet - nachdem ich ihn wieder aus einer Umarmung entlassen habe. Und wir erfahren in der Tat einige interessante Neuigkeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar kann er an diesem Ort frei mit uns sprechen, da „seine Herren“ uns hier nicht belauschen können. Deshalb verrät er uns auch, dass er tatsächlich ein Kind des Dorfes sei! Also daher die Immunität gegenüber der Fleischmauer.&lt;br /&gt;Er sagt, dass er und Brenell vor allem deshalb ein so großes Interesse an uns hätten, weil wir Kinder des Dorfes so furchtbar wenige sind. Die meisten werden sofort von den Mönchen aufgegriffen und vernichtet; dass wir ihren Orden aufgemischt haben, würde kein dauerhafter Erfolg sein, denn sie sind nur ersetzbare Werkzeuge.&lt;br /&gt;Jarvis bestätigt, dass der geistige Führer der Xaositekten tatsächlich einer von uns ist, wenn man geistig und Xaositekten in einem Satz nennen kann. Und der geheimnisvolle, bei den Göttermenschen Untergetauchte ist - er selbst! Jarvis ist ihr Schatzmeister.&lt;br /&gt;Genau wie wir findet er es unerträglich, dass wir nie in Frieden leben können, da man uns ständig auf den Fersen ist. So viele sind schon getötet worden: Ich muß an Kira und Begor denken, mag mir gar nicht ausmalen an welchen Ort sie nach ihrem Tod kamen. Wir sagen ihm also unsere Zusammenarbeit zu, was Brenell betrifft hatten wir ja schon viel früher den Verdacht, dass er nicht wirklich unser Feind ist.&lt;br /&gt;Jarvis entschuldigt sich insbesondere bei Luzija für die Unannehmlichkeiten, die sie durch seinen Mordanschlag hatte, doch es war nun einmal sein Auftrag. Wenigstens hat er dafür gesorgt, dass dieser heilbegabte Cornugon Dr. Akusa in der Nähe war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile meint Jarvis, dass er nicht mehr lange hier bleiben könne, man hätte seinen Tod sicher schon bemerkt und würde ihn erwecken. Falls es Furgas nicht schafft, uns binnen zwei Wochen von hier fortzuholen, würde er es tun, auch wenn er sich damit Ärger einhandelt. Blieben wir länger hier, liefen wir Gefahr, uns selbst zu vergessen.&lt;br /&gt;Allerdings hätte das auch einen Preis: Dorn. Ich frage mich, ob er das wirklich ernst meint und sich bewusst ist, was für eine gefährliche Waffe er sich da einhandeln würde - für den Träger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den folgenden Tagen - Tagen? - bewahrheitet sich Jarvis’ Warnung. Je länger wir an diesem trostlosen Ort verweilen, umso weiter rückt die Erinnerung an mein Leben in Vergessenheit. Ziellos wandern wir umher, an ein Fortkommen ist nicht zu denken, immer wieder kehren wir zu der Mauer zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich, am zwölften Tag, endet dieser schleichende Zustand der Auflösung: Ein verlockender Ruf wühlt meinen Geist auf, ich folge ihm. Da ergreift mich ein Wirbel, reißt mich in die Höhe, aus Dämmerung wird wieder Licht. Ich fühle mich plötzlich unendlich schwer, klein und dicht, wie Kohlenstoff, der gerade zu einem Diamanten gepresst wurde. Spüre meinen Herzschlag wie Trommeln in den Ohren. Wie anstrengend doch das Atmen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ist es wieder finster. Ich öffne vorsichtig die Augen und blicke in einen grauen, leeren Himmel. Langsam atme ich ein und aus, versuche mich an das Gefühl eines Körpers zu gewöhnen. Ich spüre Kälte aufsteigen und ertaste harten Steinboden unter mir.&lt;br /&gt;Da erscheint Furgas’ Gesicht in meinem Blickfeld. Er schaut ernst drein, irgendwie angespannt. Schnell hilft er mir auf und drückt mir eine Leinenrobe in die Hand, erst da fällt mir auf, dass ich völlig nackt bin. Ig’nea scheint das gar nichts auszumachen, sie hat schnell ihre Fassung wiedergewonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hastig ziehe ich die Robe an, dann sehe ich mich um. Verwittertes, eingestürztes Mauerwerk umgibt uns, wahrscheinlich eine alte Abtei. Alles sieht aus wie von einem Schleier überzogen, jede Farbe ist trostlosen Schattierungen von Grau gewichen.&lt;br /&gt;Ein schwarzer Abishai steht etwas abseits von uns, ein feines Lächeln ziert seinen gehörnten Echsenschädel. Hat er uns etwa wiedererweckt? Weder Artur noch Furgas scheinen sich an seiner Anwesenheit zu stören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da dringt entfernter Kampfeslärm an meine Ohren. Neugierig wende ich mich einer Lücke in der Mauer zu - und erstarre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abtei steht auf einem kleinen Plateau und bietet daher einen makabren Ausblick auf eine wahrlich höllische Szenerie:&lt;br /&gt;Unter uns tobt eine Schlacht von gewaltigen Ausmaßen. Horden von Tana’ri branden gegen die geordneten Schlachtreihen tausender Baatezu, fliegende Ungeheuer tränken Freund und Feind in Flammen und beharken sich gegenseitig mit Klauen und Zähnen. Gelegentlich stürzt eines von ihnen brüllend in die Tiefe und begräbt Hunderte unter sich. Riesige Katapulte schleudern Tod und Verderben in den Himmel, Waffengeklirr und unmenschliche Schreie vermischen sich zu einer Schreckenssymphonie, die mir durch Mark und Bein geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Blutkrieg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie vom Donner gerührt starre ich auf die wogenden Heerscharen, als mich eine Klauenhand packt und unsanft zurückzieht.&lt;br /&gt;„Wir wollen doch keine unnötige Aufmerksamkeit erregen.“ zischelt der Abishai. Noch völlig betäubt von dem Anblick stolpere ich den anderen hinterher, die sich bereits aufmachen, diesen ungastlichen Ort zu verlassen. Oinos, fährt es mir durch den Kopf, die erste Unterebene der Grauen Einöde. Schauplatz des seit Äonen tobenden Blutkriegs, in dem sich die Scheusale gegenseitig scharenweise abschlachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eilig schreiten wir durch die ruinierte Abtei, nur fort von dieser tristen Heimstätte der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung. Durch einen maroden Torbogen gelangen wir zurück in die Torstadt Sigil und folgen Artur schnurstracks in sein Haus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine eigenartige Prozession sind wir: Artur, schwer gerüstet in seinem goldenen Panzer, Furgas mit Dorn, und dann wir anderen sieben Gestalten - im Nachthemd.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-5414382617843897220?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/5414382617843897220/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=5414382617843897220' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/5414382617843897220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/5414382617843897220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/09/tod-und-auferstehung.html' title='Tod und Auferstehung'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-7066685720644444694</id><published>2007-09-14T13:58:00.000+02:00</published><updated>2007-09-14T14:03:56.447+02:00</updated><title type='text'>Das letzte Gefecht</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hat ein Geist eine Vergangenheit?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich bin mir nicht mehr sicher. Die Erinnerung verblasst bereits. An das Leben einer Juvanis. War ich das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Doch; ja. Ich erinnere mich wieder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was ist nur geschehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war dem hellen Licht entkommen. Dorns Prüfung hatte mich an die Schwelle des Todes, jedoch nicht darüber hinweg befördert.&lt;br /&gt;Es hatte nach diesem Vorfall auch nicht lange gedauert, bis alles ist wieder zur Normalität dieser Tage zurückkehrte. Dinge wie zum Beispiel meinen abgebissenen Arm vor meinen Augen zu rösten und zu verspeisen. Oder Elidan, der einem mysteriösen magischen Schimmern nachspürte, das womöglich ein Planeshift war. Gut, vielleicht hätte ich ihn beruhigen sollen dass es bloß Jarvis war, aber ich war einfach zu erschöpft.&lt;br /&gt;Und natürlich eine Menge Beten seitens Furgas, der ein langes Gespräch mit Dorn hatte wegen des Vorfalls. Er hat versucht mich zu beruhigen weil Dorn meinte, er könne stolz auf mich sein. Meine Bereitschaft, für meine Treue zu Jarvis zu sterben hätte sie wohl bewogen, ihre Meinung über die „Verrätersau“ zumindest ein bisschen zu mildern. Was auch immer das heißen mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija gräbt sich also weiter durch die Trümmer der ehemaligen Mönchszitadelle auf der Suche nach Hinweisen und Schätzen, bis schließlich Goin und Alceron aus Sigil eintreffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden erwartet ein grausiges Bild: selbst nach fast zwei Wochen steigt noch immer Rauch aus den Scheiterhaufen auf, der beißende Geruch des Todes hängt wie ein dunkler Vorhang über dem ganzen Gebiet. Die vernarbte Erde lässt kaum darauf schließen, dass hier vor gar nicht allzu langer Zeit noch wogendes, gelbes Gras stand.&lt;br /&gt;Den Schrecken kann man ihnen ansehen, bei Alceron mehr als bei Goin. Doch er hat auch nicht erlebt, was wir erlebt haben, vielleicht hat er Glück und wird es auch nie. Wenn er in unserer Gesellschaft bleibt, wage ich das jedoch zu bezweifeln, mit Glück sind wir nicht gerade gesegnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei, einiges von dem was Luzija mittlerweile angehäuft hat ist durchaus von großem Wert. Und zwar nicht nur in Gold gemessen: sie fördert jede Menge Papier zu Tage, unter anderem ein weiteres Ritualbuch. Eigentlich erstaunlich, bei all dem Feuer das hier gewütet hat hätte ich nicht mit Papier gerechnet, doch Luzijas und Elidans Augen leuchten. Die beiden werden in der nächsten Zeit wahrscheinlich kaum ansprechbar sein und ständig ihre Nasen in die Rollen stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir Goin und Alceron die Geschehnisse der letzten Tage berichtet haben wird uns klar, dass wir die Sache gänzlich zu Ende bringen und auch die Elitetruppe in den Beastlands aufsuchen müssen. Entweder sie zeigen sich kooperativ und verraten uns endlich, was es mit dieser Verfolgung der Kinder des Dorfes auf sich hat, oder wir werden sie ebenso vernichten müssen wie das Kloster. Diese Hinrichtung unserer Leute muß ein Ende haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig’nea und Detritor nehmen einen Umweg über Ipkunis, sie haben wohl noch Geschäftliches zu erledigen, und Luzija beginnt wieder wie eine Wilde herumzuspringen und zu kreischen. Das wohlbekannte Ziehen geht durch meinen Körper, aber irgendwie fühlt sich etwas daran seltsam an. Doch noch bevor ich mir Gedanken darüber machen kann, reißt es mir plötzlich den Boden unter den Füßen weg - und ich falle!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Endloser Fall, immer tiefer hinab. Alles wird so klein und entschwindet schließlich ganz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sturz in die Vergessenheit. Wo bin ich? Wie viel Zeit ist vergangen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Erdboden ist verschwunden, um mich herum ist nur unendliches Himmelblau, so weit das Auge reicht. Instinktiv entfalte ich meine Flügel, weiße flaumige Wölkchen rauschen im Fallen an mir vorbei, ich sehe die anderen schreiend hinunterstürzen. Hinunter? Ich habe keine Ahnung wie tief es überhaupt geht, ohne Boden. Oder falle ich gar nicht? Wo ist hier oben und unten?&lt;br /&gt;In dem Moment hört der Fall auf. Auch die anderen halten nach und nach inne, noch etwas unbeholfen und erstaunt, doch die erste Panik ist einer aufkeimenden Neugier gewichen. Angestrengt versuche ich mich an unseren Unterricht in Ebenenkunde zu erinnern.&lt;br /&gt;Die Elementarebene der Luft.&lt;br /&gt;Eine der Inneren Ebenen.&lt;br /&gt;Es gibt kein oben und unten, jeder wählt selbst, wohin ihn die Schwerkraft zieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dieser Erkenntnis fällt das Fliegen doch sofort leichter. Vorsichtig versammeln wir uns wieder, Luzija murmelt etwas verschämt eine kleine Entschuldigung, irgendeiner ihrer schiefen Töne muß zu schief gewesen sein.&lt;br /&gt;Plötzlich dringt Kampflärm an unsere Ohren. Der ist uns vorher völlig entgangen. Einige hundert Meter von uns entfernt schwebt eine kleine Felseninsel mitten in der Luft, zwei Türme drängen sich auf ihr zusammen. Ein Drachkin und ein Mensch kämpfen dort gegen drei Luftelementare und einen Beholder, doch sie sind der Übermacht unterlegen. Der Mensch sinkt getroffen zu Boden, wird von seinem Gefährten geschnappt und dann springt der Drachkin über den Rand der Insel auf und davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Moment lang überlegen wir, ob wir eingreifen sollen, doch dann entscheiden wir uns dagegen. Dies ist nicht unser Kampf, wer weiß wer die beiden überhaupt sind; vielleicht haben sie den Zorn der Einheimischen ja sogar verdient.&lt;br /&gt;Außerdem haben wir eine eigene Mission. Erneut stimmt Luzija ihren Singsang an und wirbelt in der Luft herum, das Ziehen ergreift uns...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... und wir spüren moosigen Waldboden unter unseren Füßen. Diesmal ist Luzijas Zauber geglückt, wir sind zwar viele Meilen vom Gebirge entfernt, aber auf der richtigen Ebene. Das Unterholz macht ein Vorankommen beschwerlich, doch es ist ein vertrautes Gefühl, wieder festen Boden unter sich zu spüren. Im Nachhinein fand ich die Luftebene gar nicht so übel, doch meinen Freunden hat es glaube ich weniger gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Tagen kommen wir an einer Lichtung vorbei, die uns merkwürdig bekannt erscheint. Als ein leises Quieken ertönt, fällt es mir wieder ein: das Lager der Werratten! Doch niemand greift uns an, ungehindert ziehen wir weiter.&lt;br /&gt;Plötzlich befiehlt uns Goin, stehen zu bleiben. Er deutet auf Alceron und behauptet, jener würde beobachtet werden. Verflixt, warum haben wir nicht früher daran gedacht? Ständig muß man sich vorsehen, nicht von magischen Sprüchen ausspioniert zu werden. Goin versucht, den Schlüssellochgucker ausfindig zu machen, und für einen Moment färben sich seine Augen schwarz. Irgendwie unheimlich. Dann beschreibt er eine verhüllte Person, die auf einer anderen Ebene in dunkler Wildnis vor einer Sandfläche hockte und ihm mit einer behandschuhten Hand eine Nachricht in den Sand schrieb, irgendetwas mit „Vorsicht“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hätte Goin bloß besser aufgepasst und die ganze Warnung verstanden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas hat plötzlich eine Idee, zückt Dorn den Hammer, und bevor jemand ihn und seine guten Ideen aufhalten kann, berührt er Alceron damit. Nichts geschieht, doch Alceron zeigt wenig Begeisterung und meint plötzlich erschrocken, er habe die Verbindung zu seiner Göttin verloren.&lt;br /&gt;Ein wenig verständnislos blicke ich ihn an, doch da schwenkt Furgas auch schon Dorn von Alceron zu mir. Angesichts meiner letzten Begegnung mit dieser fanatischen Waffe zucke ich zusammen, doch diesmal frisst sich Dorn nicht in meine Haut. Stattdessen spüre ich, wie auf einmal sämtliche Magie von mir zu schwinden scheint. Als ob jemand ein schweres Tuch über die Lichtquelle in meinem Geist gelegt hätte.&lt;br /&gt;Sobald mich Dorn jedoch nicht mehr berührt, ist der seltsame Effekt wieder verschwunden. Eine eigenartige Methode, uns diesen nützlichen Trick der Waffe zu zeigen, aber andererseits typisch für Furgas. Erst handeln, dann fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich befreit Elidan Alceron von dem Spionagezauber und wir ziehen weiter, der Waldrand ist nun nicht mehr fern. Bevor wir jedoch auf die offene Wiese zwischen Wäldern und Gebirge treten, zaubert Luzija ein magisches Auge herbei, um die Gegend aus sicherer Entfernung zu erkunden.&lt;br /&gt;Das war eine wirklich gute Idee, denn sie erspäht einen unsichtbaren Zwerg, der an der Geröllkante entlang so schnell ihn seine kurzen Beine tragen in Richtung Binge Barmak hastet. Ob das ein Bote ist? Oder gar ein Spion, der unsere Ankunft melden soll? Goin ist jedenfalls schon auf Verfolgungsjagd, wir anderen bleiben zurück und warten darauf, dass Luzija die letzte Bastion der Mönche in den Bergen aufspürt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit später kehrt Goin zurück und gibt Entwarnung, der Zwerg war wohl wirklich nur ein harmloser Bote, also hat er ihn ziehen lassen. Gemeinsam brechen wir auf, Luzija hat das Lager in einer Höhle etwa 50 Meilen im Gebirge entdeckt. Unterwegs beraten wir unsere Vorgehensweise. Sie ist nicht gerade unumstritten; einige möchten die Überraschung nutzen und sie sofort eliminieren, andere versuchen sie zur Aufgabe zu überreden.&lt;br /&gt;Schließlich fällt das Los auf Alceron. Er ist kein Kind des Dorfes, hat außerdem nicht an dem Massaker bei der Zitadelle mitgewirkt und soll daher unser Vermittler sein. Vielleicht lassen sie ja mit sich reden und wir erfahren, was es mit diesem kranken Orden auf sich hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Höhle angekommen erwartet uns eine Überraschung: Trik’ten, der weißberobte Gith und Anführer der Mönche, tritt aus der Höhle heraus und ergibt sich uns sofort unter der Bedingung, dass wir seine Leute frei ziehen lassen und auch nicht verfolgen. So viel Nobilität hätte ich einem ehemaligen Verbrecher gar nicht zugetraut, doch das Angebot der Läuterung von allen Sünden scheint tatsächlich eine Wirkung zu haben.&lt;br /&gt;Wir erklären uns also einverstanden und sehen den acht verbliebenen Mönchen nach, die ihr Heil schleunigst in der Flucht suchen.&lt;br /&gt;Acht? Einen Moment bin ich irritiert, der Mönch den Ig’nea befragt hatte sprach doch von neun Elitemönchen. Aber da tritt Trik’ten bereits auf mich zu und hält mir seinen Stab als Zeichen seiner Aufgabe hin. Noch bevor ich danach greifen kann, sehe ich das hinterhältige Lächeln in seinem schmalen Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Falle.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu spät wird mir klar, was der Gith in seinen Händen hält. Sein Plan von der Läuterung. Zu spät. Mit einem triumphierenden Blick bricht Trik’ten den magischen Stab in seinen Händen entzwei und die Welt zersplittert augenblicklich in einer gewaltigen Explosion purer Magie.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-7066685720644444694?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/7066685720644444694/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=7066685720644444694' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/7066685720644444694'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/7066685720644444694'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/09/das-letzte-gefecht.html' title='Das letzte Gefecht'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-82075382557567809</id><published>2007-09-14T13:52:00.000+02:00</published><updated>2007-09-14T13:57:23.282+02:00</updated><title type='text'>Ewige Treue</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Als ich am Morgen des achten Tages erwache würde ich am liebsten gar nicht aufstehen. Der ganze Ort hier ist mir zuwider geworden, und würde nicht Luzija darauf bestehen, auch noch den letzten Winkel der Zitadelle zu durchsuchen, ich wäre längst weitergezogen. Egal wohin, nur fort von den schwelenden Leichen und kalten Trümmerhaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea hat schon eine Nachricht an Goin und Alceron geschickt, sie sollen sich auf den Weg machen und sich hier mit uns treffen. Unser kleiner Feuerteufel ist ganz wild darauf, der Klause der Mönche in den Beastlands einen letzten Besuch abzustatten.&lt;br /&gt;Sobald ich kann nehme ich mit meinem Limlim und dem Ur'epona reißaus und versuche weit genug zu reiten, bis ich wenigstens frische Luft zum Atmen haben und lebendiges Gras sehe. Den anderen schlägt dieser Ort auch langsam aufs Gemüt, außer Luzija und Ig’nea jedenfalls. Hier draußen fühle ich mich zumindest etwas wohler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Mittagszeit kehre ich zurück. Wir entzünden kein Feuer, irgendwie hat keiner so recht Appetit auf gebratenes Fleisch. Viel reden wir nicht, was gibt es auch schon zu sagen.&lt;br /&gt;Erst als die Rede auf unsere nächsten Schritte kommt, wird es reger. Luzija und Ig'nea wollen sofort in die Beastlands, doch Furgas würde gern der Spur der kaltgeschmiedeten Adamantwaffen nachgehen. Das wäre bestimmt auch in Goins Interesse. Den Planetar brauchen wir nicht mehr zu fragen, und Furgas wurde es verboten, weitere Fragen zu stellen. Aber, wendet Luzija ein, uns anderen hat es niemand ausdrücklich verboten. Langsam entwickelt sie verdächtige Züge eines Brenell, wenn es um die Auslegung Wort für Wort geht. Doch ich kann nicht umhin ihr Recht zu geben, also erkläre ich mich bereit, Dorn auf ihre Herkunft anzusprechen.&lt;br /&gt;Ich hatte ja keine Ahnung, was für ein kratzbürstiges Biest in dieser Waffe haust.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum dass ich das dornengespickte Heft berühre, graben sie sich in meine Hand und ich spüre ein unangenehmes, kaltes Ziehen, als ob ich blankes Eis berührt hätte.&lt;br /&gt;"Dorn?", frage ich vorsichtig. Die anderen stehen gespannt um mich herum. Komisches Gefühl, mit einem Schwert zu reden.&lt;br /&gt;Einen Moment lang herrscht Stille, dann flüstert eine weibliche Stimme in meinem Kopf: "Was willst du, Verrätersau?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Höflichkeit hat dieses angebliche Himmelsgeschenk wohl noch nichts gehört. Und wenn es um Jarvis geht passen Furgas und sein Schwert wirklich gut zusammen.&lt;br /&gt;"Ich bin nicht hier, um über mein Privatleben zu sprechen, Dorn. Es geht um deine Herkunft, und wieso jemand mit deiner Einstellung mit jemandem wie Brenell zusammenarbeiten würde."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Egal was ich anstelle, Dorn bleibt eisern und verrät nichts über ihre wahre Herkunft. Nicht, wieso sie mit Brenell zusammenarbeitet, nicht wo der Schmied lebt oder warum es zwei verschiedene Versionen von "Dorn" zu geben scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade als ich mich wieder verabschieden will meint Dorn plötzlich gefährlich freundlich: "Ach, bleib doch noch ein bisschen und laß uns plaudern." Ich erinnere mich daran wie Furgas das letzte Mal aussah, nachdem Dorn ein Wörtchen mit ihm zu reden hatte und will das Heft schleunigst loslassen, doch es geht nicht!&lt;br /&gt;Die Dornen haben sich fest in meine Handfläche verbissen und wie damals Furgas werde ich das vermaledeite Ding einfach nicht mehr los. Langsam spüre ich, wie die Wärme aus meiner Hand entweicht und in das Schwert gesogen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wirst du dem Bösen abschwören, Juvanis?" fragt Dorn.&lt;br /&gt;"Falls du damit meinst, dass ich mein Herz verraten soll, nein, das werde ich nicht tun.", presse ich zwischen zusammengebissenen Zähne hervor. "Was ich für Jarvis empfinde und was wir tun geht nur uns etwas an. Es muß dir genügen zu wissen, dass ich dabei nie etwas tun würde, das meine Freunde gefährdet."&lt;br /&gt;Um mich herum werden die anderen unruhig, sie merken dass da irgendetwas falsch läuft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich fröstelt, mir ist als ob mit der Wärme auch mein Leben langsam aus mir gesogen wird. Kraftlos sinkt meine Hand mit Dorn darin auf meine Knie, mir wird schwindelig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Schwöre dem Bösen ab!" herrscht mich Dorn unbeirrt an.&lt;br /&gt;"Versteh doch, ich kann nicht." Das Sprechen fällt schwer, selbst das Atmen strengt mich viel mehr an als sonst. Ich spüre Angst und Zorn aufsteigen, doch es kostet mich alle Kraft, sitzen zu bleiben und nicht umzufallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas erkennt als erster was Dorn vorhat und greift nach der Klinge, redet auf sie ein, doch in meinen Ohren rauscht es zu laut als dass ich seine Worte noch verstehen könnte. Kraftlos sinke ich immer weiter in mich zusammen, Schwindel überkommt mich und ich muß die Augen schließen weil ich fürchte dass mir sonst übel wird weil sich alles dreht.&lt;br /&gt;Doch was immer Furgas auch gesagt haben mag, Dorn bleibt uneinsichtig.&lt;br /&gt;"Schwöre dem Bösen ab!!" Ihre Stimme dröhnt in meinem Schädel.&lt;br /&gt;"Vergiß es." Ich weiß nicht, ob ich es laut gesagt oder nur gedacht habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da spüre ich, wie eine fremde Wärme meinen Körper durchströmt. Ich öffne die Augen. Elidan hat einen Heilzauber auf mich gewirkt. Auch Furgas nutzt Torms Macht, um mir zu helfen, doch was soll das bringen. Dorn ist eine Fanatikerin, und ich werde nicht nachgeben. Ich will nicht sterben. Nicht meine Freunde und Jarvis zurücklassen. Aber leben mit dieser Lüge wäre noch viel schlimmer.&lt;br /&gt;"Aufhören, bitte", stammele ich, "ihr verlängert mein Leiden doch nur."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich spüre ich einen scharfen Schmerz in meinem Arm, Luzija hat sich in mein linkes Handgelenk verbissen und zerrt und reißt daran. Völlig fassungslos starre ich auf die Wunde auf meinem unnatürlich weißen Arm, sie blutet fast gar nicht und tut trotzdem höllisch weh. Dorn schreit mich weiter an und saugt das Leben aus mir, unfähig mich gegen sie alle zu wehren muß ich zusehen, wie Luzija so lange mein Handgelenk malträtiert, bis sie tatsächlich meine Hand samt Dorn darin abgebissen hat!&lt;br /&gt;Sofort heilt Elidan die schreckliche Wunde, doch freuen kann ich mich darüber nicht. Noch immer sehe ich Sternchen, kann mich kaum aufrecht halten und bin von der ganzen Situation vollkommen überfordert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als wäre das alles nicht genug, halte ich auf einmal Dorn in der rechten Hand! Oh ihr Götter, lasst dieses Spiel doch endlich enden, denke ich mir, aber meine Gefährten hören nicht auf, mich bis zur Erschöpfung ihrer Mittel mit Heilzaubern zu quälen.&lt;br /&gt;Doch alles, was sie mir geben, wird sofort von Dorn wieder verschlungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"SCHWÖRE DEM BÖSEN AB!!", brüllt Dorn durch den Schleier, der sich langsam über mein Bewusstsein senkt. Alles beginnt in hellem Licht zu versinken, bis auf ihre Stimme. Doch es macht nichts. Es wird nichts ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Niemals."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einmal ist alles vorbei.&lt;br /&gt;Dorn gleitet aus meiner Rechten und fällt zu Boden, meine linke Hand ist wieder heil und gesund. Ich bin noch hier.&lt;br /&gt;Augenblicklich packt mich Luzija und fliegt davon. Erst als sie sich in sicherer Entfernung wähnt, landet sie und legt mich vorsichtig ins Gras.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl ich wieder völlig hergestellt zu sein scheine, fühle ich mich noch benebelt und bin reichlich verwirrt. Was ist geschehen? Warum hat Dorn im letzten Moment doch noch von mir abgelassen? Aus Barmherzigkeit wohl kaum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam kehren all meine Sinne zurück. Ich schmecke das mir wohlbekannte Aroma eines Heiltranks, und muss lächeln. Luzija fliegt zu den anderen zurück, und ich bin froh, jetzt einen Moment allein zu sein.&lt;br /&gt;Doch ich bin nicht allein. Kaum dass Luzija abgehoben hat, spüre ich eine vertraute, unsichtbare Umarmung. Und Tränen. Wortlos halten wir uns einfach nur fest, und in diesem Moment verstehe ich, was Dorn davon abgehalten hat, mich zu töten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die drakonischen Runen auf der Klinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ewige Treue.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-82075382557567809?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/82075382557567809/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=82075382557567809' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/82075382557567809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/82075382557567809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/09/ewige-treue.html' title='Ewige Treue'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-142782567435143088</id><published>2007-07-14T13:35:00.000+02:00</published><updated>2007-07-14T13:42:22.573+02:00</updated><title type='text'>Der Entfesselte</title><content type='html'>&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Wir haben die Siedlung der Orks in sicherer Entfernung hinter uns gelassen. Ich bin zufrieden mit unserem Ergebnis, doch Luzija ist viel mehr als das - sie ist beinahe euphorisch. Die böse Göttin spielen zu dürfen hat ihr schon immer gefallen, doch jetzt hat sie der Übermut gepackt, denn sie schlägt vor, es endlich den Mönchen heimzuzahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea ist natürlich Feuer und Flamme, auch die anderen haben keine Einwände. Selbst Furgas hält es für eine gerechte Sache, und obwohl ich das Gemetzel scheue, genügt ein Blick auf die linkische Statue von Kira und Begor, um meine Zweifel zu ersticken.&lt;br /&gt;Wie schon beim letzten Versuch hat Elidan jedoch noch Vorbereitungen in Ipkunis zu treffen und nimmt Goin und Alceron gleich mit, um dort nach dem Rechten zu sehen. Im Grunde haben die beiden ja auch nichts mit den Mönchen zu tun, das ist unser Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Man's End löse ich kurzerhand mein Ur'epona aus seiner gemütlichen Pflege, dann versetzt uns Luzija unter mächtigem Getöse auf die Außenländer, das altbekannte gelbe Gras umfängt uns.Während wir auf Elidans Rückkehr warten, erlege ich einen Bären und ziehe ihm das Fell über die Ohren. Falls wir irgendwann wieder nach Kront müssen, wird es mich bestimmt schön wärmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Fleisch brutzelt und duftet verführerisch über dem kleinen Feuer, das Ig'nea entzündet hat, so macht Warten Spaß. Als Elidan endlich auf unserer Ebene auftaucht dauert es noch eine Weile, bis unsere Magier ihm den richtigen Weg zu uns weisen können, mein Adler war ebenso wie Furgas keine große Hilfe bei der Suche. Doch vielleicht liegt das auch an seinem vollen Magen. Jetzt verstehe ich, was Elidan in Ipkunis wollte: wie auch immer er es angestellt hat, er sieht wieder ganz so aus wie früher. Keine Klingenreben zieren mehr seinen Kopf, auch der Höcker ist weg.&lt;br /&gt;Wir stärken uns und malen Schlachtpläne in den trockenen Sand, überlegen hin und her und einigen uns schließlich auf eine Taktik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer hätte gedacht, dass ich einmal Fallen- und Jagdtechniken, die mir meine Vorfahren im Dorf beigebracht haben, gegen andere Menschen einsetzen würde. Dass ich ruhig an einem gemütlichen Lagerfeuer mit meinen Freunden sitzen, Bärenfleisch verspeisen und den Tod von Hunderten planen würde.&lt;br /&gt;Doch haben wir denn eine Wahl? Ich kann es drehen wie ich will, ich erkenne keine Alternative, die nicht mit entweder ihrem oder unserem Tod enden würde. Und bei allem Edelmut, für ihren fanatischen Glauben bin ich nicht bereit, meine Freunde und mich selbst zu opfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Einbruch der Dunkelheit ziehen wir in die Schlacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles läuft wie nach Plan: Luzija tanzt in sicherer Entfernung die magische Hütte herbei, in der wir für die Augen und Ohren der Wächter unsichtbar sind egal wie sehr sie herumhüpft und singt, und schweben darin wie ein unheilvoller Schatten der Vernichtung über die Festung. Von oben sieht sie noch trutziger und abweisender aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann, in dieser sternenlos finsteren Nacht, entfesseln wir zum ersten Mal ganz bewußt den Höllenhund Zerstörung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Eröffnung fauchen drei glühende Meteore aus der Hütte herab, erhellen für einen Moment lang grotesk die Dunkelheit und schlagen dann donnernd in der Zitadelle ein, wo sie drei tiefe Krater in den Stein reißen.&lt;br /&gt;Wir schwärmen aus: Ig'nea hat sich in einen gigantischen roten Drachen verwandelt, der sich unter wildem Gebrüll an die noch intakten Zinnen krallt und den Atem seiner feurigen Lungen in die Löcher bläst. Ich nutze meine Magie, um selbst das gelbe Gras meiner Heimat zu unseren Verbündeten zu machen, damit es sich um die Flüchtenden schlingt und sie an der Flucht hindert. Gerade im rechten Augenblick, denn da springt das Tor auf und einige Mönche taumeln heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich höre ihre Schreie. Panik, Haß, Schmerz. Todesschreie. Doch es gibt kein Zurück mehr, der dreiköpfige Höllenhund ist von der Leine und tobt schwanzwedelnd seinen wahnsinnigen Zorn an ihnen aus.&lt;br /&gt;Ich ziehe meinen Bogen, doch meine Seele weint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kampf entfaltet seine volle Scheußlichkeit und verdient nur noch einen Namen: Massaker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nachtschwarze Himmel hat sich im Feuerschein des magischen Gewitters blutrot gefärbt, Schreie und Kampflärm mischen sich zu einer Kakophonie des Grauens in meinen Ohren.&lt;br /&gt;Ig'nea verfärbt sich hin und wieder, spuckt Säure, Eis und Blitze, giftige Wolken wabern durch die Zitadelle und verpesten die Luft mit ihrem tödlichen Hauch, Elidan läßt abwechselnd Feuer und Eis auf die Todgeweihten prasseln. Furgas und ich beschäftigen uns mit den Flüchtenden, unterstützt von einer Horde wilder Tiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich geht ein markerschütterndes Krachen durch die Zitadelle: ein Teil der Basis hat sich in Schlamm aufgelöst, und von seiner eigenen Last erdrückt bricht der gewaltige Steinturm langsam in sich zusammen. Einige Mönche springen noch rechtzeitig durch die Mauer hinaus, doch da werden sie bereits von uns erwartet. Außerdem versperrt eine sengende Feuerwand ihren Weg, beschworen durch Luzija, die wie eine rachsüchtige Todesgöttin über der Zitadelle schwebt und eine Salve nach der anderen feuert. Nahrung für den Höllenhund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas fängt einen der Springenden und beginnt einen Ringkampf mit ihm, scheinbar will er ihn, wie abgesprochen, zum Verhören gefangen nehmen. Doch der wehrt sich rasend, beschimpft ihn als Schlächter und Massenmörder. Einige todesmutige Mönche haben sich ebenfalls von Flucht zu Kampf gewandt und beharken uns.&lt;br /&gt;Auch Ig'nea versucht einen Flüchtenden aus der Luft zu pflücken, unterschätzt dabei jedoch die Kraft ihrer Klauen und zerquetscht ihn zu Brei. Doch da es ihr nicht an Kandidaten mangelt, übt sie weiter und kann schließlich zwei Gefangene mit ihrem paralysierenden Gas bewußtlos pusten, bevor sie schwer angeschlagen den Rückzug antreten muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine halbe Stunde später ist der grausige Spuk endlich vorbei.&lt;br /&gt;Satt und zufrieden hat sich der Höllenhund auf den rauchenden Trümmern der einst stolzen Mönchsfeste zusammengerollt und döst, die riesigen Pranken auf die überall verstreut liegenden, übel zugerichteten Leichen gebettet. Selbst das Land um uns herum hat tiefe Narben davongetragen, der verwüsteten Landschaft um den Goldenen Tempel in Irkbaz nach dem Kampf zwischen Brenell und Aldreds Leuten nicht unähnlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser kreischender Derwisch ist noch auf Verfolgungsjagd nach den wenigen Flüchtigen, die es aus dem Kreis der Vernichtung um uns herum geschafft haben, ich kümmere mich um Ig'neas Wunden und auch Elidan und Furgas unterstützen mich tatkräftig. Sie hat eine Menge abbekommen, kein Wunder, bot sie doch auch das prominenteste Ziel.&lt;br /&gt;Aber ihr Wille ist wie das Feuer: eben glomm da nur noch ein schwaches Flämmchen, kurz vorm Verlöschen, doch kaum legt man ein wenig Holz nach, lodert es wieder auf und will verzehren. Daher macht sie sich auch gleich über die Gefangenen her und beginnt sie zu verhören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich hatte ich mir ein Verhör anders vorgestellt. Ich kenne Furgas' Art: erst die Tür eintreten und dann im Namen Torms mit Dorn am Hals des anderen Fragen stellen. Oder Luzijas Art: erst die Tür eintreten, sich ausziehen und dann mit dem Klauen am Hals des anderen Fragen stellen. Oder Goins Art: jemandem väterlich auf die Schulter klopfen, ein Bier ausgeben oder auch fünf, ein Liedchen trällern und dann einfach nur zuhören.&lt;br /&gt;Doch Ig'nea hat ihre eigene Version. Sie setzt sich ruhig hin, legt den Kopf des Bewußtlosen in ihren Schoß, schließt ihre Augen und macht - gar nichts. Jedenfalls scheint es so. Ob es dasselbe ist, was sie tut wenn sie Visionen von Orten hat? Ich bin jedenfalls sehr auf ihre Ergebnisse gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor es soweit ist, gibt es jedoch noch eine unangenehme Pflicht zu erfüllen. Zusammen mit Furgas trage ich die von schrecklichen Qualen gezeichneten Leichen zusammen, keine schöne Arbeit, doch anders als nach unserer ersten Begegnung mit ihnen spüre ich diesmal Mitleid in meinem Herzen. Begor und Kira sind gerächt, doch das Ergebnis war nur noch mehr Tod und Leid. Sie hätten es nicht gewollt, und diese hier waren im Grunde chancenlos gegen uns. Doch vielleicht hat all das jetzt endlich ein Ende.&lt;br /&gt;Schließlich hält Furgas eine kleine Zeremonie ab und wir übergeben die Toten dem Feuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche lang harren wir am Werk unserer Zerstörung aus. Luzija wühlt sich wie ein Maulwurf durch die Ruinen der Festung und fördert hin und wieder etwas zu Tage, das dem magischen Inferno standgehalten hat. So spartanisch diese Mönche sich gegeben haben mögen, sie haben ganz schöne Reichtümer angehäuft. Ich erinnere mich daran, was Luzija über das Ritual erzählt hatte: es koste ein kleines Vermögen, allein für die Heiltränke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'neas Befragungsmethode zeigt sich im Nachhinein brutaler als das, was Furgas oder Luzija ihren Opfern zufügen, denn wenigstens können die nach dem Verhör noch klar denken und sterben nicht wenige Tage später an den Folgen. Ich wünschte, sie wäre nicht ganz so rücksichtslos diesen Menschen gegenüber.&lt;br /&gt;Aber das, was sie uns dann erzählt, ändert doch einiges an meiner Meinung über diese Mönche:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Oberste des Ordens ist ein Gitzerai namens Trik'ten. Er bestimmt, wer ein Frevler und damit zu töten ist. Den Mord an Begor und Kira gibt er offen zu. Die Frevler kommen immer aus dem Baumportal in der Tierwelt, deshalb haben sie dort Spione stationiert, und die Frevler zeichnen sich dadurch aus, dass sie die grundlegende Existenz der Dinge gefährden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer dem Orden beitritt, dem werden alle Sünden vergeben, folglich rekrutieren sich die Mitglieder zum größten Teil aus jenen, die in ihrem Leben Schlimmes angestellt haben und sich nun doch vor den Konsequenzen fürchten, die das auf ihren Bestimmungsort nach dem Tode haben wird. Vermutlich gibt es noch andere Klöster obwohl es nur dieses eine geben soll, doch ab und an kommen gut ausgebildete Mönche hierher zu Besuch, die niemand genauer kennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Heimat ist unzugänglich und vor den Göttern sicher. Brenell ist ihnen bekannt und soll sterben, jedoch kann man nicht offen gegen ihn vorgehen. Außerdem kommt der Anführer der Xaositekten in Sigil aus dem Dorf, ein weiterer ist bei den Göttermenschen abgetaucht. Fells Tätowierungen nutzen die Mönche, um uns aufzuspüren, wenn man etwas von uns besitzt ist das möglich.&lt;br /&gt;Dann verrät er noch das Versteck eines Bunkers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also ist dieser Orden nichts weiter als eine von irgendeinem Gott angeheuerte Söldnerarmee von Halunken, Mördern und Wahnsinnigen? Mit dem Versprechen von Sündenerlaß kaufen sie sich ihre bedingungslose Loyalität und lassen sie ihren Krieg austragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch warum gegen uns? Wieso gefährden wir die Existenz aller Dinge? Hätten sie uns nicht angegriffen und versucht uns zu töten, hätten wir sie doch in Ruhe gelassen. Fürchten sie nicht das, was wir sind, sondern das, was wir noch werden können? Dieser Gedanke leuchtet mir ein. Wenn immer mehr Wesen wie Brenell diese Welt bevölkerten, wäre das schon eine gewaltige Veränderung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija denkt da wesentlich praktischer. Sie schnappt Ig'nea und bringt sie in den geheimen Bunker, dort erspürt sie, dass tatsächlich zwei fremde Mönche bis hierher gelangt waren. Einen davon hat Luzija auf der Flucht getötet, doch ein anderer ist noch am Leben, kriecht auf allen vieren durchs Gras. Willensstark sind sie, das muß man ihnen lassen. Wieder spielt Ig'nea an seinem Hirn herum, damit er sich nicht selbst umbringen kann, dann bergen wir den Hilflosen und sie kann uns kurz darauf stolz verkünden:&lt;br /&gt;Es gibt zwar kein zweites Kloster, aber in der Nähe des Baumportals gibt es eine Klause mit neun weiteren Mönchen. Sie sind die Schnelleingreiftruppe, bestehend aus den besten aber auch schlimmsten unter ihnen, daher die Isolation. So ganz scheinen die Götter wohl doch nicht auf die Läuterung durch Ablaß zu vertrauen. Jener hier zum Beispiel war ein Massenmörder, und diemal habe noch nicht einmal ich Einwände, als Ig'nea sein Leben beendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoffentlich haben diese Götter gelogen und er kommt für seine Taten in die tiefste Hölle, die er verdient hat.&lt;br /&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-142782567435143088?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/142782567435143088/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=142782567435143088' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/142782567435143088'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/142782567435143088'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/07/der-entfesselte.html' title='Der Entfesselte'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-4848781143108887453</id><published>2007-07-08T22:41:00.000+02:00</published><updated>2007-07-08T22:55:06.204+02:00</updated><title type='text'>Von Gärtnern und Göttern</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Bis zum Einbruch der Dunkelheit fliegt unsere Gruppe über den See, den die Drachkin einst das Auge des Tages nannten. Unser Ziel ist Ychts Garten, nicht so sehr weil wir eine genaue Vorstellung hätten, was wir dort zu erwarten haben, sondern weil uns die Spuren nach dem Baby ausgegangen sind. Mit viel Glück weiß der alte Drache Ycht ja etwas, sein Garten liegt nahe genug am Zentrum der ganzen Geschehnisse, und er wacht eifersüchtig über dessen Unversehrtheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor es völlig finster wird, tanzt Luzija ihren magischen Unterschlupf herbei und dankbar falte ich meine müden Flügel zusammen. Es war ein anstrengender Tag, ich recke und strecke meine Knochen, höre mit halbem Ohr Elidan etwas über seine Bedenken bezüglich Jarvis sagen, die alte Diskussion, da spüre ich plötzlich, wie jemand mich umarmt, sichtbar wird - und Jarvis steht lächelnd in der Hütte!&lt;br /&gt;Wie erwartet spalten sich die Lager: Furgas verläßt augenblicklich den Raum, Elidan sucht nach intriganten Motiven, doch die anderen sehen es gelassener.&lt;br /&gt;Ich verstehe die ganze Unruhe nicht, bei Ig'nea und Sam hatten sie sich auch nicht beschwert, und wir waren sogar noch viel diskreter. Zumindest damit ist es jetzt vorbei, denn nach so langer Trennung muß das Wiedersehen gefeiert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anderntags setzen wir unsere Reise erholt und glücklich fort, und nach zwölf anstrengenden Flugtagen über den See, die Straße am Fluß entlang bis zu dem kleinen Aussichtsturm, von dem aus der Weg zu Ychts Garten abzweigt, erreichen wir endlich die Ausläufer der weitläufigen Anlage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grünfläche soweit das Auge reicht, seltene Pflanzen, Blumen mit herrlich bunter Farbenpracht wachsen hier ungestört - ein wahres Paradies. Es spannt sich sogar ein Stück blauer Himmel über dieses Land und die Sonne scheint! Jetzt erst bemerken wir, dass sich an Furgas' Schulter ein paar goldene Hornschuppen gebildet haben, die im Licht schimmern und Goins Augen zum Funkeln bringen. Ich frage mich, wie weit unser Paladin wirklich von diesem Drachengeist in ihm beherrscht wird, dass er nun sogar schon äußerliche Merkmale zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bald schon nimmt die Natur wieder meine Aufmerksamkeit in Beschlag. Nach zwei Tagen auf der Wiese kommen wir an eine Waldgrenze. Hier wachsen so viele Baumsorten, die ich noch gar nicht kenne, nie allzu viele von einer Sorte aber auch nie einer alleine. Pilze, Moose und Farne bedecken das Unterholz und ich komme mir ein wenig wie in einem verwunschenen Zauberwald vor.&lt;br /&gt;Achtsam nichts zu beschädigen, schweben wir zwischen den Baumstämmen hindurch und gelangen nach weiteren drei Tagen an einer Hütte an, vor der ein älterer, grauhaariger Mann sitzt und uns freundlich begrüßt. Da wir Alceron bereits alles, was wir selbst über Ycht wissen, erzählt haben, macht er gleich einen guten Eindruck und schenkt ihm ein paar Eicheln von seiner Heimatwelt. Wir werden daraufhin zu einer herzhaften Brotzeit eingeladen, alle außer Ig'nea, doch leider interessiert sich Ycht nicht besonders für die Geschehnisse in den Ebenen. Er nennt es alles nur „Abenteurerkram“ und will nichts damit zu tun haben. So alt wie er ist, älter als die Insel im See die er schon sechs Mal in Aktion gesehen hat, gibt ihm das nichts mehr. Er kümmert sich lieber um seine Feenwelt.&lt;br /&gt;Auf einmal kommt eine aufrechtgehende, humanoide Spinne angerannt und setzt sich zu uns. Ycht grüßt das Wesen wie einen alten Bekannten und stellt es als „Ich“ vor. Ein einzigartiges Wesen, weder männlich noch weiblich, aber schon ein wenig furchteinflößend. Seltsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einigen Scheiben Brot lassen wir uns den Weg zu den Orks weisen und brechen auf; Ycht kann oder will sich nicht mit den Problemen der Ebenen beschäftigen und weiß auch nichts über das Baby.&lt;br /&gt;Fünf Tage später haben wir die Waldgrenze vor Ipkunis erreicht, da fällt Luzija plötzlich ein, dass sie Ich schon einmal begegnet ist: Dilus, der Teufel den sie im Grasland unserer Heimat zum ersten Mal sah, hatte genau so eine Spinne verfolgt. Und hatte er über sie nicht sogar wie über eine Person gesprochen, statt über ein Tier? Vielleicht war es ja dasselbe Wesen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machen sofort kehrt und eilen zu Ycht zurück, doch wie befürchtet ist Ich bereits fort. Eine Nachricht zu hinterlassen lohnt nicht, denn er meint, Ich sei eine Art Sinnsat und komme nur alle paar Jahre vorbei, können auch mal hundert werden. Verflixt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unverrichteter Dinge ziehen wir also weiter in Richtung des ehemaligen Ipkunis und stehen drei Wochen später vor einem riesigen Krater: ein graues Loch im Gefüge der Ebene klafft wie eine große Wunde, von unten schweben langsam Erdteile hinauf und füllen die Leere. Was für eine vernichtende Kraft, die den kompletten Teil einer Ebene aus seinem angestammten Platz reißen und woanders hinschleudern konnte. Als ich im brennenden Ipkunis stand, hatte ich mir keine Gedanken gemacht über das, was an seinem alten Platz passiert sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas abseits finden wir tatsächlich die Statue, von der Aldred sprach: ein grobes Gebilde von uns, wie wir damals an der Großen Kanone in Erscheinung getreten waren, mit entstellten Gesichtern voller Fangzähne in aufgerissenen Mäulern und bösen Augen. Scheußlich.&lt;br /&gt;Aber das schlimmste ist der Anblick von Kira und Begor. Nicht, weil sie künstlerisch furchtbar sind, sondern weil jeder, der sie so sehen und nicht selber kennen würde, für die Monster hielte, als die uns die Mönche gern darstellen. Und weil sie mich, trotz ihrer drohenden Gebärden, an meine geliebten Freunde erinnern, die nicht mehr bei uns sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea reißt mich aus meinen traurigen Gedanken. Ich spüre, wie ihr Geist den meinen berührt und mit gefährlich süßer Stimme fragt: Juvanis, wo seid ihr?&lt;br /&gt;Kurz darauf hat sie zu uns gefunden und fällt sofort über Luzija her, was ihr denn einfiele, sie grundlos nach Ipkunis zu schicken um nach irgendwelchen Problemen zu sehen, die es gar nicht gäbe. Luzi weist alle Schuld von sich, doch Ig'nea beharrt darauf, nach unserem Besuch in Tamra von ihr nach Ipkunis gesandt worden zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesen Streit mische ich mich lieber nicht ein sondern mache mich auf die Suche nach den Orks, die hier leben müssen. Irgendwer hat diese Statue schließlich aufgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert auch nicht lange da entdecke ich einen kleinen Trupp, wahrscheinlich Jäger auf der Suche nach Essbarem. Als sie mich erblicken weicht jede Farbe aus ihren dunklen Gesichtern, sie werfen sich bäuchlings in den Dreck und kauern zitternd und wimmernd vor mir. Ist mir beinahe ein wenig peinlich.&lt;br /&gt;Mein Adler lockt schließlich die anderen herbei, und ich befehle einer der Flundern, uns in ihr Dorf zu bringen. Sofort springen sie auf und rasen wie vom Teufel gehetzt davon. Luzija genießt ihre Rolle als gefürchtete Göttin offensichtlich, mir bereitet sie Unbehagen. Ich will nicht mit Furcht und Unterdrückung in Verbindung gebracht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit später erreichen wir ihre Siedlung. Ein hochgefaßter Begriff, sie haben ein paar Zelte und Decken über Bodenlöcher gespannt, einige Herdfeuer brennen. Die Orks brüllen etwas in ihrer Sprache, und wo wir auch hinschauen lassen sie stehen was immer sie auch gerade taten und werfen sich mit dem Gesicht voran zu Boden, nackte Angst liegt in der Luft.&lt;br /&gt;Unsere Führer bringen uns in einen weitläufigen, unterirdischen Bereich, hier also haben sie ihre ganze Arbeitskraft investiert. Kein Wunder, dass oben alles so behelfsmäßig aussieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Stunde kommen wir am Ende eines Ganges im Ritualraum an: Ein grober Altar, noch mehr Statuen von uns, diesmal einzeln und offenbar mit Zuordnungen, an allem klebt Blut und es stinkt wie im Schlachthaus. Der anwesende Schamane wirft sich ebenfalls vor uns in den Staub, doch er hat seine Stimme nicht verloren. Zitternd und devot bittet er uns um den Grund unseres hohen Besuches, den sie doch gar nicht verdienten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Naja, da hat er Recht, allerdings aus anderen Gründen als er denkt. Ich überlege mir schnell einen Plan, dann gebiete ich mit all meiner Überzeugungskraft, dass wir, ihre Götter, beschlossen hätten, dieses Gebiet zum Zentrum unserer Macht zu machen und da wir sie in die Freiheit geführt hätten, müßten sie nun diesen Ort auf Gedeih und Verderb bis zum letzten Ork verteidigen.&lt;br /&gt;Es scheint, als wäre das genau in seinem Sinne, ich will mich schon zufrieden abwenden, da beschwert sich Ig'nea, dass sie keine Statue von sich sähe. Verzweifelt werfe ich ihr einen Blick zu, doch sie ignoriert mich. Wie sollte sie auch eine haben, sie war ja damals nicht dabei als wir die Große Kanone abfeuerten und das Unglück seinen Lauf nahm.&lt;br /&gt;Der Schamane rutscht auf den Knien herum und bittet um Vergebung, wenn sie zum Pantheon gehöre, würde sie selbstverständlich sofort eine Statue vom besten Bildhauer bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werfe einen Seitenblick auf meine Statue. Hauer wie ein wilder Eber, den Arm mit einer Keule zum Schlag erhoben, völlig überproportionierte .... also wenn das die Arbeit ihres besten Bildhauers ist, bedaure ich Ig'nea schon jetzt.&lt;br /&gt;Doch sie ist ab heute die glückliche neue Patronin des Herdfeuers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann meint auch noch Furgas, er kenne sich mit den Riten solcher Barbaren aus und zertrümmert als erstes mal den Altar. Die Augen des Schamanen werden weit, jedoch nicht annähernd so weit wie meine. Ist er noch ganz dicht? Es lief so gut bis eben!&lt;br /&gt;Wenigstens kann er sich irgendwie herausreden, indem er mehr Schädel und noch mehr Ekelhaftes darin verlangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich gelingt es mir, die anderen aus dem Ritualraum zurück in die Gänge zu manövrieren, doch der Schamane klebt an meinen Füßen wie eine Klette. In gebührendem Abstand und auf allen Vieren, aber unnachgiebig. Wäre ich nur halb so gemeingefährlich wie es mein Bildnis vermuten läßt, wäre er jetzt nur noch ein Häufchen Asche.&lt;br /&gt;Aber so steigen wir schicksalsergeben im Schneckentempo wieder ans Tageslicht und ringen uns ein paar epische Geschichten für ihre Erzähler ab. Von wegen die Unbarmherzigen, Freien, von den anderen Göttern gehaßt, gefürchtet und gejagt, dennoch immer siegreich und so weiter. Der Schamane saugt unsere Worte auf wie ein trockener Schwamm die Regentropfen. Hoffentlich sind ihre Geschichtenerzähler besser als ihre Bildhauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oben angekommen liegt die Gemeinde noch immer im Dreck. Luzija möchte auch einen Beitrag leisten und läßt einen gewaltigen Meteor vom Himmel stürzen, der eine Schneise der Vernichtung im Grasland neben der Siedlung hinterläßt. Dort, so verkündet sie, sollen die Orks ihr Dorf erweitern.&lt;br /&gt;Tatsächlich haben einige der Orks es gewagt, beim Aufprall des Meteors den Kopf zu heben und Elidan fühlt sich bemüßigt, einen von ihnen effektvoll zu peinigen. Auch Luzija will in guter orkischer Manier ein Exempel statuieren, doch leider geht diesmal ihr Gehüpfe buchstäblich nach hinten los und der Blitz, der aus ihren Klauen fährt, trifft sie selbst. Geistesgegenwärtig packe ich sie und tue so, als ob ich ihr das zugefügt hätte, während ich laut verkünde, dies sei die Strafe, die ich einer Göttin zufüge - wieviel gewaltiger würde da die Strafe für einen neugierigen Ork ausfallen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat gesessen, von nun an schnüffeln alle intensiv an den Regenwürmern und wir können nach einer letzten Ermahnung des Schamanen einen würdevollen Abflug machen. Natürlich läßt es Luzijas gekränkte Seele nicht zu, zu gehen ohne einen Ork aufgelöst zu haben. Diese sadistische Ader ist einfach nicht aus ihrem Blut zu bekommen, denke ich mir kopfschüttelnd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wir waren erfolgreich. Ohne Gesichtsverlust auf unserer Seite und mit nur minimalen Verlusten bei den Orks, insbesondere im Vergleich zu den Besuchen die sie sonst von ihren Göttern erhalten, haben wir sichergestellt, dass die chaotische Tendenz im Bereich des ehemaligen Ipkunis erhalten bleibt.&lt;br /&gt;Ob es allerdings ausreicht, das wird die Zeit zeigen müssen.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-4848781143108887453?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/4848781143108887453/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=4848781143108887453' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/4848781143108887453'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/4848781143108887453'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/07/von-grtnern-und-gttern.html' title='Von Gärtnern und Göttern'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-2863504565059159078</id><published>2007-07-08T19:19:00.000+02:00</published><updated>2007-07-08T19:34:24.436+02:00</updated><title type='text'>Widerstandskämpfer</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Unter uns fliegt eine vom Krieg gezeichnete Landschaft dahin. Kein Baum hat dem rücksichtslosen Vormarsch der Baatezu standhalten können, und von einem niedergetrampelten, von Holzspäne übersäten Feld sehen wir tiefe Radspuren gen Tamra führen. Sie haben schweres Geschütz aufgefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade als wir auf der Suche nach einem Platz für unser Nachtlager sind, entdecken wir plötzlich unterhalb der Böschung einen einsamen Fremden. Als wir uns ihm in schnellem Flug nähern, zieht er seinen Bogen, doch dann siegt Vernunft über Tollkühnheit. Er scheint auch ansonsten ein recht angenehmer Bursche zu sein, wenn auch ziemlich planlos. Sein Name ist Alceron, und er stammt von derselben Materierwelt wie Goin.&lt;br /&gt;Doch dann trifft uns fast der Schlag: Alceron ist nicht etwa aus Versehen durch ein Portal gestolpert und hier gelandet - Brenell hat ihn hergebracht! Sofort untersucht Goin diesen neuen Sachverhalt und kann tatsächlich bestätigen, dass Alceron von Brenell als unfreiwilliger Spion mißbraucht wird, sogar seinen Aufenthaltsort kann er erkennen. Furgas und Detritor stürmen los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was bringt es uns, ihn aufzusuchen? Wir wissen doch längst, dass Brenell nicht frei mit uns sprechen kann. Alles, was wir je an Hinweisen von ihm bekamen waren Brotkrumen, die erst um unzählige Ecken zum eigentlichen Ziel führten, da alles Direktere von den Verträgen unterbunden wurde. Was sollte also eine Konfrontation bringen?&lt;br /&gt;Luzijas Idee finde ich viel besser: wohlwissend, dass Brenell jedes Wort mitbekommt, erzählt sie ihm die Legende von Orth und läßt ihn dadurch wissen, was wir bereits herausgefunden haben und dass wir, die Kinder des Dorfes, zusammenhalten und ihm helfen werden. Auch für die Waffen bedankt sie sich. Alceron ist völlig verdattert, warum wir ihm solche seltsamen Dinge erzählen, doch da hat Elidan schon Brenells Zauber gebannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas und Detritor kehren zurück. Wie erwartet hat Brenell ihnen nichts verraten, doch allein dass die beiden lebendig vom Konzept des Todes zurückgekehrt sind, sagt schon genug über sein Wohlwollen aus. Nur einen schwarzen Wurfstern hat er nach Furgas geworfen und damit seine Rüstung beschädigt. Auch dieses kleine Biest ist aus des Zwergen Schmiede, der kaltgeschmiedetes Adamant herstellen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann folgt der Auftakt für einen der verrücktesten Abende, den wir seit langem hatten. Und das will etwas heißen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als hätten wir ihn beschworen, sehen wir nämlich wirklich einen Zwerg herannahen. Wo kommt der auf einmal her? Für einen Zwerg ist er ein wahrer Hüne, schwer gerüstet und mit dem Zeichen des Zwergenvaters Moradin auf dem Schild. Ohne uns andere auch nur eines Blickes zu würdigen, tritt er auf Goin zu und spricht mit ihm in einer eigenartigen, harten Sprache. Detritors Schwert an seinem Hals beachtet er noch nicht einmal, sondern dreht sich nach den wenigen Worten um und verschwindet wieder. Was war denn das? Doch Goin schweigt und läßt sich nicht abringen, was der Fremde wollte. Woher kannte er ihn überhaupt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alceron, dem wir in kurzen Sätzen etwas mehr über Brenell erzählen ohne dabei Kopfschmerzen zu riskieren, erkennt offenbar sein Glück und beschließt, uns Treue zu schwören. Ein seltsames Gefühl, ein wenig erinnert es mich an die Menschen von Ipkunis, ihre Sehnsucht nach einem Anführer. Doch er macht einen ehrlichen Eindruck, und er mag Tiere, das gefällt mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während mein Adler einen Kreis über Tamra fliegt, gehe ich auf Jagd nach unserem Abendessen. Ein großer Feuerkäfer läuft mir vor den Bogen, und mit Ig'neas Hilfe garen wir ihn zu einem annehmbaren Braten.&lt;br /&gt;Beim Essen in Luzijas magischer Hütte erzählt Alceron mehr über die Umstände, die zu seiner Ankunft auf den Ebenen geführt haben: Offenbar hat Brenell auf seiner Heimatwelt für einige Unruhen bei den dortigen Drow gesorgt, indem er eine ihrer Mutter Oberinnen getötet hat. Zuerst erscheint es uns unlogisch, warum Brenell seinem eigenen Volk schaden würde, doch dann folgert Luzija, dass es ein Auftragsmord war und dass durch diese Tat den Feinden der Baatezu, den Tanar'ri, Schaden zugefügt werden sollte. Die höchste Gottheit der Drow ist nämlich Lolth, die Spinnenkönigin aus dem Abyss, und was ihrer Anhängerschaft in der Prime schadet, wirkt sich auch direkt auf sie aus.&lt;br /&gt;Alceron hatte den Problemen auf den Grund gehen wollen und war auf Brenell gestoßen, der hatte ihn kurzerhand mit hierhergenommen. Einen seltsamen Humor hat der. Nur gut, dass er auf uns getroffen ist und nicht auf die Armeen vor Tamra.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas zieht mich am Ärmel und bittet mich auf ein Wort nach draußen.&lt;br /&gt;Endlich können wir ein klärendes Gespräch führen und die Probleme zwischen uns aus der Welt schaffen, ich hatte schon beinahe geglaubt, von dem lustigen und vergebenden Furgas sei nichts mehr übrig geblieben. Es tut gut, wieder mit ihm reden zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklich klettere ich in die Hütte und mache es mir auf meinem Bett bequem, da schlüpft plötzlich Ig'nea zu mir und fängt erst an, mich zu umarmen, dann Löcher ins Laken zu brennen. Ist sie denn völlig von Sinnen?&lt;br /&gt;Auch Luzija und Goin streiten sich, sie redet irgendetwas von einem schwarzen Tentakel auf seinem Kopf, doch ich kann nichts entdecken. Haben sie etwa Alcerons Pfeifenkraut nicht vertragen oder was ist hier los?&lt;br /&gt;Bevor Ig'nea meine Flügel ansengen kann, räume ich widerwillig mein Bett und versuche in der engen Hütte zu einem anderen Schlafplatz zu kommen, ohne von der aufgeregten Luzi umgerempelt zu werden. Doch da schnappt sie sich plötzlich Goin und beginnt eine wilde Knutscherei, sie reißen sich die Kleider vom Leib und ich weiß gar nicht, in welchem verrückten Traum ich mich gerade befinde. Dann fliegen die beiden Wildgewordenen in den schwarzen Nachthimmel und in der Hütte kehrt endlich Ruhe ein. Naja, abgesehen von Schreien, Stöhnen und anderen Geräuschen, die die beiden stundenlang produzieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe noch lange völlig verdattert in der Hütte, ebenso wie Detritor. Ig'nea hat uns den Rücken zugedreht und scheint zu schlafen, als ob alles völlig normal wäre. Elidan, Furgas und Alceron hatten ja bereits das Feld geräumt. Schließlich lege auch ich mich kopfschüttelnd zu Bett. Was ist bloß los mit meinen Freunden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich spät am nächsten Morgen erwache, blicke ich direkt in Goins Gesicht. Übelkeit durchfährt mich wie ein Blitz, noch nie war mir bewußt wie abgrundtief häßlich Goin ist. Das ist schon fast nicht mehr möglich, als Sterblicher so abstoßend und ... doch Moment... irre ich mich? Auf einmal glätten sich seine Konturen vor meinen Augen und er sieht wieder ganz normal aus, wie sonst auch. Ich reibe mir die Augen. Nichts. Habe ich noch geträumt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch den anderen geht es genauso. Auch sie sind erst von Goin angeekelt, doch dann ist das Gefühl fort. Langsam beschleicht mich der Verdacht, dass es etwas mit dem Buch des Wahnsinns zu tun haben könnte, das er zu lesen begonnen hat. Doch warum sind wir dann betroffen, und nicht er? Wobei, sein Verhalten gestern könnte man durchaus als krank bezeichnen. Wir werden ein Auge auf ihn haben müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sitzen gerade beim Frühstück zusammen, da kehrt Furgas zurück. Er war in Tamra und bringt einen ersten Lagebericht: magische Sperrfeuer der Belagerer, die aber dank Dorn kein Problem für ihn waren, die Verteidigungsmauer Tamras hält noch, ein paar schwarz-purpur gekleidete Tote in den Straßen. Und genau wie wir es nach unserem Besuch in Kront vermutet hatten: erneut kämpft eine kleine Schar Verzweifelter um die Rettung Tamras. Einer von ihnen ist Chronos, er erwarte uns bereits. Er hat also tatsächlich überlebt! Endlich einmal gute Neuigkeiten. Vielleicht erfahren wir von ihm mehr über das Baby und die Maschine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Chronos uns geraten hat, fliegen wir tief, schnell und unsichtbar über die Seeseite nach Tamra ein. Ich halte mich an Detritors Schultern fest und lasse mir den Wind um die Nase peitschen, das Wasser unter uns ist schwarz und undurchdringlich.&lt;br /&gt;Plötzlich schießt etwas Großes, Monströses durch die Oberfläche und ich sehe nur noch ein riesiges Maul, das mich und Detritor wie Fliegen aus der Luft pflückt. Feuchte Dunkelheit umfängt uns, es stinkt entsetzlich nach faulendem Fisch und Galle. Bevor das Vieh uns tiefer verschlingen kann, rammt Detritor ihm seinen Klingenhandschuh in den Rachen, ich versuche es dazu zu bringen uns auszuspucken.&lt;br /&gt;Auch wenn es nur wenige Sekunden gedauert hat, die Zeit im Schlund dieses Riesenfisches kam mir im Nachhinein wie eine Ewigkeit vor. Gegen die geballte Entschlossenheit unserer Gruppe hat das Biest keine Chance, und nach einem kurzen aber heftigen Kampf schneidet uns Detritor schließlich einen Weg aus dem erdrückenden Rachen und wir tauchen prustend auf. Gott, stinkt das widerlich. Vorerst mag ich keinen Fisch mehr sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas hievt mich und meine triefnassen Flügel aus dem Wasser und wir fliegen weiter gen Tamra. Goin ist schon vorausgeflogen, als ob ihn unser Kampf ums Überleben überhaupt nicht gekümmert hätte. Jedenfalls ist er nirgends zu sehen.&lt;br /&gt;Offenbar gilt das jedoch nicht für uns, denn kaum kommen wir in Sichtweite der Stadtmauer, fliegen uns plötzlich Feuerbälle entgegen! Da ich in Furgas' Windschatten hänge, bekomme ich fast nichts ab, und einen Moment lang bin ich erleichtert. Doch dann erkenne ich den Preis für meine Rettung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der noch immer glänzenden Rüstung - steckt nur noch ein lebloser, verkohlter Körper!&lt;br /&gt;Rot. Feuer in meinem Herzen. Voller Zorn und Schmerz brülle ich auf und presse meinen toten Freund an mich, bevor seine rauchende Leiche in die Tiefe fallen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben mir stürzt sich Elidan ins Wasser, doch ich beachte es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija beginnt, frenetisch herumzuwirbeln und zu schreien, doch ich beachte es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten Feuerbälle rasen heran, doch ich beachte weder sie, noch die Tatsache, dass sie sich kurz vor uns in Luft auflösen. Starr vor Schrecken stiere ich auf meinen toten Kameraden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da berührt mich plötzlich Alceron sanft am Arm, nimmt mir wortlos Furgas' Körper ab und schwebt in Richtung Stadtmauer. Wie betäubt folge ich ihm, die anderen tun es gleich, selbst Elidan ist wieder da. Weitere Feuerbälle werden auf uns abgeschossen, doch sie verpuffen allesamt. Nein, nein, das kann nicht wahr sein - und doch sehe ich die Leiche über Alcerons Schultern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jenseits der Stadtmauer erwartet uns Goin in Begleitung einer grüngeschuppten, vier Meter hohen Gestalt. Er stellt sich als Hitlum vor, eindeutig eines der Drachenwesen aus Kront. Im Eiltempo treibt er uns durch die ganze Stadt, ich folge wie in Trance. Klammere mich an die Hoffnung, dass wir das Geschehene vielleicht irgendwie rückgängig machen können. Spüre eine Phiole in meiner Tasche, doch für solche Heilung ist es längst zu spät, und meine eigenen Verletzungen spüre ich im Moment gar nicht.&lt;br /&gt;Sagte nicht Luzija damals, wir könnten nach dem Ritual nicht mehr so sterben wie andere? Wenn ich nur wüßte, was sie damit gemeint hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich gelangen wir zu einer Tür, auf Hitlums Klopfen öffnen einige bewaffnete Drachkin und lassen uns durch. Ein schier endloser Gang mit leichtem Gefälle bringt uns zu einer Falltür, ohne Zögern springe ich hinter Hitlum hindurch. Was macht es schon für einen Unterschied wie tief es hinab reicht.&lt;br /&gt;Unten stehe ich auf einer Insel aus hellen Fliesen. Ansonsten umgibt mich Schwärze, doch ich sehe weitere Inseln. In der Ferne strahlt ein Leuchten. Was für ein interessanter Ort, fährt es mir durch den Kopf und einen Moment lang schäme ich mich für meine wiedererwachte Neugier. Doch den Sinnsaten in sich abzuschalten fällt mittlerweile schwer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir folgen Hitlum im Zickzackkurs, mal bergauf, mal bergab, immer näher an das Licht heran. Je näher wir ihm kommen, umso stärker fühle ich mich an die Maschine erinnert, die in Ipkunis den Energieschild aufrecht erhielt. Ob es dasselbe Prinzip ist, das hier die Mauer Tamras aufrecht erhält? Vermutlich schon, ein Blick auf Luzija verrät mir, dass sie denselben Gedanken hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der letzten Flieseninsel liegen eine Drachenwesen und dösen vor sich hin. Unter ihnen befindet sich auch Chronos, seine eindrucksvolle, massige Gestalt ist nicht zu übersehen. Doch nicht nur er ist hier - auch Aldred und die beiden anderen Mitstreiter sind bei der Gruppe! Als Aldred uns erblickt, kommt er zu uns und umarmt uns herzlich, ich bin ein wenig überrascht denn Ig'nea hatte ihn doch sterben sehen. Doch er winkt nur ab und bedeutet einem der Drachen, etwas für Furgas zu tun, den Alceron gerade ächzend abgelegt hat. Der wirkt einen Zauber auf sich, schreitet durch das helle Lichtfeld der Maschine und öffnet eine Kiste, die dort neben einigen anderen steht, kehrt kurz darauf mit einem weißen Stab zurück, murmelt etwas und berührt den verkohlten Leichnam leicht mit dem Stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Lichteffekt, keine sonderbare Wandlung oder ein singender Chor - einfach so, von jetzt auf gleich, liegt plötzlich Furgas wieder vor unseren Augen, quicklebendig und unversehrt! Welche Wunder diese Ebenen doch zu bieten haben.&lt;br /&gt;Noch ein wenig mitgenommen ist unser Freund, doch es ist ja genug Zeit zum Verschnaufen, denn Aldred hat verständlicherweise viele Fragen an uns. Während der fremde Drachkin sich um unsere Brandwunden kümmert, berichten wir so kurz aber umfassend wie möglich über unsere Erlebnisse:&lt;br /&gt;Brenells Trick und den Verlust des Babys in Ipkunis, den Mord an Aldor Tatz und den daraufhin folgenden Sturz in den Abyss, die Rettung der Stadt und ihren Aufstieg nach Arborea, Brenells Zauber am Altar des Bären in Irkbaz und unser Wissen über die Insel im See.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser langen Geschichte, die sich Aldred geduldig und ohne Zwischenfragen anhört, ist er einen Moment lang sehr nachdenklich. Kein Wunder, wir erzählen hier über Dinge, von denen die meisten Menschen nie gehört haben und glücklich sein können, wenn sie nie im Leben davon erfahren. Dann will er noch einmal genau wissen, wie die Sache mit der Übergabe an den Spruchesser fehlschlug, denn es war ja unsere Aufgabe, genau das zu verhindern, und dass Brenell das Baby doch bekommen hat, sei sehr schlecht. Dass er das Ritual der Bindung durchgeführt hätte, sei  noch viel schlimmer, und wahrscheinlich hat er mittlerweile alle nötigen Rituale vollzogen und damit das Kind geprägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich erfahren wir mehr über das Bündel, das Draka so lange gefahrvoll mit sich herumgetragen hat: es ist tatsächlich der Schlüssel für die magische Maschine auf der Insel, allerdings im übertragenen Sinne: Wenn es erst herangewachsen ist, wird es derjenige sein, der die Maschine verstehen und richtig bedienen können wird. Wer das Kind auf seine Seite gezogen hat, gewinnt damit also die Kontrolle über eines der mächtigsten Konstrukte der bekannten Welt, ein lohnendes Ziel für die Dunklen Acht. Und vielleicht auch für Brenell persönlich?&lt;br /&gt;Mit dem Ritual in Irkbaz wurde die Stärke des Bären in das Kind gebannt, und da wir durch den Fehler beim Teleportieren damals zehn Jahre verloren haben, hatte Brenell genug Zeit, auch die übrigen Rituale durchzuführen. Ist das Kind überhaupt noch zu retten? Wie sieht es mittlerweile aus? Während seiner Zeit bei uns war es nicht merklich gewachsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Drachenwesen kommen von oben herunter und schleppen ein paar der schwarz-purpur gekleideten Toten über den Schultern, werfen ihre Leichen in das weiße Leuchten der Maschine und für einen Moment lang flammt sie noch heller auf. Ja, eindeutig dieselbe Machart wie in Ipkunis, genauso frevelhaft.&lt;br /&gt;Einer von ihnen tippt mich auf dem Weg zurück hinauf an und bedeutet mir zu folgen. Die anderen besprechen gerade die Möglichkeiten, das Kind aufzuspüren, und da ich nach zehn Jahren mit Spurenlesen keine große Hilfe und damit abkömmlich sein dürfte, folge ich ihnen. Oben erwartet mich eine Überraschung: Jarvis ist hier! Er wird von ein paar Drachen eher gelangweilt bewacht, sie scheinen ebenso zu wissen wie ich, dass er nicht hier ist um Streit mit ihnen anzufangen. Er hat sich Sorgen um mich gemacht, nachdem wir draußen in das Feuer der Baatezu geraten waren und so lange ohne ein Lebenszeichen hier unten ausharrten.&lt;br /&gt;Zum zweiten Mal an diesem Tag spüre ich Feuer in meinem Herzen, doch dieses hier knistert wohlig warm und angenehm wie ein Kaminfeuer, nicht wie die sengende Glut meines Zorns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabschieden uns zärtlich und sie lassen ihn laufen, dann kehre ich zu den anderen zurück, immer bedacht, den Schritten des Drachenwesens vor mir zu folgen. Wer weiß, was in der Dunkelheit zwischen den Flieseninseln lauert, wenn man vom rechten Weg abkommt - der leider unsichtbar ist.&lt;br /&gt;Aldred erzählt gerade etwas über die Orks, die sich an der Stelle wo einst Ipkunis war, niedergelassen haben: sie würden, da sie von Natur aus dem Chaos nahständen, recht gut an diesen Ort passen, und offenbar beten sie uns als ihre Götter an! Sie haben sogar Statuen von uns errichtet. Spontan fallen uns da nur die Orks aus den Beastlands ein, deren Anführer wir aus Versehen ins Verderben gestürtzt hatten. Eigentlich hatten ja die Zwerge den übermächtigen Ogermagus erledigt, doch das schienen die Orks nicht bemerkt zu haben. Ein wenig einfältig, dieses Volk. Alceron scheint sie gar nicht leiden zu können, jedenfalls macht er ein Gesicht als stecke er gerade im Rachen eines riesigen, stinkenden Fisches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf unser Drängen hin holt Aldred schließlich etwas weiter aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher gab es hier in Quesre nur Inseln, keine Städte, doch dann kamen die drei Gründer (einer von ihnen war Tatz Driz Torl) und stabilisierten das Gebiet durch die Triade: Ipkunis, Tamra und Man's End. Der große See war damals noch vollkommen hellblau und wurde „das Auge des Tages“ genannt - also davon war in diesem seltsamen Vers die Rede!&lt;br /&gt;Doch dann kamen die Scheusale und töteten den Wächter der Insel, Tatz Driz Torl genannt Einauge, und der See verfärbte sich schwarz. Kein Wunder, dass das den Wasserlebewesen nicht gefiel und auf lange Sicht schwer geschadet hat, denke ich bei mir.&lt;br /&gt;Um die Schwärze zu vertreiben, müßten wir alle Portale in die Unteren Ebenen schließen und die Baatezu vertreiben - doch dazu brauchen wir unbedingt das Kind, daher wird es unsere Aufgabe sein, es zu finden. Und zwar schnell, denn der Kampf dauert nun schon zehn lange Jahre an.&lt;br /&gt;Leider kann uns Aldred keinen Hinweis geben, wo wir mit der Suche beginnen sollen. Wie auch, war er doch die letzten Jahr hier beschäftigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn wir versagen, fällt die Insel in die Hand der Baatezu. Man's End ist die letzte Stadt der Triade, die noch unbehelligt scheint. Sie ist der geplante Anker für Quesre: die Baatezu bräuchten nur die gütige, rechtschaffene Hand der Lady Esalis zu korrumpieren und schon wäre die Richtung vorgegeben: in die Neun Höllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Auftrag ist klar, doch bevor wir gehen müssen wir noch unsere Neugier stillen, Aldred ist schließlich auch schon viel herum gekommen und scheint einiges zu wissen. Selbst der Name Ryleh sagte ihm etwas, und das ist erstaunlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erzählen von den Mönchen, die uns verfolgen. Er kennt den Orden zwar, auch ihren Stützpunkt in den Außenländern, doch hält er sie für friedfertige Seelen, die nie jemandem etwas tun würden. Für seinesgleichen mag das sogar gelten.&lt;br /&gt;Dann bitten wir ihn, ein paar Dinge aufzuzählen, die die Götter selbst entzürnen würden: wenn Mechanus stillstünde, wenn der Blutkrieg beendet würde, wenn jemand eine Pforte ins Traumherz oder in die Fernen Reiche öffnete und dergleichen. Insgeheim ertappe ich mich dabei, wie ich im Gedenken an unsere vergangenen Taten abschätze, was davon wir wohl als erstes tun werden, unfreiwillig oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas, der sich mittlerweile wieder erholt und einen Spaziergang durch die Schildmaschine gemacht hat (ich fühle mich so erinnert an eine Begebenheit, bei der er meinte, unbedingt seinen Finger in einen Ebenenriß stecken zu müssen - manche Dinge ändern sich einfach nie) zeigt Dorn herum und erntet maßlose Bewunderung von den hiesigen Schmieden, sie bieten ihm Unsummen doch er lehnt dankend ab.&lt;br /&gt;Auch Goin wird genauer unter die Lupe genommen, und Furgas mit seinem goldenen Drachenzweitgesicht, doch außer dass es komisch sei, bewerkstelligen die Magier nichts.&lt;br /&gt;Wir erfahren von einem Grubenfürsten namens Ertu, der im Clinch mit Lolth liegen soll und beschließen, dass das ein guter Grund für den Mordauftrag an der Mutter Oberin sein könnte, damit ist also auch Alcerons offizielle Aufgabe abgeschlossen. Ich bin gespannt, was er mit so viel neuer Freiheit anfangen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt fragen wir noch nach Ychts Garten, da er hier in der Nähe liegt, wollen wir ihm einen Besuch abstatten. Aldred sagt, dort lebe ein uralter Drache, der das Leben hege und in Bahnen lenke.&lt;br /&gt;Bevor er uns schließlich ziehen läßt meint er fast beiläufig, dass er sich wundere, warum Brenell ihn und die seinen damals in Irkbaz nicht endgültig vernichtete, es hätte in seiner Macht gelegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach draußen stiehlt sich ein feines Lächeln auf meine Lippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brenell, du ausgefuchster Brotkrumenstreuer.&lt;br /&gt;Du hast geahnt, dass wir früher oder später hier auftauchen und so an Informationen gelangen würden.&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-2863504565059159078?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/2863504565059159078/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=2863504565059159078' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/2863504565059159078'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/2863504565059159078'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/07/widerstandskmpfer.html' title='Widerstandskämpfer'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-3597513141953024901</id><published>2007-06-22T22:40:00.000+02:00</published><updated>2007-06-22T23:27:36.772+02:00</updated><title type='text'>Hellblaue Augen</title><content type='html'>&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Man’s End.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Paradies der wohlverdienten alten Recken, Erholungsort der Gepeinigten und Müden. Und wie müde wir sind. Die beschwerliche Reise nach Kront liegt hinter uns und hat uns neue Rätsel aufgetragen, an denen wir zu nagen haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Beim Frühstück im "Lachenden Halbling" beraten wir, was zu tun ist. Ig’nea hat sich Gedanken über das Ritual gemacht, sie möchte es nun doch wagen. Die Vorteile überwiegen eben deutlich die Nachteile, meint sie; Luzija hat sicher alle Register gezogen. Wir reisen also nach Ipkunis, Furgas über das öffentliche Portal, wir anderen mit Elidans Zauber. So langsam finde ich beinahe schon Gefallen an diesem Ziehen im Körper, wenn wir über die Astralebene geschleudert werden von hier nach da. Es ist ein Vorbote, ein gespanntes Kribbeln überall in Erwartung des Neuen und Unbekannten, das vor mir liegen wir&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;d.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert zwei Tage, bis wir wegen der Abweichung nach Ipkunis gelangen, wo Furgas bereits mit einem neuen Schild, den er in Sigil erstanden hat, auf uns wartet. Ig’nea verschwindet in Luzijas Folterkammer und wird acht Tage lang nicht wieder herauskommen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir anderen nutzen die Zeit, um in unserer Stadt nach dem Rechten zu schauen und uns schließlich im Weißen Turm zusammenzusetzen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;Detritor hat sich wohnlich eingerichtet, für seine Begriffe. Er sieht schlecht aus, bleich und verkatert, das Zimmer ist unordentlich und ranzig. Dieser alte Schlucker, es wird Zeit dass er wieder auf Reisen geht, Sesshaftigkeit tut ihm nicht gut. Den Rausch kann ich schnell vertreiben, doch sein gräßlicher Totenkopfschmuck schmerzt dabei. Richtig, darüber wollten wir ja auch noch rede&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;n.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Detritor ziert sich. Den Großteil unserer Zeit in Ipkunis verbringen wir damit, ihm nach und nach Informationen zu entlocken. Zwischendurch schauen wir bei Luzija vorbei, sie sagt Ig’nea wehrt sich geistig gegen das Ritual, und das verlängert die Sac&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;he.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich verrät Detritor, dass er bei unserer ersten Überfahrt von Tamra mit Draka allein auf der Insel war. Sie trafen dort auf Brenell, der an der seltsamen Maschine hantierte und sie aufforderte, eine Säule zu versetzen, als Gegenleistung bot er ihnen eine wertvolle Perle. Ich dachte, nur Goin wäre so goldversessen, doch sie stimmten zu.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Als sie es taten, trennte sich plötzlich ihr Geist von ihrem Körper! Sie standen buchstäblich neben sich und mussten, zur Tatenlosigkeit verdammt, zusehen, wie ihre Körper mit unserer Gruppe weiterzogen. Später landeten ihre Seelen in den Gestalten des vernarbten Kriegers und des alten Heilers, und um wieder aus der fremden Hülle in ihre eigenen Körper zu gelangen, mussten sie sich töten lassen - von sich selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Fast kann ich verstehen, warum Detritor uns diese verrückte Geschichte damals nicht erzählen wollte. Es klingt beinahe wie ein Märchen, doch wenn man bedenkt was wir schon alles erlebt haben, ist das noch gar nichts. Wer schon mit einer ganzen Stadt von einer Ebene zur anderen gesprungen ist, lässt sich so schnell durch nichts mehr erschüttern&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erzählt weiter, dass er sich das Tattoo in der Nacht in Irkbaz selbst angetan hat, da war er wie von Sinnen. Wenn er sich gegen dessen Macht wehrt, fügt es ihm Schaden zu, und obwohl er manchmal das Gefühl hat, dass es zu seiner Natur gehört, hat er sich doch gegen den Weg des Mals entschieden&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich mit Furgas meine Tiere abholen gehe, verhört Goin unseren Freund weiter, ganz nett und liebevoll natürlich. Im Reden und Überreden ist er ein echter Künstler, da stören wir nur&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir Stunden später zurückkehren, hat er ihn tatsächlich weich bekommen und Detritor erzählt uns von seinem Traum&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er kämpft einen aussichtslosen Kampf gegen Brenell, der so viel schmächtiger wirkt als unser kräftiger Detritor, doch am Ende wird er von seinem Schwert niedergestreckt&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann sieht er sich selbst mit nacktem Oberkörper, singend und mit einem Totenschädel in den Händen. Als er ihn vor seine Brust hält, wird er von seinem Körper absorbier&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;t.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wandelt durch einen finsteren Gang. Am Ende ist helles Licht, wie eine sich öffnende Tür, und dahinter sieht er, glasklar und in allen Einzelheiten, Drakas Gesicht&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Orks. Überall. Er kämpft gegen sie, wird gefangengenommen und gefoltert, doch es macht ihm überhaupt nichts aus. Der Folterknecht verzweifelt schier, egal was er tut, Detritor lacht ihn nur aus und bleibt unverletzt. Doch als er einen von ihnen in die Finger bekommt, knickt er dessen Knochen wie ein dürres Ästchen. Lacht&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann sieht er sich selbst, wie er axtschwingend seine Feinde vor sich hertreibt, die in Panik vor ihm flüchten&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als letztes sitzt er in einem Schaukelstuhl auf der Veranda eines hübschen Häuschens mit Garten, im Spiegel an der Wand sieht er Jahreszeiten kommen und gehen, die Zeit verfliegt, doch er altert nicht um eine Sekunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Was für ein merkwürdiger Traum.&lt;br /&gt;O&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;b es sich dabei um ein Versprechen handelt? Um eine Verführung, ein Angebot? Vielleicht erzählt dieser Traum von Detritors möglicher Zukunft, wenn er die Macht des Mals annimmt. Doch kann man dem vertrauen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brenell scheint es getan zu haben, denn wenn unsere Nachforschungen stimmen, ist er viele tausend Jahre alt und dennoch jung wie ehedem&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas meint plötzlich, er würde gern etwas testen - und rammt Detritor einen Klingenhandschuh in den Arm! Ist er noch zu retten?! Wie zu erwarten folgt ein Echo von Detritor, der nun seinerseits die Faust in Furgas’ Gesicht versenkt. Bevor die Sache in eine Prügelei ausarten kann, ziehe ich die beiden auseinander und Elidan kümmert sich um Detritors Wunde, jetzt fällt es unserem Paladin ein zu erklären, was es mit dieser Aktion auf sich hatte: er wollte klären, ob die Wunde schneller geheilt wäre als üblich. Jetzt ist sie es auf jeden Fall&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Altert mein Freund aus Kindertagen wirklich nicht mehr? Darauf sollten wir achten. Rasieren braucht er sich scheinbar nicht&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir warten noch immer auf Ig’neas Vollendung des Rituals, diesmal macht ihr Sturkopf ihr Leiden nur länger&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Tagsüber bin ich im Park, genieße die warmen Sonnenstrahlen und bringe meinen Tieren neue Tricks bei. Jeder geht seinen Aufgaben nach, und Furgas hat sogar eine besondere Überraschung für mich: er präsentiert mir einen schlichten aber offensichtlich fein gearbeiteten goldenen Ring. Ein solches Schmuckstück war bestimmt nicht billig, und ich weiß doch, dass er im Gegensatz zu anderen in der Gruppe nicht gerade der Reichste ist&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn jeder seine Tage frei gestaltet, jeden Abend treffen wir uns alle im Weißen Turm. Eines Abends sprechen wir wieder einmal über unsere Chancen bei einem Kampf gegen die Mönche. Jetzt, da Ig’nea bald nicht mehr von ihnen aufgespürt werden kann, bleibt nur noch Goin als Risiko. Die anderen diskutieren verschiedene Möglichkeiten, ihn davor zu schützen, doch plötzlich überkommt mich ein eigenartiges Gefühl. Etwas nippt an meinem Geist, wie ein feines Anklopfen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es erinnert mich an meinen Traum nach dem Ritual, und als ich mich dem Gefühl zuwende, höre ich wieder die leise lockende Stimme: &lt;i style=""&gt;wir können dir da helfen&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch immer sitzt mein Körper bei den anderen, doch mein Geist ist bei der seltsam vertrauten Stimme&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mach ihn zu einem von uns&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;, flüstert sie. &lt;i style=""&gt;Er muß nur den Frevel begehen&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Was meinen sie denn damit? Bestimmt den Frevel, von dem das Buch der Mönche gesprochen hat&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bring ihn zu uns, nach Ryleh&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;!&lt;br /&gt;Von diesem Ort habe ich noch nie gehört; ist das etwa der Name unserer Heimat? Wenn wir das nächste Mal in Sigil sind muß ich unbedingt die Sinnsaten danach frage&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;i&gt;n!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laß ihn das Buch lesen, das Buch des Wahnsinns...&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Buch des Wahnsinns. Unter diesem Titel ist es mir zwar nicht bekannt, doch ich gehe jede Wette ein, dass es das Buch der Mönche ist. Kein schmeichelhafter Titel. Aber wenn es tatsächlich Goin zu einem von uns macht, ihn vor den Blicken der Feinde schützt, dann wäre das doch gut! Und überhaupt, wie schlimm kann es schon sein, ein Buch zu lesen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stimme verstummt und ich finde wieder zu mir selbst zurück. Sehr viel weiter sind die anderen nicht gekommen, gerade sprechen sie über Fells Tätowierungen. Ich schlage Goin vor, wegen der Sache später mit Luzija zu sprechen, sie hätte bestimmt die besten Quellen. Er ist einverstanden. Noch erzähle ich lieber nicht alles aus meiner Vision, erst will ich mehr über Ryleh herausfinden&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich taucht Ig’nea wieder aus Luzijas Folterkeller auf. Im ersten Moment wirkt sie erschreckend verändert, wie ein fleischgewordener Großbrand - doch dann stellt es sich nur als einer ihrer Scherze heraus. Ja, sie ist wirklich noch ganz die Alte. Dennoch hat das lange Ritual seine Spuren an ihr hinterlassen, und auch wenn ich Sam gegenüber skeptisch geworden bin, diesmal muß ich seine Fürsorglichkeit anerkennen, denn er drängt uns, zur Erholung nach Man’s End zurückzukehren. Eine wirklich gute Idee&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoch zu Roß und mit allem Nötigen im Gepäck (in diesem Falle insbesondere Detritor, der dringend frischen Wind um die Nase braucht) shiftet uns Elidan in die Außenländer, und nach drei ereignislosen Tagen im Grasland erreichen wir die Stadt, zahlen eine Goldmünze für die obligatorische Scherbe und mieten uns in unserem Stammgasthaus, dem "Lachenden Halbling" ein&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Detritor ist die Stadt noch neu, daher führe ich ihn ein wenig herum, während sich Ig’nea erholt und Luzija mit Goin zu einer Lesestunde im Buch des Wahnsinns zusammensitzt. Ich bin wirklich gespannt, ob die Stimme Recht behält und er zu einem von uns werden wird&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem gemeinsamen Abendessen führt uns Sam zu einer Therme, in der sich bereits eine kleine Menschenmenge versammelt hat. Er zahlt einen stattlichen Eintritt und nach einem erfrischenden Bad bekommen wir Sitzplätze auf niedrigen Bänken im Wasser zugewiesen, dann beginnt ein herrliches Spektakel: Wasserspiele, Fontänen, magische Lichteffekte, bunte Schausteller, die zur Musik ihre Kunst darbieten, Halblinge in schwimmenden Nussschalen paddeln umher und servieren Leckereie&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;n.&lt;br /&gt;Nach einer Stunde schreitet eine Prozession weißgekleideter Frauen und Männer in die Menge und wer ein Goldstück berappt, kann sich massieren lassen. Hier weiß man wirklich zu leben&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;!&lt;br /&gt;Am Ende singen die Halblinge ein fröhliches Abschiedslied und wir verlassen wunderbar entspannt die Therme&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ist der Abend jung und Sam lenkt uns zielsicher in einen urigen Gewölbekeller, in dem ganz vorzüglicher Wein und, laut Detritor, auch gutes Bier serviert werden. Die Auswahl ist groß, doch ich denke er hat jede Sorte probiert, nur um sicher zu sein&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Stunden später verlassen wir die gastliche Stube wieder, ein wenig heiterer aber wir laufen noch gerade. Eigentlich bin ich schon ein wenig müde, doch Sam scheint noch lange nicht mit seinem Programm am Ende. Kurz darauf verlassen wir die hell erleuchteten Straßen und gelangen zu einem kleinen, dunklen See. Um diese Zeit ist niemand mehr hier, Luzija hüpft herum und - naja, sie würde es singen nennen, reißt sich die Kleider vom Leib springt ins Wasser. Auch die anderen Luftikusse können für eine Weile das kühle Naß genießen, und schließlich planschen wir alle fröhlich im See herum&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Ig’nea und Sam entfernen sich recht bald von uns, Luzija spielt Krokodil und irgendwann tunkt jeder jeden. Elidan schwimmt wie ein Fisch und möchte scheinbar am liebsten gar nicht mehr auftauchen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich schreit Furgas überrascht auf, ich frage mich noch was wohl ist, da spüre ich auf einmal wie etwas Großes unter Wasser blitzschnell an mir vorbeiwischt und mir dabei das Oberteil vom Leib reißt. Luzija, dieses freche Biest&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;!&lt;br /&gt;Doch bis wir an Land geschwommen sind, können wir ihr nur noch hinterher sehen, wie sie lachend Richtung Gasthaus davonfliegt. Natürlich hat sie alle unsere Kleider mitgenommen. Kaum dass ich aus dem Wasser bin, schlage ich die Flügel vor mir zusammen, auch wenn mit Ausnahme von Sam jeden hier seit meiner Geburt kenne, ist mir das ganze schon ziemlich peinlich. Doch ich merke bald, dass ich es noch gut getroffen habe - dem ein oder anderen fehlt nämlich die Hos&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;e.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Spießrutenlauf rennen wir, halb oder ganz nackt, über die wohlausgeleuchteten Straßen von Man's End. Wenigstens haben die Wachen genug Anstand uns nicht aufzuhalten, und es sind kaum noch Leute unterwegs. Trotzdem wäre ich am liebsten unsichtbar, aber das geht offensichtlich nicht allen so, denn die anderen finden genug Zeit, ausgiebig auf die Tätowierung zu starren, die ich mir bei unserem letzten Besuch in Sigil von Fell habe stechen lassen. Einigen gefällt es, doch gerade im Moment bin ich für solche Komplimente nicht empfänglic&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;h.&lt;br /&gt;Ungebremst stürme ich in die Taverne, hechte am völlig verdutzten Wirt und einigen johlenden Schluckern vorbei und stürze die Treppe zu den Gästezimmern hinauf, wo ich atemlos zu Boden sinke. Die anderen folgen kurz darauf, mit Luzijas Beutel in der Hand. Endlich wieder Kleider! Sie hatte den wohl beim Wirt deponiert, wenigstens etwas&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bleiben noch ein paar Tage hier und warten auf Ig’neas Genesung, langweilig wird es in Man’s End so schnell nicht: Jeden Tag warten Heiler und Theaterhäuser mit Wohltaten und Schauspiel auf, so dass für Körper und Geist gut gesorgt wird&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich eines Morgens nach einer langen Nacht in den "Lachenden Halbling" zurückkehre, finde ich nur Elidan und Detritor am Frühstückstisch vor. Sie erzählen, dass sich Ig’nea mit Goin im Zimmer eingeschlossen hat und Furgas noch schlafe, doch als sie bei ihm klopfen und er die Treppe hinunter kommt, sieht er nicht gerade erholt aus. Eher als hätte er wieder Stunden auf seinem Lieblingsholzklotz verbracht: dunkle Augenringe, tiefe Kerben in den Knien. Wie einem das so viel bedeuten kann, werde ich wohl nie verstehen, aber ihm scheint es zu gefallen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Obwohl, seine Laune ist nicht gerade die beste. Als er sich mit Elidan anlegt, beschließe ich spontan, dass Frühstück doch überschätzt wird und verlasse den Halbling wieder. Draußen ist die Luft besser&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile kommen Elidan und Detritor nachgeflogen; sieh an, ist unser Elf also endlich flügge geworden! Ein wenig unsicher ist er noch mit seinen neuen Flugstiefeln, also nehmen mein alter Freund und ich ihn unter unsere Fittiche und üben den restlichen Tag mit ihm Flugmanöver&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend sind wir endlich wieder vollzählig am Tisch. Goin schwebt grazil wie ein Zwerg die Treppen hinunter, das war ja zu erwarten. Da Ig’nea offensichtlich wieder voll hergestellt ist, beschließen wir, am nächsten Tag Man’s End zu verlassen und uns auf den Weg zur Insel zu machen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Doch die letzte Nacht hier ist noch jung, und als Furgas völlig übermüdet eingeschlafen ist und seine wohlverdiente Ruhe bekommt, schleiche ich mich leise aus dem Zimmer. Im Schankraum ist nicht mehr viel los, daher schlendere ich zu dem kleinen See abseits der Straße, den uns Sam vor ein paar Tagen gezeigt hat, und schwimme ein paar Runden. Es dauert nicht lange und ich bekomme Gesellschaft. In der Ferne schlägt eine Glocke Mitternacht, doch für mich ist gerade die Sonne aufgegange&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;n.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den eigentlichen Sonnenaufgang Stunden später muß ich verschlafen haben, denn das erste, was ich aus schlaftrunkenen Augen erblicke ist - mein Ebenbild! Steht mitten im Zimmer und grinst mich überrascht aber wissend an. Dann reißt jemand die Fensterläden auf, Licht ergießt sich flutartig in den Raum und blendet mich. Ist das etwa Furgas? Wie kommt er denn hierher? Die Konturen meines Ebenbildes verschwimmen und plötzlich steht Ig’nea vor mir. Jetzt verstehe ich. Sie haben mich gesucht&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Das Licht hat auch Jarvis neben mir geweckt und er reibt sich schlaftrunken die Müdigkeit aus seinen schönen, hellblauen Augen. Als Furgas ihn erkennt, schreit er wütend auf - und stürzt sich aus dem Fenster. Einen Moment lang mache ich mir Sorgen, doch dann erinnere ich mich an das Elixier der Lüfte. Ig’nea steht noch immer stumm mit einem breiten Grinsen im Gesicht im Zimmer und schaut abwechselnd mich und Jarvis an, und plötzlich muß auch ich lächeln. Sie versteht das auch ohne große Worte&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Wer hätte gedacht, dass ich das einmal von ihr sagen würde&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Stunde später habe ich mein Ur’epona im besten Stall einquartiert und stehe abmarschbereit bei den anderen vorm "Lachenden Halbling". Furgas ist nicht da, er hat sich nach seinem Abgang durchs Fenster nicht mehr blicken lassen, auch Elidan hat die Stadt, laut Wachen, bereits in Richtung Fluß verlasse&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;n.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlinge die Arme um Detritors breite Schultern und geschwind sausen wir dem Vorauseilenden hinterher. Sechs Stunden später haben wir ihn auf seinem Geisterroß eingeholt, und nach einer kleinen Diskussion können wir ihn zumindest dazu bewegen, gemeinsam weiter nach Süden zu reisen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Was soll nur dieses ganze Gerede, wir seien keine Gruppe mehr? Gut, wir verändern uns eben schneller als er, dafür lebt er aber auch viel länger und kann sich mehr Zeit damit lassen. Früher im Dorf, als er noch jung war, hat er angeblich auch Schabernack getrieben, aber das war vor meiner Zeit. Hat er das schon vergessen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig’nea wispert uns zu, dass sie sich zu uns auf den Weg machen und am Stadttor auch auf Furgas getroffen sind, zwar war er blutbespritzt aber ansonsten gesund. Zwei Tage später ist unsere Gruppe wieder vereint und zwei Wochen später kommen wir an Ordos Sommerhaus an. Furgas redet noch immer kein Wort mit mir; ich kann ihn ja verstehen. Die anderen tragen es leichter, Luzija ist sogar sehr angetan wie es scheint. Aber unsere Verbindung ist seit dem Ritual sowieso anders geworden&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Sommerhaus ist in einem wirklich traurigen Zustand. Offenbar ist seit unserem letzten Besuch niemand mehr hier gewesen und es verfällt langsam aber stetig. Im Bootshaus finden wir ein zehn Meter langes Segelboot, doch wir entscheiden uns für den schnelleren Luftweg. Also jage ich uns Proviant, dann fliegen wir auf den See hinaus&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche lang sehen wir nichts als Wasser. Ich versuche mich zu orientieren, magisch und auch mit konventionellen Methoden wie Holzstöckchen und Strömung, nachts schlafen wir in herbeigezauberten Hütten wie vor kurzem in Kront&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;Ich weiß er glaubt, ich hätte es nicht bemerkt, aber ich habe gesehen, dass Furgas den Ring ins Wasser geworfen hat. Noch immer schweigt er sich aus&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich tauchen vor uns wieder die blauen Flecken im Wasser auf. Es dauert nicht lange und wir haben die richtige Stelle gefunden, und noch bevor Luzija die Wirkung des Luftelixiers aufheben kann, ist Furgas schon davon getaucht. Er wird sich doch noch irgendwann umbringen, nur jetzt ist es nicht mehr sein Leichtsinn sondern seine Sturheit&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Insel bietet sich das altbekannte Bild: der im unsterblichen Kreislauf der Wiedergeburt gefangene Echsenmensch ist hier, die Maschine, das Moos, aber kein Brenell. Also haben sie das Kind wohl noch nicht hierher gebracht. Doch warum warten, wenn man den Schlüssel in den Händen hält?&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Warum noch kein Angriff auf Man’s End, um Quesre zu erschüttern und die Insel nach Baator zu ziehen? Oder braucht es gar keinen, sondern etwas Subtileres?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;’nea versetzt sich in Trance während wir anderen umherstreifen und erzählt anschließend eine Geschichte, die uns stellenweise sehr bekannt vorkommt&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten drei Tode der Echse, bedauernswert. Sie versucht noch immer, das Geheimnis der Maschine zu ergründen, gewinnt Erkenntnisse und vergisst sie doch nach ihrem Tod wieder&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann sieht sie Draka und Detritor allein auf der Insel, Brenell schiebt an den Säulen herum. Erst ist er gleichgültig, doch dann fällt sein Blick auf das Bündel mit dem Baby an Drakas Gürtel. Panik steigt in ihm auf, und das bei Brenell! Er beginnt ein Gespräch. Die beiden freuen sich, wahrscheinlich hat er ihnen gerade die hohe Belohnung versprochen. Brenell zaubert etwas, holt aus einem Sack die Echse - er will nur weg von hier, weg, doch dann ein Hoffnungsschimmer. Die Lösung&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;!&lt;br /&gt;Er lässt Draka und Detritor ein paar Säulen verschieben, plötzlich entläd sich etwas und es gibt zwei Drakas und Detritors. Die Echse wird von der Macht der Maschine förmlich zerfetzt, sie wird wohl durch Lebenskraft gespeist wie der Schild in Ipkunis. Jetzt ist Brenell erleichtert, gibt den beiden etwas und dann verschwinden sie. Zu uns, wie wir wissen&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;Also wollte Brenell das Baby nicht auf der Insel haben. Doch warum? Warum hat er es ihnen nicht damals schon abgenommen? Das verstehe ich nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;span style="font-family: times new roman;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p style="font-family: times new roman;"&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;Lange kann ich nicht grübeln, denn Detritor, der sichtlich mit sich gerungen hat, verrät uns eine weitere Geschichte. Wann hat diese Heimlichtuerei denn endlich ein Ende? Er erzählt uns, dass er und Draka nach ihrer Trennung als Geister zu der Stelle gereist sind, an der auf der Karte in Ordos Haus mehrere große X eingezeichnet waren. Sie fanden dort ein paar aufgegebene Stollen, doch in einem war ein Grab mit einem großen humanoiden Drachenskelett auf einem Thron mit der Aufschrift „Tatz Driz Tor“. Das war einer der drei Gründer von Quesre!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;span style="font-family: times new roman;"&gt;Es gab auch einige Wachen dort, doch das Auftauchen der Geist&lt;/span&gt;er &lt;span style="font-family: times new roman;"&gt;und ein paar seltsame Effekte, die Detritor nicht näher beschreiben wollte, haben wohl zu ihrer Auslöschung geführt. Ebenso in der nahegelegenen Garnison. Haben sie etwa dort zu zweit einen Krieg geführt? Der irre Wächter, der uns damals nachts überfiel, war vielleicht einer der letzten Überlebenden.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;Diese Grabkammer sollten wir uns anschauen, hier auf der Insel können wir nicht viel ausrichten ohne das Baby. Elidan taucht plötzlich hinter uns auf, wo kommt er plötzlich her? Er trägt jetzt eine schwarze Brustplatte und sieht immer weniger wie der Magier aus, den wir mal kannten. Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, wie das Ritual manche von uns verändert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt;&lt;span style="font-family: times new roman;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p style="font-family: times new roman;"&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;span style="font-family: times new roman;"&gt;Sechs Tage später sehen wir wieder das Festland und haben kurz darauf den von Detritor beschriebenen Stollen gefunden. Marode sieht er aus, also krabbele ich sehr vorsichtig hinein. Es riecht faulig und modrig, sehr wohl fühle ich mich untertage nicht. Der kurze Gang mündet in eine relativ große Kammer, die jedoch fast gänzlich von einem stein&lt;span style="font-family: times new roman;"&gt;ernen Thron, auf dem das Skelett eines Drachkin sitzt, eingenommen wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;o:p style="font-family: times new roman;"&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;Die anderen kommen auch nach, langsam wird es voll hier. Furgas greift nach einer herabgesunkenen Klaue des Drachen und verharrt mitten in der Bewegung. Elidan sieht etwas, das ich offenbar nicht sehe, denn er beginnt zu zaubern, auch Luzija hüpft auf Maikäfergröße geschrumpft auf und ab und wirkt Magie. Da ich hier nichts tun kann, verlasse ich den engen Raum schleunigst, auch Detritor verlässt die Kammer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;Eine ganze Stunde warten wir draußen. Anfangs tut sich noch etwas da unten, doch dann warten wir nur auf Ig’neas Vision. Luzija teilt uns mit, dass die Inschriften im Grab der uns bekannte Text von Einauge sei, nur mit dem Zusatz: Hier ruht Einauge und wacht über das Auge. Irgendein Bannzauber habe auf dem Skelett gelegen, und als Furgas beide Hände des Drachen anfasste fing er an zu schweben, der Bann wurde schwächer, Kraftlinien hätten auf ihn übergegriffen und schließlich sei der Bann ganz erloschen, das Skelett zerfallen. Merkwürdig.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;&lt;!--[if !supportEmptyParas]--&gt; &lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p style="font-family: times new roman;" class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 11pt;"&gt;Ig’nea bestätigt, dass irgendetwas auf Furgas übergegangen ist, des weiteren hat sie folgendes gesehen:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;br /&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei schwer gerüstete Männer kommen herein. Sie spürt Verwirrung, Zorn, Angst und Trauer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Detritor und Draka stehen hier, Waffen gezückt. Leute kommen dazu, sie kämpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brenell sticht einen anderen Gräber ab und wirft seine Leiche mittels Psi aus der Höhle, er freut sich über den Fund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuvor bricht er mit demselben Gräber durch die letzte Mauer, die den Tunnel von der Kammer trennte, sie sind in freudiger Erwartung aufgeregt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkelheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Immer ist dieser Brenell einen Schritt vor uns da. Sehr auffällig. Was wollte er von Tatz? Und wie hat er Ordo dazu gebracht, ihm diese Grabungen zu finanzieren, denn warum sonst hätten wir Karten und Ausrüstung in dessen Haus gefunden? Mir brummt der Schädel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Furgas ist wieder zu sich gekommen und möchte unbedingt den See sehen. Luzija betrachtet ihn und meint, dass hinter seinem Gesicht das eines goldenen Drachen zu sehen sei, doch er behauptet er würde nichts davon merken, er wolle doch nur das Wasser sehen. Sie fesseln ihn, setzen sich in den unmöglichsten Gestalten auf ihn drauf - irgendwann wird es mir zu viel und ich spiele lieber ein wenig abseits mit meinem Limlim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sehe ich an der Küste einen einsamen Wanderer nach Süden laufen. Wer verirrt sich bloß in solch eine Gegend? In dem Moment verwandelt sich Ig’nea erneut, in eine riesige,&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;furchteinflößende Untotengestalt. Sofort nimmt der Fremde reißaus, auch ich entferne mich lieber ein bisschen von dem Ungetüm.&lt;br /&gt;Vielleicht ist der Neue ja interessant, also fliegen Luzija und ich hin. Natürlich ist er misstrauisch, wer wäre das nicht, ein Nightcrawler läuft gerade mit uns herum. Er sagt, er sei ein Krieger auf dem Weg nach Tamra, dort würde gekämpft werden. So viel scheint wahr zu sein, denn von dem Kampf der Drachen gegen die Baatezu haben wir schon gehört. Luzija schäkert mit ihm, stößt dabei aber auf wenig Gegenliebe. Schließlich lassen wir ihn ziehen und kehren zu Furgas zurück, der endlich seinen See gesehen hat und zufrieden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohin soll unsere Reise nun führen?&lt;br /&gt;Einerseits würde ich gern nach Sigil zurück und nach ein paar Dingen in der Halle der Sinnsaten forschen; andererseits sind wir schon auf halbem Weg nach Tamra, und vielleicht war unser Zusammentreffen mit dem Krieger ein Wink des Schicksals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist dieses Auge, das Tatz Driz Tor bewachte? Warum wollte Furgas auf einmal den See sehen - ist der See das Auge? Das helle Wasser um die Insel, das hellblaue Auge?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo ist das Baby und warum hat es Brenell nicht damals schon an sich genommen?&lt;br /&gt;Was war das für ein Ritual in Irkbaz`?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Können uns die Drachen in Tamra bei Furgas’ Besessenheit helfen? Immerhin war Tatz einer von ihnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wollen die Baatezu die Kontrolle über die Insel erlangen? Sind sie etwa schon dabei?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wann sehe ich Jarvis wieder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;All diese Fragen gehen mir durch den Kopf, während wir die nächsten zehn Tage lang über den See fliegen - bis am Horizont die geschwärzten Trümmer Tamras auftauchen ...&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-3597513141953024901?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/3597513141953024901/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=3597513141953024901' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3597513141953024901'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3597513141953024901'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/06/hellblaue-augen.html' title='Hellblaue Augen'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-1566864728067480191</id><published>2007-06-16T11:33:00.000+02:00</published><updated>2007-06-16T11:51:33.352+02:00</updated><title type='text'>Eisiges Kront</title><content type='html'>&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche dauert es bis unsere Ausrüstung vollständig ist. Da Kront nicht nach einem guten Ort für meine Tiere klingt, verbringe ich die letzten Tage mit den dreien: lasse mein Ur'epona mit magischen Hufen beschlagen, mache Ausritte und bringe ihnen Tricks bei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan ist auch ein paar Tage weg, als er wiederkehrt sieht er seltsam verändert aus. Auf seinem Kopf wachsen jetzt Ranken, und seine Augen sehen aus wie die einer Katze. Ist das etwa ein Höcker auf seinem Rücken? Ich fürchte er ist zu lange in den Beastlands gewesen. Aber er meint, das hätte alles seine Richtigkeit und hätte etwas mit Selbstfindung zu tun. Immerhin sieht es besser aus als Goins frühzeitig ergrauter Bart im Goldenen Tempel damals.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goin hat noch ein paar Nachforschungen angstellt, hat herausgefunden dass Einauge ein späterer König war, laut einer alten Randnotiz, und philosophiert über die Bedeutung des Zaubers, den Brenell über das Baby gelegt hatte. Planare Bindung. Hat er etwas zum Schutz des Babys vor Kronts Kälte eingebunden? Finde ich zu umständlich, das hätte er auch anders haben können. Oder war es eine eigenmächtige Aktion ohne den Befehl der Acht? Hatte Brenell nicht selbst gesagt, wer das Kind an sich bände bekäme dadurch große Macht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich brechen wir auf. Ringe mit eisblauen Saphiren schmücken den ein oder anderen Finger, warme Schafspelze und Mützen sind im Gepäck verstaut. Erneut verschlägt es uns in den schlechteren Teil Sigils. Die Luft wird stickig und vom Qualm der Großen Gießerei verpestet, die Menschen sehen kränklich aus.&lt;br /&gt;Vor uns aus dem Dunst schält sich ein 150 Schritt hoher Metallbogen: Wir sind an der Grenze Sigils angelangt, hier geht es nach draußen ins Nichts. Neben den Bogen ist ein zehn Meter hohes Skelett eines Grubenfürsten genagelt, die gespreizten Beine sollen das Portal nach Ysgard sein. Wie uns der Schlepper sagte, ziehen wir unsere Waffen und gehen geradewegs auf die Mauer zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz flackert ein blaues Leuchten auf, dann bläst mir ein eisiger Wind ins Gesicht. Ich kneife die Augen zusammen, hell spiegelt sich das Licht der Sonne auf den schneebedeckten Gipfeln einer gigantischen Gebirgslandschaft. Wir stehen auf einem der höchsten Gipfel, in der Ferne windet sich eine lange Wehrmauer von einem Berg zum nächsten. Was für eine grandiose Aussicht! Mir bleibt glatt die Luft weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moment. Sie bleibt mir wirklich weg! Neben mir bemerke ich Elidan nach Luft ringen, dann taumelt er zwischen zwei große, sich kreuzende Knochen hinter uns durch und verschwindet. Ich folge ihm, der Luft wegen und weil ich mich an die wenig freundlichen Gestalten jenseits des Portals erinnere.&lt;br /&gt;Als Elidan sich endlich einen Weg überlegt hat, wie er sich und uns gegen die schädlichen Einflüsse Ysgards schützen kann und wir erneut durchs Portal schreiten, ist nur noch Goin da. Er hat sich schon ein wenig an die dünne Luft gewöhnt und erzählt uns, dass Ig'nea vorausgeflogen ist, um die Mauer näher in Augenschein zu nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Seilen und Fellen bauen wir ein provisorisches Tragegestell für Elidan und machen uns auf, ihr zu folgen. Unterwegs nimmt sie Kontakt mit uns auf und erzählt uns, dass sie bei den Barbaren ist, die hier das Reich des Königs von Bergen gegen seine Feinde verteidigen.&lt;br /&gt;Nach vier Stunden angestrengter Fliegerei kommen wir endlich am Ziel an: eine 20 Meter hohe Mauer, etwa vier Meter dick, zieht sich über die Bergketten bis zum Horizont. Auf dem Wehrgang patroullieren Bittsteller, und alle paar hundert Meter prangt ein Befestigungsturm in der Mauer, der gut und gern vierzig Mann Platz bietet. Schienen laufen auf dem Wehrgang, doch Loren sehen wir gerade keine.&lt;br /&gt;Man weist uns den Weg zu Ig'nea, sie unterhält sich mit einem der höheren Offiziere, wie es scheint. Er erzählt ein wenig über seine Aufgabe hier und dass es recht friedlich zur Zeit ist, doch vor allem weist er uns den Weg aus dem Gebirge: Immer die Mauer entlang bis zum Ende, dann käme man nach Kront. Wir dürfen ausnahmsweise auch die magischen Loren benutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan macht es sich mit unserem Gepäck in der Lore bequem, dank der Klingenreben auf seinem Kopf hat er viel Platz für sich darin. Goin und ich hängen uns hinten an das Gestell, während Ig'nea und Furgas nebenher schweben.&lt;br /&gt;Es geht relativ schnell, vor den Türmen bremst die Lore ganz von allein und wird durch ein Tor durchgelassen. Abends rasten wir, um den Verkehr nicht aufzuhalten wird die Lore von einem Flaschenzug von den Schienen gehoben. Interessantes System!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während des nächsten Tages geht es leicht aber beständig abwärts, und am Nachmittag gelangen wir schließlich an einen steilen Berghang. Unten steht ein einzelner Turm, die Mauer endet dort. Doch nicht nur die Mauer - die ganze Erde scheint hier zu enden! Reißt einfach ab wie eine Kante am Berg. Von unten dringt ein schwaches, rötliches Glühen herauf. Weit entfernt am Himmel sehen wir ein weiteres, schwebendes Stück Land.&lt;br /&gt;Also stimmt es, was wir bei den Zwergen gelernt haben: Ysgard besteht aus riesigen Erdflüssen, die sich durch die Luft schieben. Darunter ist Muspelheim - feurig heiße, geschmolzene Erde. Es soll sogar noch eine Unterebene unter Muspelheim geben, eine höhlenartige unterirdische Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lore schiebt sich langsam vorwärts, beginnt zu knarren - oh, das wird ein Spaß! - und kippt dann vornüber. Ich kralle mich am Holz fest, stoße einen Jubelschrei aus und schon rast das kleine Gefährt wie ein abgeschossener Pfeil den Hang hinab. Furgas und Ig'nea können gar nicht so schnell mithalten wie wir in die Tiefe brausen, Goins Baart flattert neben mir waagerecht im Wind und ich habe ein kribbeliges Gefühl im ganzen Körper wie Ameisen unter der Haut. Herrlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel zu schnell ist der Spaß vorbei und die Lore rollt vor dem Turm aus. Auch Goin hat ganz rote Wangen bekommen und gluckst vor sich hin. Wir steigen aus und fragen eine der Wachen nach dem Weg nach Kront, er zeigt auf eine der schwebenden Inseln.&lt;br /&gt;Hinter uns hören wir einen Freudenschrei: eine weitere Lore saust den Hang hinunter, ein in fliegende Roben gehüllter Mensch sitzt darin und genießt ganz offensichtlich den Ritt. Unten angekommen klettert er fluchs den Turm hinauf - und fliegt davon! Muß ein Magier sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man ruft schließlich den wachhabenden Magier herbei, er läßt sich unsere Fluggeschwindigkeit vorführen und berechnet dann den Kurs, den wir nehmen sollen. Noch völlig berauscht von der schnellen Fahrt hinab starten wir los und vergessen völlig unseren armen Elidan, der ja noch immer nicht flugtauglich geworden ist. Mist aber auch.&lt;br /&gt;Doch da sehen wir, dass der fremde Magier zurückkehrt und ihn huckepack nimmt. Sehr freundlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die andere Erdinsel kommt langsam näher, unter uns glimmt die kochende Oberfläche der Lavaflüsse Muspelheims. Bald haben Elidan und der Fremde uns eingeholt und wir fangen an zu plaudern, ist ja noch ein Stück bis nach Kront. Ich habe mich getäuscht, er ist kein Mensch sondern ein Elf. Er stellt sich als Wison vor, sagt er wäre vor vielen Jahren aus Sigil hierhergekommen und habe seitdem auf der Mauer gedient. Also ist er kein Bittsteller!&lt;br /&gt;Nun ist sein Dienst zuende, doch bevor er weiterzieht will er noch etwas einkaufen und nebenbei einen Auftrag erledigen. Seine Augen kleben ständig an mir, und er erkundigt sich auffällig nach Ig'nea. Offenbar gibt es keine Kriegerinnen im Dienst des Königs von Bergen, jedenfalls schaut er mich an als hätte er seit Jahren keine Frau mehr gesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das entgeht Furgas natürlich auch nicht, und er ist wenig erfreut. Als er Wison einen Tritt verpassen will, trifft er statt dessen jedoch Elidan auf dessen Rücken, und beinahe stürzt er in die Tiefe. Du meine Güte, wir werden es doch hoffentlich lebend bis nach Kront schaffen? Wenigstens hat der Schreck geholfen und sie lassen die Kabbeleien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir die Kante Kronts überqueren spüren wir sofort, wie die Erde uns ansaugt und festhält. Fliegen scheint hier unmöglich zu sein. Gut, dass Ig'nea vorausgeflogen ist und uns gewarnt hat, nicht zu hoch anzufliegen.&lt;br /&gt;Vor uns liegt ein winterlicher Sumpf. Hier am Rand ist die Erde noch relativ trocken und fest, doch das ändert sich schnell. Ich kann in der näheren Umgebung keine hervorstechenden Merkmale erkennen, keine Städte oder Bauwerke. Ig'nea schlägt vor, Wison als Führer zu verdingen, und alle sind froh, einen Ortskundigen dabei zu haben. Außer Furgas. Irgendwie können die beiden sich nicht leiden hab ich den Eindruck. Der Tritt hat das sicher nicht verbessert.&lt;br /&gt;Doch Wison ist begeistert, gleich zwei Frauen, hakt sich links und rechts ein und erklärt sich bereit, uns zu einem der Dörfer zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den ganzen Tag marschieren wir durch das frostige Sumpfland. Wir fragen Wison über die Gefahren des Sumpfes aus, davon gibt es reichlich. Neben der Kälte und tückischen Sumpflöchern sind wohl Mücken die größte Gefahr hier. Vor allem, wenn sie in Schwärmen attackieren. Wir sollen gut Ausschau halten und sofort mit Flächenzaubern gegen sie vorgehen, sobald wir sie erblicken, sonst könnte es sehr unangenehm werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sich das Licht des Tages neigt, suche ich einen trockenen Rastplatz für uns. Eine kleine Torfinsel mit einem Baum darauf findet meine Gnade, wir entzünden ein Feuer und wärmen unser kaltes, klammes Gebein. Trotz der Schutzmaßnahmen ist es einfach unangenehm hier, kein Wunder dass hier kein Mensch leben möchte. Nach einem kargen Abendessen zaubert Wison eine magische Hütte für die Herren, Ig'nea und ich nehmen mit den Ästen des Baumes vorlieb. Da hat man eine viel bessere Aussicht als in dem Kasten - sobald man durch die Luke steigt ist es zwar halbwegs warm und ruhig, aber auch finster und eng.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen brechen wir frühzeitig auf und waten weiter durch den Sumpf. Immer weniger feste Stellen machen das Vorankommen schwer, der Morast saugt und zieht an unseren Füßen bei jedem Schritt wie klebriger Teer.&lt;br /&gt;Da wir bei dieser Anstrenung sicher noch viel hungriger sein werden als gestern beschließe ich, auf die Jagd zu gehen. Anschleichen und verstecken ist schwierig hier, doch nach fünf Stunden kehre ich erfolgreich zu den anderen zurück, ein Reh über den Schultern. Auch Wison war auf der Pirsch und bringt zwei Hasen mit. Rasch entzündet Goin ein Feuer und bereitet fachmännisch das Wildbret zu. Endlich wieder frisches Fleisch! Während des Essens unterhalten sich Wison und Furgas über Dorn. Er sagt, Dorn sei eine Frau und würde sich offensichtlich langweilen, deshalb singt sie. Warum beharken sich die beiden bloß ständig, wir haben doch wirklich andere Sorgen.&lt;br /&gt;Wir bringen noch ein paar Meilen hinter uns und übernachten dann auf einer großen Eisscholle, mit Fellen untergelegt ist das gar nicht so übel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag beginnt wie der gestrige. Wir rollen unser Gepäck auf, strecken die eingfrorenen Glieder und dann marschieren wir weiter hinter Wison her. Der Weg ist schmal, links und rechts von uns klaffen Wasserlöcher, die nur von einer dünnen Eisschicht überzogen sind.&lt;br /&gt;Plötzlich ruft Wison: Eismoskitos!, doch bis wir sie gesehen haben sind die ersten schon bei uns und stechen mit ihren kleinen, nadelspitzen Rüsseln durch jeden ungerüsteten Fleck, den sie finden können, und sie sind verdammt gut im Finden. Ig'nea wehrt die Stechbiester mit einer Art Schild ab, das sich auf einmal um sie herum aufbaut, diese Zauberkundigen haben es wirklich gut.&lt;br /&gt;Mit Bogen oder Schwert kann ich hier nichts ausrichten, also handle ich instinktiv: ich erinnere mich an das, was man mir damals in unserem Dorf erzählt hatte. Dass ich, wenn ich älter wäre, Dinge tun könnte, indem ich die Energie in meiner Seele benutze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schließe die Augen, greife hinab und taste nach dem, wovon ich bisher nur gehört hatte. Vernichte die Plagegeister! Vor meinem inneren Auge reißt die Dunkelheit plötzlich auf und ein strahlend helles aber nicht blendendes Licht erfüllt mich, Energie fließt durch meinen Körper. Ich öffne die Augen, fixiere den schwarzbrummenden Schwarm und schleudere diese Energie darauf. Eine Druckwelle aus Licht schlägt mitten in die Mücken ein und verzehrt sie in heiligem Feuer. Doch auch Ig'nea, Elidan und unser Führer werden von dem Licht erfasst und schreien auf. Nur Furgas, Goin und ich bleiben unversehrt. Das muß ich mir in Zukunft merken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um mich vor weiteren Stichen zu schützen, werfe ich mich wie die anderen ins eiskalte Wasser. Gerade höre ich noch Wison einen Zauber wirken, da donnert erneut Feuer um uns herum. Doch diesmal ist es kein heiliges Licht, diesmal ist es richtiges Feuer. Die überlebenden Moskitos fallen buchstäblich wie die Fliegen, doch auch wir tragen Verbrennungen davon.&lt;br /&gt;Da von den Mücken vorerst keine Gefahr mehr droht, heilen und versorgen wir unsere Wunden und ich entschuldige mich bei meinen Freunden. Dass dieser Zauber einen solchen Wirkungskreis entfaltet, hatte ich nicht geahnt. Nur gut, dass sie nicht nachtragend sind, auch Wison nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rest des Tages verläuft ruhig.&lt;br /&gt;Leider trifft das nicht auf den Abend zu. Nach dem Essen teilen wir wieder Wachen ein, diesmal übernehmen Wison, Furgas und ich die zweite. Es dauert nicht lange und die beiden liefern sich wieder ein hitziges Wortgefecht, sie sind sich wirklich spinnefeind. Da zaubert Furgas irgendetwas, schreit plötzlich auf und reibt sich die Augen. Wison zaubert ebenfalls, und auf einmal tut sich unter Furgas die Erde auf und verschluckt ihn bis zum Hals. Scheinbar ist er blind. Was hat er nur wieder gemacht?&lt;br /&gt;Wison sagt, er hätte Furgas gewarnt dass er ihn ungespitzt in den Boden rammen würde, wenn er auf ihn zauberte. Und daran hat er sich auch gehalten. Da sich unser Paladin uneinsichtig (wie auch, ohne Augenlicht) zeigt und darauf beharrt, Wison zu bekämpfen da er ein böser Mensch sei, geht jener einfach weg. Er möchte keinen Ärger, weist mir noch den Weg zum Dorf und meint, in ein bis zwei Tagen wären wir dort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber noch immer ist keine Ruhe zu finden. Kaum dass Furgas wieder bei Sicht ist und aus der Erde befreit, streitet er sich lautstark mit Elidan wegen irgendwelcher Wachwechsel. Da kann doch kein Mensch schlafen, wenn sie so weitermachen locken sie wirklich jedes nicht völlig taube Wesen in drei Kilometern Entfernung an.&lt;br /&gt;Ich entferne mich entnervt von der Gruppe und treffe dort erneut auf Wison. Freundlicherweise erschafft er eine dieser magischen Hütten, die Aussicht ist dahin, aber wenigstens ist es endlich ruhig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am nächsten Morgen erwache, ist es schon spät. Die anderen sind noch am Leben, irgendwie haben sie sich also doch zusammengerauft. Ein plätscherndes Geräusch erregt unsere Aufmerksamkeit, Furgas meint es sei die ganze Nacht dagewesen und er habe es für Wison gehalten. Doch Goin enttarnt es als eine Illusion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir brechen auf. Wisons Wegbeschreibung war recht gut und in den letzten Tagen habe ich ein gutes Gefühl für die Zeichen der Sumpflandschaft bekommen. Ohne Zwischenfälle legen wir Meile um Meile durch die Eislandschaft zurück.&lt;br /&gt;Dann sehen wir vor uns unser Ziel auftauchen: zwei einfache, aber große Lehmhütten. Ig'nea setzt sich telepathisch mit Wison in Verbindung und er rät ihr, den Geschichtenerzähler aufzusuchen, wenn wir mehr über Einauge erfahren wollen. Doch in den Hütten ist niemand, nur ein riesiger Haufen Gold mit den Konturen eines daraufliegenden Drachen und in der anderen ein Haufen Edelsteine. Ja, hier leben eindeutig Drachen mit Traditionsbewußtsein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück können wir Goin, der schon glitzernde Augen bekommen hat, davon abhalten sich zu bedienen, denn kurz darauf nähern sich zwei in Felle gekleidete Drachenwesen. Sie haben zwei erlegte Rehe über die Schulter geworfen und sind offensichtlich die Bewohner der Hütten. Es muß an der Einsamkeit liegen, jedenfalls ist ihr Humor gewöhnungsbedürftig, doch sind sie freundlich genug, uns den Weg zum Geschichtenerzähler zu weisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen halben Tag später langen wir an einer einzelnen Hütte mitten im Sumpf an. Wir klopfen und ein bleiches Drachenwesen mit eindeutig menschlichen Zügen öffnet uns. Er ist ein wenig unwirsch, ein Eigenbrödler, daher erklärt er sich schnell bereit, uns für eine Silbermünze pro Nase eine Geschichte zu erzählen. Hauptsache, wir verschwinden dann wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir zahlen, er bittet uns hinein und wir fragen nach der Geschichte von Einauge:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor langer, langer Zeit gab es hier einen großen goldenen Drachen (in Wahrheit war es ein grauerm, aber egal), der hieß Einauge. Er erhielt einen Hilferuf von den Menschen aus Quesre, die damals noch klug genug waren sich auf die Stärke der Drachenwesen zu besinnen, und Einauge folgte dem Ruf.&lt;br /&gt;Eine Woche später sandte auch er einen Hilferuf: Scheusale würden um das Gebiet kämpfen wegen einer Maschine, die magische Sachen erschaffen konnte. Aber weil sie nicht lange genug dort bleiben konnten, wollten sie das Gebiet auf ihre Ebene ziehen.&lt;br /&gt;Einhundert sammelte Einauge um sich und sie kämpften gegen die Scheusale. Was genau passierte, weiß man nicht; es heißt, ein paar hätten überlebt und seien dort geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir dem Erzähler den Namen Aldor Tatz nennen sagt er, das bedeute Einauge. War es tatsächlich derselbe? Wir müssen leider von seinem Tod berichten, und erwähnen dabei Brenell. Auch dieser Name ist ihm nicht unbekannt, er nennt ihn die Hand der Acht. Er ist ihre Exekutive, schier unbesiegbar, denn er wurde das Konzept des Todes.&lt;br /&gt;Ein wenig verwirrt uns diese Aussage, doch wir haben ihn neugierig gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wir können ihn immer mehr in Erstaunen versetzen. Wir berichten von der Insel mit der magischen Maschine, und von dem Baby. Woher wir das alles wüßten? Jetzt ist er nicht mehr neugierig, sondern mißtrauisch. Es sei vor kurzem schon einmal einer hier gewesen, der nach der Geschichte von Einauge gefragt hätte, doch der hatte nichts von alledem gewußt.&lt;br /&gt;Also war Wison hier gewesen?&lt;br /&gt;Der Erzähler meint, das Kind sei der Schlüssel zur Insel, wenn Brenell es hätte dann wäre das eine schlimme Nachricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großer Goldener, ein silberner und ein schwarzer Drachenmensch verdunkeln plötzlich die Eingangstür. Der Erzähler geht hinaus und beginnt, auf Drakonisch zu berichten was wir ihm erzählt haben, doch als er bemerkt, dass einige von uns ihn verstehen, wechselt er auf eine andere Sprache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht hier also um die Insel auf dem See, über die wir nach unserer Flucht aus Tamra durch Zufall gestolpert waren. Oder besser, um dieses Gerät, das sich dort befindet und mit dem man jeden magischen Effekt erzeugen kann. Behauptet Luzija, nur sie hatte dieses Moos lesen können.&lt;br /&gt;Und das Baby war der Schlüssel zur Insel. Hatten wir sie deshalb entdeckt? Weil wir das Baby an Bord hatten? Und war es vielleicht jetzt auch schon dort, war das der zweite Versuch, die Insel auf eine andere Ebene zu ziehen? Es würde erklären, warum durch den Krieg in Tamra und Ipkunis versucht worden war, das stabile Gleichgewicht in Quesre zu zerstören. Oder zumindest, es in eine bestimmte Richtung zu drängen.&lt;br /&gt;Aber warum dann die Sache in Irkbatz mit der planaren Bindung? Hat Brenell dem Baby ein Bewußtsein gegeben, ähnlich wie bei Dorn? Mit welchen Folgen? Warum uns hierher locken? Nur um diese Geschichte zu erfahren vielleicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen versammeln sich immer mehr Drakoner. Zwei, die sich noch an die Zeit von Einauge erinnern, treten vor und bitten uns nach draußen. Sie bilden einen Kreis um uns und sehen irgendwie - kampfbereit aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann fragt er, woher wir all das wissen und warum er manche von sehen könnte doch Elidan und Furgas nicht! Er spricht wohl von der wahren Sicht, diesen Effekt kennen wir ja schon. Wir versuchen so gut es geht ihre Fragen zu beantworten, doch meist endet es mit Kopfschmerzen für uns. Vom Dorf können wir nicht erzählen, unsere gemeinsame Verbindung mit Brenell und unsere Vermutung, dass er uns dazu bringen möchte, ihm bei irgendetwas zu helfen geht halbwegs.&lt;br /&gt;Einer der Drachen versucht, unser Gedächtnis zu lesen bevor wir ihn warnen können, und es haut ihn ebenso aus den Latschen wie die drei Zwergenoberhäupter in Barmak.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fürchten schon, jetzt bringen sie uns um, doch offenbar haben sie mehr Erfahrung als Angst. Der nächste, der sich mir nähert, ist vorsichtiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er vermutet einen „Riss“. Wir kämen wohl von einem eigentlich unmöglichen Ort und können nicht zurück, daher auch die Kopfschmerzen wenn wir es doch versuchen, und das könnte an dem Ritual liegen, das wir damals in der Hütte gemacht hatten: wir hatten alles verbrannt, was uns mit unserer alten Heimat verband und damit den Weg abgeschnitten.&lt;br /&gt;Doch wo war diese Heimat? Wirklich im Mittelpunkt der Säule, wo das Nichts ist, wie einige von uns vermuten? Oder hinter dem Rand der Außenländer? Oder etwa aus diesen Fernen Reichen, von denen die Drachen munkeln? Es heißt, wer von dort käme den würden die Götter verdammen. Der Solar hatte uns die Verdammten genannt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir weitererzählen, sagen die Drachen, dass Brenell auch einen Totenkopf auf der Brust hätte, genau wie Detritor. Es wird Zeit, dass uns unser alter Freund endlich reinen Wein einschenkt! Wieder kommt mir der eigenartige Traum nach dem Ritual in den Sinn. Ein Mann mit Totenkopf, der Psioniker, der tanzende Derwisch. Luzija hat den Weg des Urbarden eingeschlagen, wenn sie bloß hier wäre; vielleicht wäre ihr etwas eingefallen.&lt;br /&gt;Sind wir denn alle Konzepte, so wie Brenell?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende verurteilen uns die Drakoner nicht. Fast beiläufig erfahren wir, dass vor etwa zehn oder elf Jahren eine Gruppe von 30 Drachenmenschen bei Nacht und Nebel verschwand. Das würde zeitlich zusammenfallen mit der Schlacht um Tamra und Ipkunis! Undeutlich tauchen Erinnerungen in mir auf an unsere Flucht in einem schweren, eisenbeschlagenen Boot. Waren darin nicht Drachen gewesen? Und Chronos? Ob er wohl noch lebt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabschieden uns schließlich von den Drachenmenschen, die sich nicht sonderlich bereitwillig zeigen, noch einmal um Quesre zu kämpfen. Dann liegt es wohl an uns, es wird Zeit, dort nach dem Rechten zu sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan will uns zum Turm bei Ychts Garten shiften, von dort aus wollen wir erkunden, was aus der Triangel geworden ist. Kurz zieht es, als unsere Körper weg von dieser, über die Astralebene, hin zu den Außenländern gezogen werden...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... dann stehen wir neben einem Fluß.&lt;br /&gt;Neben uns sinkt Furgas in die Knie. Er hält Dorn in der Hand, die Stacheln des Griffs haben sich in seine Hand gegraben und er blutet unaufhörlich. Was ist denn nun schon wieder los? Dieses verdammte Ding wird ihn noch umbringen! Nur gut, dass meine Waffen kein Bewußtsein haben, das setzt ihnen nur Flausen in den metallenen Kopf.&lt;br /&gt;Er murmelt etwas von "werde es nie wieder tun", bittet um Verzeihung, doch Dorn läßt sich nicht erweichen. Bald gehen uns die Heilzauber aus, selbst Beten zu Torm bringt nichts. Da rät ihm Elidan, der offenbar mitbekommen hat worum es hier geht, uns das Wort abzunehmen, über all das zu schweigen. Das zeigt endlich Wirkung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas klärt uns auf, dass der Solar ihn davor gewarnt hatte, jemals über Dorn und dessen Geheimnis zu sprechen, doch genau das hatte er bei den Drachen getan. Und dafür hat ihn die Waffe beinahe getötet. Ich kann nur den Kopf schütteln über sie, die möchte ich im Leben nicht führen. Ich wüßte nie, wann sie sich gegen mich richtet, statt gegen die wahren Feinde. Mit solch einem selbstbewußten Ding in der Hand muß man sich wirklich gut überlegen, was man tut. Was immer der Solar mit Dorn gemacht hat - da steckt eine sehr überzeugte, unerbittliche Seele drin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche später kommen wir an Ordos Sommerhaus an. Es sieht verlassen aus. Ob Ordo ein Bürger von Ipkunis war, der es nicht überlebt hat?&lt;br /&gt;Aus dem Leder in dem kleinen Anbau schneidere ich ein ordentliches Tragegestell für Elidan, so lange bis er endlich einen Weg gefunden hat, selbst zu fliegen. Da es über den See nach Tamra zu weit ist zum Fliegen wenden wir uns zuerst nach Man's End, dem letzten Punkt der Triangel, der noch in Sicherheit zu sein scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Wochen später erreichen wir Man's End. Man setzt uns wieder eine dieser Runenscherben ein, die das Zaubern in der Stadt verhindern soll. Alles wirkt so friedlich und ordentlich wie bei meinem letzten Besuch: kleine, schnuckelige Häuser, öffentliche heiße Quellen und natürlich die Kurbäder. Nach den Strapazen der letzten Wochen eine echte Erholung, wir mieten uns im „Lachenden Halbling“ ein und Ig'nea legt sich sofort einen Kurschatten zu. Eigentlich sollte ich ihr für die Sache mit dem Kleid auf dem Ball ja noch die Ohren langziehen, aber ich bin zu erschöpft und genieße lieber die Massagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wir legen nicht nur die müden Füße hoch, sondern holen ein paar Informationen ein. Auch wenn eine Audienz bei Lady Esalis erst in einem halben Jahr möglich ist, so hören wir dennoch aus den Erzählungen der Bewohner einiges interessantes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ipkunis ist fort, und an dem Ort wo es war hausen jetzt Orks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Tamra kämpft ein Haufen Irrer gegen die Baatezu, jedes Angebot auf Unterstützung hätten sie dankend abgelehnt. Ich wette das sind die Drachen, von denen wir in Kront gehört haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heißt also, dass von den drei Orten, die das stabile Quesre hielten, das chaotische Element gefallen und das neutrale umkämpft ist. Allein das rechtschaffene ist unangetastet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn das mal nicht Brenells Absicht war, dieses Schlitzohr.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-1566864728067480191?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/1566864728067480191/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=1566864728067480191' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1566864728067480191'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1566864728067480191'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/06/blog-post.html' title='Eisiges Kront'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-957175635804030914</id><published>2007-06-14T11:30:00.000+02:00</published><updated>2007-06-14T11:38:37.419+02:00</updated><title type='text'>Hinauf nach Merkuria</title><content type='html'>&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Noch ist alles ruhig in der Festung der Mönche. Goin mahnt uns, keine wichtigen Geheimnisse zu erzählen denn einer der Mönche, ein Elf, würde uns beobachten. Genauer gesagt, Ig'nea. Warum weigert sie sich auch nur, das Ritual zu machen?&lt;br /&gt;Unseren Überraschungsangriff können wir vergessen, also machen wir uns mißmutig wieder auf den Rückweg, so hat das keinen Sinn. Jetzt, wo wir gewarnt sind, fällt es Goin auf, dass auch an dem Portal das uns herbrachte ein Fokus haftet. Kein Wunder dass sie schon von unserer Ankunft wußten. Nächstes Mal werden wir einen diskreteren Weg wählen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan und Luzija zaubern uns schließlich nach Ipkunis zurück, zwar wieder ein wenig außerhalb, aber wir finden zügig in unsere Stadt. Der weiße Turm grüßt uns schon von weitem, und wir werden wie beim letzten Besuch von der Bevölkerung freudig empfangen. Schön wieder hier zu sein.&lt;br /&gt;Rinpi hat uns schon im Turm erwartet, er ist es leid den Aufpasser zu spielen, und ausgerechnet Detritor erklärt sich bereit, hier fürs erste Wache zu halten. Ich wußte gar nicht, dass er etwas für magische Maschinen übrig hat, doch wie es scheint, hat er vor den Turm neu zu gestalten. Ich bin gespannt, was uns beim nächsten Besuch hier erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen uns nieder und beraten, wohin uns nun unser Weg führen soll. Elidan begibt sich gleich nach Sigil, um ein paar Zauber zu besorgen die ihm bei zukünftigen Zusammenstößen mit den Mönchen hilfreich sein könnten.&lt;br /&gt;Ich bemerke einige Tauben, die auf dem Fenstersims sitzen und lasse sie hinein, doch sofort ist das Geschrei groß. Spione, Brenell, der Teufel höchstpersönlich. Es sind doch nur Tauben? Selbst Goin bestätigt, dass niemand sie, wie die Grubkäfer damals in Sigil, zum Spionieren benutzt. Aber um des lieben Friedens willen verscheuche ich die Tierchen, die sich unwillig wieder von dannen machen.&lt;br /&gt;Ein wenig übervorsichtig finde ich diese Reaktion schon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goin ist der Meinung, wir sollten der Spur der beiden kaltgeschmiedeten Adamantwaffen nachgehen. Gleich zwei Waffen zu finden, die es im Grunde gar nicht geben dürfte, kann kein Zufall sein, meint er. Außerdem ist er sich sicher, dass sowohl Dorn wie auch der Nagel von Maladomini vom selben Zwergenschmied gemacht wurden und deutet immer wieder auf ein paar Dellen in den Waffen. Naja, so ganz überzeugt bin ich nicht.&lt;br /&gt;Er glaubt, dass Dorn zwar eine sehr feine magische Waffe sei, aber noch viel mehr als das: von der richtigen Hand geführt, könnte sie irgendwann Energie ansammeln, oder eine zweite Variante: sie ist eine intelligente Waffe, die ein eigenes Bewußtsein erlangt hat. In diesem Moment könnte sie beschließen, sich in eine andere Hülle zu begeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile hat sich Goin richtig in Fahrt geredet und ich verstehe überhaupt nichts mehr. Waffen die denken? Sich in andere Hüllen begeben? Hoffentlich kommt mein Bogen nie auf so dumme Gedanken. Ich glaube Goin immer weniger, der hat doch bestimmt wieder heimlich Zwergenbier getrunken.&lt;br /&gt;Doch dann unterzieht Ig'nea Dorn derselben Untersuchung wie damals den Nagel und untermauert damit Goins Theorie. Sie sagt, Dorns Geschichte sei nicht so, wie wir es vermutet hatten, diese Waffe sei viel jünger als wir dachten und nicht schon in aberhundert Schlachten gegen Scheusale geschwungen worden. Seltsam, was stimmt denn nun? Dies ist die neue Geschichte, die sie uns präsentiert:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst sieht sie einige Szenen, die Dorn mit uns erlebt hat: Furgas' Heiratsantrag, die Enthauptung des Abishai in Sigil, die Rettungsaktion im Schwarzen Segel und wie wir Dorn fanden, damals als Ipkunis im Abyss war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wird es dunkel, Dorn ist in ein Bündel gewickelt. Jemand packt ihn aus, hat dabei kurz Schmerzen und freut sich dennoch diebisch, wirft ihn in die Maschine. Dorn fällt und hat Angst, echte Todesangst, doch er kann widerstehen und landet auf dem Boden, wo Luzija ihn später fand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuvor sieht man den Werfer, er ist eher klein und schmächtig und Ig'nea erkennt ihn als Brenell, wie er von einer großen, geflügelten Gestalt das Bündel überreicht bekommt, die Stimmung ist angespannt. Ob das derselbe Solar ist, den Furgas nach Ipkunis eingeladen hatte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davor spielt es sich genau umgekehrt ab: Brenell überreicht dem Solar die Waffe, allerdings kann er sie da noch anfassen und sie ist nicht in Decken verhüllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Szene zeig einen Zwergen in einer dunklen Rüstung, der in einer Schmiede mit einem seltsam schlanken, rundlichen Amboß steht und sich mit einer etwas größere Gestalt, Brenell, streitet. Dorn liegt auf dem Amboß.&lt;br /&gt;Dann hört die Vision einfach auf, reißt ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist ja doch etwas an Goins verrückten Ideen dran.&lt;br /&gt;Immerhin verändert sich die Waffe tatsächlich ab und zu, wenn Furgas das will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch warum arbeitet ein Solar, wenn auch ungern, überhaupt mit Brenell zusammen? Würde sich ein Celest nicht eher die Flügel abschneiden, bevor er einen Vertrag mit den Baatezu eingeht? Gut, sie kommen besser mit denen aus als mit den wilden Tana'ri, aber dicke Freunde sind sie trotzdem nicht, das haben wir schon als Planlose in Barmak gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn Furgas sich sträubt, wir beschließen auf den Berg Celest zu gehen und einfach dort zu fragen. Nur weil er sich dort nicht mehr blicken lassen soll mit solchen Anfragen, wie er sagt, heißt das ja nicht dass wir es auch nicht dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir packen unsere paar Habseligkeiten, auf dem Weg zum Baumportal hole ich mein Ur'epona ab und dann marschieren wir los. Endlich mal eine vernünftige Ebene, auf der ich meine Lieblinge mitnehmen kann!&lt;br /&gt;In Sigil führt uns Furgas zielsicher in eine der schlechteren Gegenden, warum auch immer ein Portal zum Berg Celest in einem solchen Dreckloch liegt wissen wohl nur die Götter selbst. Wir durchschreiten das Portal...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... und platschen nach ein paar Metern freiem Fall ins Wasser. Na wunderbar, kein Verlaß auf Furgas' Fähigkeiten als Ebenenführer. Von wegen, Portal am Fuß eines Berges! Der Berg ist noch meilenweit von uns entfernt, nur ein riesiger Schemen am Horizont. Furgas schwebt natürlich über uns im Trocknen und guckt ganz unschuldig.&lt;br /&gt;Neben mir quiekt Ig'nea, ihr scheint das Baden keinen Spaß zu machen. Als Feuergenasi wohl auch nicht verwunderlich. Oder liegt es an etwas anderem? Sie sieht jedenfalls schleunigst zu, aus dem Naß herauszukommen. Mein armes Ur'epona ist wohl auch ein wenig zu überrascht von diesem Ausgang, denn plötzlich ist an seiner Stelle nur noch kurz ein pferdeförmiges Loch im Wasser bis die Wellen es wieder verschlucken. Hoffentlich hat es sich nach Hause teleportiert und nicht sonst wo hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich mich mit meinen nassen Federn nicht allein aus dem Wasser hieven kann, zieht mich Furgas schließlich heraus und wir machen uns auf den Weg zum Berg. Das Meer glänzt silbrig im Sternenlicht der Dämmerung, und wir erkennen, dass der Fuß des Berges gar nicht so klein ist, wie er anfangs wirkte. Ein paar Siedlungen werfen helle Lichtpunkte übers Wasser.&lt;br /&gt;Kurz darauf sehen wir unter uns einige regenbogenfarbene Wesen im Wasser auf uns zuschwimmen, sie winken nur kurz und entfernen sich dann wieder. Wie nett.&lt;br /&gt;Nicht mal eine Minute später kommen drei geflügelte Frauen auf uns zu. Sie sind schwer gerüstet, und irgendwie sehen sie mir ein bißchen ähnlich. Auf die Frage nach unserem Begehr antworten wir, dass wir zur Feste zum Großen Kreuz möchten, woraufhin sie uns auffordern, ihnen zum Fuß des Berges zu folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganze sieben Stunden dauert der Flug, doch ich empfinde die Reise als sehr angenehm. Auch Goin und Furgas scheinen den nächtlichen Ausflug zu genießen, nur Ig'nea wirkt angespannt. Vielleicht ist sie aber auch noch brummelig wegen des unerwarteten Bades.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Fuß angelangt deuten die Frauen auf einen Weg, der sich in Serpentinen nach oben schlängelt, bis er sich in etwa einem Kilometer Höhe in den Wolken verliert. Dem Pfad sollten wir folgen, er brächte uns nach Merkuria. Dann verlassen sie uns, nicht jedoch ohne uns zu mahnen, hier die Gesetze zu achten und nichts Böses zu tun. Als ob das nicht selbstverständlich wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir steigen bergan. Hübsch ist es hier. Alles macht einen friedlichen, ordentlichen und zufriedenen Eindruck. Das silbrige Strahlen der Sterne schimmert auf den Kieseln und erhellt unseren Weg, ein Bächlein rinnt fröhlich neben uns her. Wir schreiten federleicht, naja bis auf Ig'nea, die schnauft, und kommen einige Stunden später zu einem kleinen Dorf, das ausgelassen feiert. Neugierig fragen wir nach dem Anlaß: es ist der Tag der Kreuzritter. Sofort zaubert Goin ein Liedchen aus dem Ärmel, und man läd uns freundlich ein, uns an den Tisch zu setzen.&lt;br /&gt;Die Leute sind ausgelassen und fröhlich, kräftiges Bier und süßer Wein werden zu reichhaltigem Essen serviert. Niemand scheint hier einen Kater zu befürchten. Goin singt ein Heldenepos nach dem andern, wir tanzen, feiern und lassen uns von der guten Laune anstecken. Ich glaube sogar Ig'nea ist wieder versöhnt, jedenfalls unterhält sie die Kinder mit Feuertricks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie sich Furgas mit einem älteren Mann unterhält, doch bevor ich zu ihnen gehen kann, spricht mich ein kleiner Junge an. Er fürchtet sich offenbar vor der Dunkelheit und glaubt, etwas herumschleichen gesehen zu haben. Etwas Böses. Die anderen Kinder sagten, es sei Ig'nea, doch die habe er schon gefragt und sie hat verneint.&lt;br /&gt;Und weil ich ein Held bin, voller guter Laune und gutem Wein, gehe ich also mutig auf Monsterjagd um das Dorf herum. Auch die andern folgen nach und nach meinem guten Beispiel, langsam frage ich mich, ob das vielleicht ein Spiel der Kinder ist. Schick die netten Fremden auf die Suche nach dem Schwarzen Mann. Aber wie erwartet sind keine bösen Monster zu entdecken, es sei denn man findet Rehe gefährlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich begeben wir uns zur Nachtruhe. Wobei Nacht ein seltsamer Begriff ist, denn es hat den Anschein, dass es hier immer nur silbriges Sternenlicht gibt, mehr oder weniger hell.&lt;br /&gt;Als ich erwache, sind die braven Bürger längst ihren Arbeiten nachgegangen. Ein Krug frisches Wasser und ein herzhaftes Frühstück stehen dennoch für uns bereit, und für jeden eine säuberlich gepackte Wegzehrung. Hier gefällt es mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sterne leuchten hell am Himmel als wir uns schließlich wieder auf den Weg bergan machen. Furgas erzählt, dass er gestern einer unfruchtbaren Frau seinen Segen geben sollte. Ich wünschte er würde sich öfter auf diese Seiten seines Paladintums besinnen als auf die holzköpfige Brutalität. Mein Held. Hoffentlich konnte er der armen Frau helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind noch nicht weit gekommen, da springt Furgas plötzlich ins Gebüsch. Er winkt uns heran, vor uns liegt ein totes Reh, dem feinsäuberlich ein Bein abgetrennt wurde. Blutspuren führen uns zu einem Lagerplatz mit einem noch nicht ganz erkalteten Feuer. Hier haben zwei Personen gelagert. Furgas ist empört, auch ich finde eine solche Verschwendung nicht in Ordnung; gegen das Jagen von Tieren zum Essen habe ich im Grunde nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Stunde Fußmarsch treffen wir auf zwei reisende Söldner, die sich ächzend und stöhnend den Weg hinaufschleppen. Sie geben unumwunden zu, das Reh getötet zu haben, und dass das wohl noch zu dem beschwerlichen Marsch beigetragen haben mag. Also so funktioniert das hier! Kein Wunder, dass Ig'nea so viel mehr Mühe mit dem Wandern hat als Furgas. Der Braunhaarige erzählt, dass sie aus Sigil gekommen seien, vom Gnadentöterweg, doch ursprünglich stamme er aus Damara. Goin fällt natürlich gleich wieder ein passendes Lied ein, scheint in seiner alten Heimat zu liegen dieses Damara. Scheint es nur so oder laufen die beiden jetzt schon beschwingter?&lt;br /&gt;Kurze Zeit später werden wir von einem Paladin in strahlend weißer Rüstung überholt. Obwohl er ganz gemütlich zu gehen scheint, fliegt er förmlich an uns vorbei. Als wir ihn ansprechen, kehrt er zurück und erklärt uns, dass jeder Weg hier so lange dauert, wie er eben dauert. Und dass Ig'nea einen sehr langen Weg vor sich hätte, daher solle sie in sich Gehen und das Gute entdecken. Mit diesen Worten verabschiedet er sich und zieht davon, sehr begeistert ist Ig'nea nicht. Goin versucht, sie mit unserem liebgewonnenen Lied von Ipkunis aufzumuntern, und als wir erneut an einer Biegung vorbeikommen, läßt er sich hinreißen und flechtet die Urworte der Schöpfung in sein Lied.&lt;br /&gt;Von weit oben kommt da der Paladin herangebraust und mahnt Goin freundlich aber bestimmt, dass es zwar nicht verboten sei, diese Worte zu sprechen, doch sie hätten große Macht und könnten, wenn er auch nur einen Fehler in der Betonung machen würde, großen Schaden anrichten. Disharmonie in den Wohlklang bringen. Und Fehler werden hier hart bestraft.&lt;br /&gt;Den Rest des Weges bringen wir daher lieber ohne die magischen Worte hinter uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Tagen kommen wir an der Abzweigung zu Bahamuts Heimstatt vorbei, ich muß an Drakas Sinnesstein denken. Ob sie wohl hier war?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am dritten Tag endet der Weg an einem weißen Marmorpalast, der sich eng an die steile Felswand drängt. Weithin sichtbar prangt das Banner Helms an den Mauern, dies ist das letzte Bollwerk Lunjas. Man läßt uns ein und führt uns durch sich endlos windende Gänge immer weiter bergan, Stufe um Stufe. Selbst für Furgas und mich wird das tagelange Aufsteigen langsam anstrengend, Ig'nea ist beinahe am Ende ihrer Kräfte, doch ihren Sturkopf gibt sie nicht auf.&lt;br /&gt;Wir machen eine kleine Pause, und da kommen tatsächlich die beiden Söldner die Treppen hinaufgekeucht. Sie sind mehr tot als lebendig, der Blonde spuckt sogar schon Blut. Was für ein Auftrag kann nur solche Qualen wert sein? Furgas besinnt sich erneut auf seine guten Qualitäten und heilt den Söldner, auch wenn Ig'nea ihn argwöhnisch dabei beobachtet. Etwas mehr selbstlose Nächstenliebe würde ihren Weg hier sicherlich erleichtern, warum versteht sie das bloß nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir wieder zu Atem gekommen sind, mühen wir uns weiter die Stufen hinauf. Der Blonde folgt uns langsam, ohne seinen Kameraden. Nach einem halben Kilometer langen wir an einer rauhen, schroffen Felswand an, deren Ende in den Wolken versinkt. Von jetzt an heißt es klettern.&lt;br /&gt;Ich überlege gerade, ob wir das überhaupt schaffen, da überholt uns der Söldner und mit eisernem Willen krallt er sich Zentimeter für Zentimeter die Wand entlang nach oben.&lt;br /&gt;Ich seufze. Kneifen gilt nicht, wenn er das schafft müssen wir es doch auch. Also beißen wir die Zähne zusammen, raffen unsere müden Knochen auf und hieven uns nach oben. Schon nach wenigen Metern haben wir ihn überholt, mehr als Heilung und tröstende Worte können wir ihm leider nicht mit auf den Weg geben, denn wie es schon der Paladin sagte: Hier dauert der Weg für jeden so lange, wie er eben dauert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Aufstieg kommt mir wie eine Ewigkeit vor, und ich gewinne Hochachtung vor Ig'neas unbeugsamem Willen. Sie muß es noch härter treffen als uns, und selbst ich muß mich gelegentlich an Furgas' Arm ausruhen. Verflixt, ich hätte früher doch mehr klettern üben sollen, bloß wo?&lt;br /&gt;Kurz bevor wir die Kante erreichen, stellt uns ein besonders steiles Stück noch vor eine Herausforderung, doch dann schleifen wir uns endlich bäuchlings auf das von goldenem Licht durchflutete Plateau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor uns liegen Wiesen, Wälder, alles in dieses sanfte goldene Licht getaucht. Ein Weg führt zu einem gewachsenen Holztor, vor dem ein Bär im Priestergewand an einem Pult steht und immer wieder Bittsteller, die sich in einer langen Reihe brav angestellt haben, entweder durch das Tor winkt oder abweist.&lt;br /&gt;Während die anderen sich in die Reihe stellen, wage ich einen Blick über den Rand. Der Blonde klammert sich verzweifelt am Steilhang fest und streckt mir hilfesuchend die Hand entgegen. Ich helfe ihm hinauf und kaum dass er festen Boden unter den Füßen hat, bricht er zusammen und bleibt einen Moment lang wie ein Fisch an der Luft japsend liegen. Der wäre glatt abgestürtzt. Doch er hat denselben Sturkopf wie Ig'nea, und sobald er wieder atmen kann, robbt auf die Schlange der Wartenden zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas, Goin und ich werden gleich durchgewunken, bei Ig'nea meint der Bär jedoch, es stünden fünf mal Nein gegen fünf mal Ja, also warum ist sie hier? Sie antwortet: um ihre Freunde zu schützen - und wird durchgelassen. Hat sie also doch etwas gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite stehen wir in einer sehr geordneten Gegend: wogende Weizenfelder säumen schnurgerade den ordentlich geharkten Weg, und viele Leute sind unterwegs, streben aufwärts. Auch hier zählt nicht, wohin man geht, sondern wohin mal will.&lt;br /&gt;Furgas und ich wollen zum Großen Kreuz, doch Goin und Ig'nea werden wieder einmal von ihrer Paranoia gepackt und verfolgen den Blonden, kehren aber bald ohne bahnbrechende Erkenntnisse zu uns zurück.&lt;br /&gt;Die Feste zum Große Kreuz ist ein imposantes Gebäude: eine runde Mittelkuppel, von der fünf Gebäudestränge sternförmig abgehen, und jede Menge Bittsteller. Also heißt es wieder anstehen und warten.&lt;br /&gt;Am Abend werden wir zu dem Solar vorgelassen. Er ist nicht erfreut, Furgas erneut zu sehen und wiederholt uns gegenüber, was er ihm wohl schon gesagt hatte: er kann uns nicht helfen. Nicht, er WILL uns nicht helfen, er kann es nicht. Weil wir Verbannte wären. Er weiß etwas! Über unsere Herkunft, was wir sind, und irgendwie hält ihn das davon ab uns helfen zu dürfen. Oder ist es einer dieser vertrackten Baatezuverträge, der ihn bindet? Das einzige, was er bestätigt ist, dass wir uns Sorgen wegen Brenell machen sollten. Als ob wir das nicht wüßten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wenig enttäuscht machen wir uns auf den Rückweg. Wenigstens müssen wir nicht denselben langen Weg zum Portal nehmen, sondern man zeigt uns ein anderes Portal: in einem Haus durch die linke Tür gehen, sich mit einem schwarzen Kiesel ritzen und das Blut verreiben. Natürlich haben sie nicht gelogen, und so sind wir nur einen Tag nach unserem Treffen mit dem Solaren wieder in Sigil, noch dazu einem recht guten Viertel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Stunden später sitzen wir einmal wieder mit Arthur am großen Tisch und reden über unsere traurige Ausbeute an Informationen. Die Reise zum Berg Celest an sich war sehr interessant für mich, aber was die Waffen angeht sind wir nicht wirklich weitergekommen. Selbst Arthur, der schon viel herumgekommen ist und uns die abenteuerlichsten Geschichten von riesigen Silberblöcken und großem Reichtum erzählt, hat noch nie etwas von kaltgeschmiedetem Adamant gehört und mag es auch nicht glauben. Selbst als er Dorn in die Hand nimmt, es zum Schwert wird und blau zu leuchten beginnt, denkt er noch immer es sei aus normalem Adamant. Immerhin erkennt er, dass es sehr mächtig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arthur erzählt auch einiges über die magischen Verträge der Baatezu, wie sie funktionieren und wie man sie aushebeln kann. Je mächtiger der Vertragspartner, umso schwieriger wird es jedoch, ein Schlupfloch zu finden. Über Odo, der gerade nicht da ist, meint er er sei ein echter Tausendsassa. Mit dem würde ich mich gern mal wieder unterhalten, aber der ist so oft weg.&lt;br /&gt;Furgas verabschiedet sich weil er noch etwas einkaufen will, und auch ich kann endlich nach meinem Ur'epona sehen, das tatsächlich wohlbehalten in seinem Stall in Blautann angekommen ist. Braves Tier. Es hat sich einen langen, ausgiebigen Ausritt verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich später nach Sigil zurückkehre, finde ich in Arthurs Haus einen schwer angeschlagenen Furgas wieder, ein großes Loch prangt in seiner Rüstung. Viel ist aus ihm nicht herauszubringen, ich glaube er schämt sich. Sagt irgendwas von Fehler gemacht und Dorn hätte ihn bestraft. Dorn? Hat das was mit diesem eigenen Bewußtsein zu tun? Langsam wird mir diese Waffe unheimlich. Ich kümmere mich um seine Wunden, doch für seine Rüstung kann ich nichts tun und ich fürchte den größten Knacks hat sein Stolz abbekommen. Jedenfalls zieht er sich recht schnell in Arthurs Dachkammer zurück und verbringt dort eine Menge Zeit, vermutlich mit Büßen.&lt;br /&gt;Bevor er geht meint er aber noch, das einzige Gute daran wäre gewesen dass er viel Zeit zum Nachdenken gehabt hätte und nun davon überzeugt sei, wir müßten noch einmal der Spur des von Brenell gestohlenen Babys nachgehen. Der letzte Hinweis auf dessen Verbleib war von dem Zauberfresser in Ipkunis gekommen: Kront.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogleich begebe ich mich zu den Sinnsaten und stelle Nachforschungen über dieses Kront an. Ich finde heraus, dass es sich dabei um ein Gebiet auf der Ebene Ysgard handelt, eisige Sümpfe, in denen kein Mensch ernsthaft leben will.&lt;br /&gt;Deshalb leben dort auch keine Menschen, sondern die Drachenartigen. Von ihren menschlichen Vorfahren als Bastarde abgelehnt, von ihren drachischen Ahnen als schwach ausgestoßen, haben sie sich dort zusammengetan und leben, fast wie wir im Dorf früher, friedlich zusammen: chromatische und metallische Drachen, Halbdrachen, eben alle. Das gefällt mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stoße außerdem auf eine viele hundert Jahre alte Aufzeichnung eines Sinnsaten, ein Art Vers:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kam die Schar der Verzweifelten Hundert,&lt;br /&gt;bis zum Großen Auge des Tages.&lt;br /&gt;Einauge, der sie führte, verging&lt;br /&gt;als Letzter in Feuer, Chaos und Waffengeklirr.&lt;br /&gt;Aus Tag wurde Nacht.&lt;br /&gt;Und so herrscht er in Quesre als Ewiger Wahrer&lt;br /&gt;und Hüter des zerfallenen hellblauen Auges.&lt;br /&gt;Hab acht, es mag blinzeln!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon wieder kryptische Rätsel. Nun, ich habe Zeit.&lt;br /&gt;Über Quesre finde ich heraus, dass es das stabile Gebiet zwischen Tamra, Man's End und Ipkunis ist. Also vermutlich das ehemals stabile Gebiet, denn Ipkunis fehlt ja nun in der Triangel. Und wer weiß, was aus Tamra geworden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erzähle den anderen von meinen Entdeckungen und langsam verfestigt sich der Plan, nach Kront zu reisen. Auf Ysgard war ich auch noch nie! Vielleicht lockt das auch Furgas wieder von seinem Holzscheit runter. Er und Arthur haben in den letzten Tagen viel Zeit zusammen verbracht. Hoffentlich bewahrt ihn das demnächst vor seinem rachsüchtigen Hammer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bevor wir die Reise nach Kront antreten können erhalte ich eine Einladung in die Festhalle, im Bezirk der Dame! Die Sinnsaten richten dort eine rauschende Ballnacht aus, alle wichtigen Persönlichkeiten Sigils werden anwesend sein, Musik und Tanz, Köstlichkeiten von allen Ebenen! Eine solche Einladung ist eine der höchsten Ehren, die einem Sinnsaten zuteil werden kann, vor allem wenn man noch gar nicht so lange im Bund ist wie ich.&lt;br /&gt;Aufgeregt mache ich mich auf den Weg zu einem guten Schneider. Der Elf ist zwar ziemlich schnöselig, nimmt Maß und wedelt mich dann hinaus, aber macht einen fachkundigen Eindruck. Die Kleider in seiner Ausstellung sind wahrhaft gigantisch: Samtweiche Stoffe, herrliche Farben, einfach ein Traum.&lt;br /&gt;Gerade mal vier Stunden später liefert ein Bote ein großes Paket bei Arthurs Haus ab. Mein Kleid! Ein bombastisches Gebilde aus rot und gold, komplett mit Reifröcken, Korsett, Haken und Ösen. Da komme ich nie rein, geschweige denn ohne Waffengewalt wieder raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Arthurs Hausmädchen scheinen sich mit solchen Dingen auszukennen und führen mich in ein Ankleidezimmer. Die folgende Prozedur ist fast so schlimm wie der Kampf um Ipkunis im Abyss. Nicht nur, dass mir dieses Korsett das Leben aus dem Leib zu pressen scheint wie den Saft aus einem zerpquetschten Apfel, es macht den beiden Damen wirklich Spaß, mich mit meinem eigenen Kleid zu foltern.&lt;br /&gt;Doch damit nicht genug: in meinem Rücken schnattern die beiden sorglosen Plappermäuler ganz ungeniert über die körperlichen Vorzüge von Paladinen. Ganz besonders die muskulöse Brust von dem süßen Neuen, den sie heute in der Badewanne massiert haben. Da müßte man doch heute Nacht mal vorbeischauen, albernes Gekicher.&lt;br /&gt;Hätte mich nicht dieses vermaledeite Korsett daran gehindert, wäre ich explodiert. So ist mir nur der Kragen geplatzt und ich verbat mir jeden weiteren Kommentar.&lt;br /&gt;Buße tun. Spitzer Holzscheit. Soso.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch lange kann das kindische Geschwätz der beiden meine Laune nicht trüben: als ich im Spiegel das Ergebnis bewundern kann, ist jegliches Unbill vergessen. Einfach himmlisch. Ungewohnt, aber entzückend. Auch Furgas staunt nicht schlecht, als ich die Treppe hinunterschreite.&lt;br /&gt;Draußen erwartet mich bereits eine Kutsche, und siehe da - Ig'nea hat ebenfalls beschlossen, auf den Ball zu gehen. In MEINEM Kleid! Sowas. Sie hätte etwas mehr Anstand und Fantasie besitzen können. Und außerdem, woher will sie die Einladung nehmen? Doch all das kümmert sie wohl nicht, also braust der Achtspänner schließlich mit zwei Balldamen davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach eineinhalb holprig rasanten Fahrtstunden kommen wir endlich an der Halle der Sinnsaten an und laufen von dort aus das kurze Stück zur Festhalle. Eine lange, bunte Schlange wartet dort schon auf Einlaß. Ein Ogermagus mit Monokel und schwarzem Samtanzug kontrolliert die Gäste, und ein Knochenteufel zerfällt vor meinen Augen zu Staub! Gefälschte Einladung.&lt;br /&gt;Ich werfe schnell einen Blick zu Ig'nea. Doch sie ist zuversichtlich, wenn ich sie nicht auf meine Karte mit hineinnehmen kann, wird sie sich jemanden suchen. Nun bin ich erleichtert, denn bei psionischen Tricks und Fälschungen versteht man hier offenbar keinen Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie befürchtet gilt meine Einladung nur für mich, doch der Oger scheint irgendwie Verständnis für Ig'nea zu haben und läßt sie etwas abseits der Schlange warten. Wie ich sie kenne, findet sie sicher jemanden, der noch eine hübsche junge Begleitung sucht.&lt;br /&gt;Also betrete ich vorerst allein die Festhalle. Was für eine Stimmung! Kronleuchter werfen ihr tausendfach gebrochenes Licht auf einen riesigen Saal, edle Musik schwingt federleicht durch die Luft wie die tanzenden Paare auf der Tanzfläche. Rundherum stehen die schillerndsten Persönlichkeiten in großen und kleinen Grüppchen, plaudern und lachen oder gehen wohl auch ernsthafteren Themen nach. Gerade dann sind auch Leibwächter anwesend, wenn auch sehr diskret.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch für Politik interessiere ich mich heute Abend nicht. Nach einem kleinen Abstecher zum reichhaltigen Buffet stürze ich mich ins Getümmel der Tanzfläche. Die meisten der Gruppentänze kenne ich zum Glück mittlerweile, sogar der Tanz aus dem Dörfchen in Lunja ist darunter.&lt;br /&gt;Zwischendurch sehe ich immer wieder mal Ig'nea, einen reichen Schönling am Arm. Sie schafft es doch immer wieder, muß ich lächelnd bei mir denken.&lt;br /&gt;Kurze Zeit später habe ich das Gefühl, dass mich die Leute hin und wieder merkwürdig ansehen, doch ich kann mir keinen Reim darauf machen. Bis mir ein Freund von den Sinnsaten verrät, dass eine junge Frau, die genau dasselbe Kleid trägt wie ich, von einem völlig ungenierten Dandy auf dem Büffet vernascht worden wäre. Ig'nea!! Irgendwann drehe ich ihr doch noch den Hals um!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag bin ich zwar rechtschaffen müde, habe aber eine herrlich beschwingte Nacht hinter mir. Das scheint nicht bei allen der Fall gewesen zu sein, denn Goin berichtet mir etwas von nächtlichen Besuchen der beiden Hausmädchen bei Furgas, doch der beteuert mir sofort auf Knien, er habe sie davongejagt. Ein wenig macht es sogar Spaß, ihn zappeln zu lassen, aber natürlich glaube ich ihm. Nach der Sache mit Ig'nea würde er mich bestimmt nicht mehr anlügen. Er kann noch immer so süß sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Länger läßt sich die Reise nach Kront nicht aufschieben, also beginnen wir mit den Reisevorbereitungen. Ein Portal dorthin zu finden gestaltet sich als unmöglich, wir müssen mit einem allgemeinen Weg nach Ysgard vorlieb nehmen. Es befindet sich am äußersten Rand Sigils, und praktischer Weise ist ganz in der Nähe ein Laden, in dem wir unsere Ausrüstung ein wenig an die kalten Verhältnisse dort anpassen können. Der Inhaber ist ein Knochenteufel, ich kann mir nicht helfen, ich mag die kleinen Biester einfach nicht; immer sehe ich das Bild des armen Dieners in Ordos Haus vor mir. Ganz zu schweigen von den quälenden Minuten im Eisblock.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher überlasse ich es den anderen, mit ihm zu verhandeln und mache meinen Besorgungen lieber anderswo.&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-957175635804030914?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/957175635804030914/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=957175635804030914' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/957175635804030914'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/957175635804030914'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/06/hinauf-nach-merkuria_14.html' title='Hinauf nach Merkuria'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-1788012992910450372</id><published>2007-06-01T10:34:00.000+02:00</published><updated>2007-06-01T12:14:18.429+02:00</updated><title type='text'>Unauffindbar - oder nicht?</title><content type='html'>&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Arthur verschluckt sich beinahe an seinem trockenen Brotkanten, als Furgas mir den Antrag macht. Auch die anderen sind nicht um Kommentare verlegen, Elidan scheint das ganze für eine weitere Kinderei zu halten und drängt darauf, sich endlich wichtigen Dingen zuzuwenden, wie nach Ipkunis zurückkehren und das Ritual durchführen.&lt;br /&gt;Sind heute morgen denn alle verrückt geworden?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ig’nea würde lieber nochmal den Mönchen nachspüren, diesmal aber nicht wieder davonlaufen wenn sich die Möglichkeit eines Kampfes ergibt. Das Ritual könnte dabei nur stören. Als ich sie höflich darauf aufmerksam mache, dass sie in diesem Fall für immer von den Mönchen „geläutert“ werden könne, wenn die sie in die Finger bekommen, fährt sie mich an was ich denn davon verstünde, wer wäre ich denn überhaupt und dass ich mir doch nichts auf Furgas’ Antrag einbilden solle; an ihre Künste würde ich sowieso nie heranreichen.&lt;br /&gt;Ist das Feuerteufelchen etwa eifersüchtig? Bloß weil sie keiner heiraten würde, muß sie mich nicht gleich so ankeifen, ich kann schließlich nichts dafür dass Männer sie nur für das eine nehmen.&lt;br /&gt;Das war wohl keine so gute Antwort; sie läßt es sich nicht nehmen, mir haarklein unter die Nase zu reiben, wie sie Furgas zum Fliegen gebracht hat. Aber im Grunde hatte ich es ja schon geahnt. Nur hätte ich es ihm nicht zugetraut, nicht nach seiner Wandlung.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Geknickt und immer noch ein wenig wütend verlasse ich mit den anderen Ig’nea und Goin, die noch Geschäfte hier in Sigil zu erledigen haben und uns erst in drei Tagen nach Ipkunis folgen wollen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ipkunis bietet einen imposanten Anblick. Die Stadt ist gewachsen, seit wir sie zum letzten Mal sahen, der weiße Turm mit etwa hundertfünfzig Schritt leuchtet uns schon von weitem entgegen. Unsere Ankunft wird von der Bevölkerung mit großer Freude gefeiert, man bereitet uns einen wirklich heldenhaften Empfang! Die Stadt hat sich wirklich zu ihrem Vorteil entwickelt. Auch die umliegenden Dörfer profitieren von Ipkunis und gedeihen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Elidan beschließt, als erster das Ritual durchzuführen und verschwindet mit Luzija in der Akademie der Magier. Wir anderen nutzen ihre Abwesenheit, um nach unseren eigenen Projekten zu schauen.&lt;br /&gt;Der Park erfreut sich bei der Bevölkerung besonderer Beliebtheit, er nimmt einen Großteil der Stadtfläche ein und Teile von ihm sind mittlerweile ebenso wanderfreudig wie manche Straßen hier. Endlich wieder grüne Wiesen, Bäume und ein blauer Himmel! Erst jetzt merke ich, wie sehr mir das im staubigen, gelblich-kranken Dunst von Sigil doch fehlt - fast so sehr, wie mein treuer Adler, der wieder zu mir zurückgefunden hat, kaum dass wir das Portal durchschritten hatten.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Furgas weicht kaum mehr von meiner Seite. Kein Wort des Geständnisses über die Sache mit Ig’nea, als wäre nie etwas gewesen. Was soll ich bloß tun?&lt;br /&gt;Vorerst stürze ich mich in Arbeit. Wir begeben uns zu dem weißen Turm. Er hat nun eine etwas ausgefeiltere Form, mit einer vierstöckigen Fensterreihe im oberen Bereich und sogar einer angedeuteten Tür am Fuße! Als wir klopfen, öffnet uns ein alter Bekannter: Rinpi.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Der kleine Zauberer bittet uns hinein und schwups, werden wir durch etwas nach oben gesaugt zu den Fensterreihen. Er erklärt uns, dass er in unserer Abwesenheit auf den Turm aufgepaßt und außer ein paar Trennwänden auch keine Veränderungen vorgenommen hätte. Dieses Gebäude sei metaphysisch, nur ein Symbol, für den Zustand der Stadt. Ihre Seele. Früher war es ein Kubus, dann hat sich die Stadt verändert und daher hat sich der Turm angepaßt - und wurde zu diesem Gebilde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Maschine ist noch da, in der Spitze des Turms. Sie erhalte gutes Futter, hauptsächlich von Sam. Schlagartig erinnere ich mich an Jarvis’ Warnung, Sam wäre vielleicht nicht der selbstlose Freund und Retter, für den wir ihn hielten. Rinpi bestätigt meinen Verdacht: die Energie stammt nicht von magischen Gegenständen, sondern von Menschen, einer moralisch äußerst verwerflichen Art von „Futter“.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Von Goin erfahren wir, dass sich die Diebesgilde unter Sam tatsächlich umstrukturiert hat: sie verdingen sich nun hauptsächlich als Meuchler, wenn auch eher außerhalb der Stadt, was es in Ipkunis’ Mauern relativ friedlich sein läßt. Bis zum Sultanat seien sie bereits vorgedrungen, auch wenn sie es dort noch schwer haben. Ebenso im Kaiserreich, denn dort geht man mit Konkurrenz wenig zimperlich um. Ich traue diesem Sam immer weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann bin ich an der Reihe, das Ritual durchzuführen. Mit einem vorfreudigen Lächeln führt mich Luzija in diese schreckliche Folterkammer hinunter. Elidans Blut klebt noch frisch an der Holzbank, den Wänden und überhaupt überall. Ich muß völlig verrückt sein.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Sie schnallt mich fest und meint, es würde zwar eine Weile dauern und ein bißchen weh tun, na gut, sehr weh tun, aber danach würde ich mich viel besser fühlen. Das diabolische Glimmen in ihren Augen läßt mich zweifeln, doch nun gibt es kein Zurück mehr. Seelenruhig schlägt sie das Ritualbuch auf, stellt die Frauenstatue darauf und geht fröhlich summend ihr Sortiment an Folterwerkzeugen durch, bis sie das passende gefunden zu haben scheint. Dreht es prüfend in der Hand, sucht eine Stelle unter meinem Brustkorb, lächelt mich an - und treibt die Klinge in mein Fleisch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Die Schmerzen sind unerträglich. Zwei Tage lang quält mich Luzija auf jede erdenkliche, kranke Weise. Zwei Tage lang pendele ich zwischen Sterben und Leiden. Zwei Tage lang versucht sich mein Körper gegen die wahnsinnigen Schmerzen zu wehren.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Am dritten Tage gibt er auf.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Es ist, als ob auf einmal ein Schalter in meinem Kopf umgelegt wurde. Der Verstand schaltet sich einfach ab. Ich empfinde die Schmerzen als &lt;i style=""&gt;schön&lt;/i&gt;. Ist das die einzige Möglichkeit, wie mein Körper damit umgehen kann, ohne verrückt werden? Oder ist das bereits Wahnsinn?&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ich fühle mich plötzlich Luzija stärker verbunden als je zuvor. Selbst dass sie vor -- meinem Auge -- das andere verspeist hat, kann ich ihr einfach verzeihen. Eine solche Art der Nähe habe ich noch nie empfunden, als ob sie mein Zwilling wäre, ein Teil von mir selbst. Ich bewundere ihre Arbeit an meinem Fleisch, jeder Schnitt Präzision, voller Hingabe. Sie führt mich näher an den Rand, immer näher. Ich kann die Kälte schon spüren, eine unbarmherzige und gleichgültige Kälte, ganz anders als damals im Eisblock. Kann hinabsehen in die dunkle, unendliche Schwärze des Abgrunds...&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Im letzten Moment reißt mich Luzija zurück.&lt;br /&gt;Doch einem Teil von mir fällt es schwer, sich von den Torturen des Rituals zu lösen. Luzijas Arbeit ist getan, sie bindet mich los und übergibt mich in Furgas’ Pflege, aber ich bin rastlos. Etwas verfolgt mich, aus dem Abgrund heraus...&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;In der Nacht träume ich von schattenhaften Gestalten, seltsam vertraut, die mich locken. Sie bringen mich zu einem Fremden, doch ich weiß, dass es ein Psioniker ist. Er beschwört Bilder herauf, eine tanzende und singende Gestalt, einen vermummter Kämpfer mit einem Totenschädel auf der Brust. Als er seine Kapuze wegzieht sehe ich, dass sein Kopf auch beinahe wie ein Schädel aussieht, dünne Haut spannt sich über den Knochen. Er beschützt die beiden anderen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche vergeht. Elidan hat sich mittlerweile vom Ritual erholt und unterstützt die anderen bei dem Vorhaben, eine erste Handelskarawane nach Sigil zu entsenden. Doch meine Genesung geht nur schleppend voran.&lt;br /&gt;Liegt es an diesem Ort? Oder werde ich tatsächlich beobachtet? Furgas meint, ich wäre paranoid, eine Folge des Rituals. Vielleicht hat er recht; aber nur, weil ich paranoid bin heißt das doch nicht, dass mich nicht vielleicht tatsächlich jemand verfolgt? Womöglich ist er es ja, der meine Genesung verzögert. Etwas stimmt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Am nächsten Abend als Furgas gerade eingeschlafen ist, öffne ich ein Fenster, es ist so stickig hier. Da flattert plötzlich hinter mir einen Zettel auf dem Boden. Es ist eine Einladung für mich zur Erholung nach Man’s End! Wo kommt der auf einmal her? Hatte Furgas etwa versucht, ihn vor mir zu verstecken? Fieberhaft versuche ich mich zu erinnern. Man’s End. Die gerechte Lady Esalis, die alten Helden die sich dort von ihren großen Taten erholen, heiße Quellen, Heilbäder - das ist es! Dort werde ich sicher sein.&lt;br /&gt;Ohne zu zögern schwinge ich mich aus dem Fenster und lasse Ipkunis hinter mir, die Stadt in der ich mich ständig verfolgt fühle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sechzehn Tage später kehre ich nach Ipkunis zurück.&lt;br /&gt;Ein wenig peinlich ist mir mein Verhalten schon, und die anderen bestürmen mich mit Fragen, allen voran natürlich Furgas. Ich kann es mir nicht anders erklären als dass mein Körper die Foltern des Rituals von uns allen am schlechtesten verkraftet hat und er sich mit dieser verrückten Paranoia wohl vor weiterem Schaden schützen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenigstens bin ich nun wieder vollständig hergestellt und Herrin meiner Sinne, jedenfalls glaube ich es. Man’s End ist tatsächlich ein hervorragender Kurort, den werde ich mir merken. Nur die abendlichen Lagerfeuergeschichten der Althelden werden irgendwann langweilig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anderen berichten, was in der Zwischenzeit alles geschehen ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goins Handelskarawane ist bald bereit, nach Sigil aufzubrechen und wenn es soweit ist, werden wir sie als Schutztrupp begleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija hat Zwergenspione zum alten Baumportal entsandt, damit in Zukunft auch wir erfahren, wenn Freunde aus dem Dorf hier ankommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan hat sich nach seiner Regeneration in Forschungen vergraben, was es mit unserem kleinen Teleportationsproblem auf sich hat und wurde seitdem nur selten im Tageslicht erblickt&lt;/o:p&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas hat mit freundlicher Unterstützung vom Berg Celest einen beachtlichen Torm Tempel bauen lassen. Allein die Ankunft der 50 Mann starken Prozession mit Bannern und Fanfaren, angeführt von einem gewaltigen Solar, muß ein Spektakel gewesen sein das ich sehr bedaure verpaßt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Tempel versäumt er es nicht, seinen Heiratsantrag zu erneuern. Sei kein Feigling, jetzt oder nie, denke ich mir und spreche ihn ehrlich auf die Sache mit Ig’nea an, wie sie mir an den Kopf geworfen hat was in der Nacht im Wald passiert ist, und dass seitdem mein Vertrauen in ihn gebrochen ist.&lt;br /&gt;Ich glaube, er ist ehrlich zerknirscht über seinen Moment der Schwäche, er gesteht es und schwört mir bei Torms Namen, einen solchen Treueeid nie zu brechen. Ich weiß zwar, wieviel Torm ihm bedeutet, aber ich bin keine seiner Gläubigen. Doch die Geste berührt mich. So viele gemeinsame Jahre lassen sich nicht einfach wegwischen. Schließich verspricht mir Furgas, mich nicht mit Schwüren zu bedrängen sondern mir durch Taten seine Loyalität zu beweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von nun an empfangen mich regelmäßig die schönsten Wildblumen. Also ist doch noch etwas von dem süßen Furgas unter dem harten Panzer verblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tag des Aufbruchs ist gekommen. Eine lange Wagenkolonne, beladen mit Gütern die Goin für Vielversprechend hält, rumpelt nach Sigil. Wir vereinbaren, dass immer zwei bei den Wagen auf dem Markt bleiben, die anderen können frei über ihre Zeit verfügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das tun wir auch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während Ig’nea ausgiebig die Läden Sigils unsicher macht, nutzt Elidan die vielfältigen Möglichkeiten der Stadt, um seine Forschungen zu beenden. Stolz erklärt er uns, das Geheimnis enträtselt zu haben: Jemand läßt uns Umwege auf der Astralebene machen, deshalb brauchen wir dort so lange. Er kann dies, weil er unsere Signatur manipuliert - genau erschließt sich mir das zwar nicht, aber ich verstehe diesen Teil: er kann den Effekt umgehen. Sehr schön, damit stehen uns die Ebenen offen! Ich bin so gespannt, was wir alles sehen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija und Furgas haben sich erneut daran gemacht, über Brenell und die Geschichte von Orth nachzuforschen. In dem halben Jahr, in dem wir die Karawane betreuten, pflastern schließlich zwanzig Gelehrte und Informanten ihren Weg, doch sie können etwas Licht ins Dunkel bringen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;Brenell Rean’oks Ursprünge liegen im Dunkeln, die ersten Aufzeichnungen reichen etwa sieben bis achttausend Jahre zurück. Das würde zu Yachinx’ Erzählung von Orth passen. Es heißt, er sei in der Hierarchie ganz weit oben und mache Verträge für die Dunklen Acht, die maßgeblich den Blutkrieg steuern und für die höllischen Angelegenheiten außerhalb Baators zuständig sind. Also auch zum Beispiel für einen verliebten Drow, der auf Athas um Hilfe bittet. Brenell hat angeblich einst einen Vertrag direkt mit den Acht gemacht, in dem es um irgendeine Materierwelt ging, wo dann eine Stadt komplett verschwand, doch Orth sei es nicht. Nun ja, es könnte sich dabei ja auch um die Feinde von Orth handeln, die als erstes vernichtet wurden.&lt;br /&gt;Die beiden stoßen auch auf ein Testament, das offensichtlich von Draka aufgezeichnet wurde! Draka berichtet darin, dass sie zum Mausoleum des Chronepsis gehen würde (schon wieder dieser Drache mit dem Zeitbezug), danach erweiterte sie es und teilte mit, dass sie auf dem Berg Celest zu Bahamut gehen wolle - dem Gott der goldenen Drachen. Na sie hat sich ja Ziele gesetzt.&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verbringe das halbe Jahr sozusagen zwischen den Welten. Wenn ich in Sigil bin, bewache ich entweder die Karawane oder treibe mich bei den Sinnsaten herum. Ihre Feiern sind legendär, und so ziemlich täglich. Auf einem meiner Streifzüge durch die Stadt stolpere ich über einen zerlumpten Händler, der putzige kleine Haustiere verkauft. Er nennt sie Limlim, für zwanzig Kupfer kann ich eins haben. Als ein besonders neugieriges Exemplar an mir hochhüpft und mich mit einem fröhlichen *piyo* anzirpt, schmelze ich dahin und kann nicht widerstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Großteil meiner Zeit verbringe ich jedoch in Arborea. Der kleine Limlim ist begeistert von so viel Grün und Natur, er macht meterhohe Freudensprünge und mehr als einmal muß ich ihn dann aus den unteren Zweigen der Bäume pflücken. Zum Glück ist mein Adler nicht eifersüchtig auf den neuen Familienzuwachs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Monaten stoßen wir bei einem Ausflug auf eine Herde wunderschöner Pferde. Ihr Fell schimmert strahlend weiß, und irgendwie habe ich das Gefühl, dass diese Tiere etwas ganz besonderes sind. Wild und frei, und doch kümmern sie sich um einander. Wie unsere kleine Gruppe.&lt;br /&gt;Ich beobachte sie von nun an jedem Tag, den ich in Arborea bin. Als ich auf einer Party in Sigil einem anderen Sinnsaten von diesen Pferden erzähle berichtet er mir aufgeregt, dass es sich bei diesen prachtvollen Tieren um Ur’eponas handeln muß. Es heißt, sie seien die Nachfahren der Pferdegöttin Epona und hätten von ihr eine besondere Macht geerbt: nur durch ihren Willen könnten sie von Ebene zu Ebene springen, was sie zu begehrten Reittieren für Reisende macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächsten Wochen folge ich der Herde auf Schritt und Tritt, beobachte ihr Verhalten und ihre Vorlieben. Nach und nach kann ich mich einem von ihnen nähern, und mit viel Geduld und Bestechungen in Form von Leckereien aller Ebenen gelingt es mir tatsächlich, es zu zähmen. Nur das mit dem kontrollierten Ebenenspringen müssen wir noch ein bißchen üben. Ich lasse einen Stall in der Nähe des Portals errichten, falls ich mal kurzfristig fort muß und meine Gefährten nicht mitnehmen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich schließlich nach Sigil zurückkehre, sind Goins Waren so gut wie verkauft und wir machen uns Gedanken, wie es nun weitergeht. Furgas schlägt vor, noch einmal den Fusler im Stock zu befragen, nur für den Fall dass er den Sinnesstein noch vollständig angesehenhat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erneut begeben wir uns also ins Herz des Stocks. Noch immer ist der bemitleidenswerte Krüppel in der Straße vor der Schwarzen Pranke, wie beim letzten Besuch kümmern wir uns um ihn so gut es geht.&lt;br /&gt;Vor der Pranke hockt ein Cornugon auf einer stinkenden, zerquetschten Frauenleiche und winkt uns zu. Widerliches, heimtückisches Biest. Es nennt sich Dr. Akusa, sei ein Arzt mit zigtausend Jahren Erfahrung im Blutkrieg, sollten wir mal Bedarf haben würde er uns günstig und gut zusammenflicken können. Erinnerungen an die grausigen Foltern des Rituals steigen in mir auf und ich bekomme eine Gänsehaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija beginnt einen angeregten Plausch über den Blutkrieg mit dem Vieh, wir anderen wenden uns ab und der Absteige zu. Wenigstens läßt Furgas diesmal die Tür intakt. Im Zimmer des Fuslers angekommen finden wir jedoch nur eine siechende Frau vor, deren Leiden wir zwar erfolgreich heilen können, aber über den Verbleib des Vormieters weiß sie nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also unterzieht Furgas die alte Vettel einer Befragung. Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob dieser Torm wirklich eine gute Gottheit ist oder nur ein sadistischer Teufel in guter Tarnung. Als Furgas der armen Alten, die immer wieder beteuert sie wisse nichts über den Fusler, beide Arme bricht, reißt mir endgültig der Geduldsfaden und ich gehe dazwischen. Solche Herzlosigkeit hätte ich nicht von ihm erwartet und bin ich nicht bereit zu tolerieren. Beleidigt stapft er Richtung Ausgang und murmelt irgendwas von mangelndem Verständnis für die Inquisition, da meint Ig’nea mit glasigem Blick plötzlich, dass die Vettel tatsächlich etwas vor uns verberge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Fuße macht unser Paladin kehrt und ich unterdrücke ein Seufzen, gerade habe ich die Alte geheilt und jetzt geht es von vorn los, doch da kommen mir Goin und Ig’nea zu Hilfe - diesmal sollen wir es auf ihre Weise versuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während sie die störrische Vettel mit zuckersüßen Liedchen, geistigen Einflüsterungen und der Verlockung einiger Platinmünzen umgarnen, behalte ich die Pranke im Auge. Luzija und der Cornugon sind verschwunden, was mich ein wenig beunruhigt, doch noch viel mehr beunruhigt mich eine Gruppe mehrerer Scheusale, die sich dort scheinbar formiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als sie ihre Waffen ziehen, rufe ich den anderen eine Warnung zu, was immer sie tun, sie sollten es besser schnell tun, denn wir bekommen gleich mächtig Ärger. Furgas ist sofort an meiner Seite, den Hammer in der Hand.&lt;br /&gt;Doch plötzlich stellt sich eine verhüllte Gestalt mit dem Rücken zu uns in den Türrahmen. Draußen wird es still, und wenige Sekunden später verschwindet die Figur wieder - die Scheusale haben ihre Waffen weggesteckt und sind dabei, sich in die Pranke zurückzuziehen. Wie merkwürdig. Ob die Alte einen Hausmeister hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zufrieden kommt Ig’nea zu uns und berichtet, dass sie nun wisse wo der Fusler steckt: unser Angriff hatte ihn doch schwerer verletzt als wir vermutet hatten, er hatte seiner Arbeit nicht mehr nachgehen können und das Zimmer räumen müssen. Nun sieche er mit all den anderen Glücklosen auf der Müllhalde dahin. Sofort meldet sich mein schlechtes Gewissen; der Höllenhund Zerstörung ist wieder da. Vielleicht hatte der Hundefürst ja Recht und wir verdienen es, ausgelöscht zu werden - wo wir hingehen hinterlassen wir verbrannte Erde und gezeichnetes Leben. Aber vielleicht ist es ja noch nicht zu spät und wir können dem armen Schlucker noch helfen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Alte ist jedenfalls froh, uns endlich los zu sein. In dieser Gegend kann es einen schnell den Kopf kosten wenn man dabei gesehen wird, wie man mit den falschen Leuten plaudert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Draußen läuft uns Luzija direkt in die Arme. Sie sieht gar nicht gut aus, hat ein häßliches Loch im Bauch. Sieht unnormal aus, irgendwie tödlich - da rafft es sie auch schon dahin. Dr. Akusa kommt angerannt, schnappt Luzija und rennt in einem ungeheuren Tempo davon. Wir eilen hinterher und folgen ihm in seine "Praxis"; die Folterkammer in Ipkunis ist ein Dreck dagegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die nun folgende "Behandlung" ist so widerwärtig, dass die meisten von uns, grün im Gesicht, früher oder später dieses Schlachthaus verlassen. In unglaublicher Geschwindigkeit schlitzt Akusa Luzijas Adern auf, allesamt, und läßt sie wie ein Schinken am Haken ausbluten. Dann nimmt er ihre Innereien auseinander, wirft alles in einen stinkenden Pott mit - ich weiß nicht genau was und will es auch nicht wissen, doch wider jede Logik schlägt die Todgeweihte am Ende der schaurigen Prozedur die Augen wieder auf.&lt;br /&gt;Dankbar für die Hilfe bezahlen wir Akusa und er verrät uns noch, dass es sich bei der Waffe um eine Namensklinge gehandelt hat: wenn man den Namen der Person kennt, tötet sie sie sofort. Was für eine mächtige Waffe! Luzija erzählt uns, dass ihr unterwegs eine vermummte Gestalt begegnet ist, der Beschreibung nach dieselbe, die uns im Haus der Vettel zu Hilfe kam. Sie war neugierig und wollte sehen, wer sich unter der Kapuze verbirgt, also rempelte sie sie an. Sie sah kurz einen hübschen, schwarzhaarigen Mann, doch dann lenkte sie die Klinge in ihrem Bauch ab.&lt;br /&gt;Wenigstens ist sie gerade noch mal so mit heiler Haut davon gekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser aufreibenden Unterbrechung machen wir uns auf den Weg zur Müllhalde. Weit ist es nicht, und wir gehen buchstäblich nur der Nase nach. Die Luft ist schwül und stickig, der Gestank fast körperlich fühlbar und betäubend. Hin und wieder sehen wir abgerissene Gestalten am Rand der Dunkelheit, die uns mit hungrigen Augen anstieren. Bis auf das sonore Brummen und das Quieken der Ratten ist es beunruhigend still hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Schlucker rempelt Ig’nea an, offensichtlich provokativ denn sie hatte uns gerade gewarnt, gut auf unsere Habseligkeiten aufzupassen und auf Diebe zu achten. Bedrohlich fuchtelt sie mit feurigen Händen vor ihm herum, läßt ihn aber ansonsten in Frieden.&lt;br /&gt;Das ist wohl auch die bessere Taktik hier unten, denn kurz darauf kommt Elidan mit einem anderen armen Tropf ins Gespräch. Für ein wenig Essen für sich und fünf seiner Freunde ist er bereit, uns Auskunft zu geben - für Elidan und seinen heißen Draht zum göttlichen Manna kein Problem, und siehe da: der unglückselige Mieter ist auch unter ihnen! Er sieht wirklich schlecht aus, offenbar hat er innere Verletzungen.&lt;br /&gt;Wir überhäufen ihn mit Heilung, entfernen Krankheit und Läuse gleich mit, dann machen sie sich über das Essen her, neidisch beäugt von einem guten Dutzend anderer Bettler. Hier unten könnte man sich als Mildtäter einige Punkte im Himmel verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Neues kann er uns nicht erzählen, noch dazu ist er trotz aller Wohltaten nicht sonderlich gesprächig oder ehrlich. Er bestätigt, den Sinnesstein beim Aufräumen im Staub gefunden zu haben und wollte ihn dann an die Sinnsaten verkaufen, doch man hätte ihm gesagt, er sei beim Brand beschädigt worden und nichts wert. Angeschaut habe er ihn auch nicht. Wir wissen zwar, dass das gelogen ist, doch es macht keinen Unterschied - wie befürchtet war die Erinnerung schon damals nicht mehr vollständig, er kann uns also nichts darüber sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit später ist Goins Handelskarawane wieder auf dem Rückweg nach Ipkunis. Stolz zählt er uns die Gewinne vor, immerhin ein gutes Drittel mehr als wir ausgegeben haben. Ig’nea erhält Neuigkeiten über die Mönche: offenbar waren sie vor einer Woche bei Fell! Und wir haben nichts davon mitbekommen, so ein Mist. Sind etwa neue Dörfler gekommen und sie haben sich ihre Gesichter eintätowieren lassen? Fell schweigt natürlich, wie schon bei uns zuvor.&lt;br /&gt;Sofort will Luzija ihre beiden Spione befragen, doch es zeigt sich, dass beide bei der Verfolgung der Mönche umgekommen sind. Also waren sie auch wieder in den Beastlands!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beschließen, erneut die Spur der Mönche aufzunehmen und sie diesmal nicht davonkommen zu lassen, ganz nach Ig’neas Geschmack. Schnell sind unsere sieben Sachen gepackt, meine Tiergefährten abgeholt und dann shiftet uns Elidan in die Beastlands. Es fehlt wohl noch ein wenig an Übung, denn wir verfehlen Irkbaz um rund 300 Meilen. Also heißt es zu Fuß oder Flügel weiter, aber so haben wir auch noch etwas Zeit, uns eine Strategie zu überlegen und ich kann wieder viel Zeit mit meinen Tieren verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir mittlerweile ein paar Reisetricks kennen, langen wir schon nach zwei Tagen am äußersten Rand von Irkbaz an und zwei Wochen später stehen wir am Goldenen Tempel. Ig’nea untersucht den Tempel nochmals, und zusätzlich zu dem Kampf zwischen Brenell und Aldreds Mannen sieht sie, dass Brenell später noch einmal hier war - mit dem Baby, und offenbar sehr zufrieden mit sich und der Welt.&lt;br /&gt;Gemeinsam stemmen wir das große Portal auf. Drinnen empfängt uns muffige Luft, der Tempel ist leer bis auf einen goldenen, mit Bärenmotiven verzierten Altar. Ig’nea erspürt, dass Brenell das Kind auf den Altar legte und anschließend einen Zauber sprach. Licht umhüllte daraufhin das Kind und es empfand abwechselnd Freude, dann Angst. Schließlich nimmt Brenell das Kind wieder an sich und geht davon.&lt;br /&gt;Als sie Elidan den Zauber beschreibt, denkt er kurz nach und vermutet dann, dass es sich dabei wohl um eine Planare Bindung gehandelt hat. Was bezweckt Brenell bloß damit? Oder handelt er nicht für sich sondern im Namen anderer?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija deutet auf einmal zu Goin und beginnt zu lachen. Er hat Wolfsaugen bekommen, und sein Bart wird ganz grau. Er verhält sich aber noch so wie wir ihn kennen. Erst mache ich mir Sorgen, ob ihn vielleicht ein Wertier gebissen haben könnte, doch scheint gerade weder der Mond noch stimmen die Anzeichen. Nach kurzer Überlegung komme ich zu dem Schluß, dass es wohl eine Auswirkung der Beastlands sein muß, die uns Kinder des Dorfes offensichtlich verschont, nicht aber einen Materier wie Goin. Die tierischen Züge, die einem innewohnen, werden hier verstärkt und nach außen getragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da uns der Tempel nicht weiterbringt, suchen wir die Umgebung der Leuchttürme nach Spuren ab. Und tatsächlich: die Räder des schweren Gefängniswagens haben tiefe Furchen in den trockenen Boden gegraben. Wir folgen ihnen ohne Mühe, bis sie in einem großen Torbogen einer verfallenen Ruine abrupt enden. Wir haben das Portal gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir es durchschreiten, finden wir uns im wohlbekannten gelben Gras der Außenländer wieder. Hier muß mein Limlim ganz schön hoch springen, um eine Chance auf Aussicht zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Stunden kommen wir an einem Affenbrotbaum vorbei. Seinen überreifen Früchte verbreiten einen süßlichen Duft, denen der Kleine nicht widerstehen kann. Wir rasten kurz, eine der Früchte fällt auf meine Schulter und zerplatzt dort mit einem satten Schmatzen. Pfui Spinne.&lt;br /&gt;Plötzlich bewegt sich durch das hohe Gras etwas auf uns zu! Es sind drei Käfer, Feuerkäfer glaube ich, ihre mächtigen Kiefer zucken gefährlich und als sie uns bei den Früchten bemerken, beginnt ein Teil ihres Körpers merkwürdig zu Glühen und sie gehen auf uns los. Ich steige auf, einer tut es mir gleich, ist jedoch viel zu schwerfällig um eine ernsthafte Bedrohung darzustellen. Langsam finde ich diese Kreaturen interessant. Ich pflücke im Vorbeiflug schnell ein paar Früchte und locke den Käfer damit hinter mir her, werfe ihm ab und zu eins der birnenförmigen Dinger zu. Er schnappt sie, frißt sie auf, und nach einer Weile dreht er, offenbar satt, ab und macht sich mit seinen Kumpanen davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir setzen unseren Weg fort, nähern uns dabei stetig der Säule, die man auf den Außenländern schon von weitem erblicken kann, wo man auch ist. Ich nutze die Abende für ausgedehnte Spaziergänge mit meinen Lieblingen, die Natur ist zwar nicht so abwechslungsreich wie in Arborea aber hat dennoch ihren Reiz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Wochen später erspähen wir in der Ferne ein Gebäude. Es muß groß sein, denn obwohl wir noch mindestens zwei Meilen entfernt sind wirkt es einschüchternd und trutzig. Da ich noch aus alten Dorfzeiten am Geübtesten im Anschleichen bin (außer Begor, fällt mir ein, und einen Moment lang ergreift roter Zorn meine Seele), warten die anderen hier und ich arbeite mich vorsichtig näher heran. Ig’nea hält geistigen Kontakt mit mir, und ich berichte ihr, welches Bild sich mir darbietet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben den Stützpunkt der Mönche gefunden! Eine runde Zitadelle aus grauem Stein (wo haben die hier bloß solche Mengen an Stein gefunden?), umgeben von ein paar Feldern, die wohl von Lehensbauern bearbeitet werden.&lt;br /&gt;Es herrscht fast panisches Treiben, Fensterläden werden zugeschlagen und verriegelt, ich glaube immer wieder etwas wie "sie sind hier" rufen zu hören. Verdammt, sie haben uns also bereits entdeckt! Meiner Einschätzung nach sind etwa 500 Mönche in dieser Festung, viel zu viele für eine direkte Konfrontation. Wenn wir eine kleine Armee hätten, gäbe es vielleicht eine Chance...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leise kehre ich zu den anderen zurück. Ig’nea hat sie bereits über meine Erkenntnisse informiert und unsere Zauberkundigen überlegen, ob sie mittels Beschwörung eine ausreichend starke Armee zusammenbekämen, und was das Arsenal so hergibt.&lt;br /&gt;Ich frage mich bloß, wie sie uns entdeckt haben. Vielleicht haben sie das Portal überwacht und so von unserer Ankunft erfahren? Oder liegt es daran, dass Ig’nea noch nicht das Ritual durchgeführt hat? Wir müssen in Zukunft wirklich besser darauf achten, dass uns nicht jeder drittklassige Gossenmagier auf Schritt und Tritt aufspüren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende sind wir uns uneins. Können wir es mit der Masse an Gegnern aufnehmen? Als Ig’nea, neugierig und unverbesserlich, selbst auf Erkundungstour geflogen ist, hat man versucht, sie magisch aufzulösen. Also haben sie mehr als nur drittklassige Gossenmagier, die Frage ist nur: wieviele mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Haben wir zum jetzigen Zeitpunkt eine Chance, diesen Kampf zu überstehen? Doch vielleicht haben wir ja auch gar keine Wahl; nun da sie wissen, dass wir hier sind, werden sie uns früher oder später selbst angreifen, wenn wir es nicht tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind schließlich die Frevler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-1788012992910450372?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/1788012992910450372/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=1788012992910450372' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1788012992910450372'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1788012992910450372'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/06/unauffindbar-oder-nicht.html' title='Unauffindbar - oder nicht?'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-9161147322035269550</id><published>2007-05-23T13:07:00.000+02:00</published><updated>2007-05-24T09:40:21.589+02:00</updated><title type='text'>Licht in der Finsternis</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Wir untersuchen den Sinnesstein, der den letzten Teil der Erinnerungen eines Mädchens an die Legende über den "Untergang von Orth" enthält. Goin kann Luzijas Version des eigenartigen, verschlüsselten Gedichts bestätigen, doch erst Ig'nea wartet mit wirklich neuen Erkenntnissen auf.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;Sie läßt sich im Sensorium nieder und versetzt sich in Trance. Nach einer Stunde öffnet sie die Augen wieder und wir lauschen gespannt, was sie herausgefunden hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Vision zeigt den Fusler in der Absteige des Magisters. Er schiebt eilig den Stein unter die Dielen, dann öffnet sich die Tür und man sieht Detritor im Türrahmen stehen, die uns wohl bekannte Schlägerei geht los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz davor ist derselbe Mann in einem Sinnsorium, er schaut sich gerade die Erinnerung im Stein an und wirkt euphorisch deshalb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch etwas weiter zurück sieht man den Mann mit einem blonden Elfen sprechen, das muß dieser Jarvis sein. Der Mann hat Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann sieht sie ihn, wie er beim Renovieren einer abgebrannten Wohnung den Stein findet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davor beobachtet sie, wie der Magister der Sinnsaten die Wohnung und alles darin niederbrennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei weitere Visionen zeigen den Magister, wie er in seiner Wohnung freudig erregt über seinen Studien sitzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Szene liegt weiter zurück. Etwas wird über dem Stein weggeräumt, dann greifen Hände nach ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind wirklich Neuigkeiten. Nun könnten wir uns ohrfeigen, dass wir den Betrunkenen nicht eingehender befragt hatten; vielleicht war der Stein zu seiner Zeit noch vollständig gewesen. Zumindest dürften mir die anderen dankbar sein, dass sie ihn nicht getötet haben, auch wenn er sich mittlerweile sicher über alle Berge gemacht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Magister schien jedenfalls gewußt zu haben, dass er da auf etwas sehr Gefährliches gestoßen war; kein Sinnsat würde sonst freiwillig die Ergebnisse einer so langen und aufwändigen Nachforschung vernichten.&lt;br /&gt;Leider hat es ihm nichts mehr genutzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da uns der Stein selbst vorerst keine weiteren Geheimnisse enthüllt, bringe ich ihn zu einem der Verwalter. Man ist dankbar für die Wiederbeschaffung und ich erfahre, dass laut Eintragung dieser Stein von einer Sinnsatin namens Miriam vor fast tausend Jahren gefertigt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas erbittet Informationen über Orth, und nach einer Weile erhält er einen Sinnesstein von einem gewissen Yachinx Varis. Jener erzählt darin von seiner Heimatwelt Athas, einer sehr heißen, sterbenden Welt, die nicht mehr erreichbar ist. Beiläufig erwähnt Varis in einem seiner Reiseberichte, dass es dort vor etwa 9000 Jahren eine Stadt namens Orth gab, bis sie durch irgendetwas vollkommen verbrannte, und das bei solch großer Hitze, dass an dieser Stelle nur noch eine riesige Glasplatte blieb - das Plateau von Orth.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das interessiert uns nun doch. Vage kommt mir eine alte Erinnerung in den Sinn; hatten wir nicht damals, kurz vor unserem ersten Zusammentreffen mit Brenell in Irkbaz eine kleine Kuhle entdeckt, in der der Sand zu Glas verschmolzen war? Merkwürdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erkundigen uns nach dem Buch, dessen Ende wir in dem Sinnesstein gelesen hatten. Vielleicht kann uns ja der Anfang der Geschichte einen Hinweis geben. Tatsächlich gibt es eine Kopie des "Untergang von Orth", doch als man danach schickt, stellt sich heraus - es ist weg. Zuletzt ausgeliehen vor einigen hundert Jahren, von Miriam. Langsam frustriert mich das ganze, immer sind wir einen Schritt hinterher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea bietet ihre Hilfe an, und unter den wachsamen Augen der beiden Sinnsaten dürfen wir die Bibliothek betreten. Sie bringen uns an die Stelle, an der das Buch hätte sein sollen, und wieder entschwindet Ig'nea in die Welt der Vergangenheit - ehrfürchtig und neidisch bestaunt von unseren Sinnsatenfreunden. Das könnten sie sicher auch gern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile ist sie wieder bei uns, doch sie hat nur gesehen, wie Miriam glücklich das Buch an sich nahm. Offensichtlich hat sie es geholt, gelesen, die Erinnerung dann aufgezeichnet um sie immer präsent zu haben, und ist dann mit dem Stein wieder gegangen. Aber wie kam es dann, dass ich in der Erinnerung durch das Fenster einen blauen Himmel, die Sonne und Wiesen gesehen habe? Hier in Sigil gibt es das nicht, und aus dem Gildenhaus entfernen darf man auch nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich hören wir von draußen einen Schrei! Furgas, der dem Ausgang am nächsten steht, ist als erster an der Tür und macht auf einmal einen Satz nach vorn. Ich sehe gerade noch, wie er die Hand nach einem kleinen, funkelnden Gegenstand ausstreckt, der offenbar nach ihm geworfen wurde, und ihn kurz bevor er auf dem Boden aufschlägt fangen kann. Vor uns liegt der Rezeptionist vor seinem Schreibtisch, sofort eilen die beiden Sinnsaten herbei und kümmern sich um ihn. Furgas rappelt sich auf, in seiner behandschuhten Faust liegt eine fragile Spindel in deren Mitte etwas schimmert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er sagt, dieser Jarvis habe über dem Mann am Boden gestanden und das Ding nach ihm geworfen, dann sei er von jetzt auf gleich verschwunden. Elidan untersucht die Umgebung und stellt fest, dass Jarvis sich offenbar direkt nach dem Wurf mittels Magie aus dem Staub gemacht hat.&lt;br /&gt;Im Grunde kennen wir die Antwort schon, vergewissern uns aber dennoch: den Sinnesstein mit Miriams Erinnerung hat er mitgehen lassen. Er muß uns die ganze Zeit gefolgt sein und nur auf diesen Augenblick gewartet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich klirrt es - Furgas hat die Spindel fallenlassen! War es Absicht oder ist sie ihm nur entglitten? Auf dem Boden, da wo sie zerschellt ist, liegt auf einmal eine junge Frau. Sie ist dunkel gekleidet, mit auffällig großen Ohrringen, sieht aber trotz ihrer beachtlichen Ausrüstung müde und irgendwie planlos aus.&lt;br /&gt;Keine Gefahr, denke ich mir, und überlasse es den anderen, sich mit der merkwürdigen Fremden zu beschäftigen. Wäre ein Dämon oder dergleichen aus dem Gefäß gesprungen hätte es mich weniger verwundert, aber mit einer angeschlagenen Frau werden sie schon zurecht kommen.&lt;br /&gt;Ich will diesen Jarvis erwischen! Vielleicht entdecke ich ja noch eine Spur von ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei kommt mir die Form der Halle gerade recht: ich lasse mich durch einen der umlaufenden Arkadenbogen einfach in die offene Mittelhalle fallen und segele langsam nach unten Richtung Ausgang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und tatsächlich: fünf Stockwerke unter uns entdecke ich Jarvis! Er schlendert ganz ruhig und gemächlich die Arkaden entlang als könnte ihn kein Wässerchen trüben. Mit Sicherheit rechnet er jedenfalls nicht mit dem wütenden Engel, der ihm gleich ins Genick fliegt!&lt;br /&gt;Schwungvoll aber geräuschlos tauche ich im Sturzflug durch den Arkadenbogen und reiße den blonden Elfen von den Füßen. Es gelingt mir leider nicht, ihn am Boden zu halten und flink wie ein Wiesel rappelt er sich wieder auf.&lt;br /&gt;"Hallo Juvanis", grinst er mich frech an und streicht sich das derangierte Haar aus dem Gesicht. Ich stutze. Woher kennt der meinen Namen? Den sollte ich nicht unterschätzen. Er zeigt sich verhandlungswillig, doch ich bin mir nicht sicher, wie stark mein Gegner wirklich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Stein, so macht er deutlich, wird er auf keinen Fall zurückgeben, aber er wäre bereit, mir "wertvolle Informationen" zu geben, die diesen Verlust ausgleichen würden - natürlich für eine Gegenleistung.&lt;br /&gt;Nun bin ich erst Recht vorsichtig, denn diese Gegenleistungen bedeuten meist nichts gutes, und eine innere Stimme erinnert mich daran: unterschreibe nichts! Er verlangt zwei Dinge: dass ich ihn mit dem Stein ziehen lasse bevor seine "Plagen" ankämen (damit muß er wohl die Wachen der Sinnsaten meinen) und dass ich ihm eine Rangelei verspreche, in 24 Stunden am Schwarzen Segel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich überlege schnell. Den Stein haben wir gründlich untersucht, er wäre wahrscheinlich sowieso für nichts mehr nutze; ihn zu verlieren ist vielleicht gar nicht so schlimm. Bei der Prügelei dagegen könnte es mir an den Kragen gehen - noch immer kann ich diesen unschuldig lächelnden Elfen nicht einschätzen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Aber ich muß eine Entscheidung treffen und beschließe, dass wir schon irgendwie eine Lösung finden werden - und stimme zu. Hoffentlich bereue ich das später nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;Jarvis erzählt mir daraufhin, dass er im Auftrag seines Meisters handele, den er sehr liebe (er redet irgendwie komisch manchmal, so als ob er genau nachdenken müsse was oder wie er es sagt). Sein Meister habe einen Großen Meister, doch der liebe ihn nicht; er wäre so gern ein lieber Elf, darf es aber nicht sein, weil er getrieben wird. Der Kristall sei ein Wegweiser für die Zukunft und sei ein Gefallen gewesen von ihm an uns, den habe er uns nur tun können weil der Große Meister nichts von dem Kristall gewußt hatte.&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Damit läßt Jarvis mich stehen, nicht ohne mich an mein Versprechen zu erinnern: ein Tag, Schwarzes Segel. Er hat dort ein Zimmer und will ordentlich einheizen, ihm sei oft so kalt - wo muß man herkommen, damit einem in so einer Höllenspelunke kalt ist? Mein Mut sinkt. Und was meinte er mit diesen verworrenen Informationen? Spricht er etwa von Brenell?&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Nachdenklich kehre ich zu den anderen zurück. Der niedergeschlagene Sinnsat hat Jarvis' Angriff zum Glück überlebt, wir werden nur kurz befragt warum wir immer da sind, wenn es Ärger gibt - doch wir wissen es ja selbst nicht. Und selbst wenn hat man uns ja verboten, darüber zu reden, zu ihrem eigenen Schutz. Man läßt uns ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor wir gehen, gibt Goin noch eine Suche in Auftrag: alles über Athas. Es wird teuer, da die meisten Informationen wohl erst kürzlich eingegangen sind, von eben diesem Yachinx Varis, und noch nicht katalogisiert wurden. Aber Goin hat ja die Staatskasse von Ipkunis im Rücken. Sofort erfahren wir nur, dass Athas eine sterbende Welt ist, die Magie hat sie leergesaugt, die Götter haben ihr Gesicht von dieser Welt abgewandt und alle Portale verschlossen. Nur dieser Yachinx scheint entkommen zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fremde, so erzählen die anderen, nennt sich Ilondra, doch ob das ihr richtiger Name ist kann sie nicht sagen - ihre Erinnerungen sind fort. Ich muß an das denken, was Jarvis mir über den Kristall gesagt hat, doch hier will ich nicht darüber reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nehme noch schnell die Erinnerung an mein Treffen mit Jarvis in einen Sinnesstein auf und gebe ihn zu Furgas' treuen Händen mit dem Auftrag, sollte mir etwas geschehen, so soll er diesen Stein benutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zurück zu Ordos Haus wird Furgas von einem kleinen Tiefling beraubt und macht ein großes Aufhebens, aber am Ende erhält er seine Börse zurück und der kleine Dieb seine Läuterung; ein Räuber weniger, ein Bettler mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ordos Haus kann ich endlich von meiner Begegnung mit Jarvis berichten. Den meisten jedenfalls, denn Furgas macht sich als erstes auf zu Artur, um zu beten. Wahrscheinlich um Vergebung für seine Sünden.&lt;br /&gt;Die anderen sind zwar nicht begeistert dass ich Jarvis samt Stein habe ziehen lassen, aber immerhin habe ich ein paar neue Informationen. Sie sind zwar ebenso rätselhaft wie das Gedicht, das Luzija über Orth rezitiert hat, aber es sind Informationen! Wenn sie ihm bessere Fragen hätten stellen wollen hätten sie sich ja auch mal auf die Suche nach ihm machen können, statt Ilondra mit Fragen zu löchern, die sie ihnen später auch noch beantwortet hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ilondra wurde übrigens beim Eintritt ins Haus von Elochan, dem Hausmagier, überprüft. Er hat bestätigt dass jemand oder etwas ihr Gedächtnis gelöscht hat.&lt;br /&gt;Dann erzähle ich von dem Duell, das mich morgen erwartet. Es tut wirklich gut zu wissen, dass noch immer die Kinder des Dorfes zusammenhalten: alle bieten mir sofort ihre Unterstützung an! Bis auf Furgas; er sagt, er müsse zu einem Gottesdienst gehen. Nun ja, manchmal muß man eben entscheiden, was einem wichtig ist, das sehe ich ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag erwache ich frisch und ausgeruht. Wenigstens schnarcht Furgas nicht mehr, seit er Paladin ist. Ich bin versucht zu sagen Torm sei dank.&lt;br /&gt;Ich wecke ihn und die anderen, Furgas macht sich gleich auf den Weg zu seinem Gottesdienst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Frühstück bekomme ich vor Aufregung keinen Bissen hinunter, auch wenn ich versuche mir nichts anmerken zu lassen. Worauf hab ich mich da bloß eingelassen. Dann begleiten mich Ig'nea, Goin, Detritor und Elidan zum Schwarzen Segel.&lt;br /&gt;Unterwegs stößt plötzlich Furgas zu uns; scheinbar dauert so ein Gottesdienst nicht sehr lange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenige Stunden später stehen wir vor dem düsteren Gebäude mit dem großen, schwarzen Segel. Von Jarvis keine Spur, also klopfen wir und jemand späht durch den Spion. "Nur die da", grunzt eine raue Stimme und eine fleischige Klaue deutet auf mich. Genau wie ich befürchtet hatte. Aber Wort ist Wort, und so gibt mir Furgas noch einen Segen mit auf den Weg, bevor ich allein die Höhle des Löwen betrete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum dass sich hinter mir die Türe schließt kommt es mir vor, als wäre ganz Sigil draußen verschwunden und ich in einer anderen Welt. Einer, in der es mir ganz und gar nicht gefällt. Der Türsteher, sieht aus wie ein riesiges Rhinozeros, grinst mich schmierig an und fragt ob er sich den Gang zurückdrücken muß oder ob ich unter seinen Beinen durchgehen würde. Mir wird schon beim Gedanken schlecht, und ein wenig mißmutig quetscht sich der Fleischberg dann in den Schankraum um mich durchzulassen.&lt;br /&gt;Sofort verstummen die Gespräche der "Gäste"; durchweg Wesen aus den Unteren Ebenen, ein paar Menschen vielleicht hier und da aber ich schaue lieber nicht so genau hin. Eigentlich habe ich meine Fußzehen schon viel zu lange nicht mehr so richtig beachtet; sehr mutig fühle ich mich momentan nicht. Der Schankwirt knallt einen Krug auf den Tresen, und als ich daraufhin kurz zu ihm hinüber schaue, deutet er auf eine Treppe, die nach oben führt und knurrt: "Dritte rechts". Wie auf einem Spießrutenlauf durchquere ich den Raum und steige die Stufen hinauf, bemüht es nicht allzu eilig wirken zu lassen. Vor der Tür angekommen spreche ich einen Schutzzauber über mich aus, hole tief Luft und klopfe an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;u2:p&gt;&lt;/u2:p&gt;Jarvis’ Stimme klingt gedämpft, die Tür muß enorm dick sein, er bittet mich herein. Vorsichtig drücke ich die Klinke und schiebe die Tür auf, sie ist tatsächlich fast eine Hand breit und hat gleich mehrere stabile Eisenschlösser.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;&lt;br /&gt;Drinnen erwartet mich eine Überraschung: der Raum ist so luxuriös eingerichtet als wäre das hier nicht das Schwarze Segel sondern der Goldene Adler. Ein prächtiger Teppich mit verschlungenen Motiven bedeckt den gesamten Boden, Seidenvorhänge, gepolsterte Möbel, eine Kristallkaraffe mit einer dunklen Flüssigkeit steht neben einer überquellenden Schale mit frischem Obst auf einer edlen Holzanrichte.&lt;br /&gt;Fast fühle ich mich ein wenig an Vellums Haus erinnert. Scheinbar haben Elfen eine Vorliebe für exquisite Einrichtung.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Jarvis hat es sich in einem großen Sessel bequem gemacht und hält ein halbvolles Glas in der Hand. Ein Buch liegt auf dem Tisch vor ihm, doch ich kann den Titel nicht lesen - muß eine fremde Sprache sein.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Eilig bietet er mir einen Sitzplatz an und macht sich an der Karaffe und einem zweiten Glas zu schaffen. Die Kabbelei? Ach ja, sicher, später. Ich hätte es doch nicht eilig, oder? Erst einmal soll ich es mir doch bequem machen. Ich bin etwas verwirrt, bis mir klar wird, dass er vermutlich nur Zeit schinden will damit meine Schutzzauber nachlassen.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Der Wein, den er mir schließlich überreicht, duftet schwer nach süßen Trauben, er sagt auch woher er stammt, aber von diesem Ort habe ich noch nie gehört. Bevor ich davon trinke, spreche ich einen Zauber über dem Glas aus, der Gifte neutralisiert - nur um sicher zu gehen. Er bemerkt es und meint zwar, es wäre schade um den schönen Alkohol, aber auch als Saft wäre es genießbar. Er hat Recht.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Als er gerade mit der Obstschale aufwarten will, wird plötzlich ein kleiner Zettel unter dem Türspalt hindurchgeschoben. Er runzelt die Stirn und hebt ihn auf, schüttelt seufzend den Kopf und reicht ihn mir. Es ist eine Nachricht von meinen Freunden! Sie haben sich mit Arthurs Hilfe Zutritt verschafft und warten nun auf ein Lebenszeichen von mir, ansonsten kommen sie hoch und retten mich!&lt;br /&gt;Bei dem Gedanken wird mir ganz warm ums Herz. Was sie alles für mich riskieren würden! Aber bei all den Gestalten dort unten rechne ich mir keine großen Chancen für sie aus, auch Arthur ist nicht allmächtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder muß ich schnell eine Entscheidung treffen. Bislang hat Jarvis sich friedlich verhalten, sogar zuvorkommend; vielleicht überschätze ich ihn ja und er blufft nur? Vielleicht ist er wirklich nur ein ganz normaler Elf, ein Handlanger. Ich entscheide schließlich, meine Freunde nicht in Gefahr zu bringen und sende ihnen eine entsprechende Nachricht - wenn ich in zwölf Stunden nicht wieder bei Odos Haus bin soll Furgas meinen Sinnesstein benutzen.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir setzen uns und Jarvis bietet mir Obst an. Es sieht wirklich lecker aus, und da ich beim Frühstück nichts gegessen habe, knurrt mein Magen lautstark bei diesem Anblick. Jarvis scheint das als Aufforderung zu verstehen und zieht an einem Draht; kurz darauf klopft ein häßlicher, kleiner Imp an die Tür und Jarvis gibt eine umfangreiche Bestellung auf. Was soll das ganze bloß?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile kehrt der Imp zurück, seine Flügel flattern verzweifelt bei dem Versuch, die riesige Platte in der Luft zu halten, mit der er beladen ist. Mein Magen knurrt noch mehr bei all den Köstlichkeiten, und der Hunger besiegt schließlich die Vernunft.&lt;br /&gt;Das Essen mundet wirklich vorzüglich und ich bekomme langsam den Eindruck, dass ich Jarvis als Gegner vielleicht wirklich überschätzt habe. Er läßt sogar einen Nachtisch kommen.&lt;br /&gt;Die ganze Zeit überlege ich angestrengt, wie ich aus ihm vielleicht doch noch ein paar Informationen locken könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem ausgiebigen Mahl versuche ich ihn zu überzeugen, dass &lt;/u1:p&gt;er bei unserem letzten Treffen doch sehr in Eile gewesen ist und seine Antworten daher etwas undeutlich gewesen sind. Und da ich ja mein Wort gehalten und erschienen wäre, wäre es nur gerecht wenn er auch seines halten und mir deshalb ein paar klärende Fragen gewähren würde.&lt;u1:p&gt; Das, was er mir damals präsentiert hatte, war kaum eine angemessene Gegenleistung dafür, dass ich ihn nicht an die Sinnsaten verraten habe - und ihm den Stein kampflos überlassen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er druckst herum, im Reden ist er manchmal erstaunlich gewandt und dann wieder spricht er wie ein Xaositekt mit einem Anfall. Wir diskutieren hin und her, ich bearbeite ihn eine halbe Ewigkeit bis er sich überhaupt etwas entlocken läßt, doch ich weiß mein Argument zieht. Einiges von dem was er sagt ist völlig verworren, ergibt einfach keinen Sinn für mich und ich zweifle sogar an meinem Verstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Noch immer habe ich den Eindruck als ob Jarvis sehr genau darauf achtet - oder achten muß? - was und wie er es mir sagt. Manchmal reimt er sogar das was er sagt, vielleicht weil er ein Barde ist. Oder völlig irre. Fast fühle ich mich an die furchtbaren Stunden erinnert, in denen Goin unter dem Fluch eines Geas gefangen war. Ob das hier auch der Fall ist?&lt;br /&gt;Die Quintessenz des ganzen ist jedenfalls:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Er gibt mir zu verstehen, dass sein Meister tatsächlich Brenell ist, wie ich schon vermutet hatte. Er nennt ihn den Prinz der Lügen. Brenell stünde im Dienst der Höllischen Acht, sie haben das Sagen in allen Angelegenheiten, die nicht direkt eine der Unterebenen der Neun Höllen betreffen, wo es eigene Herren gibt.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Den Sinnesstein hätten wir gar nicht finden sollen, manche Dinge blieben besser im Dunkeln. Doch den Diamanten mit der Frau darin hätte man uns geben können. Von ihm hatten die Meister nichts gewusst. Ich vermute mal, das hat wieder etwas mit diesen Verträgen zu tun, die die Teufel so gern schließen - Wort für Wort, so wird es geschehen. Der einzige Ausweg ist, ein Schlupfloch im Vertrag zu finden. Und der Diamant sei wohl so ein Loch gewesen. Doch warum will er uns überhaupt Hinweise geben? Ist das ein versteckter Hilferuf? Das klingt fast unglaublich.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Ilondra sei in Wahrheit die kleine Sinnsatin Miriam, doch ihre Erinnerungen habe Brenell auf ewig gelöscht - und er sei sehr gut darin.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/u1:p&gt;Dann warnt mich Jarvis plötzlich, dass Sam womöglich nicht unser Freund sei. Ob wir uns nie Gedanken gemacht hätten, warum die Truppen der Dämonen uns nur wegen eines Liedchens nicht angegriffen hatten? Woher käme wohl die Art, Böses unter Schönem zu verstecken? Baator.&lt;br /&gt;Das stimmt mich sehr nachdenklich; schon damals hatte ich mich gefragt, was es mit diesem tödlich schönen Lied auf sich hatte, doch weil es uns offenbar gerettet hatte, war ich dem Gedanken nicht weiter gefolgt.&lt;br /&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;&lt;u1:p&gt;&lt;/u1:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann fällt mir auf, dass es an der Zeit ist zu gehen, ich werde mich beeilen müssen wenn ich nicht zu spät kommen will und die anderen am Ende einen Kreuzzug beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jarvis erhebt sich und geleitet mich zur Tür, er sieht müde aus. Er läßt mich einfach gehen, es gibt keinen Zweikampf, auch die Gestalten im Schankraum, der noch immer gefüllt ist, machen keine Anstalten mich aufzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in Odos Haus muß ich feststellen, dass die anderen noch nicht wieder hier sind. Und dafür hab ich mich so beeilt. Hans verrät mir, dass sie einem Hinweis auf diesen Yachinx Varis nachgegangen wären, im Bezirk der Kuratoren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich kommen sie auch nur eine Stunde später zurück, sehen ein bißchen mitgenommen aus. Es gab wohl eine Prügelei, von Varis angezettelt, überhaupt scheint er ein ziemlicher Pöbler zu sein. Aber er hat ihnen immerhin gute Informationen gegeben - im Austausch für eine Nacht mit Ig'nea!&lt;br /&gt;Erinnerungen an Irkbaz steigen plötzlich in mir auf, als unser Feuerteufelchen mit Furgas verschwunden ist. Kein schönes Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuche mich abzulenken und lausche dem, was Varis erzählt haben soll:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als das Land auf Athas noch grün war, gab es eine prächtige Stadt namens Orth. Sie lag in Feindschaft mit ihrem Nachbarn, und eines Tages kam ein Dunkler Bote, der seine Hilfe anbot wenn er dafür die Hand der Königstochter bekäme.&lt;br /&gt;Der König lachte und meinte, wenn der fremde Mildtäter die Feinde ohne eines anderen Menschen Hilfe vernichte, würde er seine Tochter bekommen. Und so zog der Bote davon und vernichtete die Feinde, doch bei seiner Rückkehr ließ der wortbrüchige König ihn in Ketten legen.&lt;br /&gt;Die Scheusale hatten die Stadt jedoch bereits infiltriert. Gierige und böse Menschen ließen sie hinein und stürzten Orth ins Chaos, da war der König so verzweifelt dass er selbst die Dunklen um Hilfe anflehte. Er verstrickte sich so sehr in Verträgen, dass er schließlich wahnsinnig wurde und die Stadt anzünden ließ.&lt;br /&gt;In der allgemeinen Panik kam der Dunkle Bote frei und wollte seinen Preis holen, doch die Prinzessin war bereits in den Flammen. Da bat der Bote die Dunklen Mächte um Hilfe, und sie nahmen die Prinzessin mit.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt; Es heißt, dass Teile der Einwohner nun in Carzeri schmoren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da fällt es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt macht es Sinn!&lt;br /&gt;Doch kann das sein?&lt;br /&gt;Das würde ja heißen... dass Brenell...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgeregt erzähle ich den anderen von dem Treffen mit Jarvis und wie ich meine dass die beiden Geschichten zusammenpassen könnten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was, wenn Brenell dieser Dunkle Bote war? Vor langer Zeit, als man Athas noch bereisen konnte, war er dort und verliebte sich in die Prinzessin. Damals war er noch kein so mieser Kerl wie jetzt, der Fürst der Hunde sagte doch sowas wie "früher roch er nach Blumen, doch dann nach Schwefel".&lt;br /&gt;Doch man hatte ihn angeschwindelt. Er kam ins Gefängnis und die Stadt fiel dem Bösen anheim, ein Böses dass er vielleicht erst hergebracht hatte denn er hatte sich ja ohne Hilfe von "Menschen" den Feinden Orths stellen müssen - Wort für Wort, also durfte er Teufel sehr wohl gebeten haben zu helfen.&lt;br /&gt;Und dann kam er frei, wollte seine Liebste vor den Flammen retten doch es war schon zu spät, und so versprach er in seiner Verzweiflung den Dunklen Mächten alles, wenn sie sie nur retten würden - was die natürlich gern annahmen, so einen Freifahrschein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt hängt Brenell in seinem Vertrag fest. Die Prinzessin ist vermutlich noch in den Fängen der Teufel, denn so lange sie sie haben, ist Brenell an sein Wort gebunden und wird sicher auch keine Mätzchen machen, um seine Liebste zu gefährden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das könnte ein Grund für einen Hilferuf sein - er will das gar nicht. Sagte nicht Jarvis, er würde so gern ein lieber Elf sein? Selbst wenn man mit Vorsicht genießt, was er sagt, es macht erschreckend viel Sinn.&lt;br /&gt;Das müssen sogar die anderen eingestehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch was machen wir nun? Vielleicht irre ich mich ja auch und es ist alles Humbug, aber irgendwie habe ich das Gefühl, richtig zu liegen.&lt;br /&gt;Ob ich noch einmal versuchen sollte, Jarvis mit diesem Wissen zu konfrontieren?&lt;br /&gt;Oder sollten wir uns die nächste Zeit in der Halle der Sinnsaten vergraben und dort nach Beweisen forschen, die unsere Theorie unterstützen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir noch wechseln zwischen heiß diskutieren und ruhig grübeln tritt auf einmal Furgas auf mich zu und zum zweiten Mal an diesem Tag habe ich das Gefühl, aus allen Wolken zu fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er macht mir einen Heiratsantrag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 255);"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-9161147322035269550?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/9161147322035269550/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=9161147322035269550' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/9161147322035269550'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/9161147322035269550'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/05/licht-in-der-finsternis.html' title='Licht in der Finsternis'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-80563892744100458</id><published>2007-05-23T09:20:00.000+02:00</published><updated>2007-05-23T12:05:42.178+02:00</updated><title type='text'>Der Stein von Orth</title><content type='html'>Der Stock.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auffangbecken für all den Müll, der von den feineren Bezirken Sigils runtergespült wird. Hier sammelt sich Verwahrlosung, paart sich mit Klaustrophobie und Verzweiflung. Der Stock ist so ziemlich der letzte Ort, an dem man sein möchte - es sei denn man ist auf der Suche nach etwas, so wie wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je weiter wir uns von den überfüllten Straßen entfernen, um so mehr scheint sich Sigil über uns  zusammenzuziehen. Die Häusergiebel neigen sich immer weiter aufeinander zu und schlucken schließlich noch das letzte bißchen Licht, das durch die dicken Rauchschwaden der nahen Gießerei drang. Die lauten Geräusche der Straße entfernen sich mehr und mehr, vermengen sich zu einem tiefen, hohlen Brummen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer dunklen Gasse kriecht ein Bettler auf uns zu. In ihm manifestiert sich die Seele des Stocks: elend, verkrüppelt, bar jeder Hoffnung und Zukunft. Dennoch spricht er uns ohne Scheu an, vielleicht treibt ihn aber auch nur der Hunger.&lt;br /&gt;Wir geben ihm etwas zu Essen und zu Trinken, versorgen seine Wunden. Etwas hat ihm, wohl schon vor längerer Zeit, beide Beine abgerissen. Er zeigt sich dankbar und gibt uns ein paar Hinweise wie wir Ärger hier im Stock vermeiden können, unter anderem dass wir uns von einer Spelunke namens Schwarze Pranke fern halten sollten - gegen die wäre das Schwarze Segel ein Kindergarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beherzigen seine Ratschläge und kommen ohne Zwischenfälle an der Adresse, die man uns bei den Sinnsaten gab, an. Direkt gegenüber der verrußten, windschiefen Barracke steht ein düsteres Gebäude mit weißen Bullaugen. Sie glotzen uns an wie pupillenlose Augäpfel, mich fröstelt. An der schweren Metalltür hängt ein riesiger verbeulter Streitkolben, an dem träge ein Schild baumelt. Eine schwarze, dreifingrige Klaue prangt darauf, von Schädeln umrandet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine alte Vettel öffnet uns. Sie geht tief gebeugt, ihr Haar sieht aus als hätte es schon länger kein Wasser mehr gesehen, doch ihre Augen sind hellwach und mustern uns mißtrauisch. Diesmal bin ich wirklich dankbar, dass wir Luzija dabei haben, sie weiß besser als Furgas wie die Menschen hier ticken und schnickt der Alten etwas Klimper zu. Mit ungeahnter Gewandtheit läßt sie die Münzen irgendwo in den Taschen ihrer abgewetzten Strickjacke verschwinden und erzählt uns nun bereitwillig, dass der Magister seit etwa 6 Monaten hier eingemietet hatte. Nur nachts sei er gekommen, doch was heißt das schon - hier ist es ja immer dunkel, und habe komische Dinge gemacht. Er sei auch in die Schwarze Pranke gegangen.&lt;br /&gt;Nur einmal habe er Besuch bekommen, von einem hübschen blonden Elfenbarden namens Jarvis. Sie hätten sich gestritten, und danach sei der Magister nicht mehr wieder gekommen. Mittlerweile sei sein Zimmer auch wieder vermietet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir gehen zu seiner ehemaligen Bleibe im vierten Stock. Niemand antwortet auf Detritors Klopfen. Er drückt die Türe auf und plötzlich springt ihn eine Gestalt mit gezückten Dolchen an!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem engen Flur ist es mir unmöglich, meinem Freund zu Hilfe zu eilen, und auf meine Rufe zur Vernunft geht sowieso keiner ein. Alles kabbelt, hampelt, stochert herum und versucht sich an Zaubern, die aber nicht fruchten. Furgas löst das Problem schließlich pragmatisch und rammt die beiden Kämpfenden ins Zimmer hinein, die Tür ist frei für uns. Unten keift die alte Vettel, wir sollten nicht ihr kostbares Mobiliar beschädigen. Als ob wir gerade keine anderen Sorgen hätten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der geballten Kraft unserer Gruppe hat der neue Mieter nichts entgegenzusetzen. Noch dazu scheint er ziemlich betrunken zu sein, er hat eine Fahne die man von hier bis in den Bezirk der Dame riechen könnte.&lt;br /&gt;Als es schon wieder darum geht, wie mit dem Gefangenen zu verfahren sei, lasse ich mich nicht überstimmen. Wir sind die Eindringlinge, er hatte jedes Recht, uns anzugreifen. Wenigstens hören die anderen diesmal auf mich, und so wird der Bewußtlose nur gefesselt und ich darf seine Wunden versorgen.&lt;br /&gt;Währenddessen nehmen die anderen das Zimmer auseinander, wortwörtlich. Hatte die ranzige Bude den kleinen Kampf mehr oder minder heil überstanden, gibt ihr die nun folgende Razzia endgültig den Rest. Detritor und Luzija reißen ab was nicht niet- und nagelfest ist, und was angenagelt ist, wird aufgebrochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Suche ist von Erfolg gekrönt: unter einer losen Diele findet Furgas tatsächlich den Sinnesstein! Ich bin so gespannt, welche Erinnerung er wohl enthält die es wert ist, dafür zu töten; ein Sinnsorium in der Halle der Sinnsaten wird es uns enthüllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan gibt dem bewußtlosen Fusler noch etwas Heilung mit auf den Weg, bringt die schimpfende Vettel mit einer großzügigen Entschädigung zum Schweigen und wir wollen uns rasch auf den Weg zur Stadthalle machen, doch draußen werden wir bereits erwartet:&lt;br /&gt;20 Scheusale und ein paar andere zwielichtige Gestalten haben sich auf der anderen Straßenseite postiert und laden uns übermäßig freundlich auf ein Glas in die "Schwarze Pranke" ein.&lt;br /&gt;Diesmal kann uns selbst Luzija nicht herausreden, also geben wir Fersengeld. Vielleicht nicht die mutigste Entscheidung, aber mit Sicherheit die gesündere. Ich für meinen Teil würde mich jedenfalls nur ungern von einem von denen ins Totenbuch stecken lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Detritor klemmt sich Goin unter den Arm, der ist mittlerweile der einzige unter uns, der noch keinen Weg gefunden hat seine Bodengebundenheit aufzuheben. Selbst Furgas in seiner schweren Rüstung ist erstaunlich agil, seit er eines Nachts auf unserem letzten Ausflug nach Irkbaz mit Ig'nea verschwunden war. Luzijas dreckiges Grinsen werde ich so schnell nicht vergessen, und ich bin mir nicht sicher ob ich überhaupt wissen will, was in dieser Nacht geschehen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fliegen zurück zu Artur und Odos Haus, dieser Ort erscheint uns vorerst am sichersten. Vor dem Haus, an der Wand und vor allem um die Tür herum sehen wir ein paar dunkle Flecke. Vermutlich Blut. Scheinbar hat es in unserer Abwesenheit Ärger gegeben.&lt;br /&gt;Doch Hans öffnet uns wie gewöhnlich die Tür und bittet uns herein, als wäre nichts geschehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Detritor und Furgas aber durch den Türrahmen treten, fallen von ihnen plötzlich zwei eklige schwarze Käfer ab. Sie sind tot, wahrscheinlich von den Schutzzaubern hier vernichtet. Odo wird herbeigerufen und er bestätigt unseren Verdacht: es sind Grubkäfer, niederstes Ungeziefer aus den Neun Höllen. Sie sind nicht sonderlich helle, eignen sich daher aber umso besser um Hellsichtzauber auf sie zu legen.&lt;br /&gt;Irgendjemand hat also versucht, uns zu verfolgen. Elidan wirft ein, dass er vorhin tatsächlich kurz dachte, er hätte einen der Abishai hier vorm Haus wiedererkannt. Wir berichten Odo von den Geschehnissen im Stock und er weist uns an, ihm in Kürze hinters Haus zu folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan hatte Recht. Als wir Odo hinterm Haus antreffen, hat er den Spion bereits niedergerungen und übel zugerichtet. Er behauptet, er sei nur der schönen Luzija gefolgt um sie um ein "privates Treffen" zu bitten. Weder Schmerzen noch Verhör bringen ihn dazu uns zu verraten, nach wem der Magister in der Schwarzen Pranke gefragt hatte, und auf sein schmieriges Angebot, es mir zu sagen wenn ich ihn dafür... nein, einfach ekelhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir bei diesem Scheusal nicht weitergekommen beschließen wir, uns lieber dem Stein zu widmen und begeben uns in eines der Sinnsorien in der Halle der Sinnsaten. Endlich werden wir erfahren, was es mit dieser Erinnerung auf sich hat, von der der Hundefürst in Irkbatz meinte, sie sei eine Hilfe aber im Grunde doch keine und die einen hochrangigen Magister der Sinnsaten buchstäblich den Kopf gekostet hat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versenke mich in die Erinnerungen ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... Ich bin in einem dunklen Raum. Schemenhaft erkenne ich Regale, eine Kerze erhellt schwach das kleine Zimmer. Ich halte ein Buch in den Händen, es sind die Hände eines Mädchens. Es ist eine Art Märchenbuch, "Der Untergang von Orth".&lt;br /&gt;Es geht darin um eine Stadt. Sie steht in Flammen, der König ist wahnsinnig und legte Feuer im Palast, der als einziger noch nicht brannte. Die Bevölkerung ist in Panik, Menschen schreien und brennen. Dann klappe ich das Buch zu, schaue aus dem Fenster in eine grüne Landschaft unter blauem Himmel, die Sonne scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war es. Ein wenig bin ich enttäuscht, ich weiß nicht was ich erwartet hatte, doch bestimmt nicht etwas so unscheinbares. Ich berichte den anderen kurz von der Erinnerung und auch sie sehen sich alles genau an, doch wir sind ratlos.&lt;br /&gt;Als ich den Stein untersuche entdecke ich, dass ein Teil der Erinnerung fehlt. Der Anfang wurde gelöscht und ist unwiederbringlich verloren. Verdammt, wir sind zu spät, jemand hat bereits die wichtigsten Beweise vernichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von einer Stadt Orth habe ich noch nie gehört, doch Luzija erinnert sich an ein altes Gedicht, das aber die Ratlosigkeit nur noch vergrößert. Es lautet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Schwelendes Herz,&lt;br /&gt;Finsteres Herz.&lt;br /&gt;Licht in der Finsternis.&lt;br /&gt;Das Dunkel im Strahlen.&lt;br /&gt;Strahlender Geist,&lt;br /&gt;Brennender Geist.&lt;br /&gt;Lüge in der Wahrheit,&lt;br /&gt;Trug selbst im Schein.&lt;br /&gt;Ist er sein,&lt;br /&gt;will er's sein."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-80563892744100458?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/80563892744100458/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=80563892744100458' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/80563892744100458'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/80563892744100458'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/05/der-stein-von-orth.html' title='Der Stein von Orth'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-1254486723322700649</id><published>2007-05-20T12:50:00.000+02:00</published><updated>2007-05-20T16:53:38.640+02:00</updated><title type='text'>Rückkehr in die Beastlands</title><content type='html'>Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg in die Beastlands. Genau wie es die Sinnsaten beschrieben haben finden wir ein öffentliches Portal, das wir für 50 Gold passieren dürfen und uns direkt zu einem weiteren Portal bringt, wo man bereits 100 Münzen von uns verlangt. Zähneknirschend bezahlen die Vermögenden unter uns für alle. Wenigstens ist mein Adler gebührenfrei. Noch ein zweites Mal knöpft man uns 100 Goldmünzen ab, dann stehen wir auf dem frischen Grün der Tierwelt. In der Ferne sehen wir unser Ziel: Die Binge Barmak.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach acht Stunden Fußmarsch erreichen wir den Marktplatz auf dem Plateau über den Serpentinen. Wie damals herrscht hier geschäftiges Treiben und die graubekutteten Aufseher haben ein wachsames Auge auf Langfinger und Ruhestörer.&lt;br /&gt;Ig'nea befragt beiläufig ein paar Händler und erfährt, dass die Mönche wirklich vor einigen Jahren hier gewesen sind (Jahren?, frage ich mich kurz, führe es dann aber auf das andere Zeitverständnis von Zwergen zurück), doch sie haben nichts gekauft. Nur mit Gashok hätten sie geredet, dem Schmied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich haben wir einen Namen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir uns Gashoks Stand nähern nimmt er sofort reißaus, doch auf seinen kurzen Beinchen kann er uns nicht entkommen. Wir umzingeln ihn und, wenig mutig, gesteht er sofort den Verrat. Schon seit Generationen melden sie den Mönchen, wenn jemand durch das Baumportal kommt - gegen Bezahlung. Dieser verfluchte, korrupte Zwerg! Es kümmert ihn noch nicht einmal, wieviel Leid er dadurch verursacht hat.&lt;br /&gt;Für fünfzig Goldmünzen verkauft er Goin eine der Schriftrollen, die er benutzt, um die Mönche zu informieren und will uns angeblich das dazu notwendigen Ritual verraten, doch statt dessen zaubert er plötzlich einen Feuerball - dieser kleine Lügner! Geistesgegenwärtig rette ich mich in die Luft und verkohle mir daher nur die Füße. Ig'nea packt den Zwerg psionisch am Schlafittchen und bevor uns die heraneilenden Wachleute erreichen können fliegen wir mitsamt Gashok davon, den Berg hinauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derart eingeschüchtert verrät er uns, dass die Mönche einen Kontaktmann in Irkbaz hätten und er mittels des Spruchs nur hätte mitteilen müssen: "Sie sind hier", und wieviele.&lt;br /&gt;Ich weiß, ich hätte vielleicht stärker protestieren sollen, doch als Ig'nea dem geldgierigen Verräter die Luft abdrückt, kann ich mich nicht gegen die Erinnerung wehren an das, was die Mönche Kira und Begor angetan haben - er hat verdient, was er bekommen hat. Vergeltung für unsere Freunde.&lt;br /&gt;Auch wenn nun vermutlich nur ein anderer seinen Platz einnehmen wird. Und ein kleines, schwaches Stimmchen protestiert: wir haben nicht das Recht hierzu. Doch ich will jetzt nicht darauf hören, die anderen nehmen sich ja auch alle Rechte heraus und kommen immer ungestraft davon. Das ist keine Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich nehme ich aus dem Augenwinkel unten am Waldrand eine Bewegung wahr - und blicke genau in den Lauf der Großen Kanone! Sie wollen sie tatsächlich feuern!&lt;br /&gt;Ich rufe den anderen eine Warnung zu, dann schwinge ich mich in die Höhe. Elidan läßt sich in die Tiefe plumpsen und ruft noch etwas von "Schriftrollen holen", Ig'nea, Goin und Detritor zischen ebenfalls in Deckung, da donnert es und ein riesiger Bolzen schlägt dort ein, wo wir eben noch gestanden haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fliege auf den Waldrand zu. Noch ein paar Mal feuert die Kanone, doch sie ist zu langsam für uns. Hinter mir bemerke ich einen Tumult auf dem Marktplatz, doch ich kann nicht genau erkennen was da vor sich geht. Mein Adler ist ebenso froh wie ich über den wiedergewonnenen Himmel, der lange Aufenthalt in Sigil war für ihn sicher sehr ermüdend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schlage einen Bogen um die Kanone und beschließe, am Waldrand auf meine Freunde zu warten, und da treffe ich auch tatsächlich Goin, Ig'nea und Detritor. Sie erzählen, dass Elidan beim "Besorgen" der Schriftrollen aufgeflogen ist und sie daher ein wenig Unruhe stiften mußten, um seinen Rückzug zu decken. Daher der Tumult. Ich schicke meinen Adler mit einer Nachricht los, um Elidan zu finden, doch erfolglos. Vielleicht hat er sich wieder unsichtbar gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hören wir es laut knallen, zweimal. Das kam zwar von der Kanone, war sie aber nicht. Klang eher wie einer von Elidans Schallbällen, also machen wir uns vorsichtig auf den Weg um nachzusehen.&lt;br /&gt;Wir treffen Elidan unterwegs, doch er ist nicht der Grund für den Radau. Vor uns liegt ein Schlachtfeld, tote und verletzte Zwerge werden gerade noch in die Schutzhütten um die Kanone geschleppt, verbrannte Erde um uns herum. Furgas steht vor der Tür der Kanone und wird gerade von einem Feuerstrahl aus dem Guckloch gebraten. Was ist denn hier los?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ig'nea läßt in unseren Köpfen einen Ruf erklingen: Zusammenkunft, Lagebesprechung. So erfahren wir, dass Luzija für den Kleinkrieg mit den Zwergen verantwortlich war und um ein Haar enthauptet worden wäre. Langsam läuft sie Furgas den Rang als unfreiwilliger Selbstmörder ab.&lt;br /&gt;Doch dann erzählt sie uns eine ganz und gar unglaubliche Geschichte: die Zwerge auf dem Marktplatz hatten Recht mit ihrer Zeitangabe - sie hatte deshalb solche Probleme uns zu finden, weil wir damals vom Hofmagier Istan nicht bloß an einen anderen Ort, Blautann, teleportiert worden waren, sondern noch dazu in eine andere Zeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie versucht, uns den ganzen Weg nach Irkbaz zu erklären, wie das passiert sein kann, doch das meiste davon klingt für mich nur nach arkanem Hokuspokus. Besonders die Streitereien in Fachchinesisch zwischen ihr und Elidan, welche Dimensionssprüche noch funktionieren und warum. Sicher scheint, dass wir in Zukunft auf Teleportationszauber verzichten sollten, denn irgendetwas oder -jemand verlangsamt uns im Astralraum, sodaß wir erst Jahre später am Ziel ankommen. Und das nennen die "Abkürzung"...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch über Ipkunis gibt es Neuigkeiten. Immerhin sind dort ja zehn Jahre ohne uns vergangen. Die Stadt floriert prächtig und schreibt endlich schwarze Zahlen (da bin ich aber froh, die hab ich schon so vermißt), der Park gedeiht und blüht. Der Turm ist nun 150 Meter hoch und scheinbar ausgewachsen, und die Herzblatt hatte einen Putschversuch unternommen, doch Luzija hatte sie in ihre Schranken verweisen können. Auch der Krieg zwischen Turgon und den Echsen dauert noch immer an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwanzig Tagen erreichen wir die Ruinen von Irkbaz. Der Versuch, den Kontaktmann magisch aufzuspüren, mißlingt leider, also müssen wir auf profanere Mittel zurückgreifen: suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neun Tage später passieren wir das alte Portal, das Begor versehentlich zerstört hatte. Einen Moment halten wir alle inne und gedenken unserer toten Freunde; ich vermisse sie. Die Rache an Gashok hat keine Befriedigung gebracht; ich hatte es, wenn ich ehrlich bin, auch nicht erwartet.&lt;br /&gt;Die Gräben werden langsam tiefer und die drei Türme tauchen vor uns auf. Noch immer brennt dieses sonderbare Licht in ihren Spitzen. In einem der Türme kann ich einen Hund spüren, Ig'nea läßt sich daraufhin am Fuß des Turms nieder und schaut in seine Vergangenheit:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bräunlich bekutteter Schemen verläßt ängstlich, traurig aber erwartend die Szene.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kleine, schlanke Gestalt mit großen, spitzen Ohren (die hat sie schon einmal am Tempel gesehen, sagt sie - wenn das nicht unser Bekannter ist) freut sich sehr und verläßt die Szene. Etwas später dasselbe noch einmal bei einem älteren Mann mit schemenhaften Begleitern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Kampf zwischen Heuschrecken und dem älteren Mann, seine Schemen werden dahingemetzelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Flüchtlinge, die versuchen auf den Turm zu klettern, es aber nicht schaffen und langsam sterben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch mehr Kämpfe mit Heuschrecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vision bestärkt uns darin, dass es etwas besonderes sein muß, in diesen Turm zu gelangen und daher bemühen wir uns, einen Weg hinein zu finden. Die magische Hülle schützt ihn gegen normale Angriffe, doch als Luzija mit ihrem besonderen Schwert gegen eine Fensterscheibe schlägt, zerbricht sie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drinnen sieht sie eine rustikale Wohnstube mit Büchern, ein dampfender Teller Suppe steht auf dem Tisch und auf einem Sofa sieht man goldene Hundehaare. Eine Falltür führt nach unten in eine große Küche, wo ein Topf Suppe auf dem Herd köchelt. Elidan und Furgas gehen durch eine Falltür noch weiter nach unten, Ig'nea und Detritor untersuchen die Wohnstube während ich in der Küche stehe - als plötzlich das Fenster wieder heil ist und sich alle Falltüren schließen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Moment lang überlege ich, was das wieder für ein merkwürdiger Zauber ist. Unter mir höre ich gedämpftes Bellen, über mir sind Stimmen: Ig'nea, Detritor und noch eine dritte mir unbekannte Stimme. Knurrt und japst sie manchmal oder bilde ich mir das ein? Irgendetwas geht da oben vor, doch ich komme nicht raus und auf mein Klopfen reagiert niemand.&lt;br /&gt;Also nehme ich den Topf vom Herd und warte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach wenigen Minuten öffnet sich plötzlich ein Loch mitten in der Wand. Ich nehme es als Wink und fliege hinaus. Dort stehen bereits die anderen gesund und munter auf der Plattform, nur Elidan scheint geistig völlig weggetreten - er sitzt glücklich in einem Rudel Hunde und läßt sich abschlabbern.&lt;br /&gt;Wir finden heraus, dass wir in einen durchaus bewohnten Turm eingedrungen sind - hier lebt der Fürst der Hunde, er nennt sich den "Gefährten", und er betrachtet dies als sein Revier. Typisch Hund, wenigstens pinkelt er uns nicht gleich zum Markieren an. Bald wird uns klar, dass er der Kontaktmann der Mönche sein muß, denn seinen Worten zufolge sind die Mönche völlig im Recht uns zu verfolgen; unser Weg sei der Tod und daher müsse man uns töten. Loyal und blind wie ein Hund interessiert es ihn gar nicht, was seine Menschenfreunde unsereinem antun. Er hat sie auch schon über unser Hiersein informiert, sie müßten bald da sein. Reden könnten wir uns schenken, doch das wissen wir bereits, wir dürfen aber unsere Henkersmahlzeit bei ihm einnehmen. Die, die das Ritual hinter sich haben nennt er "viele". Was das wohl heißt? Er redet noch mehr kryptisches, das Ziel unserer Reise sei der Ursprung; ein Kreis.&lt;br /&gt;Über die anderen Türme verrät er uns, dass in einem die Fürstin der Katzen lebt und wir uns vom dritten fern halten sollten, wenn wir nicht als Mahlzeiten enden wollten. Dort lebe die Echse Sethon, die früher in den Kanälen lebte. Auch Brenell hat er schon zweimal hier gesehen, oder besser gerochen; beim ersten Mal duftete er nach Blumen, beim zweiten mal nach Schwefel. Aha.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollen schon wieder gehen, da aus diesem treu ergebenen Diener nichts herauszubringen ist egal wie sehr wir ihm versuchen zu zeigen, dass wir nicht bloß Monster sind, da gibt er uns noch einen Rat, der uns aber angeblich nicht helfen soll: Falls wir noch einmal zu den Sinnsaten kommen, sollen wir sie nach einem bestimmten Sinnesstein fragen. Immerhin eine kleine Spur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir statten auch der Fürstin der Katzen einen Besuch ab, diesmal stellen wir uns allerdings höflicher vor und werden auch besser empfangen. Sie mögen das "räudige Flohpack" nicht und auch nicht ihre anbiedernde Art bei den Hundefreunden - den Mönchen; sie erklären sich sogar bereit, für uns hier einen geeigneten Kampfplatz zu bereiten, sollten wir uns ihnen stellen, nur um den Hunden eins auszuwischen.&lt;br /&gt;Doch obwohl sie uns geschickt mit den Erinnerungen an die schreckliche Folter von Begor und Kira unweit von hier zu locken versucht, haben wir keine Lust, nur zum Ergötzen der Katzen eine Arenashow abzuziehen. Die Mönche haben bestimmt seit dem letzten Zusammentreffen gelernt und ihre Kräfte verstärkt. Also verlassen wir Irkbatz wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwölf Tagen gelangen wir ans Portal bei Barmak und können es unbehelligt passieren. In Sigil begeben wir uns schnurstracks zur Halle der Sinnsaten, wo ich die Eindrücke von unserem Treffen mit den Tierfürsten abgebe und wir nach dem Sinnesstein fragen, den uns der Gefährte nannte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Sinnsat zurückkehrt teilt er uns mit, dass der letzte Ausleiher des gesuchten Steins leider ermordet wurde - von Stein und Kopf des Unglücklichen fehlen seitdem jede Spur. Nachfragen sind verboten.&lt;br /&gt;Wir können uns denken, dass es sich bei dem Opfer um denselben Magister handelt, der auf der Suche nach Informationen über Brenell getötet wurde. So ein Mist, scheinbar hatte der Stein etwas mit ihm zu tun! Luzija bekommt immerhin die letzte Adresse des Mannes heraus und will sich unbedingt dort umsehen. Leider befindet sich das Haus ausgerechnet ... im Stock.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-1254486723322700649?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/1254486723322700649/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=1254486723322700649' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1254486723322700649'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1254486723322700649'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/05/rckkehr-in-die-beastlands.html' title='Rückkehr in die Beastlands'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-3695482581765366136</id><published>2007-05-20T11:48:00.000+02:00</published><updated>2007-05-20T12:49:44.164+02:00</updated><title type='text'>Sigil</title><content type='html'>... und stehen in einer schmalen, dunklen Gasse unter einem rußgeschwärzten Arkadenbogen. Krumme Häuser neigen ihre Giebel wie neugierige Zuschauer über unsere Köpfe, rauchende Schlote steigen im Hintergrund in den Himmel und spucken dicken, schwarzen Qualm aus. Alles sieht recht schäbig und verbrannt aus. Ein paar Meter von uns entfernt scheint eine Hauptstraße zu verlaufen, dort drängen sich die - Massen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderes Wort wäre unpassend. Riesige Echsenwesen schieben sich ebenso vorwärts wie Zwerge, Menschen, Vierbeiner und Wesen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Ein Tiefling mit Schwanz und Hörnchen wird an unserer Gasse vorbeigedrückt und wirft einen abschätzenden Blick auf uns, bevor er weitergeschoben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich schreit Elidan hinter mir auf. Er hängt an der Rückwand eines Hauses, die völlig überwuchert ist von einem schwarzen, weinartigen Rankengewächs. Klingenreben, erinnere ich mich an einen Absatz aus einem Buch. Ganze Straßenzüge wurden unbewohnbar durch dieses rasiermesserscharfe Gewächs; das einzige, was hier in Sigil wirklich gut gedeiht. Bösartiges Zeug. Wir befreien Elidan aus den Klauen der Pflanze und heilen die tiefen Schnittwunden, die sie hinterlassen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir nicht ewig in dieser engen Gasse bleiben wollen und es auf der Straße zuviel zwielichtigen Verkehr für meinen Geschmack gibt, steige ich auf, um mir einen Überblick zu verschaffen. Ich sehe ein riesiges Gebäude, aus dem die vielen Schlote aufragen und erkenne es als die Große Schmiede. Wir sind scheinbar irgendwo im Unteren Bezirk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine baufällige Taverne mit Namen „Schwarzes Segel“ wird gerade von zehn monströsen Cornugons betreten. Das ist sicher kein geeignetes Etablissement für uns. Ich will gerade wieder landen, da sprechen mich zwei schwer Gerüstete an. Sie warnen mich davor, hier so einfach herumzufliegen, jemand könnte mich als Zielscheibe benutzen wollen. Ist es wirklich so gefährlich hier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich danke den beiden freundlichen Herren und wie sich zeigt, haben sie ein Herz für Planlose. Dabei hatte ich so gehofft, langsam nicht mehr als Planloser zu gelten. Sie führen uns kurz am Schwarzen Segel vorbei, wo sie offenbar einen auf Furcht begründeten Respekt genießen, und bestätigen meine Meinung: das ist keine Taverne für unsereinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie laden uns statt dessen in eine bessere Örtlichkeit ein, es ist nur eine halbe Stunde weg, und dankbar nehmen wir an. Trotz der kurzen Strecke schaffen es Goin und Furgas, sich durch übermäßiges Getue (wie singen in celestisch oder irgendwelche unsichtbaren Auren) in Schwierigkeiten mit den lokalen Meuchlern zu bringen, und es ist nur der schnellen Reaktion unseres Begleiters Artur zu Verdanken, dass sie keinen Dolch als Souvenir mitnehmen - zwischen den Rippen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Detritor ist von Arturs Faustklinge mächtig beeindruckt und kauft ihm seinen alten Handschuh ab. So ganz wohl ist mir beim Anblick dieses martialischen Dings nicht. Aber Goin hat es schon das Leben gerettet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich wird die Gegend bald besser und wir stehen bald vor einem wahren Prachtbau, dem „Goldenen Adler“. Kronleuchter werfen facettenreiches Licht von den goldverzierten Stuckdecken, die Kundschaft ist wesentlich erlauchter als im Schwarzen Segel. Wir bekommen unser eigenes Separée und ein königliches Mahl, so etwas könnten wir uns nie leisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Artur ist weniger schweigsam als sein Freund Odo, er erzählt uns dass er aus Tiefwasser kommt, einem Ort auf derselben Materierwelt, von der auch Goin stammt. Da haben sie ja was zu erzählen. Auch er ist vor zehn Jahren durch Zufall hier gelandet, und seitdem hat er sich hier seiner „Mission“ verschrieben; dazu zählt auch, gelegentlich die Kundschaft des Schwarzen Segels aufzumischen. Von der Gilde der Schwertmeister des Ersten Tages hat er gehört, ebenso von Nym, den er angeblich von Solania kennt. Wenn wir mehr erfahren möchten rät er uns, uns von einem Schlepper zur Halle der Sinnsaten führen zu lassen, dort gäbe es gegen Bezahlung Informationen.&lt;br /&gt;Odo ist die meiste Zeit über still. Als wir ihn ansprechen meint er, mit dem wahren Blick könne er sehen, dass wir anders wären, nicht das was wir zu sein scheinen. Seltsam. Ob das etwas mit unserer Herkunft oder dem Ritual zu tun hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch scheinen beide uns für harmlos genug zu halten, uns einen Platz in ihrem Haus anzubieten, was wir gern annehmen. Die beiden sind interessante Zeitgenossen und noch dazu wirken sie ehrlich genug um uns nicht heimlich nachts die Kehlen aufzuschlitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Stunden später stehen wir vor unserer Herberge: ein vierstöckiges, kasernenartiges Gebäude mit vergitterten Fenstern, beinahe eine kleine Festung. Hans, ein älterer Materier, öffnet uns und weist uns ein Quartier im dritten Stock zu mit dem Hinweis, dass im Keller ein Baderaum bereit stünde. Riechen wir so streng?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nehme den Wink mit dem Zaunpfahl jedenfalls ernst und begebe mich in den Keller. Es dauert nicht lange und Furgas taucht mit demselben Vorsatz auf; mußte sich wohl erst aus seinem Panzer schälen. Kaum dass er in den Zuber gestiegen ist, fliegt auch schon die Tür auf und der Rest der Meute hat beschlossen zu baden; langsam wird es mir zu voll hier. Schade, ich hatte gehofft, auf ein Wort mit Furgas allein zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in unserem Gemeinschaftszimmer will Elidan uns gegen nächtliche Störungen schützen, doch kaum dass er seinen Zauberspruch begonnen hat, taucht aus dem Nichts eine große, aufrechtgehende Katze auf und untersagt rüde die Anwendung jeglicher Art von Magie in diesem Hause. Als wir Hans auf diesen unfreundlichen Kater ansprechen, sagt er uns, dies sei ein Rakshasafürst, den die Herren gefangen und hier eingesperrt hätten, damit er für Ruhe hier sorgt. Kein Wunder, dass er so säuerlich ist.&lt;br /&gt;Ein wenig unbehaglich scheint Elidan zwar zu sein, doch er besteht nicht weiter auf seinem Zauber und vertraut auf Hans' Versicherung, dass das Haus sicher sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich verbringen wir eine ungestörte Nacht in Artur und Odos Haus; Tag und Nacht wechseln sich hier sehr rasch ab, nicht wie in Ipkunis.&lt;br /&gt;Nach einem kargen aber schmackhaften Frühstück beweist Artur Elidan auf eindrucksvolle Art und Weise, dass ein Alarmspruch in seinem Haus nicht nötig ist: Als jener nach einer Stunde wieder klar sehen kann berichtet er, dass das ganze Gebäude von Schutzzaubern und magischen Geflechten durchzogen ist. Hier kommt so einfach niemand ungebeten herein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabschieden uns und lassen uns von einem der vielen Schlepper, die auf Sigils Straßen lautstark ihre Dienste anbieten, zur Halle der Sinnsaten führen: ein imposantes, braunes Sandsteingebäude, mindestens acht Stockwerke hoch. Durch einen langen Flur gelangen wir in der Mitte des Gebäudes zu einem riesigen Lichtschacht, der einen eindrucksvollen Blick auf die rundum verlaufenden Arkadengänge bietet. Hinter jedem Arkadenbogen scheint eine Tür in einen Raum zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind nicht die einzigen Besucher hier. Man weist uns höflich eine bequeme Sitzgruppe zu und nach einer Stunde Warten sind wir endlich dran. Ein junger, etwas gelangweilter Mann an einem großen Schreibtisch erklärt uns, dass wir ihm unser Begehr mitteilen sollen, dann würde er uns einem geeigneten Fraktionsmitglied zuweisen - gegen Bezahlung natürlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Wissensdurst mangelt es uns nicht, und an offenen Fragen schon gar nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so bekommt jeder Fragende einen Zettel mit einer Wegbeschreibung in die Hand gedrückt und begibt sich zu dem Experten, in der Hoffnung, etwas Neues zu erfahren. Eine Menge Gold wechselt den Besitzer, zum Teil für - wie ich finde - recht dürftige Informationen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Dilus erfährt Luzija, das er ein freier Baatezu ist, der wohl auf der richigen Seite bei einigen großen Schlachten im Blutkrieg stand. Er jagd in seiner Freizeit gern Großwild, ist ein Trophäenjäger. Deshalb war er vermutlich auch hinter diesem großen Tausendfüßler her, als sie ihn zum ersten Mal traf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Mönche ist nichts zu erfahren, wohl aber über das Portal nach Barmak, falls wir ihre Spur verfolgen wollen. Es ist leider kostenpflichtig, und meine Finanzen sind noch immer mau. Schon damals hatte ich es mir nicht leisten können, daran hat sich nichts geändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Goin nach Brenell fragt ist es nicht nur teuer, sondern der Magister erfährt so gut wie nichts und wurde dabei scheinbar auch noch bemerkt. Wenn er weiter suchen soll, wird das sehr teuer und eine Weile dauern, doch Goin ist bereit zu zahlen. In zwei Tagen sollen wir wiederkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich interessiere mich für diese Fraktionen, von denen ich nun schon oft hier gehört habe und nur so wenig in der Binge zu lesen war; besonders die Sinnsaten scheinen eine hochinteressante Philosophie zu vertreten. Diese Auskunft gibt es sogar kostenlos, und ich bin wirklich begeistert:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie glauben daran, dass das Multiversum dazu entstanden ist es zu erleben, und dass der einzige Weg wirklich zu spüren und herauszufinden dass man existiert ist, Erfahrungen zu machen. Versuche alles, und wirklich alles mindestens einmal, denn ohne Erfahrungen bist du nichts. Wenn du nicht das ganze Multiversum spürst, wie willst du jemals irgendetwas wissen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Einstellung gefällt mir so gut, dass ich mich spontan dazu entschließe, den Sinnsaten beizutreten. Dieser Tatendrang, Wissensdurst und die Offenheit gegenüber allem, was einem das Multiversum vorwirft, ist genau das, was auch mich antreibt. Ich bin so gespannt, mehr durch die Sinnsoriensteine zu erfahren und meine Erfahrungen zu teilen! Der Fall von Ipkunis in den Abgrund, seine Rettung und sein Aufstieg nach Arborea - wenn das nicht der richtige Stoff ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zuerst müssen wir die Wartezeit für Goins Auftrag überbrücken. Ich erinnere mich an die eigenartigen Tätowierungen der Mönche und wir lassen uns von unserem Schlepper zu Sigils Meistertätowierer bringen: Fell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fells Jurte dient ihm als Atelier und Arbeitsraum zugleich; überall sind auf Holzrahmen Häute gezogen, geziert von kunstvoll verschlungenen Mustern und lebensechten Motiven. Ist das etwa elfische Haut? Ich hoffe ich irre mich.&lt;br /&gt;Fell selbst entpuppt sich als ein Dabus: ein dünnes Männchen, das Gesicht nur entfernt menschlich mit spitzen Ohren, einem wallenden weißen Haarbusch und kleinen, gedrehten Hörnern. Er schwebt dicht über dem Boden und blickt uns an, doch anstatt zu sprechen erscheinen Symbole in der Luft über seinem Kopf. Reden sie so?&lt;br /&gt;Ein Vorhang, der einen abgeteilten Raum verbirgt, wird beiseite geschoben und ein junges Mädchen tritt herein. Sie schaut sich die wirbelnden Symbole über seinem Haupt an und übersetzt dann für uns: willkommen Fremde in meinem Atelier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bewundern seine Kunstfertigkeit und stellen ihm einige Fragen. Er kann wohl besondere Tätowierungen fertigen, die ihrem Träger dauerhaft besondere Fähigkeiten verleihen. Zum Beispiel jemanden finden, dessen Konterfei einem auf die Brust tätowiert wurde - doch er verrät nichts über die Mönche, noch nicht einmal gibt er zu dass sie hier waren und die Arbeit von ihm stammt.&lt;br /&gt;Seine Arbeiten sind durchaus verlockend, doch auch sehr teuer. Detritor verschwindet kurz mit Fell in dem Hinterzimmer und einen Moment lang frage ich mich, ob er tatsächlich genug Gold besitzt und sich jetzt ein Tattoo anfertigen läßt, doch kein neues Schreckensmotiv ziert seinen gestählten Körper als er wieder zurückkehrt. Jedenfalls nicht, wo ich es sehen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Tage später gehen wir wie vereinbart zur Halle der Sinnsaten, um Goins Informationen über Brenell abzuholen. Doch uns erwartet eine böse Überraschung: Der Magister ist ermordert worden, hier im Haus der Sinnsaten! Kein Schutzzauber und keine Magie hat es verhindern können, noch dazu ist es ein Schlag ins Gesicht, einen der Unseren hier zu töten.&lt;br /&gt;Man will von uns wissen, worum es bei diesen Nachforschungen ging, doch Goin gelingt es sie davon zu überzeugen dass es besser für alle sei, wenn niemand mehr davon weiß, sonst geräte noch jemand in Gefahr. Das wird akzeptiert, aber man verbietet uns, zu diesem Thema weitere Anfragen zu stellen - der Mörder war einmal hier, er könnte jederzeit wiederkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da uns das Pflaster in Sigil langsam etwas zu heiß wird und wir außerdem keine weitere Spur zu verfolgen haben, ohne dabei die Sinnsaten in Gefahr zu bringen, beschließen wir, dass es an der Zeit ist, die Mönche genauer unter die Lupe zu nehmen. Dazu wollen wir uns dorthin begeben, wohin Ig'neas Vision am Gefängniswagen uns den Weg wies:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in die Binge Barmak und dort den Verräter finden!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-3695482581765366136?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/3695482581765366136/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=3695482581765366136' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3695482581765366136'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/3695482581765366136'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/05/blog-post.html' title='Sigil'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-6339907599107932498</id><published>2007-05-19T16:47:00.000+02:00</published><updated>2007-05-20T11:48:22.953+02:00</updated><title type='text'>Der Weg in den Käfig</title><content type='html'>Kurz nachdem Renwan unsere Stadt verlassen hat, hält es auch mich nicht länger hier. Der Park ist fertig und braucht nur noch gelegentlich eine helfende Hand, damit wird mein Elfenfreund gut allein fertig. Wozu also noch länger in diesen engen Mauern verweilen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Delegation des Kaisers Turgon II war wie von den Dieben angekündigt bei uns eingetroffen und alle haben sich förmlich überschlagen vor lauter Freude über die neuen Verwaltungsmöglichkeiten: wieder Steuern festsetzen, diesmal von uns an Turgon zu zahlen, Verträge und Absichtserklärungen unterschreiben, Botschafter nach Schirat entsenden, Gesetze anpassen - wie mir das alles zum Hals heraushängt.&lt;br /&gt;Als ich mich plötzlich bei dem Gedanken ertappe, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war, Ipkunis aus dem Abgrund zu retten, weiß ich, dass es endgültig Zeit ist zu gehen, sonst werde ich noch wahnsinnig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider haben sich Luzija, Ig'nea und Detritor ebenfalls diesen Zeitpunkt ausgesucht, um zu verschwinden. Angeblich wollen sie nur zwei Wochen weg Richtung Süden, um dort Informationen über ein Portal nach Sigil zu finden, von dem der Botschafter des Kaisers gesprochen hat. Doch aus den zwei Wochen werden drei, dann vier, und egal wo wir nach ihnen suchen, sie bleiben unauffindbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun hängt umso mehr Arbeit an uns Verbliebenen, doch ich kann beim besten Willen nicht länger in der Stadt bleiben. Ich verlasse Ipkunis mit dem Versprechen, regelmäßig vorbeizuschauen, und beginne meine Erkundungsreise durch Astaran, vom Westen wo der Blaue Drache haust bis in den Osten, wo die Wälder beginnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich kann ich wieder den Wind um die Nase spüren, die grüne Landschaft gleitet unter mir hinweg, und ich bekomme seit langem wieder Tiere zu Gesicht! Das Kriegsgebiet der Echsen meide ich, und auch den Drachen kann ich nicht entdecken, doch das ist wohl auch besser so. Große Siedlungen wie Ipkunis gibt es hier keine, nur hin und wieder ein kleines Dorf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Monaten bemerke ich, dass mir in einiger Entfernung ein Adler folgt. Er scheint kein besonderes Ziel zu haben und kommt auch nie näher als eine halbe Meile an mich heran, doch irgendwie fühle ich mich von ihm aufmerksam beobachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woche um Woche vergeht. Das Tier weicht mir nicht mehr von der Seite, es sei denn ich kehre nach Ipkunis zu meinen regelmäßigen Besuchen zurück, dann kreist er gerade noch in Sichtweite jenseits der Stadtmauer.&lt;br /&gt;Ich frage mich, ob ich versuchen soll näher an ihn heran zu kommen, und in den nächsten drei Monaten verringere ich vorsichtig immer weiter den Abstand zwischen uns, drehe wie zufällig in seine Richtung oder lasse den Wind mich seitlich näher an ihn herandrücken. Er weicht nicht aus. Ich beobachte ihn, wenn er elegant auf ein Kaninchen herabstößt, und er beobachtet mich, wenn ich meine Beute zielsicher mit dem Bogen erlege. Wenn ich mich nachts unter den Ästen eines Baums zur Ruhe lege weiß ich, dass er in den Zweigen hockt, den Schnabel unter einen Flügel gesteckt und mich aus einem halbgeöffneten Auge noch immer beobachtend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Monat vergeht, mittlerweile fliegt mein Begleiter nur noch zwanzig Schritt entfernt von mir. Auch nach Ipkunis folgt er mir, landet jedoch immer auf einem der höchsten Türme und wartet dort auf meine Rückkehr. Ich werde bald den anderen von ihm erzählen müssen und wohl ein Gesetz gegen die Jagd von Raubvögeln in der Stadt erlassen, sonst schießt vielleicht noch ein Trophäenjäger auf ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich das nächste Mal Ipkunis verlasse steigt der Adler so dicht neben mir auf, dass ich nur die Finger ausstrecken müsste und ich könnte ihn berühren. Ich tue es nicht; doch als ich später am Tag einen Hasen erlegt und ein kleines Feuer entzündet habe, teile ich ein großzügiges Stück Fleisch ab und halte es ihm mit ausgestreckter Hand entgegen. Nur einen Flügelschlag später sitzt das Tier auf meinem Handgelenk und macht sich über den Hasenschenkel her. Vorsichtig streiche ich mit der anderen Hand über sein weißbraunes Gefieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, ich habe einen neuen Freund gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im elften Monat nach ihrer Abreise kehren schließlich Detritor und Ig'nea zurück. Die Freude ist natürlich groß, aber ebenso die Neugier, denn sie tragen noch immer dieselbe Kleidung wie damals und die sieht recht mitgenommen aus. Sie erzählen uns eine unglaubliche Geschichte - doch was an unseren Geschichten wäre anders:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Botschafter des Kaisers hatte sie in eine kleine Gemeinde im Süden namens Winsk geschickt. Der dortige Hofmagier Istan behauptete, er kenne in Blautann ein Portal nach Sigil, für weitere Details müssten sie ihm jedoch erst das Elixir der Lüfte besorgen. Sie stimmten notgedrungen zu und reisten weiter in ein Gnomendorf am Rand des Großen Waldes, wo sie einen Führer anheuerten, was wohl nicht so einfach war, denn angeblich kommt "aus diesem Wald keiner zurück". Sie irrten auch eine ganze Weile darin umher, wurden von den Bäumen angegriffen und liefen im Kreis, doch schließlich fanden sie eine Schlucht, in der Zentauren lebten. Sie waren auch dort gefangen, aber konnten ihnen zumindest den Weg zu dem Ort weisen, an dem sie aus seltsamen Wolken dieses Elixir brauen konnten. Natürlich haben sie es gleich an sich selbst ausprobiert, und deshalb können sie jetzt fliegen und haben immer eine Art Luftschicht um sich herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb laufen sie also so komisch, ich hatte mich schon gewundert.&lt;br /&gt;Luzija sei nun unterwegs zu Istan, um ihm das Elixir im Austausch für Informationen über das Portal zu bringen, dann würde sie zu uns stoßen. Endlich eine heiße Spur nach Sigil! Ich bin so gespannt auf diesen Ort, von dem wir schon so viel gehört haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zuerst mußten wir die beiden auf den neuesten Stand bringen. Natürlich fiel ihnen mein neuer Begleiter auf, der mir nun auf Schritt und Tritt folgt, selbst in die Häuser hinein.&lt;br /&gt;Ebenso interessant, auch für mich, war eine Änderung an Aldors Haus: Der Kubus ist verschwunden und statt dessen wächst nun buchstäblich ein weißer Steinzylinder aus dem Boden, jeden Tag ein bißchen mehr. Rinpi hatte, bevor er die Stadt verließ, gesagt, das sei in Ordnung und wir sollten nichts dagegen unternehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar, dass wir trotzdem wenigstens nachgeschaut haben. Goin und seine Zwergenfreunde graben drumherum, können aber keine Wurzeln oder dergleichen finden. Hinein geht es auch nicht, es läßt sich kein Stück herausbrechen und auch magisch ist dem Ding kein Beikommen. Ich habe den Eindruck, dass der Turm vielleicht etwas mit den Ebenen zu tun haben könnte, eine Folge des Effekts, der hier aufgetreten ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch am Ende beschließen wir, den Turm einfach Turm sein lassen und ihn ins Stadtwappen aufzunehmen, immerhin sieht man ihn schon von weitem leuchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kommt endlich der Aufbruch aus Ipkunis. Ein paar letzte Ratschläge an meinen elfischen Parkbehüter, die Habseligkeiten gepackt und dann geht es auf nach Süden! Vielleicht treffen wir unterwegs ja auf Luzija.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Wochen lang reisen wir am Fluß gen Süden, dann taucht endlich die 3000 Einwohnerstadt Winsk auf. Schon von weitem leuchten uns seine weiß gekalkte Fachwerkhäuser entgegen. Durch eine wohlgepflegte Obstwiese gelangen wir in die Stadt. Leider bin ich das Stadtleben nicht mehr gewohnt, und so übersehe ich beim Einflug völlig das kleine Zollhäuschen am Stadttor. Prompt kommt bei unserer Landung auf dem Marktplatz auch ein kleiner Wachtrupp angeschnauft und verlangt von uns entweder Wegzoll oder Verschwinden.&lt;br /&gt;Da ich in den letzten Monaten weder Bedarf noch Gelegenheit zum Geldverdienen hatte will ich mich schon zum Gehen wenden, da holt Detritor neben mir tief Luft und macht die braven Zöllner so zur Minna, dass sie sich sogar entschuldigen, bevor sie kleinlaut abziehen. Der Weg zu Istan ist frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Detritor führt uns zielsicher zu einem Fachwerkhaus etwas abseits vom Marktplatz, ein älterer Gelehrter öffnet uns. Ein wenig unwirsch ist er, behauptet, Luzija sei nicht hier gewesen. Doch als Ig'nea ihm das Elixir hinhält, bittet er uns rasch herein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drinnen herrscht wüstes Durcheinander: überquellende Bücherregale, aufgerollte Pergamente, halbleere Teetassen und magisches Gerät. So wirklich sympathisch ist mir der Magier nicht, auch Furgas sieht ihn kurz mit diesem Blick, den er seit neuestem manchmal hat, an, und preßt die Kiefer zusammen. Er mag ihn scheinbar ebenso wenig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einigem vorsichtigen Diskutieren einigen wir uns schließlich darauf, ihm das Elixir zu überlassen wenn er uns zum Portal begleitet und uns dort zeigt, wie es funktioniert. Wir schließen den Kreis, er spricht ein paar Formeln, um uns nach Blautann zu teleportieren...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... und plötzlich stehen wir allein im Wald. Vor uns lehnen zwei umgestürzte Bäume aneinander und bilden eine Art natürlichen Torbogen. Ich steige auf und erkenne den Wald, hier war ich schon während meiner Wanderung gewesen. Wir sind etwa hundert Meilen nördlich von Ipkunis. Wir wundern uns zwar, wo Istan geblieben ist, doch wir können keine Falle entdecken. Elidan untersucht derweil das Portal und findet heraus, dass es tatsächlich nach Sigil führt, in zwei Richtungen funktioniert und nur nachts aktiviert werden kann. Außerdem ist es, wie für Sigil üblich, undurchschaubar. Um es zu benutzen muß man denken: „Ich will ins Zentrum“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ungeduldig warten wir auf den Einbruch der Dunkelheit. Das Ziel liegt zum Greifen nah! Schon bald werden wir in Sigil sein, dem Käfig, der Stadt der Tore. In der Binge habe ich alles gelesen, was ich darüber finden konnte. Irgendwie hat es mich an unser Dorf erinnert - ein Ort, an dem alles, was auf dem Großen Rad zu Hause ist, anzutreffen ist. Es ist vielleicht ein nicht ganz so friedliches Beisammensein, aber dafür ist es dort auch bestimmt nicht so langweilig wie daheim.&lt;br /&gt;Endlich wird es kühler, die Grillen beginnen zu zirpen und die Sonne geht unter. Wir schreiten unter den Bäumen hindurch...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-6339907599107932498?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/6339907599107932498/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=6339907599107932498' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/6339907599107932498'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/6339907599107932498'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/05/der-weg-in-den-kfig.html' title='Der Weg in den Käfig'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-5364768248046578102</id><published>2007-05-18T16:03:00.000+02:00</published><updated>2007-05-18T16:10:06.381+02:00</updated><title type='text'>Erwachen</title><content type='html'>In den nun folgenden Wochen und Monaten gleicht Ipkunis einem wuselnden Bienenstock. Als wären die Menschen aus einem langen Alptraum erwacht, drängt es sie aus ihren verschanzten Häusern hervor, sie streifen die Last der letzten Wochen ab wie einen dicken Mantel nach dem Winter, und man spürt förmlich ihren Tatendrang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel Energie muß genutzt werden, und so nimmt sich jeder nach seinen Begabungen den Aufgaben der Stadt an: Luzija nutzt ihren beachtlichen Ruf in der Magierakademie und schwingt sich zur Leiterin auf (wer hätte anderes erwartet); Ig'nea päppelt die Psioniker auf, unangefochten von einem recht talentierten und scheinbar umsichtigen Gith; Detritor organisiert eine Stadtwache und Goin das geheime Pendant dazu - das Netzwerk. Elidan baut weiter seinen Toth-Tempel auf, ein kleiner Klerus bildet sich schon. Ich beschließe, Ipkunis von innen heraus ein wenig an seine neue Heimat anzugleichen und beginne mit der Gründung eines Parks, tatkräftig unterstützt von einigen Freiwilligen. Ein Elf ist darunter, er gedenkt hier in Zukunft zu wohnen, sowie zwei Naturgöttergläubige. Dass es so etwas in Ipkunis gab! Erstaunlich, was doch diese schwere Zeit zu Tage förderte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kommt der Tag, an dem Draka uns verläßt. Sie zeigt uns ein kleines Medaillon mit einem Drachen darauf, das sie bei einem, der auf der Liste stand, fand und meint nur, sie müsse dieser Spur nachgehen. Diskussionen sind sinnlos. Je älter sie wird, umso komischer wird sie, finde ich. Furgas soll fürs Erste ihren Platz einnehmen, und wir sollen Clara Herzblatt und Brenn Wissanek als offizielle Vertreter einsetzen; sie dürfen die Gesetze auslegen, sie aber nicht ändern. Zumindest das klingt noch vernünftig.&lt;br /&gt;Dank Clara erhält Goin auch die Zusage zum Bau eines großen Denkmals für uns, das an die Zeit des Chaos und Aufstiegs erinnern soll und an die Helden um Tatz, die die Schlacht anführten. Es wird allerdings einige Zeit dauern, bis das Monument, das Goin vorschwebt, vollendet ist. Ein wenig dekadent finde ich es schon, aber die anderen sind so angetan davon, was soll ich da sagen. Und vielleicht erinnert es die Menschen auch in Zukunft daran, dass beinahe alles möglich ist, wo nur der Wille ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine, die einen besonders starken Willen hat - es grenzt schon an Sturheit - wenn sie sich etwas in Kopf gesetzt hat, ist Luzija. Diese Maschine aus Aldors Haus geht ihr einfach nicht aus dem Kopf, auch wenn der Schild jetzt nicht mehr vonnöten ist. Mit Rinpis Hilfe lernt sie schließlich, sich gegen die tödlichen Magien zu schützen und steigt ins Herz der Maschine hinab, während wir anderen oben warten müssen. Als ob wir ihr im Zweifel helfen könnten; niemand von uns ist gefeit gegen die lebensfeindliche Magie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zum Glück fördert sie diesmal statt Problemen nur haufenweise Nützliches zu Tage: Waffen, Rüstungen, Instrumente, allesamt von meisterlicher Qualität. Scheinbar hat das magische Geflecht den Dingen nur ihre Magie entzogen, die tote Materie allerdings nicht zerstört. Detritor freut sich jedenfalls über die unerwartete Ausrüstung für seine Garnison.&lt;br /&gt;Und dann entdeckt Luzija etwas Eigenartiges: unter dem ganzen Haufen liegt eine einzelne, noch immer magische Waffe! Ein schwarzer Zweihänder mit einem Griff voller Dornen, und in goldenen Runen steht auf der Klinge „Ewige Treue, ewige Wachsamkeit“. Im Gegensatz zu Brenells Schwert kann sie dieses hier nicht vom Fleck bewegen. Unsere Barden können aufgrund der Beschreibung zumindest vermuten, dass es sich hier um „Dorn“ handelt, von celestischen Helden in vielen Schlachten gegen Scheusale geführt und von jenen gefürchtet. Er gibt so viel wie er nimmt. Das würde erklären, warum Luzija das Schwert nicht anrührt. Vorerst liegt das Schwert dort unten jedenfalls sicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den folgenden drei Monaten widmen wir uns der Verwaltung und dem Knüpfen von Kontakten. Wie Draka es wünschte, haben wir ein Parlament aus Clara, Brenn und einem Ratsgremium eingesetzt, haben Steuern erhoben, Pachten verteilt und noch einiges mehr, von dem ich nicht allzu viel verstehe. Nicht, dass ich darüber sonderlich traurig wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Belgad und sein Kumpane kehren von einem zweimonatigen Streifzug durch die Gegend zurück und behaupten, dies sei nicht Arborea sondern wohl eher eine Materierwelt; es gäbe ein paar einfache Bauernsiedlungen, mehr nicht. Ein wenig bin ich neidisch auf die zwei, sie können frei diese neue Welt erkunden während ich mit gefalteten Flügeln tagein tagaus auf staubigen Bänken sitze und zuhöre, wie alle über Steuern, Prozente und Verträge diskutieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Park ist mittlerweile fertig, wenigstens er erhellt meine Tage. Die Arbeit dort war eine willkommene Abwechslung. Ich habe mich mit Luzija und Elidan geeinigt, dass wir mit der Magierakademie und dem Tempel gemeinsame Bereiche anlegen für spezielle Kräuter und Pflanzen. Ein Grund mehr, durch die wunderschöne Landschaft zu streifen und nach Ablegern zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam kommt auch der Handel mit den umliegenden Dörfern in Schwung, was gut für die Steuern ist. Jedenfalls freuen sich alle seit ein paar Tagen wieder mehr auf unseren Sitzungen.&lt;br /&gt;Vielleicht freut sich Luzija aber auch nur, weil sie endlich mit dem Studium des Ritualbuches fertig ist, das wir bei den Mönchen gefunden hatten. Sie war ja wie besessen davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines Tages verkündet sie dann plötzlich, dass sie das Ritual durchführen wird um herauszufinden, was es ist, wovor sich die Mönche so sehr fürchten. Darüber nachgedacht hatte ich damals schon, als wir die Warnung im Buchrücken lasen; doch ein ungutes Gefühl bleibt. Völlig ungetrübt dagegen sagt unser Ritter ohne Mut und Adel, Furgas, seine Mithilfe zu. Irgendwann bringt er sich noch um Kopf und Kragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach neun Tagen kehren die beiden aus der Magierakademie zurück und berufen ein Treffen ein. Voller Entsetzen betreten wir den „Ritualraum“ - eine harmlose Umschreibung für die übelste Folterkammer, die ich je gesehen habe. Dagegen war das Ungetüm, das meine Flügel gerichtet hat, nur ein Kinderspielzeug. Alles ist voller Blut, Fleischklumpen und Hautfetzen, es stinkt fürchterlich. Benutzte Folterinstrumente überall. Wie konnte Furgas das bloß ertragen ohne ohnmächtig zu werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija und Furgas scheinen verändert. Beide leiden noch unter den Nachwirkungen dieser Torturen, benehmen sich merkwürdig und reden manchmal wirres Zeug. Wir verstehen aber, dass Luzija gemäß des Buches das Rituals durchführte, es jedoch nicht vollendete - mit dem Durchschneiden der Kehle. Das habe zum Erwachen des Wahren Ich geführt, der Energie, die in einem steckt. Sie habe sich verändert, alte Fähigkeiten eingebüßt aber neue bekommen, ebenso Furgas. Der hockt eigentlich nur stumm da und stiert vor sich hin. Tolle Fähigkeit. Luzija behauptet, sie könne jetzt nicht mehr „normal“ getötet werden, sich in alles verwandeln was sie wolle. Ich glaube, sie hat ein wenig zu viel abgeschnitten an gewissen Stellen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beobachte die beiden. Sie erholen sich in den kommenden Tagen merklich, ihr eigenartiges Verhalten läßt nach und bald scheinen sie wieder vollständig hergestellt. Vielleicht waren es doch nur die Nachwirkungen der Folter? Nur Furgas' ernste, fast militärische Art ist geblieben und er benimmt sich so gar nicht mehr wie der übermütige, lautstarke Spaßvogel, den ich kannte. Nicht, dass ihm das nicht gut zu Gesicht stehen würde. Macht ihn irgendwie männlicher.&lt;br /&gt;Schließlich gehe ich, noch immer unentschlossen, zum Tempel und bitte den Priester um Rat. Gegen eine „Spende“ sagt er mir, die Veränderung durch das Ritual wäre für uns von Wohl. Selbiges sagt er später auch Ig'nea. Vielleicht sollten wir es wirklich tun. Beim Gedanken an die gräßlichen Folterwerkzeuge sträubt sich mir jedes Haar. Und diesmal gibt es wohl keinen Äther zur Betäubung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich noch dumpfen Gedanken nachhänge, komme ich am Kubus vorbei und höre darin Stimmen. Es sind Luzija, Furgas und Ig'nea. Furgas hat es tatsächlich geschafft, das Schwert aus der Maschine aufzuheben! Ob das an seiner Verwandlung liegt? Die Dornen haben sich in seine Hand gegraben, doch es scheint ihm nichts auszumachen. Plötzlich verwandelt sich das Schwert in einen Hammer, einfach so - ganz nach seinem Willen. Ig'nea berührt die Waffe und teilt uns mit, dass sie darin etwas spüren kann, eine Art Intelligenz. Sie spürt „Freude“. Wenn Furgas sie hält, freut sie sich noch mehr, endlich ein „richtiger Meister“. Ist das noch unser Furgas?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch mir bleibt nicht lange Zeit zum Grübeln, denn Goin berichtet aufgeregt davon, endlich Kontakt zur Diebesgilde bekommen zu haben. Als Zeichen des guten Willens hätten sie auch gleich ein paar Informationen preisgegeben: Im Westen hause ein Blauer Drache, der uns gefährlich werden könnte, und in einer Woche würden 50 bewaffnete Männer des Kaisers Turgon II. mit zwei Sänften hier ankommen. Wer auch immer das ist, scheint ein lokaler Herrscher zu sein. Jedenfalls will Goin ein Abkommen mit den Dieben schließen und bittet Furgas, ihn zu begleiten, als Rückendeckung. Nein, das ist sicher nicht mehr unser Furgas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Stunden später kehren die beiden zurück und berichten von dem Treffen: Der Deal sieht vor, dass die Diebe die Unterwelt kontrollieren, uns über wichtige Themen informieren und wir uns ansonsten gegenseitig in Ruhe lassen; sollten wir mal einen Wunschzettel von „B.B.B.“ für Aldor Tatz finden, wäre es das beste für alle, wenn wir ihm nachkämen. So gut haben wir nicht abgeschnitten, finde ich, und zu allem Überfluß behauptet Furgas auch noch steif und fest (das kann er übrigens sehr gut in seinem Plattenpanzer), dass Goin vom Herrn der Diebe, Klinge, bezaubert wurde, was der aber vehement bestreitet.&lt;br /&gt;Ig'neas besonderer Blick verrät ihr, dass Furgas recht hat - ein Geas liegt auf Goin, eine besonders hinterhältige und mächtige Bezauberung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Goin bemerkt, dass er aufgeflogen ist, beginnt er zu singen, spricht dabei plötzlich neue - oder ganz alte? - Worte, die Luzija zu wütenden Schmerzensschreien bringen. Dann verwandelt er sich in eine Gaswolke und will entfliehen, doch unser zorniger Dämon bläst ihn mit einem Windstoß zurück in den Kubus. Der Ärmste, er kann einfach nicht gegen diesen verfluchten Geas ankämpfen. Ig'nea legt ihn schließlich schlafen und wir bringen ihn erst in den Tempel, um für ein Wunder zu beten, und als das nicht funktioniert stimmen wir notgedrungen Luzija zu und bringen ihn in die Magierakademie, um an den Wortlaut des Spruchs zu kommen - die einzige Möglichkeit, den Geas vielleicht doch noch auszutricksen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Wir sind doch Freunde. Verlier hierüber kein Wort.“ Diesen Geas auszuhebeln ist ein unmögliches Unterfangen, scheint es mir.&lt;br /&gt;Goins Zustand verschlimmert sich. Jetzt, da der Geas entdeckt wurde, kann er ihm ja nicht mehr gerecht werden, und das hat fatale Folgen. Furgas entscheidet schließlich, dass es Zeit ist zu handeln. Fast flößt er sogar mir Angst ein mit seiner neuen Art, aber irgendwie gefällt es mir auch. Die anderen folgen ihm, während ich bei Goin bleibe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, was genau dort passiert ist, aber als sie zurückkehren sieht Furgas aus, als ob es mit sehr scharfen Gegenständen zu tun hatte. Sie berichten, dass es zum Kampf zwischen ihnen und Klinge gekommen ist. Das war ja zu erwarten. Es hat ziemlichen Tumult gegeben, aber am Ende hat unsere Seite gewonnen - was den Geas hoffentlich ausgeschaltet hat. Goin scheint es zumindest besser zu gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag erscheint ein Bote der Diebesgilde bei uns und bittet um Frieden. Das klingt in meinen Ohren schon viel besser als die Abmachung, die Goin ausgehandelt hatte! Da ihnen ein Oberhaupt fehlt, setzen wir Ig'neas Freund Sam auf diese Position. Offenbar gefällt ihm die Idee, ein seltsamer Kautz ist das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch viel seltsamer war jedoch einer, der nur zwei Tage später in Ipkunis ankommen sollte.&lt;br /&gt;Gerade hatten wir uns wieder an den normalen Lauf der Dinge gewöhnt, Wunden waren geheilt und die weißblühenden Malven in meinem Park standen in voller Blüte, da klopft ein Fremder an den Kubus. Ein breites Kreuz wie ein Krieger, doch die gebeugte Haltung und Kleidung eines Bettlers. Er stellt sich uns als Renwan vor und bittet um einfache Arbeit hier in der Stadt. Ein wenig seltsam kommt er uns schon vor, und Detritor wittert einen potentiellen Zuwachs in der Wache, also laden wir ihn in eine Taverne ein und befragen ihn erst einmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Renwan erzählt, dass er auf dem Weg von Norden zum diamantenen Sultanat im Süden sei, hier wäre das Grenzgebiet. Im Westen, gegenüber des Großen Sees, herrsche Krieg zwischen dem Kaiser und „den Geschuppten“, welche unglaublich starke Kämpfer seien. Luzija erkennt anhand seiner Beschreibungen, dass wir doch auf Arborea sind, auf einem stabilen Gebiet. War unsere erste Einschätzung also doch richtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir Renwan auf einen dünnen, weißen Kragen ansprechen, der an seinem Hals anliegt, weicht er ein wenig aus und sagt, es sei ein Parasit, der seine Haut gefressen hätte. Wie gruselig! So etwas gibt es hier hoffentlich nicht häufiger.&lt;br /&gt;Trotz einigen spendierten Mahlzeiten und Freibier läßt er sich aber nicht von seinem Wunsch abbringen: Nicht in die Stadtwache möchte er, sondern lieber Straßen kehren. Also bekommt er seinen Wunsch eben. Ein wenig wundert er sich über so viel Aufmerksamkeit, verständlicherweise, macht aber ansonsten einen friedlichen und unverdächtigen Eindruck - jedenfalls auf mich. Luzija und Ig'nea sehen das aber ganz anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch in dieser Nacht schleichen die beiden zu dem leerstehenden Haus, das wir ihm als Bleibe angeboten haben, um herauszufinden, was es mit dem Parasiten auf sich hat.&lt;br /&gt;Zumindest kehren beide kurz darauf unversehrt zurück, und auch Renwan kehrt ab dem nächsten Tag ruhig die Gassen. Sie erzählen uns, dass sie ihn gezwungen haben sich auszuziehen. Der Parasit sei am ganzen Körper, ließe ihn schneeweiß erscheinen, und habe Ig'neas Dolch festgehalten, als sie sich der Haut näherte. Renwan erzählte, er habe ihn auf der Positiven Energieebene abbekommen. Na wenigstens kriecht sowas nicht hier herum. Auf Brenell befragt, sagte er, er würde den Namen kennen, aber mehr als Legende - der Prinz der Lügen. Prinz der wahrheitsgetreuen Lüge, wenn man mich fragt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zehn Tage später geht Renwan fort, wir bemerken sein Fehlen erst als er schon ein paar Stunden weg ist. Ich versuche die anderen davon zu überzeugen dass sie ihn doch gehen lassen sollen, er habe doch nichts getan was unseren Argwohn verdient hätte. Aber sie bleiben stur.&lt;br /&gt;Also führe ich sie schließlich auf seiner Spur aus der Stadt hinaus. Er ist nicht schwer zu finden, und wieder verhält er sich völlig normal und unverdächtig, antwortet sogar geduldig auf jede noch so kleinliche Frage Luzijas. Mittlerweile ist mir egal ob er der ist, der er vorgibt zu sein; ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein verkleideter Brenell ist, und wenn er ein Solar wäre, der zehn Tage lang unsere Straßen gekehrt hat, wäre es mir auch recht. Warum sind alle nur so paranoid?&lt;br /&gt;Ich wende mich bereits zum Gehen, da spüre ich plötzlich Hitze in meinem Genick, wirble herum - Luzija schleudert Feuerbälle auf Renwan!&lt;br /&gt;Das geht nun wirklich zu weit. Wütend steige ich auf, um den Unschuldigen von oben entdecken zu können, während Luzija in die Flammen und auf unseren ehemaligen Straßenkehrer zustürmt. Der steht, nun vollkommen in dieses eigenartige weiße Etwas gehüllt, in den ersterbenden Flammen, und schnell spreche ich einen Heilzauber auf den vermeintlich Verletzen. Bilde ich es mir ein oder nickte er mir wohlwollend zu? Dann greift an seinen Rücken und mit einem schmatzenden Geräusch löst sich eine helle Klinge, die er auf die Anstürmende niedersausen läßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen solchen Schmerzensschrei habe ich selten gehört, und schon gar nicht von Luzija, die ja einen Faible für Schmerzen hat; so lange andere sie ertragen müssen. Schwer angeschlagen versucht sie, von Renwan wegzufliegen. Der läßt sein Schwert wieder verschwinden, schnippst kurz und sein alter Poncho ist wieder da, und wendet sich zum Gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die anderen bei Luzija bleiben und ihre Wunde versorgen, halte ich ihn noch einmal an, um mich für ihr schlechtes Benehmen zu entschuldigen. Auch mir ist längst klar, dass er kein einfacher Bettler ist, aber wir haben nicht das Recht, ihn zur Wahrheit zu zwingen. Ich persönlich glaube, dass er, was oder wer immer er wirklich sein mag, ein ehrbarer und aufrechter Mensch ist. Was nicht jeder hier von sich behaupten kann. Er bedankt sich für meine Hilfe, warnt, dass er Luzija auch hätte töten können, und - vermutet, dass wir uns wiedersehen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen Worten verläßt uns unser seltsamer Straßenfeger. Eine Weile sehe ich ihm nachdenklich hinterher, unsicher, ob ein Wiedersehen gut oder schlecht für uns ausginge.&lt;br /&gt;Am Ende beschließe ich, es einfach auf mich zukommen zu lassen und kehre zu den anderen zurück. Luzijas Wunde wird einige Zeit brauchen, bis sie vollständig geheilt ist; doch das ist nichts im Vergleich zu ihrem verletzten Stolz. An einem beleidigten Scheusal hat man lange zu knabbern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-5364768248046578102?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/5364768248046578102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=5364768248046578102' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/5364768248046578102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/5364768248046578102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/05/erwachen.html' title='Erwachen'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-1688031458805675826</id><published>2007-04-20T14:42:00.000+02:00</published><updated>2007-04-20T14:49:21.203+02:00</updated><title type='text'>Das Lied von Ipkunis</title><content type='html'>Duldet mutig, Millionen!&lt;br /&gt;Duldet für die bessre Welt!&lt;br /&gt;Euren Mut wird man belohnen,&lt;br /&gt;Droben, überm Feuerzelt.&lt;br /&gt;Festen Mut in schwerem Leide,&lt;br /&gt;Hilfe, wo die Unschuld weint,&lt;br /&gt;Heiligkeit geschworner Eide,&lt;br /&gt;Wahrheit gegen Freund und Feind,&lt;br /&gt;Männerstolz vor den Schwadronen -&lt;br /&gt;Brüder, siegelt es mit Blut,&lt;br /&gt;Einig stehen die Millionen:&lt;br /&gt;Untergang der Höllenbrut!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Groll und Rache sei vergessen,&lt;br /&gt;Unserm Schuldner sei verziehn,&lt;br /&gt;Keine Träne soll ihn pressen,&lt;br /&gt;Keine Reue nage ihn.&lt;br /&gt;Schließt den heilgen Zirkel dichter!&lt;br /&gt;Schwört bei diesem goldnem Wein,&lt;br /&gt;schwört es bei der Sterne Lichter&lt;br /&gt;Dem Gelübde treu zu sein.&lt;br /&gt;Unser Schuldbuch sei vernichtet!&lt;br /&gt;Ausgesöhnt die ganze Welt!&lt;br /&gt;Richtet so, wie wir gerichtet,&lt;br /&gt;Hier, auf dem abyss'schen Feld.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Abgrund tief gesunken,&lt;br /&gt;Auferstanden wiederum,&lt;br /&gt;Wir betreten feuertrunken,&lt;br /&gt;Arvandor, dein Heiligtum!&lt;br /&gt;Deine Zauber binden wieder,&lt;br /&gt;Was der Seele Wunden heilt,&lt;br /&gt;Weil aus Menschen wurden Brüder&lt;br /&gt;Ipkunis im Himmel weilt.&lt;br /&gt;Seid umschlungen, Millionen!&lt;br /&gt;Diesen Kuß der ganzen Welt!&lt;br /&gt;Wo Eladrin und Lillend wohnen,&lt;br /&gt;Sind wir nun auf grünem Feld.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freude trinken alle Wesen&lt;br /&gt;An den Brüsten der Natur,&lt;br /&gt;Alle Guten, alle Bösen&lt;br /&gt;Folgen ihrer Rosenspur.&lt;br /&gt;Küsse gibt sie uns und Reben,&lt;br /&gt;Fort der Tag, geprüft im Tod,&lt;br /&gt;Sünde ward dem Wurm vergeben,&lt;br /&gt;Und Ipkunis seine Not.&lt;br /&gt;Ihr stürztet nieder, Millionen?&lt;br /&gt;Ahntest du den Schöpfer, Welt?&lt;br /&gt;Die einst den großen Ring bewohnen,&lt;br /&gt;Sind nun hier auf grünem Feld.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freude sprudelt in Pokalen,&lt;br /&gt;In der Traube goldnem Blut&lt;br /&gt;Trinken Sanftmut Kannibalen,&lt;br /&gt;Zahlt sich aus der Heldenmut.&lt;br /&gt;Brüder, fliegt von euren Sitzen,&lt;br /&gt;Wenn der volle Becher kreist;&lt;br /&gt;Laßt den Schaum zum Himmel spritzen:&lt;br /&gt;Dieses Glas dem guten Geist!&lt;br /&gt;Denn der Sterne Wirbel loben,&lt;br /&gt;Was des Bacchus’ Hymne preist:&lt;br /&gt;Siegreich stieget ihr nach oben,&lt;br /&gt;Hebt das Glas dem guten Geist!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-1688031458805675826?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/1688031458805675826/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=1688031458805675826' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1688031458805675826'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1688031458805675826'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/04/das-lied-von-ipkunis.html' title='Das Lied von Ipkunis'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-1879384171602098493</id><published>2007-04-20T13:31:00.000+02:00</published><updated>2007-04-20T13:49:26.627+02:00</updated><title type='text'>Arvandor</title><content type='html'>&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe auf dem, was von Ipkunis' Stadtmauer übrig geblieben ist: Verkohlter, schwarzer Stein. Noch immer klebt der faulig beißende Geruch von Schwefel an ihm.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Doch meine Nase wird umweht von frischer, klarer Morgenluft. Die lodernde Flammenglut ist der sanften Wärme einer gerade aufgegangenen Sonne gewichen, die durch einen strahlend blauen Himmel wandert und unter sich eine Landschaft weckt, die so makellos schön ist, dass mir Tränen in die Augen steigen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Wir haben überlebt.&lt;br /&gt;Wir haben tatsächlich überlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verluste, die wir zu beklagen haben, sind hoch. Der Preis für die Rettung der Stadt wurde mit Blut bezahlt, doch sie hat es geschafft. Dabei sah es anfangs gar nicht rosig aus...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;Ipkunis war außer Kontrolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hatte die Stadt schon früher gewisse chaotische Züge gezeigt, so hatten das mutmaßliche Verschwinden von Aldor Tatz und das Auftauchen der Flammen gereicht, um jegliche Ordnung endgültig zu ersticken. Der Handel erlahmte, jeder verbarrikadierte sich in seinen Häusern, Marodeure streiften durch die Straßen, Frauen wurden auf offener Straße entführt, kurz: Die Menschen von Ipkunis taten alles, um sich ihren Platz an diesem grässlichen Ort zu verdienen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Dagegen anzugehen würde schwierig werden, doch wir beschlossen dem Abgrund den Kampf anzusagen. Auch unser Leben hing schließlich davon ab, wenn Ipkunis fiel, dann wir mit ihm.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schild war vorerst unser einziger Trumpf, also befasste sich Luzija eingehend mit diesem seltsamen Gerät. Sie hatte ja bereits herausgefunden, wie man es mit magischen Dingen "füttern" konnte, wenn es überhitzte. Vielleicht würde es ihr gelingen, noch mehr darüber herauszufinden.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Derweil beschlossen wir anderen, dass Draka Aldors Stelle einnehmen müsste. Niemand hatte ihn so recht gekannt, und sie hatte ungefähr sein äußeres Erscheinungsbild. Für die Menschen würde es ein unübersehbares Zeichen sein, wenn der Totgeglaubte plötzlich wieder da wäre und nach dem Rechten sieht.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Gesagt, getan. Draka bekam einen weiten Kapuzenmantel übergeworfen und die Liste mit Delinquenten in die Klaue gedrückt. Was würde Aldors Anwesenheit besser beweisen als das Fortführen seiner Arbeit?&lt;br /&gt;Anfangs halfen Elidan und ich noch bei der Suche nach den Übeltätern, doch schon bald fand Draka heraus, dass diese Liste ganz erstaunliche Eigenschaften besaß: wenn sie einen Namen darauf berührte, wusste sie sofort, wo die Person gerade steckte. Diese praktische Hilfe beschleunigte die Sache enorm (auch, dass Draka endlich von einer umständlichen Fangmethode absah, die meterlange Lederriemen involvierte, trug dazu bei) und ließ die Zahl der Vollstreckungen schnell wachsen. Jedes Mal strich sich der Name dann von alleine durch.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Doch es kamen ständig neue Namen hinzu! Leider, so stellten wir fest, waren auch unsere eigenen darunter. Und der eines alten Bekannten: Brenell Rean'ok. Diesen Namen werde ich mir gut merken.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Detritor, der am nächsten Morgen von einem ausgiebigen Tavernenbesuch zurückkehrt, findet einen Schlitz in einer Wand des Kubus'. In ihm stecken hunderte kleiner, gefalteter Zettelchen, auf denen die Menschen scheinbar eine morbide "Wunschliste" führen: Lieber Aldor, der Soundso war gemein zu mir, bitte beseitige ihn.&lt;br /&gt;Egal wie oft wir die Zettelchen hineinholen, es kommen immer wieder Neue, von den Bürgern heimlich schnell und leise hineingestopft. Doch nicht immer kommt ein Name, der auf einem Zettel stand, auch auf Drakas Liste. Zum Glück, das hätte mein bisschen Vertrauen in die Integrität dieses Dings ansonsten vernichtet.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ig'nea kehrt auch irgendwann zum Kubus zurück, sie war mit Sam bei Aldors Leichnam gewesen, der immer noch an die Stadtmauer genagelt hing. Sie hat herausgefunden, was geschehen war:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Brenell, natürlich, hatte Aldor getötet. Jener war wohl gerade am Stadttor im Gespräch mit ein paar kleinen Leuten gewesen, als Brenell herangerast kam, seine Klaue ergriff und ans Tor pinnte. Aldor, der so vorsichtig darauf geachtet hatte, nicht selbst aus dem Tor herauszutreten, konnte nun nicht mehr hinein entschlüpfen. Alle Befreiungsversuche blieben erfolglos, das dunkle Schwert rührte sich keinen Millimeter und Brenell schlachtete ihn fast mühelos ab.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Kurz zuvor hatte Ig'nea gesehen, dass Brenell an das offene Tor herangetreten war und unsicher daran langte, scheinbar um etwas zu prüfen, und sich dann freute als hätte er das Geschenk seines Lebens bekommen.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Noch weiter zurück sah sie einige Drachenwesen mit einer Ramme gegen das Tor stürmen; eine lange Schlange entzürnter Wartender, die vor dem Tor Einlaß begehrten doch draußen bleiben mussten; und wieder die kleinen Leute, die sich einen heftigen Streit mit Tatz liefern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Wir bergen Aldors Leichnam vom Tor und bringen ihn in den Kubus. Ein Schwert bleibt jedoch stecken und gibt sich von unseren Kraftanstrengungen völlig ungerührt. Goin sieht es sich an und meint schließlich schulterzuckend: Der Nagel nagelt Dinge fest.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ich glaube die Hitze bekommt dem Kleinen nicht.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ig'nea und Detritor finden schließlich mehr heraus: Die letzten sechs Male, bei denen das Schwert benutzt worden war (meist in ähnlicher Weise wie hier), hatte es Brenell geführt. Es besteht aus kaltgeschmiedetem Adamant, was eigentlich fast unmöglich ist. Dieses Schwert muß von einem Meister geschaffen worden und (hoffentlich) einzigartig sein.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Da tritt Luzija zu uns, um über die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu berichten: Die Maschine erzeuge ein Kraftfeld, das alles fernhält was aus den Neun Höllen, dem Abgrund oder Gehenna kommt - also aus den Unteren Ebenen. Dafür nutze es entweder Magie direkt, oder aber Lebenskraft, die es in Magie umwandelt - eine recht frevelhafte Art, um an Energie zu kommen.&lt;br /&gt;Als sie das Schwert im Tor stecken sieht, meint sie: "nettes Schwert" - und zieht es aus dem Holz als wäre es Butter!&lt;br /&gt;Eigenartig. Mich beschleicht das Gefühl, dass diese Waffe vielleicht noch übler ist als wir befürchtet hatten. Jede Wette, dass Brenell sie wiederhaben will.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Wir bemerkten die ersten Veränderungen in der Stadt. Wie erwartet war den Leuten die "Arbeit" von Tatz nicht entgangen, und erste Hoffnungsschimmer traten zaghaft hervor.&lt;br /&gt;Es wurde auch Zeit, denn langsam ging uns das Futter für die Maschine aus.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Einigen von uns schien die Situation sicher genug, um ausgiebige Einkäufe zu tätigen. Angeblich unter dem Vorwand, den Handel in der Stadt wieder aufleben zu lassen. Manchmal verstehe ich meine eigenen Freunde nicht; wie schaffen sie es nur, ihre Augen zu verschließen gegenüber dem Leid und der verzweifelten Suche der Menschen hier nach Führung in Sicherheit? Oder gegenüber dieser imposanten, allumfassenden Feuerwand?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die folgenden Tage verbrachten wir damit, die Stimmung der Bevölkerung weiter zu verbessern und die Straßen von Ipkunis sicherer zu machen:&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Draka arbeitete die Liste ab, Goin und ich zogen von einer Taverne in die nächste, schließlich fanden sogar ganze Umzüge statt, und seine aufmunternden Lieder spendeten gleichermaßen Trost und Mut. Ich sorgte für eine Armenspeisung, um den Gemeinschaftswillen zu stärken, Elidan setzte sich tatkräftig für den Bau eines Tempels ein. Der Glaube an die richtende Hand Aldors gab den Leuten zusätzlich Hoffnung, dass das letzte Amen noch nicht gesprochen war und es wurde wirklich langsam wieder geordneter, sicherer in der Stadt. Zumindest konnte man als Frau wieder allein auf die Straße, ohne verschleppt zu werden.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ig'nea und Detritor schafften es sogar, eine Audienz bei Clara Herzblatt, einer reichen Gönnerin der Stadt, zu erlangen und überzeugten sie, dass - so absurd das auch auf den ersten Blick erscheinen mochte - jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Fest sei.&lt;br /&gt;Vielleicht lag es an Detritors breiten Schultern, doch sie hielt Wort und stellte zusammen mit Brenn Wissanek, dem zweitreichsten Händler, eine große Feier mit Musik, Wein und Tanz auf dem großen Marktplatz auf die Beine.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die Stadt so ausgelassen feierte, bemerkten wir in dem uns noch immer umgebenden Inferno zwei Scheusale, lederbeschwingte Wesen, die kopfschüttelnd das fröhliche Treiben beobachteten.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Sie sollten sich noch viel mehr wundern, denn Draka hatte ihren großen Auftritt:  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als Tatz verkleidet flog sie über die jubelnde Menge, begleitet von Goins Musik, und ließ wie zum Beweis ein paar Seiten der „abgearbeiteten“ Liste heruntersegeln.&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal"&gt;Erneut war Ipkunis außer Rand und Band. Doch diesmal war es nicht das ungezügelte, zerstörerische Chaos, sondern gemeinsame Freude, Dankbarkeit und Hoffnung, die das Volk zu Sprechchören animierte: Führe uns!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Draka hatte Bedenken. Sie wollte die Leute nicht belügen, nicht Regent sein.&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ich verstand ihre Sorge, doch Ipkunis war zu weit gegangen um jetzt noch mit Mittelmaß gerettet werden zu können. Es musste eine Führung her, ein massives Bollwerk gegen das Chaos.&lt;br /&gt;Zuerst versuchte sie noch, der Verantwortung zu entkommen und Clara oder Wissanek als Anführer einzusetzen. Doch als sie sie in weiser Voraussicht nach ihren Wunschtiteln fragte, kamen sie mit Ansprüchen wie "Gottkaiser" und dergleichen. Da war auch ihr klar, dass diese beiden Ipkunis nur vom Regen in die Traufe bringen würden. Bestenfalls.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Also traf Draka endlich die wohl bedeutsamste Entscheidung ihres Lebens:&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Nachdem das Volk immer nachdrücklicher nach einer starken Führung verlangte und sowohl Clara wie auch Brenn aufgrund ihrer unstillbaren Machtgelüste ihre Chancen auf Regentschaft verspielt hatten, sprang Draka endlich über ihren enormen Schatten und präsentierte sich als Aldor Tatz - neuer Regent von Ipkunis.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Volk jubelte, es war erhebend, solche Begeisterung und Freude ob der neugewonnenen Ordnung zu erleben; anfangs hatte ich selbst gezweifelt, ob das überhaupt noch möglich sei, doch die Stimmung hatte sie jetzt merklich gebessert. Waren nicht sogar die Flammen ein wenig kleiner geworden? Doch das lag vielleicht nur am momentanen Glücksgefühl.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Draka tat, was das Volk verlangte. Sie erließ Gesetze und ging weiterhin der Aufgabe ihrer Liste nach.&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Auch wir anderen taten nach Kräften was wir konnten um das Blatt zu wenden, doch auch nach zwei weiteren Tagen umgab uns die Flammenwand. Nur die scheußlichen Fratzen darin wurden mehr und mehr, und die Maschine verbrauchte ihre Energie immer schneller.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Und als hätte das Schicksal nur auf diesen Moment gewartet, trat auf einmal ein vermeintlicher Retter auf uns zu: Luzija berichtete von einem Dunkelelfen, der ihr für ein Goldstück angeboten hätte, uns alle von hier wegzubringen, wohin auch immer wir wollten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Ich bin ein Kind des Dorfes. Dort leben alle möglichen, teils widersprüchlichen Wesen friedlich zusammen. Man könnte also sagen, dass ich wenig Vorurteile hege; doch meine Erfahrungen mit Dunkelelfen bisher bewogen mich sofort dazu, diesem gönnerhaften Angebot zu misstrauen.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Noch dazu hätte es bedeutet, Ipkunis aufzugeben an einem Punkt, an dem es besser lief als je erhofft. Dazu war ich nicht bereit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Goin und ich machten uns daher auf den Weg zum Marktplatz, um den noch immer dort Versammelten erneut Mut und Gemeinschaftswillen zu stärken, während Luzija mit Ig'nea, Detritor und Elidan zu dem Dunkelelfen gingen, um sich sein Angebot bestätigen zu lassen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;          &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Elidan erzählte mir später, wer unser Gönner war. Als hätte ich es mir nicht denken können: Brenell.&lt;br /&gt;Eine Stimme in mir wollte mich auf etwas hinweisen, vielleicht warum er uns helfen würde oder was er hier will, doch ich hatte keine Zeit hinzuhören.&lt;br /&gt;Vielleicht war das ein Fehler.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Später im Kubus traf ich bei den anderen auf einen kleinen Kerl namens Rinpi. Er kam aus der Luke im Boden geklettert, die Maschine glühte schon wieder. Offensichtlich hat er einen Zauber, der ihn vor den Energien der Maschine schützt. Er meinte, die Maschine sei in Ordnung, aber für die Dauerbelastung nicht ausgelegt; Horden von Dämonen brandeten seit Tagen wie Wellen am Strand unaufhörlich gegen den Schild. Lange würde er das nicht mehr durchhalten.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Rinpi kannte offenbar als einziger nicht nur die Maschine, sondern auch Aldor persönlich, denn er durchschaute Drakas Maskerade; hielt es aber für eine gute Idee. Er erwähnte zwei Männer, die nach irgendwelchen Waffen befragt hätten, doch er habe nichts verraten - wir erkannten in der Beschreibung zwei auffällige Gestalten wieder, die draußen vorm Kubus standen!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Einer trug eine silberne Plattenrüstung mit feinen Goldintarsien, der zweite eine schwarze Drachenschuppenrüstung. Etwas in seiner Aura machte mich stutzig; es war, als ob sich drei Schatten über seine ansonsten reine Seele gelegt hätten, ob es da einen Schandfleck in seiner Vergangenheit gab?&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Noch während ich überlegte, hatte Ig'nea bereits einen Erstkontakt hergestellt, indem sie mittels Psi einige seltsame Gegenstände um den Fremden herum neutralisierte. Begeistert war er nicht, aber da die beiden keinen feindseligen Eindruck machten, kamen wir schließlich ins Gespräch.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Tatsächlich fanden sie in Aldor’s Kubus die Waffe, nach der sie gesucht hatten: Steinschneider. Mit viel Mühe brachten sie sie von der Wand los. Damit wollen sie in Irkbaz in die versiegelten Türme eindringen. Wenn das mal gut geht. Fragte mich noch immer, was mit dem Drachengeschuppten nicht stimmt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Doch sie erklärten sich aus Dankbarkeit bereit, uns in Ipkunis zu helfen, glorreiche Kämpfe scheinen sie zu mögen. Ob das Planlose sind?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Sie erzählen, dass auch ein Quarut in der Stadt sei, ein Maschinenwesen von der Ebene Mechanus. Er sei hier, weil die Integrität der Ebenen gestört worden sei und es will den Fehler auszumerzen, der dafür verantwortlich ist.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Mit Fehler kann ja wohl nur Brenell gemeint sein.&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als wir den Quarut finden, teilen wir ihm mit, dass sich Brenell da draußen befindet und man ihn mit einem Steinwurf rufen kann - das tut das arme Ding dann auch, überzeugt, ihn "ausmerzen" zu können.&lt;br /&gt;Nun, es läuft leider nicht ganz so, doch wir wissen nun mit Sicherheit: dieser Brenell besitzt doch wirklich die Frechheit, die ganze Zeit draußen vor dem Tor zu warten, während wir hier schmoren!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Während Luzija auf der Suche nach magischen Gegenständen für den Schild in der Magierakademie verschwindet (aus der es wenig später kracht, knallt, splittert - und dann kommt sie mit zwei halbnackten, sie umschwänzelnden Magiern wieder raus), unterhalten wir uns noch etwas mit Belgad, sein Freund ist eher schweigsam.&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sie trinken Tee mit uns und halten ein gemütliches Schwätzchen, als wär es hier der gemütlichste Ort der Welt. Wir wären zu verspannt, deprimiert, sollten doch mal ein bisschen fröhlicher sein. Der hat gut reden, ist selbst auf der Flucht vor seiner Vergangenheit und predigt uns was von Friede und Freude. Auch Sam findet das befremdlich.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Schließlich begeben wir uns zum Marktplatz. Dort haben sich viele Menschen versammelt, Detritor und seine Barbarenfreunde, Goin singt seine inspirierenden Lieder von ruhmreichen Schlachten und großen Heldentaten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Alle magischen Gegenstände aus Aldors Kubus sind aufgebraucht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;          &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Hinter dem Schild toben Horden von Dämonen und rennen gegen den Schild an, er flackert.&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Ich werde plötzlich ruhig und zornig zugleich. Sollen sie kommen! Tagelang haben wir um Ipkunis gerungen, für Recht und Ordnung. Vielleicht hat es ausgereicht, vielleicht auch nicht; doch hier stehen wir, Hunderte, vielleicht sogar Tausende, die sich uns angeschlossen haben. Und egal, was das Ende des heutigen Tages bringen wird: wir haben uns nicht kampflos ergeben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Der Schild bricht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Kurz reißt ein blauer Himmel über uns auf, die Flammen sind noch immer da.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dämonen ergießen sich über die Mauer, Hitze schlägt uns entgegen.&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wir fassen Schwert, Bogen, und ein jeder wappnet sich für das letzte Gefecht. Doch da beginnt plötzlich Sam, Ig'neas bescheidener Freund, der stumme Sam - zu singen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Mir ist, als ränne flüssiger Frieden wie goldener Honig durch meine Seele.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Jeder Gedanke an Kampf ist verloren. Wozu? Dieses wunderschöne Lied allein ist es, was zählt.&lt;br /&gt;Ich verliere mich in diesem überirdischen Klang, leiste keinen Widerstand, es ist zum Sterben schön.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Auch die Dämonen haben innegehalten. Wirkt das Lied auch auf sie? Was hält sie davon ab, zuzuschlagen, wo wir doch wehrlos dastehen, gefangen von Sams Gesang? Es kümmert mich nicht. Nichts ist mehr wichtig. Nur das Lied.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;"Haltet den Schild", höre ich Sam rufen, doch auch wenn ich mich kurz von den Fesseln seines Lieds lösen kann, schaffe ich es nicht bis zum Kubus.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Langsam sinke ich zu Boden, meine Kräfte schwinden. Dieses Lied, dieses wunderschöne Lied.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Um mich herum fallen immer mehr Menschen, stumm, ohne Klage.&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wo sind die anderen? Ich weiß nicht. Es ist auch nicht wichtig. Ich könnte hier sterben und wäre zufrieden damit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Auf einmal geht ein Ruck durch uns.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zum Glück habe ich längst die Augen geschlossen, es fühlt sich an, als würde Ipkunis von einem gigantischen Katapult in alle Richtungen gleichzeitig geschleudert, es klingelt in meinen Ohren.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sams Gesang ist verstummt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Als ich die Augen öffne, blicke ich in einen blauen Himmel.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Die Flammen sind fort, ebenso wie die Dämonen. Um mich herum schlagen Menschen die Augen auf, doch es sind so wenige - viele haben, von diesem zauberhaften Lied beseelt, alles vergessen; sogar das leben.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Auch ich wäre beinahe entglitten, hätte Sam auch nur eine Minute länger gesungen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Noch ein wenig benommen helfe ich den anderen, so viele wie möglich zu retten. Erstaunte Blicke wandern zum Himmel, in die neue Landschaft um uns herum.&lt;/p&gt;            &lt;p class="MsoNormal"&gt;Ein paar Menschen rufen sogar wieder nach Tatz, danken für die Rettung. Trotz der schrecklichen Verluste und der Tatsache, dass wir nicht so wirklich nach Hause gekommen sind, hat sich unsere Lage doch enorm verbessert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Und so stehe ich nun hier.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Ipkunis ist mitten auf einer üppigen, grünen Wiese gestrandet, in der Ferne sehen wir dichte Wälder, soweit das Auge reicht. Arvandor, die erste Ebene auf Arborea, erinnere ich mich an den Unterricht in Ebenenkunde.&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;Nun, es hätte schlimmer kommen können, denke ich bei mir. Zumindest wird man uns hier nicht gleich bei lebendigem Leib rösten. Brenell wird uns ohne Zweifel verfolgen; was immer er mit Ipkunis vorhatte, es ist nicht geglückt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;      &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;Und wir haben etwas, das ihm gehört. Ich lächele in den Wind. Er fängt sich leise raschelnd in meinen Flügeln, flüstert mir etwas zu. Mein Lächeln wird breiter. Oh ja, das hatte ich fast vergessen. Ich entfalte meine Schwingen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Der Himmel hat mich wieder.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-1879384171602098493?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/1879384171602098493/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=1879384171602098493' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1879384171602098493'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/1879384171602098493'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/04/arvandor.html' title='Arvandor'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-117579594135113138</id><published>2007-04-05T19:57:00.000+02:00</published><updated>2007-04-06T06:45:11.260+02:00</updated><title type='text'>Der Höllenhund "Zerstörung"</title><content type='html'>&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;Wohin wir auch gehen, die Zerstörung folgt uns auf dem Fuße wie ein treuer Hund seinem Herrchen.&lt;br /&gt;Nur dass es ein dämonischer, dreiköpfiger Hund ist, der alles verschlingt, an dem sein Herrchen vorüber geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir beabsichtigen das nicht. Es geschieht einfach, und ich vermag nicht mehr zu unterscheiden, was davon nur unglücklicher Zufall ist und was mit uns zusammenhängt. Fast ist mir, als ob ein Fluch auf uns läge.&lt;br /&gt;Zumindest in diesem Punkt haben die Mönche Recht: wir sind eine große Gefahr. Schon jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es begann schon bei den Zwergenoberhäuptern der Binge Barmak, die wir für Wochen außer Gefecht setzten. Der Nächste in der Reihe war unser glückloser Führer in Irkbaz, der dem Bösen anheim fiel.&lt;br /&gt;Danach steigerten wir uns und zerstörten ein Portal in den Ruinen von Irkbaz, nur um als nächstes eine ganze Stadt, Tamra, fluchtartig wieder zu verlassen, weil Horden von Teufeln und Monstren sie zu überrennen drohten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt Ipkunis. Hier haben wir wohl das vorläufige Meisterstück geschafft. Dabei fing diesmal alles so vielversprechend an ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten uns wieder auf den Weg gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kampf gegen die Mönche hatte uns nicht lange aufgehalten, und wir blieben von weiteren Angriffen verschont. Luzija und Draka stießen auch wieder zu uns, und da sich Luzija sofort in das seltsame Ritualbuch vertiefte, verlief die Reise auch weiterhin ruhig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs trafen wir auf eine weitgereiste Spielmannsgruppe, die uns viel über diese Gegend erzählte: Über Man?s End im Westen, wo die gerechte Lady Esalis herrscht und Helden ihren vergangenen großen Taten nachträumen. Über Ipkunis im Osten, die Stadt der tausend veränderlichen Gassen. Wo jedermann sein Recht selbst in die Hand nimmt, doch ab und an ein gewisser Aldor Tatz für Ruhe sorgt, wenn es zu bunt wird.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aldor Tatz.&lt;br /&gt;Mit ihm fing der Ärger an. Oder besser gesagt, mit seinem Tod. Doch ich greife vorweg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichten Ipkunis nach einer Woche, und sogleich schwärmte unsere reisemüde Gruppe auseinander. Während die anderen sich auf dem Marktplatz tummelten, wo reger Betrieb herrscht und Waren aus aller Herren Länder feilgeboten werden, fragte ich mich zum hiesigen Heiler durch. Vielleicht kann man mir hier helfen?&lt;br /&gt;Detritor hatte ich empfohlen mitzukommen, doch er wollte nicht. Hatte wohl zu schlechte Erinnerungen an meinen letzten Behandlungsversuch.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Tat fand ich einen fähigen Heiler, einen freundlichen Mann mit erstaunlich feingliedrigen Fingern. Sein Häuschen kauerte im Schatten eines gewaltigen, acht mal acht Meter großen Kubus, welcher das Domizil von Aldor Tatz sein soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zu diesem Zeitpunkt interessierte ich mich nicht für diesen Tatz, auch wenn mir dieses Heim sonderbar vorkam, verglichen mit dem Rest der Stadt stach es hervor wie ein einzelner Baum in der unendlichen Grasebene meiner Heimat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An die folgenden Tage habe ich nur verschwommene Erinnerungen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß noch nicht einmal, wie viele Tage es waren. Sie verschmolzen zu einem endlosen Brei aus Agonie, irgendwo auf der Grenze zwischen wach und bewußtlos. Phasen von brennendem Schmerz, vernebelt durch Betäubungsmittel, die Zunge zu schwer zum Schreien. Es hätte das hässliche Knacken vermutlich sowieso nicht übertönen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heiße Brühe. Das Gefühl von schweren Eisenzwingen auf meinem Rücken. Kräutertee, gemurmelte Heilsprüche und ich glaube sogar ein Besuch meiner Freunde. Aber vielleicht habe ich das auch nur geträumt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An ein Bild erinnere ich mich so glasklar, als wären alle meine Sinne doppelt scharf, doch ich wünschte, dem wäre nicht so:&lt;br /&gt;Ich sehe mein Spiegelbild in einem Fenster, es ist teilweise beschlagen von der Feuchtigkeit, die aus getränkten Leinentüchern dampft. Die Luft ist erfüllt vom Dunst aus Tiegeln über einem Feuer, in denen aromatische Kräuterpasten kochen.&lt;br /&gt;Im Fenster sehe ich mich selbst bäuchlings auf einem großen, stabilen Holztisch liegen, nackt. Eine schwere Seil- und Eisenkonstruktion mit unzähligen Gelenken zwingt meine Flügel, in grotesken Winkeln vom Körper abzustehen. Der Heiler hantiert geschäftig an diesem Monstrum herum, fixiert einen Knochen hier, zurrt ein Seil da. Ein prüfender, abschließender Blick, er bemerkt dass ich wach bin. Hält mir ein Tuch mit süßlichem Geruch unter die Nase, zieht dann plötzlich fest an einem Seil, und das letzte was ich höre, bevor ich wieder in tiefen traumlosen Schlaf falle, ist das Krachen meines Flügelknochens.&lt;br /&gt;Doch es tut schon nicht mehr weh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann verschwindet der bleierne Schleier endlich und kehrt auch nicht mehr zurück.&lt;br /&gt;Gedämpftes Licht scheint auf mein Gesicht, von einer Lampe an meinem Bett. Nach einer Weile höre ich Schritte und der Heiler tritt ein, ein Tablett in der Hand. Er lächelt mich an, doch ich sehe die Sorgenfalten trotzdem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Diese Flügel waren ein hartes Stück Arbeit." sagt er und stellt das Tablett vor mich, ein Teller Suppe und Brot liegen darauf. "Doch du bist ein zähes Mädchen." Aus seinem Mund klingt es gar nicht bevormundend oder herablassend. Er sieht müde aus. Dennoch sehe ich einen gewissen Stolz in seinen Augen, als er mir den Löffel reicht und mir die schönste Nachricht seit langem verkündet: "Noch ein wenig Schonung und du kannst wieder fliegen wie früher. Die Knochen sind gerichtet und verheilen gut, Federn hast du auch fast keine gelassen."&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde ich damit nicht die Suppe quer durch den Raum katapultieren, würde ich ihm am liebsten um den Hals fallen. So begnüge ich mich damit, ihm überglücklich diese feinen Hände zu drücken und ihn unter Tränen mit Dankes- und Segenswünschen zu überhäufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst als er mich, fast ein wenig peinlich berührt, mit dem Löffel abwehrt, lasse ich von ihm ab und löffele begierig die heiße Suppe. Alle Erinnerungen an Schmerz und Unbill sind vergessen, ich schwebe förmlich in meinem Bett vor Glück.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dann erinnere ich mich an seinen sorgenvollen Blick.&lt;br /&gt;Erst will er nicht recht mit der Sprache herausrücken, doch schließlich erfahre ich, dass in der letzten Nacht Aldor Tatz ermordet wurde, sein Körper mit vier Krummsäbeln an die Stadtmauer geheftet. Seitdem ist die Stadt in Aufruhr, Chaos greift um sich, nun da die letzte Bastion der Ordnung gefallen ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sofort schießt mir ein Name durch den Kopf: Brenell! Er ist uns doch gefolgt. Kann das sein? Was führt er im Schilde? Geht es den anderen gut?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine übermütige Laune ist dahin. Ich habe spontan den Appetit verloren, stelle das Tablett beiseite und steige vorsichtig aus dem Bett. Nach der langen Pause fühlen sich meine Beine noch ein wenig wackelig an, probeweise schlage ich leicht mit den Flügeln - es fühlt sich gut an! Schmerzt noch ein wenig, aber es fühlt sich richtig an.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Heiler beobachtet mich die ganze Zeit wortlos, aber aufmerksam. Er weiß, dass er sich Proteste sparen kann. Er hilft mir in meine Rüstung und stellt auch keine Fragen, obwohl ich sie in seinen Augen lesen kann. "Es gibt da jemanden, der vielleicht verantwortlich für diese Misere ist," versuche ich zu erklären. "ich muß meine Freunde finden, uns steht womöglich Schlimmes bevor."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er blickt mich traurig an. "Viel schlimmer kann es kaum mehr werden." Verständnislos blicke ich ihn an, er nickt zur Tür. Als ich sie öffne, wird mir schlagartig klar, warum im Zimmer die Vorhänge geschlossen sind und es vom ruhigen Licht einer Lampe erhellt wird, obwohl es Tag ist.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ipkunis ist umringt von einer lodernden, alles verzehrenden Flammenmauer. Turmhoch, meilenweit nichts als das pure Inferno.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier stehen wir nun. Zeugen und Gefangene dieses zweifelhaften Meisterwerks. Unser dreiköpfiger Höllenhund Zerstörung hat wieder zugeschlagen, härter als je zuvor.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die anderen haben mich mittlerweile gefunden, sie berichten mir, was vorgefallen ist. Kurz gesagt: Brenell. Und er hat das Baby.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch hält eine seltsame Maschine in Aldors Haus die Flammen fern, doch wie lange noch?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hat es mit dem auf sich, das Draka jenseits der Flammen sah: Scheusale, die in brennenden Ruinen ihrem grausigen Tagwerk nachgehen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein schrecklicher Verdacht steigt in mir auf, als Erinnerungen an unsere Lehrstunden in Ebenenkunde aufkeimen. Ausgerechnet jetzt kommt mir ein unpassender Gedanke in den Sinn: und dafür die ganze Tortur mit den Flügeln...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-117579594135113138?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/117579594135113138/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=117579594135113138' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/117579594135113138'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/117579594135113138'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/04/der-hllenhund-zerstrung.html' title='Der Höllenhund &quot;Zerstörung&quot;'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-117533441938688541</id><published>2007-03-31T12:37:00.000+02:00</published><updated>2007-03-31T12:46:59.406+02:00</updated><title type='text'>Der lange Weg nach Ipkunis</title><content type='html'>Kälte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eis kriecht durch meine Haut, meine Knochen. Bin ich tot?&lt;br /&gt;Die Kälte sticht wie Nadeln in meinen Körper. Schmerz. Nein, ich lebe. Noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eingefroren mitten in der Bewegung. Bin schwerelos. Einen Moment lang erinnere ich mich an vergangene Zeiten, in denen mich meine Flügel in den Himmel trugen. Glück. Wind in meinem Gesicht.&lt;br /&gt;Doch nicht der Wind, sondern Frost beißt in meine Wangen. Ich fliege nicht. Bin gefangen in regloser Starre, meine gebrochenen Flügel umklammert von der gefrorenen Bosheit dieses Teufels.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stille.&lt;br /&gt;Ob die anderen noch leben? Ich will mich bewegen doch es geht nicht. Mir ist so kalt. Meine Gedanken werden langsamer. Panik. Doch auch sie kann die eisige Kälte nicht aufhalten, die mich durchdringt, lähmt.&lt;br /&gt;Kaltes Blau, das sich langsam verfinstert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knacken.&lt;br /&gt;War ich ohnmächtig? Wieviel Zeit ist vergangen? So entsetzlich kalt. Wieder dieses Knacken.&lt;br /&gt;Da ist ein schwaches Licht. Rot. Etwas knirscht und zischt. Was ist das?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kauere neben dem Feuer, das Ig'nea entzündet hat, um mich aus dem Eisblock zu schmelzen. Furgas hat mir eine Decke umgelegt und reibt damit unaufhörlich über meine blaugefrorene Haut. Noch immer klappern mir die Zähne und die Wärme will einfach nicht zurückkehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendetwas ist passiert, als ich im Eis eingeschlossen war. Da ist plötzlich ein Eisenmännchen, oder Zwerg, wie sie sich hier ja nennen. Er hat ein Saiteninstrument über der Schulter und eine ziemlich große Axt.&lt;br /&gt;Der Knochenteufel, der uns angegriffen und beinahe überwältigt hätte, ist tot. Seine Überreste treiben träge im Wasser. Elidan, der tatsächlich den Nerv hat es zu untersuchen, erzählt mir, dass dieses Biest auch ihn hatte festfrieren lassen, und dass wir nur dank einer seltsamen kleinen Kugel, die Luzija geschleudert hatte und die den Teufel beim Aufprall mit mächtigem Getöse vernichtete, überlebt haben. Dann kamen die anderen herbeigerannt, die bis dahin eine Bootsanlegestelle gesucht hatten, und kurz nach ihnen eine dreiköpfige Gruppe Fremder: ein vernarbter Krieger, ein weißhaariger Alter und dieser Zwerg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Furgas will mir gerade erzählen, was aus dieser Gruppe geworden ist (mir brummt der Schädel von so vielen Informationen, ich bin noch gar nicht richtig bei mir), da höre ich Detritors Stimme. Ich blicke mich um: Dort hinten wabert eine schwarze Kugel. Ein Stück herausgerissene Finsternis, und das am hellichten Tage. Detritors Stimme tönt daraus hervor, er flucht recht ordentlich über die Dunkelheit und dass er nichts sieht. Ich suche in den leicht angetauten Tiefen meines Gedächtnisses und banne schließlich die Schwärze mit Tageslicht. Tatsächlich, da steht Detritor. Und neben ihm auf dem Boden liegt ein übel zugerichteter Leichnam. Was war nur los hier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Weile spüre ich endlich die Wärme des Feuers. Die anderen haben mir versucht zu erklären, was noch alles passiert ist, doch vieles davon ist widersprüchlich. Wo ist Draka mit dem alten Mann hin, den ich nie sah? Wer war er überhaupt und was wollte sie von ihm? Hat Detritor den fremden Krieger, dessen Leiche dort liegt, ermordet? Oder ihm einen Gefallen getan? Und warum? Tot ist er jedenfalls. Es fördert nicht unbedingt mein sowieso schon angeknackstes Vertrauen in meinen alten Freund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zwerg hat sich mittlerweile als Goin Goldbart vorgestellt. Er scheint nett zu sein, vielleicht ein bißchen verloren. Ob er auch ein Planloser ist? Wortgewaltig erzählt er uns, wie er hierher kam, von seiner Heimat, die er die vergessenen Reiche Faerûn nennt und von etwas, das mich zurückdenken läßt an das, was ich über Portale gelernt habe, damals in der Binge Barmak. Von dort kommt er jedenfalls nicht, das scheint sicher. So wie es aussieht, wird er eine Weile mit uns weiterziehen, er sagt, er kenne den Weg nach Ipkunis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich taucht Draka wieder auf, ohne den Alten. Als wir sie auf ihn ansprechen weicht sie aus, sagt, sein Name sei Elmar und er habe Goin als treuen Begleiter empfohlen. Dann ist sie auch schon wieder fort, auf der Suche nach der noch immer verschwundenen Luzija. Wahrscheinlich hat sie sich irgendwo unsichtbar versteckt, nur für den Fall dass der Knochenteufel wiederkommt. Der Kampf hatte sie auch ganz schön mitgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als es schließlich darum geht, weiterzuziehen, konsultieren wir eine Karte aus dem Herrenhaus der Ordo. Sie zeigt die Straße, die hinter dem Haus nach Norden führt, entlang des Flusses und vorbei an einem östlich gelegenen Gebiet das mit "Ychts Garten - vorsicht!" markiert ist, bis sie sich nach einer Weile spaltet und in östlicher Richtung nach Ipkunis führt - falls Norden auf der Karte oben ist. Außerdem sind da einige Kreuzchen in östlicher Richtung eingetragen.&lt;br /&gt;Wir einigen uns, einen Tag in Richtung der Kreuze zu gehen, entdecken jedoch nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitten in der Nacht wird Detritor plötzlich von einem Wilden angegriffen! Er ist verdreckt, trägt nur noch die Überreste eines wattierten Unterkleids, redet wirres Zeug daher vom Schwarzen Mann, der uns alle holen würde, vom Engel des Todes, wir sollen weglaufen. Wir schaffen es, ihn zu überwältigen und für eine Weile läßt er sich noch halbwegs vernünftig befragen. Er trägt ein Tattoo, das Wappen der Ordos, durch das zwei Dolche von hinten gestoßen wurden. Was das wohl bedeutet? Aus seinem Gefasel wird man nicht wirklich schlau, doch drängt sich ein Verdacht auf: ist der schwarze Todesengel etwa der Dunkelelf Brenell? Dann hätten wir wirklich ein Problem.&lt;br /&gt;Plötzlich befreit sich der Wilde aus seinen Fesseln und springt wieder Detritor an den Hals. Diesmal ist der jedoch besser vorbereitet und schlägt ihn derart heftig nieder, dass er nicht wieder aufsteht. Wir beraten uns kurz, und obwohl einige von uns neugierig sind, was es mit den Kreuzen auf sich hat, überwiegt doch die Vorsicht und wir kehren noch in derselben Nacht zurück zum Herrenhaus der Ordo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der langen Nacht rasten wir ein wenig, decken uns mit frischem Proviant ein und ich nutze die Zeit, um mich auf magische Weise ein wenig mit dem Gelände vertraut zu machen. Da ist tatsächlich so etwas wie ein großer Garten nordöstlich von uns, und dahinter die Stadt. Im Osten, da wo die Kreuze waren, scheint auch ein Haus zu stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor wir aufbrechen geschieht noch etwas Merkwürdiges: Detritor beschließt, seine Rüstung gegen die des toten Vernarbten zu tauschen, was mir zwar etwas Unbehagen bereitet, doch ich sehe ein, dass der Tote sie nicht mehr braucht, Detritor hingegen könnte sie einmal das Leben retten. Als er seine Kleidung ablegt kann ich einen Blick auf dieses gräßliche Mal auf seiner Brust werfen: der eingebrannte Totenkopf. Mir fällt auf, dass Detritor offenbar unter Schmerzen leidet, was vorher nicht der Fall war, ganz im Gegenteil. Ich biete ihm meine Hilfe an, und entgegen meiner Erwartungen ist er nicht mehr so abweisend. Als ich den Schädel untersuche, stelle ich fest, dass das Fleisch zwar tot, aber dennoch durchblutet wird. Sehr eigenartig. Irgendwie beunruhigend. Auch seine alten Zipperlein sind zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich brechen wir auf und folgen dem Fluß nach Norden Richtung Ipkunis. Während wir so wandern, teils unterhalten von Einzel- und Duettdarbietungen von Furgas und Goin, teils grüblerisch schweigend, kommt mir eine gute, aber verhängnisvolle Idee: noch immer geht mir Detritors seltsamer Zustand nicht aus dem Kopf, und plötzlich habe ich einen Geistesblitz: er könnte vergiftet sein! Eine kurze Überprüfung bestätigt meinen Verdacht, und natürlich versuche ich sofort, ihn mittles magischer Reinigung zu läutern. Leider geht dieser gut gemeinte Versuch nach hinten los: Detritors Schmerzen verschlimmern sich schlagartig, wenn auch zum Glück nur kurzfristig. Als er endlich aufhört zu schreien untersuche ich ihn erneut: das Gift ist wieder in seinem Körper, als ob er es brauchen würde und es ihm nicht schadet, sondern die Schmerzen unterdrückt, die er ohne es hat. Sehr merkwürdig.&lt;br /&gt;Nach dieser kurzen Unterbrechung setzen wir unsere Reise ohne Zwischenfälle fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Woche sind wir nun schon am Flußlauf entlang gewandert, da tauchen hinter uns am Horizont schwarze Punkte auf, die schnell - sehr schnell - näher kommen. Ein ungutes Gefühl beschleicht uns. Ipkunis ist noch etwa zwei Wochen entfernt, das schaffen wir nie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag treffen wir auf einen Turm am Ufer. Ein sehr muskulöser junger Mann öffnet uns, er macht einen freundlichen und hilfsbereiten Eindruck. Auf unser Bitten hin steigt er auf seinen Ausguck und berichtet uns kurz darauf, dass die schwarzen Punkte eine Art Karawane ist: neun Männer, kahlgeschoren, fast nackt, mit goldenen Symbolen übersät und Sicheln bewaffnet und ein Gefährt. Er bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg nach Ipkunis sind, und verrät uns sogar dass es ein Portal nach Sigil an der Quelle des Flusses geben soll, zu dem er jedoch den Schlüssel nicht kennt. Vielleicht weiß ja jemand in Ipkunis etwas darüber. Und im Osten läge Ychts Garten, wo man nichts kaputt machen dürfe sonst drohe einem Furchtbares, doch wenn man hilft oder sogar neue Pflanzen bringt, bekäme man vielleicht etwas geschenkt. Wir danken dem Mann und machen uns schleunigst auf nach Norden, doch der Karawane können wir nicht entfliehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend haben sie uns eingeholt: ein leerer Gefängniswagen, gezogen von diesen Kahlköpfigen. Scheinen Mönche zu sein. Als sie näher kommen überläuft mich ein eisiger Schauer: auf der Brust trägt ein jeder der neun ein exaktes Ebenbild von einem von uns! Scheinen aus der Zeit, als wir in der Binge Barmak waren, zu stammen, gemessen an der Kleidung. Goin ist natürlich nicht darauf, ihn kannten wir damals ja noch nicht. Die Tattoos schimmern golden, solche Kunst bekommt man nur beim Tätowiermeister in Sigil. All diese Details schießen mir in Sekundenschnelle durch den Kopf - dann entdecken sie uns und rennen stumm, mit gezückten Sicheln auf uns zu!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kampf ist ein Massaker.&lt;br /&gt;Diese Mönche kämpfen mit einer stummen, zielstrebigen und erbarmungslosen Rücksichtlosigkeit, auch gegenüber sich selbst. So lange noch ein Funken Leben in ihnen ist hören sie nicht auf zu kämpfen, als ob Furcht, Aufgabe oder Gnade ihnen unbekannt wären.&lt;br /&gt;Ig'nea läßt sie mittles Psi durch die Luft wirbeln, Elidan läßt Feuer aus dem Zauberstab auf sie prasseln, Detritor schlägt sich wacker an allen Fronten. Die neue Rüstung rettet ihm heute mehr als einmal die Haut. Elidan hat das Pech, an den Stärksten der Mönche zu geraten, der ihn mit fliegenden Fäusten traktiert. Im Teamwork können wir sie anfangs gut in Schach halten, doch obwohl Furgas sich tapfer seiner Haut erwehrt und auch ich durch einen glücklichen Hieb einen meiner Gegner enthaupten kann (ich wünschte, ich könnte fliegen!), gehen wir beide schließlich zu Boden. Zu unserem Glück scheinen die Mönche uns lebendig fangen zu wollen und schlagen uns nur bewußtlos. Sie sind unglaublich zäh und geben nicht auf, doch am Ende schaffen es unsere verbliebenen Freunde, sie zu überwältigen. Einsperren und befragen (was schwierig geworden wäre, denn wir stellen fest, dass ihre Zungen herausgeschnitten waren) läßt sich der letzte überlebende Mönch jedoch nicht - lieber bringt er sich selbst um.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sind das nur für Menschen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verschnaufen einen Moment und versorgen unsere schlimmsten Wunden, das wird einige blaue Flecke geben, an denen die wir noch tagelang unsere Freude haben werden. Furgas hat ein Veilchen davongetragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Neugier hat er dennoch nicht eingebüßt und er macht sich daran, die Kisten auf dem Wagen zu untersuchen. Natürlich ohne auf Fallen zu achten, zu seinem Glück sind keine da. Diese Unvorsichtigkeit. Er ist ja auch noch nicht durch einen Dachstock gewirbelt worden.&lt;br /&gt;In den Kisten befinden sich eine Frauenstatue aus weißem, glatten Stein, eine Menge Schmuck aus Kupfer und ein Buch. Eingehende Untersuchungen zeigen, dass all diese Gegenstände magisch sind, besonders das Buch hat eine starke Aura, doch die Schrift darin scheint verschlüsselt zu sein. Statue und Schmuck sind aus magischen Materialien, aber nicht mit Sprüchen belegt. Der Stein der Statue scheint außerdem künstlich zu sein, zeugt also von hoher Magie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Derweil hat Ig'nea sich vor dem Wagen niedergelassen und beginnt, sich in Trance zu versetzen. Ich setze mich still neben sie um sie nicht zu stören, erinnere mich daran, wie sie das damals schon am Goldenen Tempel in Irkbaz getan hat und danach mit ganz erstaunlichen Erkenntnissen aufwarten konnte. Tatsächlich öffnet sie nach einer Weile wieder die Augen - sehe ich da etwa Tränen? Das kann nicht sein, Wasser ist so gar nicht ihr Element. Wir versammeln uns um sie und dann beginnt sie von ihren Visionen zu erzählen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa 400 bis 500 Jahre zuvor: zwei Menschen werden in einem grausigen Ritual von den Mönchen hingerichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ein Wechsel in die jüngere Vergangenheit. Sie fühlt große Freude, aber auch große Furcht. Ein Wagen wie dieser wird beladen. Aufbruchstimmung. Das Vernichten der Frevler ist oberstes Gebot. Besuch auf einem Felsplateau mit einem Markt, es scheint die Binge Barmak zu sein. Dort müssen sie den Auftrag bekommen haben, uns zu jagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann die jüngste Vergangenheit: Begor, und auch Kira, sind in diesem Wagen gefangen! Beide werden, wie die zwei Menschen lange Zeit vor ihnen, gequält und bestialisch hingerichtet. Anschließend gibt es eine Freudenfeier, bei der das Buch aufgeschlagen ist und die Statue darauf steht, alle Umstehenden tragen den Kupferschmuck. Am Ende der Feier sind dennoch alle bedrückt, so als hätten sie zwar ihre Pflicht, es aber nicht gern getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann endet die Vision.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schweigen.&lt;br /&gt;Alles in mir fühlt sich taub und kalt an. Wie damals in dem Eisblock.&lt;br /&gt;Zwei meiner Freunde, zwei Gefährten aus dem Dorf, die ich von Kindesbeinen an kannte, sind tot. Grausam geopfert von diesen gefühllosen Monstern, für die ich kein Mitleid aufbringen kann, jetzt nicht. Tränen laufen über meine Wangen, selbst Furgas, der sonst nie um Worte verlegen ist, bleibt stumm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir alle trauern um Begor und Kira, die nur sterben mußten, weil sie aus dem Dorf kamen. Dem Dorf, über das wir nicht sprechen können und das außer uns niemand zu kennen scheint - und das offenbar aus gutem Grund.&lt;br /&gt;Obwohl in mir, wie ich so darüber nachdenke, der Verdacht keimt, dass diese Mönche in irgendeiner Weise doch von unserer Existenz zu wissen scheinen - und uns dafür hassen. Nein, nicht hassen; ich erinnere mich an Ig'neas Worte. Sie ergötzten sich nicht an dem, was sie Begor und Kira antaten. Es war für sie eine Notwendigkeit, keine Freude. Welche Gottheit, welcher Glaube konnte nur so wahnsinnig sein? Was hatten wir ihnen denn bloß getan?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich noch so vor mich hin grüble, haben sich einige von uns bereits erhoben. Detritor, Goin und Furgas schaffen die Leichen der Mönche ans Ufer, um sie dort unter Steinen zu begraben. Arbeit ist auch eine Art, Trauer zu bewältigen. Ich weiß, dass es richtig ist, die Toten ordentlich zur Ruhe zu betten, doch ich kann es nicht. Jetzt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elidan hat sich wieder dem Buch zugewandt. Er beginnt, einen mir unbekannten Zauber der Bannung darüber zu weben, doch irgendetwas läuft schief: plötzlich bildet sich ein planarer Riss mitten in der Luft und es ist, als ob irgendetwas aus dem Buch versuchen würde herauszukommen, jedoch daran gehindert wird (vermutlich zu unserem großen Glück). Elidan faselt irgendwas von natürlich, fehlendes Opfer, nicht abgeschlossenes Ritual, doch ich bin noch zu benommen und überrascht, um es zu verstehen. Diese ganze Magie wird mir ab einem gewissen Punkt einfach zu kompliziert. Und als ob das alles nicht dumm genug gewesen wäre, kommt auch noch Furgas hinzu und steckt neugierig einen Finger in den Riss! Der führt irgendwo hin, wohin genau weiß keiner - außer seiner Fingerkuppe, die ist jetzt nämlich drüben. Natürlich ist nun der Katzenjammer groß, also versorge ich seine Wunde, die im Grunde gar keine große Behandlung nötig hat, ist sauber abgetrennt und verödet, und überschütte ihn mit Schelte. Wie immer, auch wenn es wohl nichts bringen wird. Solche Torheit, habe ihm immer gesagt dass seine Neugier ihn eines Tages den Kopf kosten würde, er kann froh sein, dass es diesmal nur die Fingerspitze war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls orientiert sich Elidan beim nächsten Versuch mit dem Buch an Ig'neas Vision und stellt die Statue auf die verschlüsselten Zeilen. Siehe da, es wird lesbar. Hochkomplexe Formeln, Anleitungen für Rituale, alles was dort steht dient dem einen Zweck: die ?Frevler? sollen unschädlich gemacht werden, damit sie keinen Schaden anrichten können. Da steht, dass das Ritual einen Tag pro Person dauere und einige aufwändige und sehr teure Komponenten beinhalte, dann sei die Seele gereinigt und gehe in den Kreislauf ein. Mir wird übel als ich daran denke, dass unsere Freunde einen ganzen Tag lang diesen Fanatikern und ihrem wahnsinnigen Glauben ausgesetzt waren, bevor sie durch ihre Hand starben. Was müssen sie erlitten haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der ersten Seite steht außerdem eine Warnung: die ?Probanten? müssten zu einem bestimmten Zeitpunkt tot sein, sonst entfalteten sie ihr volles Potential und vernichten den Ritualkreis. Was das wohl bedeutet? Jedenfalls scheint der Frevel, der uns in ihren Augen reinigungsbedürftig macht, in spirituellen Differenzen zu bestehen. Muß man sich deshalb gleich umbringen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Toten begraben und wir alle abseits des Weges müde und traurig beisammen sitzen, gehen uns noch einmal die Ereignisse der letzten Tage durch den Kopf. So viele Fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer waren diese Mönche, und warum hatten sie es auf uns abgesehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer hat uns in der Binge Barmak verraten, und hatte er gewußt, dass er uns damit unseren Henkern ausliefert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was meinte die Prophezeiung in diesem Buch mit "vollem Potential"? Konnten wir das vielleicht irgendwie erreichen, wenn wir das Ritual absichtlich fehlschlagen ließen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War der Todesengel, vor dem der wahnsinnige Wächter faselte, wirklich Brenell und wenn ja, war der etwa wegen uns und dem seltsamen Baby hier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird man uns in Ipkunis den Schlüssel zum Portal nach Sigil verraten oder erwartet uns dort noch mehr Ärger?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was hatte es mit Detritors seltsamer Vergiftung auf sich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eines schien sicher: seit wir das Dorf verlassen hatten war plötzlich jeder hinter uns her, und das wohl aus verschiedenen Gründen. Wir würden in Zukunft viel vorsichtiger sein und gut aufeinander achten müssen. Zwei unserer Gefährten hatten wir bereits verloren. Es sollten nicht noch mehr werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-117533441938688541?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/117533441938688541/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=117533441938688541' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/117533441938688541'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/117533441938688541'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2007/03/der-lange-weg-nach-ipkunis.html' title='Der lange Weg nach Ipkunis'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-115546564909630467</id><published>2006-08-13T12:38:00.000+02:00</published><updated>2006-08-13T12:40:49.106+02:00</updated><title type='text'>Nur ein Traum?</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Ächzendes Holz. Zersplitternde Schindeln. Berstendes Gebälk. Ein gewaltiges Krachen, das das Haus in seinen Grundmauern erzittern läßt. Trümmer regnen herab. Von der Straße dringt panisches Geschrei ungedämpft durch die klaffende Wunde im Dach.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Schmerz, gleißend hell und brennend, explodiert in Juvanis? Nacken und raubt ihr den Atem. Dann umfängt sie Dunkelheit...&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wie viel Zeit war vergangen? Tage, Wochen vielleicht. Oder auch nur Minuten. Sekunden, die sich unendlich lang hinzogen, wie die Fäden der klebrig süßen Füllung in den bunten Karamellen, die sie im Etablissement der Gith gekostet hatte.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zeit. Nur ein Wort.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Schmerz? Nur eine seltsame Erinnerung.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann kommen die Bilder.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Manche verschwommen, manche ganz klar. Aus Vergangenem, vielleicht Zukünftigem. Realität und Phantasie, untrennbar verschlungen zu wunderlichen Geschichten. Wie das manchmal so ist, in Träumen.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Träumt sie etwa?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Juvanis steht im gelben Gras vor ihrem Dorf. Ihre Mutter steht beim Dorfältesten Imal, sie reden. Begor hockt neben ihr im Gras und weint. "Warum weinst du?" fragt sie ihn. Als er seinen Mund öffnet, hört sie Drakas Stimme antworten: "Verletzt. Komm zurück." Juvanis faßt sich in den Nacken. Feucht. "&lt;i style=""&gt;Komm zurück!&lt;/i&gt;" Diesmal ist es Furgas, dessen Stimme aus Begor spricht. Sie versteht nicht. Zurück? Da lacht er, springt auf, verwandelt sich in ein goldenes Wiesel und rennt davon.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wirbelnde, zusammenhangslose Eindrücke: Vellum, der erst mit seiner Freundin, dann mit einem großen braunen Bären tanzt; der Duft von Veilchen; ein himmelhoher Berg, an dessen Hängen blutroter Seidenstoff wie Flüsse hinabfließt; wilde Tanzmusik und der Geruch einer Spelunke; ein feurig umrahmter Totenschädel, dessen Fratze den ganzen Himmel erfüllt, öffnet sein Maul, um alles zu verschlingen - hinter seinem Schlund jedoch erstreckt sich eine endlos weite Ebene.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Sie sieht dort einen Mann in einer grauen Kutte. Er schreitet auf ein großes, teerschwarzes Portal zu. Sein Gesicht sieht aus wie das von Detritor, doch Juvanis &lt;i style=""&gt;weiß&lt;/i&gt;, dass es Brenell ist.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;In Träumen weiß man vieles. Vor allem, dass man seinen Augen nicht trauen kann.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Er dreht sich nach ihr um und verzieht den Mund zu einem Lächeln, welches spitze Zähne aufblitzen läßt.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann werden seine Zähne größer, immer größer, der Mund breiter und länger, zu einer Schnauze. Der graue Umhang wird hell, pelzig, und plötzlich steht statt Brenell ein Wolf vor ihr, die Lefzen hochgezogen und die Zähne gebleckt. Das schneeweiße Fell im Nacken gesträubt, die Ohren angelegt, sein Knurren wie ein dunkles Grollen aus den Tiefen des Abgrunds selbst. Sie stehen auf einer grünen Wiese. Es riecht nach frischem Honigbrot.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Plötzlich springt der Wolf, Juvanis duckt sich, doch sie ist gar nicht sein Ziel. Hinter ihr trifft der Wolf auf einen halbnackten Githyanki, der ein seltsam waberndes, schwarzes Schwert gerade zum Schlag erhoben hatte, und verbeißt sich in seine Kehle. Mit einem markerschütternden Heulen löst sich der Gith in Nichts auf. Der Wolf tapst schwanzwedelnd zu Juvanis und leckt ihre Hand. Feucht.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Das Bild verschwimmt, färbt sich bläulich. Der Himmel verschmilzt mit der Erde, und Juvanis schwebt in unendlichem Blau. Wasser. Sie kennt diesen Ort, obwohl sie nie dort gewesen ist. Die Stadt unter Tamra. Schwerelos gleitet sie durch das dämmrig fahle Naß, dunkle Schatten ziehen ab und zu über sie hinweg, huschen zwischen den Mauern herum. Sie kann atmen, und es wundert sie nicht einmal. Immer tiefer sinkt sie hinab, hat die untersten Gebäude schon hinter sich gelassen. Alles wird so still.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;Juvanis...&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Jemand flüstert ihren Namen. Oder hat sie es sich nur eingebildet? War das wieder Furgas' Stimme? Ein Sahuagin mit einem Dreizack aus Blumen schwimmt über ihr und sieht mit großen Fischaugen zu ihr hinunter. Sein breites Maul öffnet sich und er streckt flossige Finger nach ihr aus.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;Komm zurück!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Es klingt wie Furgas. Aber sie will noch nicht gehen. Es ist so ruhig und friedlich hier. Als er sie berührt, fühlt sie plötzlich einen Ruck. Beißendes Licht zerreißt das stille Blau. Nein, nicht die Augen öffnen, noch nicht!&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Doch schon ist er wieder da.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Schmerz. Dumpf, pochend und böse. Keine Luft mehr!&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;i style=""&gt;Juvanis! Komm zurück!!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-115546564909630467?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/115546564909630467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=115546564909630467' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/115546564909630467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/115546564909630467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2006/08/nur-ein-traum.html' title='Nur ein Traum?'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-115503173089674559</id><published>2006-08-08T12:07:00.000+02:00</published><updated>2006-08-08T12:12:19.736+02:00</updated><title type='text'>Von Irkbatz nach Tamra</title><content type='html'>Detritor ist sehr schweigsam heute. Hoffentlich macht er sich mal Gedanken über sein seltsames Verhalten. Dafür sind Draka und Tagro wieder ansprechbar; sie ist fünf Zentimeter größer in neuem Schuppenkleid, und er hat endlich den Ausweg aus dem Labyrinth der ersten Ebene von Undermountain ausgetüftelt. Wie einen das nur so faszinieren kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zum Goldkuppelgebäude, welches laut Furgas der Tempel einer vergessenen Gottheit ist, passieren wir immer wieder diese eigenartig verdrehten Heuschreckenleichen. Wie unheimlich. Gerade als wir an einer Kuhle (eine Feuerstelle?), die so heiß gewesen ist, daß sie den Sandboden zu Glas geschmolzen hat, vorbeigekommen sind, erspähe ich vor uns eine näherkommende Verzerrung in der Luft - und eine grau gekuttete Gestalt. Das Wesen!! Wir hasten in Deckung, nur Ig'nea und Furgas bleiben stehen. Oh diese Torheit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es läßt sie jedoch unverdreht, und Furgas stammelt ein wenig verstört, dass es sich "Brenell" genannt habe, und seine Zähne seien wie spitz gefeilt und er habe ganz weißes Haar. Außerdem habe Brenell gesagt, dass "Vier am Tempel ihre letzte Schlacht gegen das Böse geschlagen hätten und von Chronos verraten worden seien". Das können nur Aldred und seine Begleiter gewesen sein! Dann ist er in die Richtung verschwunden, aus der wir gekommen waren. Ig'nea scheint die Begegnung besser zu verkraften, aber Furgas war ja schon immer etwas sensibel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir eilen weiter, nur Minuten später entdecken wir etwas Gleißendes am Horizont. Als wir näher kommen, erkennen wir, daß wir am Ziel sind: vor uns, in einer quadratischen Senke, steht der Tempel mit der herausragenden, goldgekrönten Kuppel, die wir von weitem sahen. Da wir nur sieben Stunden haben, teilen wir uns auf: Einige von uns machen sich an der fast 50 Schritt hohen, gewaltigen Goldtür zu schaffen oder versuchen, durchs Dach einzudringen, doch ohne Erfolg. Luzija und Elidan suchen das von allen möglichen Kampfspuren vernarbte Buschland nach Aldred ab, und Draka gräbt nach Wasser. Offensichtlich lag der Tempel, zu dem vier große und viele kleine Kanäle und rundherum Treppen führen, auf einer künstlichen Insel. Tagro und ich studieren die kilometerlangen, erstaunlich gut erhaltenen Bildergeschichten, die den gesamten Tempel zieren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit ich das richtig verstehe, berichten sie von einer Zeit vor etwa 1000 Jahren, als es hier in den Beastlands im Wald ein Menschendorf gab (das ist ja an sich schon ungewöhnlich), dessen Bewohner "dem Bären" huldigte. Sie brachten ihm einmal im Jahr bei einer bestimmten Sternenkonstellation ein Menschenopfer dar, und er wandelte wie eine Lichtgestalt als Behüter unter ihnen. Das Dorf wuchs und gedieh, bis zum heutigen Ausmaß. Doch irgendwann wollten die Menschen plötzlich kein Opfer mehr bringen (all das erinnert mich an das Relief in dem ersten Haus), dachten vielleicht sie bräuchten den Gott nicht mehr. Schreckliche Katastrophen brachen daraufhin über sie ein: Schwärme riesiger Insekten fraßen die Ernte, fraßen die Menschen, viele starben, wenige flohen. Einige Kuttenträger hatten versucht, ein paar der wichtigsten Gebäude magisch zu schützen. Bei manchen war es ihnen wohl gelungen (ich erkenne den Leuchtturm, auch der Tempel selbst blieb von Natur und Insekten immer unangetastet), bei anderen nicht. Vielleicht hätte es nicht anders enden können; ich habe den Eindruck, dass die Menschen hier in der Tierebene das Gleichgewicht gestört haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich berichte den anderen von meinen Erkenntnissen, und auch Ig'nea erzählt, nach einigem Nachfragen in für mich verständlichen Worten, dass sie eine Art Vision gehabt hatte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hat gesehen, wie Aldred und seine Kumpanen keuchend zum Tempel gerannt kamen und das Portal zu öffnen begonnen hatten, schon freudig dass sie es geschafft haben - als Brenell hinter ihnen die Stufen erklimmt und ihre Stimmung in Verzweiflung umschlägt. Ein irrer Kampf entbrennt, die Vier wollen Brenell unbedingt vom Tempel fernhalten. Doch obwohl es vier gegen einen steht, tötet Brenell erst den großen Hageren, dann bricht Aldred zusammen, der kleinere von den zwei Riesen fällt, und er hätte sicher auch den letzten Riesen, der schon heftig golden blutete, getötet, wenn dieser ihm nicht seinen gigantischen Bihänder in die Brust geschleudert und anschließend mit einem Behälter davongerannt wäre. Daraufhin hat Brenell wütend und enttäuscht Aldred den Gnadenstoß gegeben, alles eingesammelt und ist dem Großen, Chronos, hinterher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also hat Brenell Furgas angelogen, Chronos war kein Verräter. Irgendetwas beschützen sie vor Brenell, daß der unbedingt haben will. Luzija will am liebsten hinter Chronos her, um ihm zu helfen (ihre neuentdeckte Nächstenliebe wundert mich; ich bin fast ein wenig stolz auf sie!), doch wir müssen uns eingestehen, dass wir ihm wohl keine große Hilfe gegen ein Wesen wie Brenell sein könnten. Außerdem sind die sieben Stunden um, also machen wir uns auf den Weg zum Portal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem halben Tag entdecken wir einen großen, gar nicht verwitterten Steintorbogen, zu dem zwei Paar Spuren führen: der mir bekannte schmale, elegant-elfische aber schwer beladene Ballenläufer (Brenell), der geradewegs und ohne Eile durch das Portal schritt, und ein riesiges, dreikralliges Echsenklauenpaar, das es sehr eilig hatte, aber erst einen Schlenker machte, bevor es durchs Portal verschwand (Chronos).&lt;br /&gt;Draka macht einen Durchflugversuch, scheitert jedoch. Begor klettert auf dem Portal herum und hat wohl einen Hohlraum entdeckt, Luzija und ich folgen Chronos' Spur und stoßen auf eine Heuschrecke mit eingeschlagenem Schädel. Ihr fehlt ein Tentakel. Ob das ein Schlüssel ist, wie uns die Zwerge gelehrt haben? Wir reißen uns ebenfalls eine Tentakel ab, gehen zurück zum Portal und schwups ist Luzija verschwunden! Ich berichte den anderen von dem Schlüssel, doch auf einmal fällt Begor vom Bogen, zum Glück kann Tagro ihn fangen.&lt;br /&gt;Ich glaube kurz, etwas rundes Schwarzes in seinen Händen zu sehen, aber schon ist es weg. Plötzlich beginnt der Torbogen zu knirschen, er altert in Sekundenschnelle! Scheinbar ist der magische Schutz zerstört. Eiligst besorgen sich alle eine Tentakel und wir hasten durchs Portal.&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;... sind wir wieder zu Hause!!&lt;br /&gt;Was für ein Schock. Wir stehen zwischen zwei hohen, verwachsenen Bäumen wieder in gelbem Gras, an einer Waldgrenze. Wir reißen uns zusammen, erinnern uns an Aldreds Warnungen und wenden uns nach links, in Richtung des kühlen Windes. In der Ferne steigt eine Rauchsäule auf, und unterwegs sehen wir auch wieder die riesige Säule.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem halben Tag treffen wir auf eine adrette kleine Hütte. Alles ist so hübsch aus Holz gedrechselt, ordentliche weiße Tischwäsche, ein frisches Blumenbouqet - und ein großer Spiegel, dessen Eisenrahmen wie schillernde, ausgeglühte Flammenzungen aussieht. Mir ist ein wenig mulmig bei dem Gedanken, mit welcher Ebene ein solcher Spiegel in Verbindung gebracht werden könnte, doch mein mutiger Furgas kann seine Finger natürlich wieder nicht im Zaum halten - und fällt einfach hindurch!&lt;br /&gt;Das hat uns noch gefehlt. Ich versuche, die anderen abzuhalten ebenfalls Hals über Kopf durch dieses Portal zu gehen, wir sollten uns erst hier umsehen um einen Hinweis zu bekommen, wohin es führt und wie wir wieder zurückkommen, aber Tagro will unbedingt Furgas schützen. Macht ja Sinn, also lasse ich ihn durch. Auch Draka folgt ihm, doch keiner von ihnen kehrt zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luzija und die anderen durchsuchen die Hütte, doch als wir auch nach Stunden nichts finden außer Vorräten und Silberbesteck, lassen wir uns erst einmal zum Nachdenken nieder und fallen irgendwann in den Schlaf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde wach als Draka mich an der Schulter rüttelt. Sie hat den Schlüssel für das Portal entdeckt, es sind Blumen! Natürlich. Sie berichtet, dass auf der anderen Seite eine ähnliche Hütte ist, die einem Elfen namens Vellum gehört, und diese hier gehöre seiner Freundin, die gern im Wald "spielen" geht. Aha. Und natürlich hatte sich Furgas wieder in irgendwelche Schwierigkeiten gebracht, die Draka aber ausbügeln konnte. Vellum wisse außerdem den Weg nach Sigil!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also begebe ich mich ebenfalls durch das Portal und treffe auf diesen Vellum. Er ist ein Elf, unglaublich gut aussehend (und was noch schlimmer ist: er weiß es) und ein Champion des Corellon Larethian, großer Heerführer doch jetzt überzeugter Baumpflanzer (er hat mit der Hilfe eines befreundeten, mächtigen Magiers einen "Baumweg" erschaffen). Was für ein Mann!&lt;br /&gt;Es zeigt sich, dass er ein äußerst charmanter und aufmerksamer Gastgeber ist, außerdem ein vorzüglicher Koch, und er scheint eine Menge aufregender, heldenhafter Abenteuer erlebt zu haben. Er erklärt mir, dass wir hier in den Außenländern sind, und die Hütte seiner Freundin sei genau an der Grenze zwischen Außen- und Tierländern. Ich hätte mich noch Stunden mit ihm unterhalten können, doch erst rupft mir Draka ein paar Federn aus (wie irritierend), Vellum springt auf und fordert Satisfak-irgendwas (ach wie süß!), und dann erscheint auch noch Ig'nea und irgendwie mögen sie Vellum nicht, glauben er habe mich angegriffen. Was geht hier eigentlich vor?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Glück klärt sich das Mißverständnis und wir beschließen, auf Vellums Freundin zu warten. Vielleicht kennt sie ein näheres Portal nach Sigil, denn das von Vellums Beschreibung liegt einige Monate entfernt. Doch daraus wird nichts, denn sobald Vellum von uns erfährt, dass ein Dunkelelf (Brenell) hier gewesen ist (Chronos übrigens auch, einer der elfischen Bauern hat dem Schwerverletzten angeblich geholfen), ist er mit wütender Mine auf und davon. Auch seine Freundin, die später mit Luzija durch den Spiegel tritt, tut es ihm gleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da Warten wohl nichts bringt, hinterlasse ich Vellum eine Nachricht und dann machen wir uns auf zum einzigen Weg Richtung Sigil, den wir kennen: Drei Tage lang reisen wir über Vellums Baumweg, begegnen einigen Elfengehöften mit hilfsbereiten Bauern und einem strohgedeckten Turm, dessen Bewohner offensichtlich sehr eigenbrödlerisch ist, jedenfalls hat er ein ganzes Arsenal an Abwehrfallen auf seinem Grundstück angebracht. Am Ende des Wegs treffen wir auf einen komischen, etwas einfältigen Menschen, und dann wandern wir eine Woche lang durch einen dichten Wald, bis wir wieder ins Grasland kommen, das hier bis zu 5 Metern hoch wird! Die Rauchsäule ist jetzt auch viel größer und näher.&lt;br /&gt;Nach elf Tagen haben wir eine eigenartige Begegnung mit einer fiepsigen Stimme, die mich irgendwie an Begor erinnert. Man will uns nicht passieren lassen und wirft mit Steinchen nach uns, doch als wir Vellums Namen erwähnen, dürfen wir passieren - nicht ohne dass man uns weiterhin neckt. Echte Spaßvögel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen die Gnome hinter uns, und nach 6 Tagen Fußmarsch treten wir an einer Böschung aus dem Grasland heraus an einen großen See. Wir haben Tamra erreicht! Wie befohlen umrunden wir den See mit dem Wind auf der rechten Seite. Die Stadt liegt, von einer dicken Mauer befriedet, im See eingebettet. Die Mauer soll gegen Feinde Tamras schützen, unter anderem liegt eine verlassene Stadt unter Wasser. Ob hier früher Meeresteufel, die Sahuagin, lebten? Oder noch immer?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor man uns einläßt, was ohne weiteres nicht möglich ist für unsereins, müssen einige von eins ein Goldstück Pfand hinterlassen und bekommen dafür eine Art Mal in Form einer Tonscherbe in die Hand gedrückt. Nun können wir die Stadt betreten.&lt;br /&gt;Sie ist in quadratische Blöcke, 10 mal 10, eingeteilt. Überhaupt alles hier ist sehr exakt und geometrisch, ordentlich beschildert, penibel sauber und aufgeräumt, selbst die Wagen sehen einheitlich aus. Man empfiehlt uns die Taverne "Zum lachenden Sahuagin" (die können lachen?), der Wirt macht jedoch eher einen unangenehmen Eindruck. Immerhin hat er Arbeit für uns! Ein wenig Geld in der Kasse könnten wir gut gebrauchen.&lt;br /&gt;Hätte ich jedoch gewußt, was dieser schmierige Wicht unter "Arbeit" für mich versteht, hätte ich... naja... etwas sehr undamenhaftes mit ihm angestellt. Bringt der Ig'nea und mich doch glatt zu einer häßlichen, monströsen Githyanki in einen Puff!! Und ich Idiot bemerke es erst, als der nette "Gentleman" zu mir aufs Zimmer mitkommen will. Empörend. Was denken die, wer ich bin? Ein Engel für alle Fälle?! Hmpf.&lt;br /&gt;Nun verdiene ich zwar wesentlich weniger, aber dafür mit ehrlicher Arbeit auf dem Bau als Heilerin. Und ich kann im Gegensatz zu Ig'nea noch sitzen. Hmm, das war jetzt gemein, aber der Gedanke an diese Githschlampe macht mich rasend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor wir Tamra endlich verlassen, wollen einige von uns den hiesigen "Weisen", das Schneiderlein, besuchen. Seltsamer Name für einen Gelehrten. Sein Haus ist auffällig, ein kleines windschiefes aber ordentliches Etwas. Das Schneiderlein öffnet uns - ein Gith! Na prima. Er bittet uns freundlich hinein und bietet uns seine Dienste an: Schneiderei, Begor greift zu. Offensichtlich ist das Schneiderlein schon uralt und langweilt sich ziemlich schnell, jedenfalls hat er schon jede Menge verschiedener Berufe zur Perfektion getrieben und dann wieder verworfen, als es keine Fortschritte mehr zu machen gab. Eigentlich sehr traurige Art zu leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er erzählt uns von der Unterwasserstadt und wie gefährlich sie ist. Gerade ist Begors Lederrüstung fertig geworden (schnell ist er, das muß man dem Gith lassen), da zersplittert etwas über uns, das ganze Hause erzittert und angsterfüllte Schreie klingen von der Straße herauf...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/31632809-115503173089674559?l=juvanis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://juvanis.blogspot.com/feeds/115503173089674559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=31632809&amp;postID=115503173089674559' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/115503173089674559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/31632809/posts/default/115503173089674559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://juvanis.blogspot.com/2006/08/von-irkbatz-nach-tamra.html' title='Von Irkbatz nach Tamra'/><author><name>Juvanis</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17762791664127623846</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-31632809.post-115451301396285690</id><published>2006-08-02T11:50:00.000+02:00</published><updated>2006-08-02T12:03:33.986+02:00</updated><title type='text'>Zickenkrieg II</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" align="center" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt;"&gt;Zickenkrieg II&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Die Sonne steht hoch am Himmel, über einem kleinen Lagerfeuer brutzelt Begor voller Eifer ein fast hundert Pfund schweres Heuschreckenbein - und Luzija langweilt sich fürchterlich. Eine Weile bohrt sie sich lustlos mit einem Draht in den Zähnen herum, knurrt vor sich hin, dann ruft sie: ?He Goldäuglein!?, zu Juvanis, die ebenfalls ziemlich gelangweilt, den Kopf auf die Hände gestützt und leise summend, auf das Mittagessen wartet. Die Angerufene schaut auf.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;?Wie wäre es mit ein bißchen Sparring? Das Beinchen hier braucht eh noch eine Weile und du siehst aus, als könntest du ein wenig Übung gut gebrauchen.?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis? Augen blitzen auf, lächelnd greift sie zu ihrem Langschwert &lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;(Angriffsbonus +7, Schaden 1W8+3) &lt;/span&gt;und die beiden entfernen sich ein paar Meter von der Feuerstelle. Luzija hat einen Kampfstab &lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;(Angriffsbonus +4, Schaden 1W8+3)&lt;/span&gt; dabei.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Mittels Stein-Schere-Papier bestimmen sie, wer den Eröffnungsschlag ausführen darf.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Initiative:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Melanie würfelt mit einem W20 eine 8, addiert 5 Geschicklichkeitsmodifikator und 4 für das Talent ?Verbesserte Initiative? = &lt;b style=""&gt;17&lt;/b&gt;. Heiko würfelt mit dem W20 auch eine 8 und addiert 3 Ges.mod. = &lt;b style=""&gt;11&lt;/b&gt;.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis wählt Papier und wickelt Luzijas Stein ein. ?Hsss!? ärgert sich die Besiegte.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;[RUNDE 1]&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis und Luzija nehmen ihre Kampfpositionen ein und Juvanis eröffnet mit einem Schwerthieb, darauf bedacht, Luzija aber selbst bei einem Treffer nicht weh zu tun.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Melanie würfelt mit einem W20 eine 8, addiert ihren Angriffsbonus +9 aber zieht 4 Punkte ab, da sie keine Verletzung zufügen will = 13. Luzijas Rüstungsklasse (RK) beträgt 14. Kein Treffer.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;Geschickt weicht Luzija der Klinge aus. ?Na so wird das aber nichts! Jetzt zeig ich dir mal wie das geht.?, hänselt sie und schwingt ihren Stab. Sie hat allerdings nicht vor, einen Treffer abzumildern.&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Heiko würfelt eine 13, addiert seinen Bonus +4 und bekommt auch keine Abzüge für Zurückhalten = 17. Juvanis? RK beträgt 17. Treffer!&lt;br /&gt;Er würfelt für den Schaden mit einem W8 eine 4, addiert 3 = 7. Juvanis hat, ebenso wie Luzija, eine natürliche Schadensverringerung von 3, also verliert sie &lt;b style=""&gt;4&lt;/b&gt; LP.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Tock! Der Stab saust auf Juvanis? rechte Schulter nieder und sie zuckt zusammen. Autsch!&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;?He, was soll denn das?? ruft sie wütend.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;[RUNDE 2]&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis holt erneut mit dem Langschwert aus und schlägt nach Luzijas Hüfte, noch immer mit der flachen Seite.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Melanie würfelt eine 12, addiert 9 und zieht 4 ab = 17. Treffer! Sie würfelt mit einem W8 Schaden 5, addiert 3 - die jedoch darf Luzija wegen Schadensverringerung ignorieren, fügt also &lt;b style=""&gt;5&lt;/b&gt; LP nichttödlichen Schaden zu.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Die flache Seite der Klinge prallt mit einem satten Klatschen an Luzijas Hüfte und hinterläßt einen roten Striemen. ?Das wird dich lehren, kleiner Teufel!? Wütend knurrt die Getroffene und holt zum Schlag aus.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Heiko würfelt eine 20. Kritische Bedrohung! Er würfelt erneut, diesmal eine 15, addiert 4 = 19. Also kritischer Treffer! Er würfelt für den Schaden eine 4, addiert 3 = 7, weil es kritisch ist verdoppelt er sich auf 14. Abzüglich der Schadensreduktion kassiert Juvanis also &lt;b style=""&gt;11&lt;/b&gt; Punkte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Mit voller Wucht donnert sie den Stab gegen Juvanis? Schwertarm. ?Wenn schon dann &lt;i style=""&gt;Dämon&lt;/i&gt;, du halber Engel!?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;[RUNDE 3]&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis schreit schmerzerfüllt auf und läßt ihr Schwert fallen, Wut blitzt in ihren goldenen Augen auf. Mit einem sehr unengelhaften Brüllen stürmt sie gegen Luzija. ?Uaaah!?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Bullrush:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Beim Stürmen bekommt die Bedrohte als erstes einen Gelegenheitsangriff.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Diese ist sehr überrascht von Juvanis? untypischer, stürmische Aktion.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Heiko entscheidet, dass Luzija deshalb den Gelegenheitsangriff nicht wahrnimmt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis prallt gegen Luzija und versucht, sie zurückzudrücken.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Melanie und Heiko müssen nun gegeneinander Stärkewürfe machen. Melanie würfelt eine 12 und addiert ihren Stärkemodifikator 3 = &lt;b style=""&gt;15&lt;/b&gt;. Heiko würfelt eine 11, addiert seinen Stärkemod. 3 und bekommt zusätzlich, weil er Größenkategorie ?large? ist, +4 = &lt;b style=""&gt;18&lt;/b&gt;. Bullrush fehlgeschlagen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Die jedoch steht wie ein Felsen, sodaß Juvanis an ihr abprallt wie ein Ball von einer Mauer und zurücktaumelt. Nun wird es Luzija langsam zu bunt. Ihre Hände beginnen unsichtbare Zeichen in die Luft zu malen, sie murmelt ein paar kurze Worte, streckt die Hände nach vorn und plötzlich schießen Flammen aus ihren Fingerspitzen hervor.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Brennende Hände:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Heiko zaubert. Juvanis? Zauberresistenz beträgt 14, um die zu überwinden zu können würfelt er mit einem W20 eine 9 und addiert seine 4 Zaubererstufen = 13. Juvanis hat dem Zauber widerstanden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Die Flammen treffen Juvanis mitten in den Rumpf, verpuffen jedoch als wären sie nur eine Illusion gewesen.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Sebastian und Robert melden, dass sie in der nächsten Runde in das Geschehen eingreifen wollen. Sebastian würfelt Initiative: 16, Robert: 14.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;[RUNDE 4]&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis schaut erst ungläubig, doch setzt dann, außer sich vor Wut, zum magischen Gegenkonter an. ?Du willst also einen richtigen Kampf? Kannst du haben!?. Sie reißt die Arme zum Himmel empor und beginnt eine Beschwörung.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Rufe Verbündeten der Natur:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Melanie zaubert, dieser Spruch benötigt eine volle Runde.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Furgas schwant Schreckliches, er springt vom Lagerfeuer auf und beginnt, mit betörendem Singen einen Zauber in Richtung Luzija zu wirken.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Person bezaubern:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Sebastian zaubert, dieser Spruch erlaubt einen Rettungswurf Wille. Den Mindestwurf errechnet er: 10 plus Spruchstufe (1) plus Charismamod. (4), da Luzija aber gerade von einem seiner ?Alliierten? attackiert wird, erhält er einen Malus von -5, also ist der DC &lt;b style=""&gt;10&lt;/b&gt;. Heiko würfelt mit einem W20 eine 8 und addiert seinen Wille 4 = &lt;b style=""&gt;12&lt;/b&gt;. Luzija hat widerstanden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Auch Draka reißt sich jetzt widerwillig vom Geruch des leckeren Heuschreckenbratens los und stellt sich einfach zwischen die Kontrahenten.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Luzija interessiert das Gekreische des kleinen Schönlings gerade überhaupt nicht. Und dass sich ihre eigene Freundin dazwischendrängelt, passt ihr auch nicht, gerade wollte sie das zaubernde Engelchen in den Staub schubsen um ihm zu zeigen, wie man das richtig macht. Sie versucht stattdessen, Draka aus dem Weg zu stoßen.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Bullrush:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Robert hat damit gerechnet, daher nimmt er seinen Gelegenheitsangriff wahr und versucht, Luzija in den Schwitzkasten zu nehmen (&lt;i style=""&gt;grapple&lt;/i&gt;). Dafür würfelt Robert zuerst mit einem W20 eine 14, addiert seinen Angriffsbonus +4 = 18, erfolgreich (höher als Luzijas RK), also kann Draka Luzija packen. Um sie zu halten, würfeln beide gegeneinander grapple (1W20 plus der Wert vom Charakterblatt). Robert würfelt den höheren Wert. Damit hat sich der Bullrush erübrigt und Draka hält Luzija fest.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Die jedoch läßt sich von Luzijas Ansturm nicht beeindrucken und weicht keinen Millimeter. Sie packt ihre wütende Freundin bei den Schultern und hält eisern fest. ?He, das reicht jetzt. Du hast doch schon bewiesen dass du stärker bist, also beruhig dich wieder und komm essen.?&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Uwe und Christian melden, dass sie in der nächsten Runde in das Geschehen eingreifen wollen. Uwe würfelt Initiative 12, Christian 21.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;[RUNDE 5]&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Blümchen, obwohl ihm der Magen knurrt und er das Heuschreckenbein nur ungern aus den Augen läßt, huscht vom Lagerfeuer davon, geht hinter einem Busch in Deckung und legt mit einem mulmigen Gefühl seine Armbrust an. Das gefällt ihm gar nicht.&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Neben Juvanis leuchtet es hell auf, und plötzlich erscheint an ihrer Seite ein Adler, der sich mit mächtigen Flügelschlägen in der Luft hält und einen scharfen Schrei ausstößt. ?Folge mir!? ruft Juvanis, entfaltet ihre Schwingen und beide steigen auf. Sie zückt ihren Bogen.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Mit Aufsteigen und Waffe ziehen hat Juvanis ihre zwei Bewegungsaktionen für diese Runde verbraucht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Furgas ist entsetzt über die Entwicklung und befürchtet, demnächst wieder Blut sehen und sich dann vor dem Essen übergeben zu müssen, also startet er einen erneuten Versuch, die noch immer tobende Luzija zu besänftigen. Er räuspert sich und probiert ein anderes Lied.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Gefühle beruhigen:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Sebastian zaubert, auch dieser Spruch erlaubt einen Rettungswurf Wille. Den Mindestwurf errechnet er: 10 plus Spruchstufe (2) plus Charismamod. (4) = DC &lt;b style=""&gt;16&lt;/b&gt;. Heiko würfelt mit einem W20 eine 10 und addiert seinen Wille 4 = &lt;b style=""&gt;14&lt;/b&gt;. Da auch Draka im Wirkungsradius des Zaubers steht, würfelt auch Robert und erreicht insgesamt eine &lt;b style=""&gt;17&lt;/b&gt;. Draka hat widerstanden, Luzija nicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Draka bemerkt, dass jemand erfolglos versucht hat, sie zu bezaubern. Da sie Furgas im Hintergrund besänftigend singen hört, kann sie sich schon denken, wer. Sie lockert vorsichtig den Griff um ihre Freundin, und als sie merkt, dass die sich tatsächlich auf einmal beruhigt hat, läßt sie sie ganz los. ?Na so ist es doch schon viel besser. Jetzt beruhigen wir uns mal alle wieder. Hier, magst du eine Praline?? Sie hält Luzija eine goldene Münze hin.&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Derweil hat sich Elidan von seinem Platz am Feuer erhoben und geht zum immer noch singenden Furgas. Er hebt mit einem leicht gelangweilten Gesichtsausdruck (diese Kinder!) eine Hand, macht eine elegante Bewegung und flüstert ein einzelnes Wort. Urplötzlich steigt dichter Nebel um ihn herum auf und umhüllt Furgas, Draka und Luzija.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Verhüllender Nebel&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;: Uwe zaubert einen Flächenzauber, eine Standardaktion.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Luzija nimmt mit einem glücklichen Lächeln die Münze von Draka an. ?Du solltest wirklich aufhören, diese Pralinen zu essen. Damit kann man viel besseres anstellen!?&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;b style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;[RUNDE 6]&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Begor beschließt, vorerst noch abzuwarten und schußbereit zu bleiben.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Verzögerte Aktion&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;: Begor verringert freiwillig seine hohe Initiative für diese Runde auf einen von ihm frei wählbaren späteren Zeitpunkt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Da Juvanis auf dem Boden nichts mehr sehen kann, steckt sie den Bogen wieder weg, befiehlt dem Adler zu kreisen und landet am Rand des Nebels.&lt;/p&gt;     &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;Furgas tritt singenderweise aus dem Nebel, gefolgt von Draka, die eine friedliche Luzija im Schlepptau hat.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Sebastian hält den Zauber aufrecht indem er sich darauf konzentriert (Standardaktion), Juvanis gerät nun in den Wirkungsbereich. Da sie Zauberresistenz 14 hat, würfelt Sebastian um herauszufinden, ob er die überwinden kann, mit einem W20 eine 13 und addiert seine 3 Bardenstufen = 16. Überwunden. Nun kann Juvanis noch den Rettungswurf versuchen. Sie würfelt mit einem W20 eine 8, addiert ihren Willen 5 = 13. Das ist niedriger als Sebastians zuvor bestimmter DC von 16. Sie ist bezaubert.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Juvanis? Haltung wird deutlich entspannter. Begor hält den guten Moment für gekommen: Er läßt die Armbrust sinken, kommt aus seiner Deckung hervor und ruft: ?Endlich nehmt ihr wieder Vernunft an! Ich hatte schon Angst, dass unser Mittagessen verkohlen würde.? Und mit diesen Worten hastet er zum Feuer zurück, um den Spieß weiter rotieren zu lassen.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;Elidan schält sich aus dem Nebel und betrachtet Juvanis und Luzija kritisch. ?Ich denke da ist der ein oder andere Heilzauber fällig.? seufzt er und macht sich ans Werk.&lt;/p&gt;   &lt;p class="MsoNormal" style=""&gt;&lt;i style=""&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt;Heilung leichter Wunden:&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="color: rgb(51, 102, 255);"&gt; Uwe würfelt zweimal mit einem W8 eine 6 und eine 4 und addiert jeweils 1 für seine Klerikerstufe = 7 bzw. 5 LP, die sich Luzija und Juvanis gutschreiben können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/spa
